Wieviel Musiktheorie braucht man zum Musik machen?

Muß man heute wirklich noch Noten lernen? Macht moderne Software Musiktheorie überflüßig?

Diese Fragen beantworte ich mit meinen Gästen:

Klaus Kauker, erklärt Musiktheorie auf Kika und auf seinem YouTube Kanal > Musiktraining.

Sascha > Basspartout macht Royalty free music und ist begeisterter Studio One User.

und Fabian und Rafael vom > Hofa-College.

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04.06.2015 - Home-Teaser

Dein Kommentar

  1. #17 chris schrieb am 27.10.2016
    Hi,
    macht ihr gar keine Podcasts, um diese in itunes zu importieren?
    LG Chris
  2. #16 Cord Böttger schrieb am 22.10.2016
    Hi Non Eric,
    es hat Spaß gemacht. Ich weiß jetzt, dass mein Musikkonzept "zulässig" ist.
    Schönen Tag
    Cord
  3. #15 MSchmitt schrieb am 09.10.2016
    Noten lesen und schreiben hat noch nichts mit Musiktheorie zu tun. Harmonielehre Tonalität Intonationslehre, Note sind nur da um dritten seine Vorstellungungen zu Übermitteln.

    By the way wer sich mit Musik aus dem Asiatischen oder Arabischen Raum beschäftigt der kann diese Theorie vergessen. Da gibt es Töne die es bei uns nicht gibt Microtones etc.

    Also das ganze ist doch sehr auf die westlichen Gehörgänge ausgelegt was ungefähr 1/3 der Weltbevölkerung betrifft. Ein Aborigine oder Asiate oder auch Araber denken da ganz anders.

    Versuch: Autotune auf arabischen Gesang = chaos pur
    Liebe Grüße
    manfred
  4. #14 mike schrieb am 02.02.2016
    Hallo,
    es ist wirklich nicht so einfach! Meine Tochter, 8Jahre, 3. Klasse kam zu mir und es war höllisch schwierig ihr die Notenwerte bei zu bringen. Ich frage mich wieso die Kinder in Musik, von der Schule aus unterrichtet werden. Klar ist das für die kleine Sophia trocken ohne Ende. Wenn aber in früheren Jahren den Kindern Musk ohne Spass z.B. beigebracht werden soll kann ich es gut verstehen, dass man keine Lust hat den "Kram" zu behalten.
    Das wäre vielleicht etwas für den Bildungsauftrag, der Bildungsminister . . .

    liebe Grüsse, mike
  5. #13 Christoph schrieb am 09.06.2015
    Hi NonEric... echt schöne Sendung wieder einmal!

    hab mir grad auch die Meinungen der vielen lieben Musotalkuser durchgelesen und alle haben auch irgendwie recht mit ihren Aussagen... .

    Auch ich spiele gerne ohne Noten, denn ich habe mir Klavierspielen mit 9 Jahren selbst beigebracht. Erst mit 13/14 habe ich (also im Nachhinein) Noten gelernt, denn ich merkte recht schnell, dass es mit einer Band nie richtig funktionieren wird, wenn man nicht notensicher spielen kann.
    Danach habe ich mich u.a. auch viel mit Musiktheorie beschäftigt und in den 90ern sogar Film-Orchestrierung in den USA gelernt und ja... ich glaube nicht, das es meinem Musikwissen geschadet hat, und glaubt mir, die Amerikaner sind bezüglich Musiktheorie viel ehrgeiziger als es die deutschen jemals sein werden!
    Auch wenn ich heute (privat) immer noch lieber ohne Notenblatt spiele, brauche ich mein theoretisches Wissen TÄGLICH in meinem Berufsleben als Filmkomponist.

    Was mir aber immer öfters auffällt ist, dass in vielen Filmen (u.a. auch in den Öffentlich- Rechtlichen) es entweder immer weniger Musik komponiert wird und die Filme vermehrt mit Geräuschen vertont werden, oder aber es gibt, ein-zwei Finger Orchestrierungen, die nicht grade sehr überzeugend klingen. Manchmal glaube ich, der Zuschauer ist soooo unkritisch geworden, dass ihm mittlerweile jeder misst gefällt.(kommt mir so vor)
    Kann ich eigentlich nicht so ganz nachvollziehen wie so etwas gesendet werden kann und wie die Leute an die Jobs gekommen sind, denn Film und Musik hat etwas mit Emotionen zu tun.
    Noch was...
    wenn ich mich um einen Job bemühe, dann muss ich immer Referenzen und auch Hörproben beilegen. Man bekommt sogar mittlerweile ein Thema vorgelegt, zu diesem man etwas musikalisches schreiben und einspielen soll (DEMO) und das alles natürlich Kostenlos.
    Ist man als Musikschaffender damit nicht einverstanden, so ist es dann sowieso aus mit der Auftragsvergabe. So pervers ist mittlerweile unsere Filmindustrie geworden.
    Dank Europäischer Freizügigkeit, fische ich seit wenigen Jahren auch gerne bei unseren Nachbarn nach Jobs rum.
    Aber welcher Job ist auch leicht?
    Gibt es diese überhaupt?

    Meine persönliche Feststellung bezüglich Musiktheorie:
    wer als Musikschaffender langfristig Geld verdienen möchte bzw. seinen Unterhalt damit bestreiten möchte, der wird ohne Musiktheorie garantiert nicht sehr weit kommen.
    Allerdings ist die Musiktheorie soooo umfangreich.... ist eigentlich schon wieder ein Lebenswerk.
  6. #12 Nosy schrieb am 08.06.2015
    "Once you want to free your mind about a concept of harmony and music being correct, you can do whatever you want."
    Giorgio Moroder
  7. #11 confused schrieb am 07.06.2015
    Hallo Non Eric,

    Diskussionsthema ist interessant.
    Diskussion straffer führen wäre mein Wunsch.
    Auch für andere Themen. Plauderei darfs nicht werden.
    Sonst dreht man früher ab. UND:

    Dein permanenter Hinweis NICHTS davon zu verstehen und sogar froh darüber zu sein keine Ahnung davon zu haben ist nicht gut.
    Nichts Können und das extra noch zu betonen muss nicht sein.

    Wie viele Hits mit II-V-I geschrieben wurden und werden (wenn man weiß was das ist) ist sagenhaft.
    Und da brauchst eben Theorie wenn ein zweiter mitspielen soll...
    Wennst aber selber die Gitarre in die Hand nimmst und du nur das spielst was du hören willst, brauchst keine Theorie. So einfach ist das.

    Gruß
    confused
  8. #10 Markus schrieb am 06.06.2015
    Hallo Non Eric und Gäste

    Ich höre/schaue mir Muso Talk regelmässig und gerne an, vor allem wenn es um Beiträge rund um DAW geht (Cubase User). Ein grosses Kompliment zur heutigen Ausgabe "wieviel Musiktheorie braucht man um Musik zu machen", ein Thema, das von allen Diskussionsteilnehmer ausgesprochen gut aufgenommen und diskutiert wurde und noch viel Stoff hergeben dürfte.

    Mein Fazit: Je professioneller (nicht im kommerziellen, sondern musikalischen Sinn) der Anspruch, umso wichtiger die Theorie. Die Begabung alleine (Instrument, Gehör, Musikverständnis, etc.) setzt irgendwann Grenzen in der Weiterentwicklung. Natürlich darf der Spassfaktor dabei nicht zu kurz kommen, der leider aber häufig der Grund dafür sein dürfte, eine gewisse Perfektion zu erreichen

    Ich freue mich auf weitere Themen in diese Richtung auf Muso Talk!

    PS: Echt sympathisch, wie Non Eric als „musikalischer Analphabet“ die Diskussion (auch humorvoll) führte :-)

    Grüsse
    Markus

  9. #9 Marc schrieb am 06.06.2015
    Man benötigt je nach Genre ein Gewisses Kern Verständnis an Theoretischen Grundlagen. Theorie und Praxis sind aber deutlich unterschiedlich. Ein DJ zb. braucht Musikalische Grundlagen, er stellt sich die Frage des Aufbaus. Die Frage nach der Grund Tonlage des Liedes. Harmonie und mehr.

    Wirkliches Notenschreiben oder Lesen ist nicht zwangsweise notwendig. Viel wichtiger ist das beherrschen seines/er Instrumente. Arrangement und co. Wobei Arrangement ein enormes Spektrum aufweisen kann. Gerade bei In the Box Produceing ist die frage nach der Theorie wie ich finde stärker. Aber im Vordergrund steht das Lied. Es gibt keine wirkliche Formel aber Grundkonzepte des Aufbaus. Platzierung von Breaks - oder Tempowechsel. Aber man sollte nicht den Fehler machen und das ENORME Umfeld der möglichen Theorie alles in einen Topf zu schmeißen. Real Akusik, Orchestra, In the Box oder Cinematic/ Film Musik, was auch immer. Es ist anders in der Art der Interaktion. Ich kenne das Beispiel eines DJs der glaubte weil er gut auflegen kann das er auch gute Musik produziert. Er hatte sogar einen Kursus zu einen Tonfuzi gemacht aber seine Musik war lasch, langweilig, klingt dünn und schwach. Weil er zwar gut auflegt, kann technisch gut abmischen aber er hat einfach keine Ahnung wie man bestimmte Stilistiken reproduziert. Wie die Synthesizer zu bedienen sind. Und hinzu kam das er durch zu viel Theorie versuchte alles in ein Raster zu pressen. Aber Musik ist Frei. Musik hat keine Grenze weil Musik letzten Endes Gefühl ist. Abgelesen gespielte Musik mag perfekt sein, hat aber leider kein Herz. Sie ist kühl gespielt, nicht immer aber oft. Es klingt verrückt, es ist Jahre her da fing ich an mit Gitarre spielen. Ich setze mich einfach an das Instrument und Spiele. Anders als eine Bekanntschaft von einst welche Unterricht nahm. Sie war nicht in der Lage "Frei" zu spielen. Spielte stets nur zuvor einstudierte Läufe. Dies zwar ziemlich perfekt aber wenn einer Partituren Abspielt und nicht mal Alle meine Entchen aus dem Steh greif spielen kann ist er oder sie Fach Idiot.

    Das meiste ist Gefühl und Gehör, man sollte es hören und dann einfach durch Training wissen da liegt der ton. Dort die oder eine passende Harmonie. Man hört sofort ob der Musiker Spaß bei der Produktion hatte. Und das mit der Wissbegierde für das Instrument - würde ich so unterstreichen. Musiktheorie ist wenn man etwas liebt zu spielen alles andere als trocken. Das meiste ist Try and Error. Wer keine Fehler macht macht was falsch. Nehme ich Glenn Miller als beispiel - ein Krankheitsausfall zwang ihn dazu sein Arrangement um zu schreiben. Es war aus der Not geboren ich glaub die Trompete zu ersetzen, aber es zeigt wunderbar wie ABWEICHUNGEN von der Norm alles bedeuten können. Wäre damals die Oboe als Trompeten Ersatz nicht eingesetzt worden wäre die Moonlight Serenade wohl nie so erfolgreich gewesen.

    Man muss aber glaube ich auch unterscheiden ob man Reproduzierbare Musik oder Nicht reproduzierbare Musik spielen will. Ständige Reproduzierbarkeit ist für die Vervielfältigung enorm wichtig. Aber je Reproduzierbarer etwas wird um so weniger ist es besonders. Unikat. Manche der größten Hits wurden aus dem Zufall geboren, das der Musiker den Unikat Lauf sich gemerkt hat. Und diesen dann weiter verarbeitete bis zum Welthit.

    Theorie ist verstehen was abgeht. Aber Musik ist Gefühl. Theorie ist das Verständnis für die Tiefe. Es ist die Basis auf der man aufbaut - oder hinunter Reduziert. Ohne geht es nicht.
  10. #8 max schrieb am 06.06.2015
    naja, habt ihr mal das radio eingeschaltet? wo sollen denn da die komplexen harmonischen zusammenhänge sein ;)
    also um 4 Akkorde zu finden die zusammen passen brauch man unter Garantie keine musiktheorie ...
  11. #7 Slashgad (GAD-music) schrieb am 05.06.2015
    Muntere Sendung! Macht Laune!

    Also zum Thema: Bin auch ein Freund der Musik-Theorie, das mal gleich vornweg.

    Ich versuch mal eine konkrete Liste für "Anfänger":

    1. Notennamen, Vorzeichen + Rhythmusnotation lernen! (zumindest Violin-Schlüssel zunächst - Bass kann ja noch kommen)

    2. Intervalle lernen (gleichzeitig und auf-/abwärts), immer bliebt: die Liedanfang-Methode (siehe wikipedia)

    3. Rhythmus-Übungen (klatschen oder Controller) nach Noten

    4. Die Tonleiter in Dur und Moll

    5. Akkorde lernen , zunächst nur die 4 Grund-Dreiklänge (Dur, moll, vermindert, übermäßig), in Noten lesen, hören und auf Tasten-Instrument spielen, wenn die Grundstellung klar ist auch die 2 Umkehrungen

    5. einfache Kadenzen (I-IV-V-I) in Dur und (äolisch) moll schreiben, lesen, hören und spielen (Tasten), verschiedene Tonarten (bis 2 Vorzeichen)

    Das ist schon mal ein guter Einstieg. Benutzen kann man dazu ein Theorie-Buch. Empfehlenswert ist auch eine Gehörbildungs-Software (z.B. EARMASTER - bringt echt super viel!) oder die Light-Variante - ein entsprechende Internet-Seite (z.B. auf justinguitar.com)zum Intervalltraining

    Dann bringt es natürlich echt weiter (wie auch in der Sendung gesagt), einen Song/Track komplett rauszuhören und aufzuschreiben oder in die DAW eingeben! Das ist ziemlich zäh - aber mit jedem Stück kommt man einen riesen Schritt voran.
    Dabei spricht nichts dagegen, das Tempo zu verlangsamen. Das kann ja mittlerweile jede DAW mit links. Ich benutze gerne AUDACITY - das ist kostenlos, nicht so mächtig und kann auch alles.
    Programme, die einem die Arbeit abnehmen, bringen dich nicht weiter!

    Ein bisschen physikalische Grundlagen können übrigens auch beim Umgang mit Synthis und der Sound-Programmierung sehr nützlich sein (z.B. Obertonstruktur etc...)

    Noch eine kleine Story zum Schluß:

    Vor einem 1/2 Jahr habe ich ein Interview mit den 2 Gitarristen einer skandinavischen Metal-Band gehört. Die meinten sie wissen nichts von Theorie und sie wollen auch nichts wissen, weil sie ihre Kreativität nicht einschränken wollen.
    Daraufhin habe ich mir ihre Musik mal angehört auf SPOTIFY: Und siehe da, sie haben alles mit 2-stimmigen Gitarren in Terzen gespielt, alles bewegte sich im Dur/Moll-Bereich ...

    Das meinten die dann wohl mit der grenzenlosen Kreativität...
    (übrigens fand ich die Musik gar nicht schlecht, trotzdem... wer mal selbst hören will. Es war die Band IN FLAMES - hm... jetzt hab ich's doch gesagt...)
  12. #6 Der DieDas schrieb am 05.06.2015
    Ich wundere mich ein wenig, habs aber auch nicht anders erwartet. Muss gerade an "seh den Wald vor lauter Bäumen nicht" denken .)
    Zum "Musik machen" braucht man natürlich absolut keine Theorie!!!
    Aus allen den Beiträgen hier die pro musiktheorie sprechen, lese ich einen subjetiven Anspruch an Musik. Muss ja nicht verkehrt sein. Aber generell braucht man null Theorie um Musik zu machen.
    Allerdings ist ja im Besonderen das Erschaffen von Musik auch immer ein Prozess, wo sich was entwickelt. Und wo man seine Technik, seine Vorlieben, sein Gehör, etc entwickelt. Und da bleibt es eventuell!!! nicht aus, sich auch mit Theorie zu beschäftigen. Muss aber nicht. Kommt drauf an wo man, sie, hin will.
  13. #5 Kretin schrieb am 05.06.2015
    Hallo matde,

    da kann man natürlich fragen, ob Du nach 42 Jahren Musiktheorie noch in der Lage gewesen wärest, etwas anderes zu schreiben? Und wäre Dein Posting dann besser oder schlechter oder nicht einfach nur anders gewesen? Ich glaube, die Antworten liegen im Auge des jeweiligen Betrachters. ;)

    Gruß, Kretin
  14. #4 matde schrieb am 05.06.2015
    Hi,

    ich habe Musik studiert und beschäftige mich mit Musiktheorie (mehr oder minder freiwillig) seit meinem 8. Lebensjahr. Mittlerweile bin ich über 50 und ich kann nur sagen: wenn's gut klingen soll ist Musiktheorie nahezu Pflicht und ich kann bei nahezu jeder Musik die mir unterkommt sofort sagen, ob da jemand mit musiktheoretischem Hintergrund am Werk war, oder nicht.

    Spätestens ab dem Zeitpunkt wo's im Arrangement mehrstimmig wird, wo eine begleitende Stimme dazu kommt und natürlich erst recht, wenn ich mir die vielen "Orchestrierungsversuche" anhöre, die an der heimischen DAW entstanden und überall im Netz zu finden sind. Wie oft habe ich da schon gedacht, wenn du's so oder so gemacht hättest, würde die gleiche Musik erheblich besser klingen.

    Vielleicht ist es nicht bei jeder Musikrichtung gleich wichtig aber helfen tut's immer. Was habe ich früher immer über Musiktheorie (Harmonielehre, 4-stimmiger-Satz, Kontrapunkt etc.) geflucht. Jetzt bin ich sehr dankbar, dass ich mich da durchgequält habe und obwohl meine Ausbildung "klassisch" war, finden meine Kenntnisse mittlerweile in zig Musikstilen Anwendung.

    Gruss,
    Matthias
  15. #3 Kretin schrieb am 05.06.2015
    Ein Vergleich der Musiktheorie mit Mathematik scheint mir in der Tat recht treffend zu sein. Die Mathematik versucht nämlich nicht weniger, als das Universum (und gegebenenfalls auch alles Weitere, Stichwort Wechselwirkung?) in ihr Raster zu pressen. Da aber der Mensch nach meinem Kenntnisstand nun mal lediglich ein Teil der Natur und nicht die ganze Natur ist, kann es ihm gar nicht möglich sein, alles zu erfassen. Und darum dürften all diese mathematischen Versuche vor Ungenauigkeiten und Realitätsabweichungen nur so strotzen. Wenn eine Gleichung TEMPORÄR dann mal aufzugehen scheint, kann man das getrost unter der Rubrik mit dem blinden Huhn einordnen, welches eben auch mal ein Korn findet.

    Ähnlich sehe und höre ich das im Bereich der Kunst. Denn was Menschen zum jeweiligen Zeitpunkt als interessant empfinden (dafür macht man doch Kunst, oder?) liegt nicht unbedingt in ihrem Ermessen. Sie befinden sich ja in Interaktion mit keinem geringeren als dem Universum und werden von diesem beeinflusst. Nun kommt aber die Musiktheorie daher und versucht zu normen, zu katalogisieren und zu klassifizieren. Wozu? Was soll das bringen? Hat das Universum dem blinden Menschenhuhn diesen Auftrag etwa erteilt, obwohl er ihm doch nicht gerecht werden kann? Oder haben ein paar eigennützige Menschen ein fiktives System erschaffen, um ihr Über-/ Unterordnungsverhältnis etablieren zu können? Fragen über Fragen, das wird mir jetzt zu blöd. Ich geh‘ mal wieder Mucke machen – die, die mir gerade gefällt.
  16. #2 Joe M kernbach schrieb am 05.06.2015
    "Wie viel Musiktheorie braucht man?"
    Na ja, soviel wie möglich....
    Wenn man ein Instrument nach Noten lernt, egal wie lange, hat man schon die "halbe Miete". Bei Harmonie-Instrumenten (Gitarre / Klavier usw.) ist die Harmonielehre bereits inklusive, bei Solo-Instrumenten (Trompete, Bass usw.) bestehen die Etüden weitgehend aus Tonleitern und Arpeggio-Akkorden - also auch hier kann man, für sich, eine Harmonielehre rausziehen, wenn man nicht nur Töne abliest / abspielt. Mit (etwas) Musiktheorie spielt sich ein Instrument in jedem Falle leichter.
    Beim Songschreiben, Arrangieren usw. bringt man sich ohne Musiktheorie um vielleicht gerade DIE Raffinessen in der Musik, die ein gutes Stück ausmachen. Und somit entfällt vielleicht auch irgendwann die Frage: "Wie machen DIE das - oder - warum klingt das so toll ?"
    Es lohnt sich auch noch später, als exzellenter Autodidakt, das Notenlesen zu erlernen.
    Dabei sollte man jedoch sein bisher erreichtes Können von dem zu erlernenden (nach Noten) trennen .. sonst kommt nur Frust.
    "Noten lesen" lernt man in 14 Tagen - "Noten umsetzen" .. ja, kann dann doch etwas dauern.

    Schaut Euch das Muso-Talk-Video an und versucht es einfach mal!

    Das war´s .. in der bereits viel zu langen "man" - Kurzform .. danke für Eure Geduld...!

    Joe M Kernbach

    http://www.con-musica.com/
    https://www.facebook.com/joem.kernbach
  17. #1 Hansi schrieb am 05.06.2015
    Hi Leute,

    aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man ohne Theorie weit kommt, aber letztendlich nicht ans Ziel kommt. Theorie eröffnet die ein oder andere Erkenntnis, wer, wann, was und warum wozu spielt.

    Ich habe vierzig Jahre auf meinem Bass "rumgezupft" und das sicherlich "banddienlich", aber so richtige Quantensprünge mache ich erst seit ich mich mit der Theorie befasse.

    Das ist im ersten Moment sicherlich "lästig", aber es muss sein!

    LG
    Hansi