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Visionen des Produzenten N - Armut

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Herbstferien-Sondersendung

Als man noch analog Musik gemacht hat, war immer auch ne Menge Rauschen und Brummen mit im Spiel. Heute ist alles clean und sauber.

Allerdings ist dadurch auch die Informationsdichte geringer. Außerdem sind wiederholte Passagen immer wirklich gleich. Dadurch kann ein Track schnell langweilig klingen.

Es macht deshalb Sinn bei der Produktion im Rechner darauf zu achten, möglichst viele Varianten und Änderungen miteinzubauen.

Ich habe tatsächlich auch schon das Rauschen meines Tape-Deck aufgenommen und in den Song ganz leise hineingemischt.

Weitere MusoTalk Sendungen zum Thema:

Öffnet externen Link in neuem Fenster> Visionen des Produzenten N: Das bewußtlose Pattern

 

 

07.10.2011 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #12 Anjunabeat schrieb am 09.10.2011
    Die Waves Plug-ins machen das schon seit langem und mischen Rauschen hinzu. "Schmutz" ist heute auch mehr angesagt denn je. Viele neue Plug-ins haben irgendwas mit Vintage im Namen und Distortion unter der Haube.
    Die Tricks zum anfetten von Sounds sind nach wie vor auch immer die gleichen und Sachen wie von Eventide sind ja nicht ohne Grund auch noch heute bei vielen im Einsatz.

    Einige Plug-ins wie der neue Harmor besitzen ein "Shifting" was auch einen Sound zufälliger machen soll.
    Phaser und sonstige Modulationseffekte werden ja auch gerade aus diesem Grund benutzt, eine Zufälligkeit zu erzeugen die das Interesse am Sound aufrecht hält.

    Es gibt eigentlich nur wenige Musikrichtungen wo man sehr hohen Wert darauf legt das jeder Sound zu 100% immer gleich klingt. Wo bewusst auch Sounds gesamplet werden damit sie halt nicht mehr zufällig sind.
    Diese sehr starke Monotonie ist manchmal halt auch gewünscht und wurde zum eigenen Stil erhoben.

    Non Eric hat im Grunde das erzählt was eigentlich schon recht lange vielen bekannt ist. Alle guten Produzenten wissen das ein gewisser Spannungsbogen über dem kompletten Track sich halt nicht von allein ergibt. Wenn die Sounds schon sehr monoton sind, muss man halt mit Breaks/upliftern/downliftern/Filterfahrten den Spannungsbogen wieder nach oben holen. Auf Makro Ebene sind es halt die Sounds an sich, die leicht moduliert und zufällig das Interesse auch über längere Zeit aufrecht halten.

  2. #11 mentalblue schrieb am 08.10.2011
    Ja ein Reizthema. :-) Ich finde das die Zukunft viel mehr mit elementen experimentieren wird wie rauschen oder anderen psychoakustischen elementen und frequenzen die direkt unsere warnehmung der Musik beeinflussen werden sowie den mentalen Zustand des Hoerers. Das ist ja shon mit der modernen elekto Musik schon lange eigentlich der Fall. Nur ist die frage wie bewusst sich der produzent ist das er auch diese psychoakustiche Elemente benuzt. Das man das rauchen in der Psychology und Hypnose benuzt um bestimmte zustaende zu erreichen ist ja schon auch bekannt.

    Weißes Rauschen (White Noise) ist ein Rauschen, dass durch einen Zufallsgenerator erzeugt wurde und dessen Frequenzen keinem vorab programmierten Muster folgen.

    Weißes Rauschen ist in den Ingenieur- und Naturwissenschaften ein physikalisches Rauschen mit konstanter Amplitude im Leistungsdichtespektrum, das heißt, alle darin vorkommenden Frequenzen sind gleich laut und nach der Gauß´schen Normalverteilung zu den Mitten hin verteilt. Die Folge davon ist, dass weißes Rauschen aufgrund seiner vielen gleichmäßig beinhalteten Frequenzen, von denen einige mit Gehirnfrequenzen identisch oder Obertöne von Gehirnfrequenzen sind, das Gehirn sehr intensiv und umfassend stimuliert.

    Weißes Rauschen gilt allgemein als äußerst psychoaktiv und trancefördernd und wird schon seit Jahrzehnten in der Trancearbeit und in der Gehirnforschung sowie in der Erforschung paranormaler Phänomene eingesetzt. Weißes Rauschen lässt sich auch hervorragend als Hintergrund für die Hypnose, die Selbsthypnose, Meditation oder für experimentelles Arbeiten mit Trance nutzen.

    Weißes Rauschen kann sich sehr stimulierend auf innere Wahrnehmungsprozesse auswirken. Daher bevorzugt man es bei interaktiven Hypnose-Anwendungen (bei denen der Klient innerlich etwas wahrnehmen soll) und weniger bei Entspannungsanwendungen einsetzen.

    Für viele Menschen klingt der Gedanke, bei der Trancearbeit ein Rauschen im Hintergrund zu haben im ersten Moment verwunderlich oder gar störend. Wenn sie es aber einmal ausprobiert haben, wissen die meisten Anwender seine prägnante Wirkung auf die Intensität und Tiefe vieler Anwendungen zu schätzen.

    Es ist ein neverending Thema ueber rauschen und Musik und laesst sehr viele Experimentirmoeglichkeiten offen.
  3. #10 drmax0 schrieb am 08.10.2011
    Also das Letzte, was ich meinem Song antun würde, damit er bessser klingt, wäre einfach Rauschen beizumischen. In meinen digital produzierten Cubase-Tracks gibt es soviele (analog emulierte) Kompressoren, nicht ganz gesyncte Delays, Halls, dynamische EQs und dann zu guter Letzt noch einen Summenkompressor und Limiter, dass da massiv Information reinkommt. Die Tracks interagieren mit einander, der Summenkompressor klebt alles schön zusammen. Und wenn das noch nicht reicht, dann automatisier ich noch was. Aber Tape-Rauschen? Ne, wirklich nicht! Hatte ich früher, will ich nicht mehr.
  4. #9 Erdogan schrieb am 07.10.2011
    Audio Unreinheiten waren ja nicht das einzige oder zentrale Thema des Podcast :) aber alles zusammengenommen, Variationen des Sounds, Modulationen, Groove etc. können im Kontext derselben Partitur doch einen deutlichen Unterschied im Vergleich zu einer statischen Produktion ausmachen.

    Rauschen scheint aber auch ein Reizthema zu sein :D

  5. #8 Sascha schrieb am 07.10.2011
    Ganz klar kann man ein Rauschen beimischen und so dem Track noch etwas "unreines" mitgeben. Aber dass dadurch die Musik interessanter wird ist ja wohl riesiger Humbug. Auch verschiedene Variationen eines Drum sounds, damit es eben nicht jedes mal gleich klingt machen die Musik nicht interessanter. Es wird halt nur lebendiger und wirkt subtil echter. Interessanter und damit weniger "arm" werden kann die Musik aber nur indem man sie... nunja... interessant macht. Durch Ideenreichtum und Vorstellungskraft bei Komposition, Arrangement etc.

    Ganz ehrlich, wer meint, er hat was besseres geschafft, weil er jetzt den tausendsten 0815 Beat mit FAT Bass, punchy synths... blabla mit etwas Rauschen und Distortion unterlegt, der hat wohl noch nicht begriffen, dass DAS die eigentlich Armut der Musik ist :)
  6. #7 Elias schrieb am 07.10.2011
    Ach Eric...ja, Deine Maschinen aus der guten alten Zeit. Mag ja alles sein, aber ich bin froh, dass es den alten Kram nicht mehr zu kaufen gibt ;)

    Wer elektronische Musik macht UND sich über fehlende Wärme beklagt -> das sag ich jetzt nicht.

    Deine Tips gehen ja Richtung Human Touch und auch richtig, DAW's biente das an. Und hast Du Dir mal EZ-Drummer o.ä. angehört? Das geht Feeling-mäßig richtig ab! Ich will mich NIE mehr mit Drummern rumschlagen müssen, die, naja, lassen wir das.

    Eric, die gute alte Zeit ist vorbei und gut war an der noch lange nicht alles.
  7. #6 Marc schrieb am 07.10.2011
    Also ich find das analoge Rauschen so an zu preisen ist Schwachsinn. Mal abgesehn davon das lange Zeit die Geräte mit extrem guter Signal zu Noise Ratio genau DESWEGEN so scheiss teuer waren weil sie so niedriges Rauschen hatten. Sprich sie waren leiser im rauschen als billig Geräte. Wer was anderes behauptet sollte sich mal fragen warum es sonst überhaupt diese Definition beim Kauf gibt.

    Dither is nebenbei erwähnt auch ein Form des Rauschens...

    Wenn also jemand hergeht und mir weismachen will das Rauschen nun den Unterschied macht.. nun der soll doch einfach mal das Signal stark Komprimieren der wird schon merken wie geil schwachsinnig es ist - mag zwar für einige bereiche nicht notwendig sein - aber wer zb. mit Sounddesign zu tun hatte WEIS warum man dann anfängt abzukotzen... Warum sonst würde eine Firma wie SPL einen Summing Mixer auf den Markt bringen der mit über ~110db SNR daher kommt was durch die höhere Spannung im Gerät erzeugt wird.

    Wenn mir also jemand sagt das Rauschen sei analoge Wärme der spinnt! In vielen Fällen is das was als "wärme" empfunden wird ein Sättigungseffekt der einer mischung aus Compression, Saturation und Chorus zu Grunde liegt. Lange Zeit habe ich herum experimentiert was die professionellen Master so warm klingen lässt - nach dem ich Tubes & Bandsättigungen gehört habe und auch damit experimentierte war das was zum Zielführte ein Chorus welcher zu der Tuebsättigung beigemischt wurde. Wobei auch hier große unterschiede existieren.
    Mit einem Rauschen hatte das aber nix zu tun.

    Bei Bandaufnahmen könnte das Rauschen für eine verbesserte Sättigung führen... aber das is auch nur ne Vermutung. Das das Rauschen den Klang beeinfluss - ohne Frage - das es den Mix interessant hällt is aber Bullshit! Rauschen hat kein Einfluss auf die Notation etz. Es ist zumeist eine konstante Noise. Welche aber von Gerät zu Gerät sogar inerhalb eines Gerätes innerhalb der Warmlaufphase variieren kann. Es gab Geräte die man genau desswegen erstmal warm laufen lies. Sie klangen Warmgelaufen anders weil die Noise sich veränderte.

    Darüber gibt es sogar Fachabhandlungen. Der Vorteil analoger technik is klar die Unendlichkeit der nachteil: Die Noise. Selbst Einstahlungen von Microwellen oder Handys kann eine Noise verursachen wenn kacke geschirmt ist.

    Digital ist halt leider die Endlichkeit ein Manko das sich meiner meinung nach auf die Tiefen und Breitenwirkung eines Signals auswirkt. Digital is eben Clean und da gibts nix über und unterhalb einer bestimmten Grenze wo analog halt doch existiert. Aber halt nicht mehr wargenommen wird.
  8. #5 mentalblue schrieb am 07.10.2011
    Ja ein interessantes Thema wenn man es so ausernandergliedert. Meinermeinung nach ist ein analoges rauschen ueberfluesig. Denn es kan in den Frequenzbereichen andere wichtige produktions Elemente unhoering machen. Obwohl ich die waerme die man mit solch einen Rauschen empfinden kann auch aus der Praxis nachweisen kann. Dennoch binn ich viel mehr dafuer das man mehr mit verschidenen filters, lfos, cut offs oder anderen tools die Dynamik in die Produktion reinbringt. Oder was noh besser klingt das man mit gefilterten pads einen Zusatz an musikerlebnis hervorzaubert. Die variationen solten keineswegs mit nur Rauschen verbunden sein. Die variationen sollten sich fade in und fade out maessig fast in allen kanaelen durchziehen. Deswegenn binn ich nicht umbedingt der Meinung das man die Bassdrumm durch Analoges rauschen oder anderwertig veraendern sollte. Es passiert ja im mix automatisch wenn man zu genuege die anderen Kanaele fx maessig beeinflusst. Der Kick sollte ja auch ein bischen monoton klingen wenn man trance macht den dass ist ja was man hypnotisch im bauch empfindet und der rest der Kanaele macht die "Musik". Letztendlich gibt es jedoch keinen Rezept dafuer. Es ist alles eine sache der Musikrichtung und des produzenten der dass Gefuehl/Gehoehr dafuer hat um den song im final mix "richtig klingen zu lassen".
  9. #4 gentler schrieb am 07.10.2011
    Ich habe den Podcast noch nicht gehört, aber das Bandrauschen dazumischen habe ich auch schon praktiziert. Es gibt noch einige Tricks ein analoges Feel zu erzeugen, ich verrate nur soviel, mit der Automation kann man auch einiges anstellen.
    Viele Grüße aus Berlin
  10. #3 Erdogan schrieb am 07.10.2011
    Mein erster Kommentar auf der Seite :)

    Sehr gutes Thema, man könnte auch überlegen, ob man evtl. auf ein Plugin zurückgreift, wie z.B. die von Audio Impurities um ein leichtes Rauschen hinzuzufügen, oder einfach den Analogen Kanal der Plattenspieler mit aufnimmt.

    Viele Grüße
    Erdogan
  11. #2 Oliver schrieb am 07.10.2011
    Hallo Non Eric,

    in deinem Beitrag ist ein kleiner Denkfehler: auch der Presslufthammer ist analog, d.h. auch er variiert und macht nicht immer das exakt gleiche Geräusch.
    Allerdings stimme ich mit dir überein, daß kleine Variationen einen Song / Rhythmus interessanter gestalten.
  12. #1 Michael Dornbusch schrieb am 07.10.2011
    Kein Stammtisch heute ?

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