PraxisTalk

Wir geben euch Feedback zu euren Tracks - Der 2. Teil

Im ersten Teil unseres Videos haben wir Musikproduktionen von euch besprochen und versucht konstruktives Feedback abzugegeben.

Allerdings haben wir nicht alle eingereichten Tracks thematisieren können. Im 2. Teil kommt jetzt der Rest zur Sprache.

Wie findet ihr die Idee?

> Video: Wir geben euch Feedback zu euren Tracks - Teil 1

Hier die Tracks in der > Soundcloud und > YouTube Playlist.

Andreas Balaskas ist Chief-Mastering Engineer im > Masterlab in Berlin. Schau euch auch mal seine beeindruckenden Credits auf der Seite an.

Thomas Wendt > skating dog macht Kommunikation für die Musikbranche und ist Singer/Songwriter.

Kirk Monteux ist Musikproduzent

Stephan Bobinger ist Produzent und Sounddesigner in Berlin

Download > medium > small > audio only

 

 

 

05.05.2016 - PraxisTalk

Dein Kommentar

  1. #11 Marcel (The Gallow Crows) schrieb am 09.05.2016
    Inhaltsangabe Kommentar:

    1. aktuelles Getränk
    2. Begrüßung
    3. Auswertung

    Kommentar:

    1. Nach sechs Tagen Arbeit, inklusive Vatertag, Samstag und Sonntag, steht auf dem Schreibtisch nun ein maskulines Weinschörlchen, passend zum ausgezeichneten Kaiserwetter.

    2. Grüße an die gediegene Männerrunde, die für mich so eine Art modernes Äquivalent zum westfälischem Kaffeeklatsch geworden ist, welches über aktuelle Themen aus Technik und Produktion plaudert (durchaus positiv gemeint).
    Erstmal - es hat großen Spaß gemacht zuzusehen. Auch das Feedback zu den anderen Songs der beiden Teile habe ich mir angeschaut.

    3. Ein Wort zu Feedback allgemein: Feedback, ob professionell oder nicht, kann immer nur subjektiv ausfallen.
    Welche Erfahrungen hat der Geber des Feedbacks gemacht? Welche fachlichen Kenntnisse hat er sich angeeignet? Ist er fähig zur Empathie? Kennt er mich persönlich und wandelt im Idealfall auch im entsprechenden Genre? Welche Technik wendet er an um eventuelle Probleme anzusprechen – Induktion? Wat hatta n sonst so gemacht? Sozialisierung?
    Et cetera..
    Auch muss gesagt werden, dass man nicht nur lernen muss Feedback zu geben, sondern auch Feedback anzunehmen und für sich persönlich entscheidet, was man damit anfängt.
    Besonders schwierig ist dies am Anfang der (musikalischen) Laufbahn. Viele Künstler sind wie rohe Eier, bei denen jedes unerwünschte Wort einen Riss in der Schale hinterlässt. Da kann es gar passieren, dass sich der eine oder andere entmutigt fühlt, auf dem zielführenden Pfad zu wandeln.

    Da die Weinschorle nun ihre Wirkung entfaltet, komme ich zum Kern des Kommentars.

    So Kinners, die Mitglieder unserer Kapelle habe ich natürlich auch über die Sendung von Muso Talk informiert.
    Wir haben diese recht gut verdaut, nur Karpfenesserin Kokel (der Bassist) schüttelte ein wenig lakonisch mit dem Kopf, als die zärtlichen Worte "Type O Negative" fielen.

    Besonders gefreut hat uns, dass die Stimmung, welche wir erzeugen wollten, funktioniert.
    Damit kann man doch schon mal was anfangen!

    Es stimmt, dass uns der Mix Probleme bereitet. Hatten wir ja angedeutet. Eine von Kokels Yamaha-Abhören ist über den Jordan gegangen (und das nicht um Urlaub zu machen) und unsere Akkustikelemente bestehen aus Getränkekisten. Wir sollten uns wirklich intensiver mit dem Mix auseinandersetzen, oder auseinandersetzen lassen.

    Was das Timing betrifft, könnte dies zum Teil an der Trinkfreudigkeit und dem Konsum von Bio-Zigaretten, welche bei den Aufnahmen gerne mal die Runde machen, liegen.
    Ob wir das in den Griff bekommen? To be continued..

    Gut, dass ihr die Punkte so ehrlich angesprochen habt, denn nur so kann man sich ja auch verbessern, beziehungsweise einen Rat annehmen, der vielleicht zu einem besseren Ergebnis führt.

    Deswegen bewerte ich die Runde mal als konstruktives Feedback. Chapeau.

    Viel Freude euch allen bei den nächsten Sendungen. Den Abend lassen die Gallow Crows heute noch im Proberaum ausklingen.
  2. #10 André schrieb am 06.05.2016
    Auch der 2te Teil wieder super Sache. Bitte weitere Sendungen.
  3. #9 Herwig Kraß schrieb am 06.05.2016
    zum Track „Glas und Metall”
    Vielen Dank für das interessante Feedback. Das Stück ist spontan eingespielt worden. Wenn ich mich recht erinnere (ca. 2004) durchgehend live. Die Klangfarben (Glasharfe und ein metallisch klingendes Cello vom Absynth 4 oder 5) haben mich zu diesem musikalischem „Zwiegespräch” verleitet. Das „Cello” ist unüberhörbar aufbrausend und zum Teil ungeduldig und aggressiv, die Glasharfe beruhigend und schlichtend, zum Ende hin siegend.
    Für mich stand die spontane Spielfreude im Vordergrund. Ein Mastering (vielleicht ein nachträglicher Hall?) fand nicht statt. Ich muss auch zugeben, dass ich vom Mastering keine Ahnung als absoluter Hobbymusiker habe.
    Mich hat gefreut, dass ein solches Stück als Kunst bezeichnet wird ;) , vielleicht Spontankunst, aber das war der Sinn :)

    ciao herw
  4. #8 Herwig Kraß schrieb am 06.05.2016
    @Zille1976
    Das ist einer der Standard-Bildschirmschoner (Wirbel) unter OS X. Gibt's schon länger.
  5. #7 Très schrieb am 06.05.2016
    Mehr davon! Ich finde das Konzept gut auch wenn ihr meine Track vergessen habt ;)
  6. #6 Honsey schrieb am 06.05.2016
    Jo,...Die Elektronik Tracks sind bis auf wenige Parts für`n Papierkorb. Habe 1993 in Goa (Indien) erstmalig Zugang zu Teccno gefunden, und muss sagen, das es mich echt gepackt hat,...und nicht nur mich, sondern auch Leute, die bis dato nur Fleetwood Mac oder Savoy Brown gehört haben, und Teccno gehasst haben, mich inklusive,....Mir fehlt in dieser von Euch vorgestellten Musik das mystische,.....spannende und groovige. Was ich heute nur noch höre, ist dieser banale nervige und uninspirierte Ibiza Partysound,...gemacht von und für Vollpfosten !!! Gebe ja zu, das Musik machen alles andere als einfach ist, aber es reicht einfach nicht aus, ein paar Synth.Presets aneinander zu reihen, und fertig ist der Song. Habe selbst auf Soundcloud so ein paar Tracks laufen, und werde diese demnächst alle komplett löschen.
    Hans Helmke (SoundCloud)
  7. #5 Meik schrieb am 06.05.2016
    Hi Non Eric,

    obwohl du es in beiden Teilen der Sendung mehrfach betonst, dass du alle eingesendeten Songs besprechen willst, hast du das bei unserem Track nicht gemacht: betatronik - Klappe Zu Affe Tot (https://youtu.be/s_CtmNzoREM).

    (Hatte ich dir bei der "Alles Scheisze"-Sendung auf musotalk.de gepostet als #17)

    Lass es mich wissen, falls wir da einen Fehler gemacht haben oder ob das nur ein Versehen war. Hätte es ja verstehen können, wenn du gesagt hättest ihr beschränkt euch nur auf 'ne Auswahl. Aber die o. g. Einleitung hat mich stutzig gemacht.

    LG
    Meik
  8. #4 Kirk Monteux schrieb am 06.05.2016
    Zur Frage von Zille1976,

    das ist einer der Bildschirmschoner die im OSX Yosemite dabei sind.
  9. #3 Zille1976 schrieb am 05.05.2016
    Zum Thema Musik sag ich mal nichts, aber wie heißt der coole Bildschirmschoner der da bei Kirk ab 39:10 anspringt?
  10. #2 Marc schrieb am 05.05.2016
    Ich möchte bezüglich des Leveling mal folgendes erwähnen was sehr oft von Studio und Mastering Leuten irgendwie nicht verstanden wird. Vermutlich weil diese sich mehr mit der Producing Schiene und ihrem Fachbereich auseinander setzen als in Clubs jedes Wochenende auf zu legen. Es geht darum das bestimmte Labels ihre Alben IMMER auf einem ähnlichen Level halten. Label a) hat sagen wir mal aktuell in der Szene 20 Producer in den top 50 davon haben alle Tracks dieser Artists einen Pegel der sie leicht für den DJ untereinander mischbar macht - da er sich nicht mehr um das Leveling kümmern muss.

    Label b) ein Aufsteigendes Label hat 3 Artists in den Top 50, doch das Problem das viele DJs behaupten der Sound würde Probleme machen weil dieser nicht so leicht mischbar sei.

    Ich habe festgestellt das der Grad der Lautheit und Kompression eines Liedes entscheiden kann wie man es beim Auflegen empfindet - LAUTE Lieder kann ich leicht am DJ pult leiser faden. Aber LEISE Lieder am DJ Pult auf einen Level zu kriegen ohne am Master Volume herum zu fummeln kann echt ein Problem sein. Es gibt zudem viele die eh dauerhaft im Roten Bereich auflegen aber das ist ein anderes Thema. Das Problem ist - wenn ich den Track auf A im Spur Gain anpassen muss und dieser dann DEUTLICH im Roten bereich landet weil er weniger Komprimiert wurde ist das schlecht - erst recht wenn ich dann evtl. noch immer nicht an das gewünschte Ziel aus den Top Rankings heran komme. Ergo muss ich insgesamt leiser auflegen um das irgendwie in Griff zu kriegen.

    Ein anderer DJ hingegen schnappt sich beinahe 1:1 die Artists eines Labels, mischt die Hits und hat durchgehend einen "Guss" weil es keine krassen Schwankungen gibt. Zudem klingt der Mix auch gleichbleibend FETT im Bass. Dies führt Effektiv und Instinktiv zu dem Verhalten das man vorwiegend Lieder spielt deren Pegel EQing und Kompression bereits nahe beieinander liegen. Ich konnte dieses Verhalten bei sehr sehr vielen befreundeten DJs erkennen, und auch bei mir selbst. Obwohl ich mich nicht als DJ bezeichnen würde.

    Rein aus Technischer Sicht gesprochen - stimme ich zu das Klang Würste unerwünscht sind und schlecht klingen. Auf der anderen Seite will man für einen Testlauf eines Liedes wahrlich nicht gleich Cash für ein Master hinlegen sondern erstmal spüren wie der Track auf dem Floor wirkt. Ich denke jeder der mal aus seinem Studio raus gekommen ist und vor Publikum seine Musik aufgeführt hat wird auch wissen das sich ein Lied dort GANZ anders anfühlt als zuhause. Die Emotionale Reaktion durch die Interaktion mit dem Publikum ist wie ein Rotstift der klar aufzeigen kann - die Stelle war Hammer dort muss man noch mal rann..

    Ein erfolgreiches Lied zu schreiben ist ein Entwicklungsprozess! Kein simples Bouncen. Wer seine eigene Musik auflegt hat in der Regel als Artist 1-2 Stunde Zeit im Club den Sound zu spielen - und kann sich sein eigenen Level und Qualitätsstandard aussuchen. Was auch gut ist - aber dann folgt ein DJ der die aktuellen Hits der Topleute auflegt und die Anlage brüllt auf einmal mit einem Druck die Leute auf den Floor. Der Crowd ist es EGAL ob sie eine Klang Wurst hört - die wollen das der Bass einem ins Gesicht drückt! Das hat nix mit gesundem Menschenverstand zu tun - wer auf ein Festival oder in die Clubs will muss nicht nur gute Musik produzieren sondern er muss angesagt sein weil der SOUND dazu verleitet das man als DJ seinen Track gerne rein mischt weil dieser 100% ig passt.

    Etwas das man von vielen leiseren Master leider nicht behaupten kann, da legt der DJ die gebrannte CD ein, drückt play und der Mix kann sich gegen das top Lied im anderen Player nicht durchsetzen und nicht mit halten. Da ist es den meisten Egal wie das Lied wirklich klingt. Und das dieses "bessere Qualität" aufweist. Er wird sagen das dem Lied der Druck fehlt und es als Schlecht betiteln - die CD verstaubt! Keiner wird sie spielen weil ALLE das gleiche wahrnehmen. Diesen Punk habe ich in vielen Diskussionen noch nie besprochen gehört weil die Produzenten und Mastering Leute der Lieder ihre Tracks sehr oft nicht im Club auflegen! Oder so erfolgreich sind das ihre Lieder aktuell die Clubs beherrschen und längst über das Stadium raus sind. Und eh von Profis gegen gemasterd wurden.

    Mehr als das wird oft Genre FREMD diskutiert. Ich glaube fest daran das JEDE Musikrichtung ihre eigene Charakteristik besitzt wie man den aktuell angesagten Sound Mastern muss. Und ich streite einem Master Meister der sich auf Klassik Rock und POP spezialisiert hat ab, das dieser zb. ein Dark oder Progressive Trance Track so Masterd das dieser der Zeit entspricht. Denn er hat keinen Einblick in die Szene und noch weniger in den angesagten Sound. Qualitativ werden diese Master sicher auch top Arbeit abliefern! Aber Master ist nicht gleich Master. Und bei der Frage einer Mixing Analyse dann über das Trackmaster her zu fallen ist milde gesagt genau so unprofessionell wie der Versuch ohne passendes Know How und Abhöre zu Mastern.

    Und sicher - ein schlechter Mix wird auch nicht zu Gold selbst wenn man das Master perfekt hin bekommt. ABER und das muss man mal festhalten, weil das ist nicht unwichtig - wenn des Lied ein DJ in die Finger nimmt, wird er den Track nicht sofort als "minderwertig" bei Seite legen. Weil es zumindest eine ähnliche Basis Lautheit besitzt. In Zeiten von Traktor und co hat man wenigstens dort ein automatisches Leveling wenn man das denn eingeschalten hat. Aber viele andere Billige Turntables haben das nicht. Fakt ist und bleibt das die Lautheit eines Liedes SEHR wohl Entscheidend beitragen kann ob ein Lied gespielt wird. Auch wenn das total gegen die Lehrmeinung geht was Qualität ist und was nicht. Ist das die Realität in der wir alle leben.

    Und so Nobel das auch ist wenn man leiser und weniger destuktiv masterd, existiert noch ein Grund der irgendwie nicht in den Köpfen derer auftaucht, die sich der Diskussion annehmen. Und das ist die PA mit der man die Musik auflegt.

    Der eine oder andere wird nun da stehn und sagen: Was hat das damit zu tun? Ich sage eine ENORME Menge! Wie schaut es denn aus wenn man nicht gerade als TOP DJ weltberühmt ist? Nun man spielt vorwiegend in kleinen Spelunken, kleinen Clubs und Outdoor bei Festivals mit bis zu 300-400 Gästen. In aller Regel aber sind es weniger, also eher so 50-100 wenn man sich nun mal mit der Technik auseinander setzt stellt man fest das die MEISTEN Betreiber mehr auf die Location Wert legen als auf eine gescheite FETTE Anlage. Bedeutet - die PA welche man vorfindet ist in der Regel zu schwach um mit zb. einem Pro Audio System mit 8000W mithalten zu können. Was durchaus eine gute durchschnittliche PA für solche Größen darstellt! (2xsub 2500W, + Rest 2x1500W auf HochMid Speaker). Viele DJ PA Systeme im Low Budget haben wenn es hoch kommt gerade mal 3000W Gesamtleistung. Das führt dazu das Lieder die leiser sind - DRASTISCH leiser und Bass Schwach auf dem Dancefloor wahrgenommen werden! Der Bass bricht darauf beinahe gänzlich ein im direkt Vergleich.

    Ich habe in meinem Leben 4 Anlagen abrauchen sehen weil die Betreiber weder einen Pegelschutz eingebaut haben noch damit gerechnet haben das über die Anlage auf einmal ungemasterte Lieder wiedergeben muss. Der Grund dafür liegt darin, das die Anlage für DJs und kleinere Räume optimiert war - nicht für Live Bands oder groß Beschallungen. Und als solche einfach zu wenig Leistungsreserven besaßen um mit dem Dynamisch anspruchsvollen Sound klar zu kommen. Nach der Stunde Dauerbelastung waren die Kühlrippen am glühen. Die Hochtöner am Krächzen und man ist dann doch Gott froh das man nicht schuld an der Misere ist. Was aber nicht bedeutet das die KÄUFER der Anlage oder die Betreiber nicht auch zu weiten Teilen selbst schuld waren. Sie sparten an der Leistung. Sowas rächt sich böse.
    So ne PA kostet eben mal kurz cash. Und man bewegt sich ganz schnell im Bereich von 15-20.000€ - Cash das man als DJ eh nie hat und vom Platz der Aufbewahrung mal abgesehen - sind die Boxen für daheim auch ungeeignet. Also kann man schlecht vorher darüber abmischen oder probe hören bzw. man hat in der Regel NICHT die Möglichkeit dazu das überhaupt beim Mixing zu beurteilen! Darum lässt man es ja auch Mastern, WENN der Mix bereits gut ankam.

    Das man sich dann eben genau in solchen Pre Release Situationen darüber lustig macht das der Mix bereits kursiert - zeigt eine ziemliche "Ich bin die Spitze der Wahrheit" Arroganz. Was bedeutet es denn wer man ist? Oder was man weis - das ist sowas von egal. Wichtig sind die die wir lieben sonst nix. Sich auf Erfolge und Titel etz. etwas ein zu bilden naja.. wer das braucht. LEIDER all zu oft in der Musik Branche an zu finden. Ihr habt doch weder eine Ahnung WER der Artist ist, noch wie lange der bereits aktiv ist. Es sind nicht nur Anfänger die eure Sendung verfolgen dessen bin ich überzeugt. Kann ja sein dieser Musiker hat bereits relativ erfolgreich 4 oder 5 Alben veröffentlicht. Und will nur nicht das man das heraus hört.. hin zu kommt - die meisten Artist Tracks auf Soundcloud die von Produzenten einfach geupped werden sind doch wenn wir ehrlich sind BEWUSST auch platt gemasterd. Weil man nur Feedback zum Arrangement also dem LIED will und keine forensische Klanganalyse. Und wie hört man auf der Cloud am ehesten? Richtig über das Handy. Und da klingt das nebenbei erwähnt tatsächlich oft besser wenn es der mini Speaker wiedergibt. Außerdem - wer sowas hoch lädt - WEIS doch selbst was er da hochgeladen hat und muss nicht deswegen belehrt werden. Soundcloud ist nicht der Richtige Platz um erfolgreich Musik zu vermarkten - darin sind sich glaube ich inzwischen ALLE einig. Wer was auf Beatport lädt der hat es auch in der Regel gescheit Mastern lassen. Bekommt dann aber auch ein paar Cent für das was er da stellt! Soundcloud ist der reinste akustische Mülleimer..

    Aber die meisten DJs legen nun mal auf Leistungsschwachen Systemen auf - und darauf klingt ob man will oder nicht Lautes Material "besser" weil der Sound mehr Druck aufweist weil größere Lautheit bedeutet mehr BASS WAHRNEHMUNG. Und gerade bei Tanzbarer Bass Orientierter Musik ist es ein enormer Unterschied ob man bei gleicher Lautheit mehr Bass spürt oder ob der Mix einfach schwach und Drucklos klingt weil die gesamt Lautstärke einfach WEIT niedriger ist. Man kann noch so rum diskutieren aber das ist die Wahrheit.

    Viel eher wäre es SINNVOLL endlich mal flächendeckend eine Richtlinie einführt an der sich die Käufer von Audio Systemen auch orientieren können. Man findet bei den Boxen selbst seltenst Erklärungen dazu, geschweige denn das man eine effektive Beratung erfährt. Wie laut etwas an der Abhör Position sein muss um als Referenz herhalten zu können. Ich meine - eine kleine 5Zoll box wird kaum den RMS Pegel einer 2000Watt Anlange effektiv wiedergeben können! Und es gibt, zumindest ist mir nichts bekannt - kaum eine wirkliche Linie nach der man hergehen kann um zu sehen - wie stark muss meine Box sein. Was leistet die box überhaupt - weil die Angaben zur Leistung und Linearität auch echt verworren von der Industrie verborgen gehalten werden? Damit man den Leuten den letzten Kram verkaufen kann, damit so Profis wie ihr über die Qualität diskutieren können und sich über einen Loudness war aussprechen ohne eigentlich die Gründe zu hinterfragen. Mehr als ein "ok der Track wurde laut gemacht, was dem Lied nicht gut getan hat." wäre nicht notwendig gewesen.

    Ihr habt eine gescheite Abhöre was sich viele Producer gar nicht leisten können. Erst recht nicht am Anfang. Denn von Musik alleine kann man heute nicht mehr leben. Man hält sich mit Gigs über Wasser - warum also dann Perfekt gemasterte Tracks zum Klau perfekt gemasterd auf die Cloud laden? Damit schädigt man sich selbst.

    Sicher - man kann nun sagen das ist alles Relativ und so weiter und so fort - aber ist es für mein Empfinden und Überzeugung nicht. Die spätere Lautstärke bei der ein Lied abgespielt werden soll entscheidet Maßgebend ! darüber wie stark der Höhen und Bass Anteile wahrgenommen werden. Man hat in Profi Studios den Luxus das man meist genug Power hat oder seine Anlage effektiv ein gemessen hat um auch bei weniger Lautheit so zu mischen das es am Schluss bei der ENDLAUTSTÄRKE passt. Das ist wie ich glaube das Geheimnis aller Profis deren Sound gut klingt. Wie man das Einpegeln der Anlage richtig macht ist hochgradig entscheidend ob der Mix auch später im selbstgemachten Premaster zu einer Klangwurst gemasterd wird. Weil - man kann schließlich nur mischen und Mastern was man hört. Und hört man es nicht korrekt - weil die Anlage zu schwach ist, oder der Raum färbt - färbt das den GESAMMTEN Mix.

    Stichwort Fletscher Munson Kurve ich Zitiere hier mal Wikipedia: "Ist Musik für einen Original-Lautstärkepegel von 80 Phon abgemischt, so dass sie dort gut klingt, sind die Eigenschaften des Gehörs für diesen Pegel in die Aufnahme mit eingegangen. Wird diese Musik nun mit 40 Phon Lautstärkepegel abgespielt, stimmen die Einstellungen für die 80-Phon-Aufnahme nicht mehr. Das heißt, um einen ähnlichen Klang wie bei der Originalaufnahme zu erzielen, müssten die Bässe und Höhen angehoben werden."

    Und da man in der Regel im Club LAUTER Musik hört als Zuhause. Sind die Auswirkungen des Loudness War eine klare Folge der zu schwach dimensionierten Abhören und mangelhafter Aufklärung bezüglich diesen Themas. Aber auch der Wucherpreise für entsprechende Systeme die was taugen!

    Schönen Vater Tag :)
  11. #1 Uwe Baganz schrieb am 05.05.2016
    Tolle Sendung - da könnt ihr ruhig noch mehr davon machen - hat mir echt Spaß gemacht zu schauen und nicht nur weil mein Song M00D dabei war!!

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