Tutorial

Trackcheck Marc Almond Out there Non Eric Remix

Marc Almond kennt vielleicht nicht jeder, aber er war auch der Sänger von Soft Cell. Den Soft-Cell Hit "Tainted Love", übrigends eine Cover Version, kennt  jeder.

Wie damals meist der Fall, habe ich für meine Version nur die Vocals von Marc Almond zur Verfügung gestellt bekommen. Die Harmonien fürs Playback konnte ich so frei wählen und damit dem Song ein ganz anderes Feeling verleihen.

Leider fehlt es meinem Mix mal wieder am obligtorischen Mix-In. Auch sonst ist nicht alles perfekt, den Melodyne oder Vari-Audio waren noch nicht erfunden.

Das Time-Stretching habe ich damals offline im Sound Designer gemacht.

Aufgenommen habe ich "Out there" im "Tempel", Greifswalderstraße in Berlin. Meine Equipment bestand u.a. aus Mackei 8 Bus Pult, Microwave 1, Oberheim Expander, Pro Tools und dem schönen 480 L von Lexicon.

Dominik de Leon > audio-senses ist DJ, Musikproduzent und Mastering-Engineer.

Download > HD (~460MB) > small iPhone, iPad (~ 420MB)

zum Abspielen > VLC oder > Quicktime Player kostenlos herunterladen.

24.12.2012 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #12 Tony schrieb am 29.12.2012
    @Svenomat, sehr schön gesagt! Genauso seh ich das auch!
    So ein schöner Cut im Club, wo dann der nächste Track mit ner Fläche anfängt und schön eine neue Stimmung einleitet, das kam immer gut damals.
    Verstehe nicht, dass viele DJ´s heute Angst haben, die "Norm" zu brechen und mal keinen Übergang mit Beats machen zu können.
    DJ Dag war DER Meister des Trance damals und er hat ständig mal Tracks einfach hintereinander gecutted und damit Atmosphären geschaffen.


    @MPCJEssi
    Ich wollte eigentlich auf die MPC Studio warten, aber hab dann doch keine Geduld mehr gehabt und mir stattdessen die Native Instruments Maschine geholt. Anscheinend war das mein Glück!
  2. #11 MPCJessie schrieb am 29.12.2012
    Der helle Wahnsinn! Die UNDO-Funktion der MPC-Software geht überhaupt nicht!!!! Das hier kam gerade rein ---> http://www.mpc-forums.com/viewtopic.php?f=36&t=162101 Nicht zu fassen.
  3. #10 Svenomat schrieb am 27.12.2012
    Die geilsten Tracks beginnen mit Flächen und sind nicht besonders auflegefreundlich mit Vinyl. Aber wenn man will kann man alles auflegen. Der Flow ist sehr wichtig, aber es ist auch mal wichtig, wenn der 4 to the Floor mal nicht Wummert. Das heist nicht unbedingt, dass der Mix am Arsch ist. Es geht auch um das erzeugen von Stimmungen. Man nimmt die Zuhörer und Tänzer auf eine Reise mit. Die Reise muss plausibel sein und die Plausibilität ist nicht an der geraden Basssrum festzumachen. Die elektronische Musik beinhaltet sicherlich Elemente wo man meinen könnte, dass diese heutzutage unversichtbar ist. Die Tracks aber welche hinausstechen erfüllen eben gerade nicht die Konventionen und genau diese bringen die Leute zum ausflippen. Phrasendrescher Tracks, also sogenannte Tools, die Übergänge von einem Track in den anderen ermöglichen gibt es genug. Diese kann man immer dazwischenschalten. Heutzutage ist das sowieso alles nicht mehr von Bedeutung durch die Automationsmöglichkeiten von Software wird der DJ zum Remixer im Livebetrieb und die Grenzen von DJing und Liveact/Konzert verschmelzen immer mehr. Dadurch hat man die Möglichkeit Sets kreativer und musiklaischer zu gestalten. Es leben die Intros, die Pads, die freistehenden Sequenzen und Arpeggiators. Sie sind Zucker für die Ohren! Olé.
  4. #9 Tony schrieb am 26.12.2012
    Dass der Track kein Mix-in hat, finde ich nicht schlimm. Früher konnte man 2 Tracks auch einfach mal so hintereinander cutten, ohne Übergang. Finde es übertrieben, dass viele DJ´s heute so eine Phobie haben, mal keinen Übergang mixen zu können.
    Wenn da mal ein Track nicht zu mixen ging früher, war das auch nicht schlimm. Und das war bei sehr vielen Tracks so, dass die mit z.B. Flächen angefangen haben. Da haben die Kids noch nicht alle vorne am DJ Pult gestanden und mit kritischen Argusaugen jeden Übergang beobachtet. Viele denken heute auch, es sind allein die Übergänge, die einen guten DJ ausmachen. Obwohl das nur einen Teil von einem guten DJ ausmacht.

    Ausserdem ist es auch mal eine Abwechslung, wenn ein Track nicht gleich mit nem Beat startet, sondern mit ner Fläche oder Melodie.
  5. #8 loganosupp schrieb am 26.12.2012
    > Wahnsinnig sympathisch der Dominik.
    na nu übertreib mal nicht. ganz nett, ja, aber zu mehr kann ich mich beim besten willen nicht durchringen.
  6. #7 Mike Marsh schrieb am 26.12.2012
    Zur Vervollständigung eine kleine Insider Geschichte:

    VST "erschien" zum ersten Mal auf der Musikmesse 1996 - auf nur einer Einzigen von 16 (!) Demo Stations. Ganz bescheiden ohne viel TamTam.
    Da stand ein MAC IIci, der sich redlich mühte mit immerhin bis zu 4 (!)Spuren Digital Audio OHNE zusätzliche Audio-Karte (also rein nativ) fertig zu werden. Nicht unbedingt stabil aber er spielte es wacker ab.

    Wir bei Steinberg damals hatten das noch gar nicht wirklich so ernst genommen und mehr als ein reines Technik Preview für die Messe verstanden.

    Erst als wir hörten, dass Digidesign eine Feier abgesagt hatte, auf der sie eigentlich feiern wollten, dass damals ihre AudioMedia Karte ebenfalls (MIT teurer Hardware also!) 4 Spuren abspielen konnte und die Presse und die Leute begannen uns die Bude einzulaufen da haben wir noch schnell einen weiteren Demo-Rechner halbwegs "bespielt" und zu der wunderbaren Grafik grosse Pappschilder gemalt mit "VST" drauf und Pfeilen nach unten zum Rechner. :) Ich fand´s zwar optisch gräuselig aber Dave wollte das unbedingt. So ging´s los.

    Aber kaum einer kennt die nette kleine wahre (Weihnachts)-Geschichte, wie es zu dem Namen "VST" überhaupt kam.

    Also hört gut zu - das war nämlich so:

    Von Manfred Rürup, ehemals Steinberg GF, kam 1995 noch nicht mal in einem Meeting, sondern mehr im Vorbeigehen die Ansage: "... Hey... Charly (Steinberg) da drüben" (damals waren es noch 2 Häuser)"... programmiert wieder an so einem wilden Zeugs und ich glaube das kann ganz interessant werden. Schaut Euch das mal näher an, denn wir bräuchten noch einen Namen dafür. Also - wem etwas einfällt, der kann ja mal was vorschlagen"

    Zu der Zeit war die Vorbereitung für ein andere Messe in vollem Gange und da Kurzweil immer scharf drauf war uns mit Keyboards zu endorsen kam ein paar Minuten später ein UPS-Bote mit einem riesigen Karton an, den er für mich vor der Rezeption abludt. Und auf dem Karton stand ganz gross "Vast", deren Technik Brand-Name zu dieser Zeit, den ich von Weitem gut lesen konnte.

    Ich wusste gar nicht, für was das stand, aber ich fand´s sofort richtig geil ... , na ja und da an der Zeit noch nicht so sehr das Nativ Digital Audio im Vordergrund stand als vielmehr die ersten Nativ-Synthesizer kommerziell interessanter schienen und mir sowieso irgendwas mit dem damals ach so neuen Wort "Virtual" vorschwebte kam ich spontan auf "VST"- Virtual Synthesizer Technology"

    Bingo! "VeeEssTee", das reimte sich sogar noch, war kurz - und ich fand´s noch geiler. Also schrieb ich sofort an Manfred Rürup und an Ralf Schlünzen (damals Head of Marketing und "Nachfolger" von Non Eric, schmunzel!) den Vorschlag und dann passierte - lange Zeit gar nichts und ich hatte die Mail schon fast gar nicht mehr auf dem Zettel!

    Nachdem das "wilde Zeugs" dann aber auch Native Digital Audio beinhaltete wurde das "S" in "VST" noch von "Synthesizer" in "Studio" umgewandelt. Damit war der Name dann offiziell für Frankfurt angenommen und niemand hatte derzeit vermutet, dass dies einmal ein so wichtiger Standard in der elektronischen Musik werden würde.

    Die Inspiration kam also von dem Kurzweil Karton! "Vast" stand für "Variable-Architecture-Synthesis-Technology" was ich aber erst viel später nachgelesen hatte nachdem beschlossen war, dass das Ganze dann auch wirklich "VST" genannt wird.

    Tja, so kann´s gehen - also ohne den pünktlichen UPS-Fahrer und Kurzweils Karton hiesse "es" jetzt vieleicht "ALX" ASIOLOGIX :), oder wie wär´s mit "VCMS" Virtual Computed Music System ... aber wer kennt das schon? :)

    Eine schöne Rest-Weihnacht noch an Alle!
  7. #6 Mike Marsh schrieb am 26.12.2012
    Hi ...

    nur zur Vervollständigung - "Tainted Love" wurde 1965 von Ed Cobb geschrieben und von keiner geringeren als von Gloria Jones gesungen, wieso "keiner geringeren"? ... als von der "ExFrau" von Marc Bolan.

    Das Ding war auch noch dazu eine B-Seite und die Platte war ein TOTAL-Flop:)...

    So kann´s gehen 16 Jahre ein total vergessener Song bis das Ding inzwischen von einem DJ wieder aufgepeppt wurde und aber auch dann noch keine Hit war ... aber Soft Cell kannten diesen ReMix dadurch ... na ja und der Rest ist ja Geschichte.

    Schön, dass der Ed Cobb sich damit dann doch noch (wenn auch spät) dumm und dusselig verdient hat. Vor seinem Tod in 1999.

    Ciao,

    M
  8. #5 Ben schrieb am 25.12.2012
    (Falls ich es hier posten darf)

    Hier ist mal ein "Lunatec Records" DJ Set, komplett mit Tracks von Non Eric.

    http://www.youtube.com/watch?v=3_vaiUptqzU
  9. #4 Ben schrieb am 25.12.2012
    Du warst einer der Trance Kings damals, Non Eric.
    Du hattest immer nen "coolen" Sound, immer Club und nie kitschig. Samstag Omen Sound halt.
    Diesen "Trance" von heute kann ich mir einfach nicht mehr geben, da fehlt mir die Seele.

    Wäre echt geil, wenn du mal ein Trance Tutorial machen würdest.
  10. #3 R.K. schrieb am 25.12.2012
    Den Kommentaren 1 und 2 muss ich mich anschließen. Der TrackCheck ist einfach ein großartiges Sendeformat. "Make more music" at its best! Und als jemand der noch nicht jahrzehntelang Musik macht, sind die Blicke in die Vergangenheit immer sehr interessant und amüsant. Bei Vielen werden außerdem Nostalgie-Gefühle aufkommen. Dafür, dass ihr mal etwas zu der Remixvergütung gesagt habt, auch ein großes Lob. Solche Dinge werden meist ja (warum auch immer) ungern angesprochen, aber ihr seid da völlig unverkrampft. Dieses Gefühl, hier einen Blick hinter die Musikbranchen-Kulissen zu bekommen, ist der Knaller!
    Macht weiter so und schon jetzt ein gutes, erfolgreiches 2013!
  11. #2 Greg B. schrieb am 25.12.2012
    DeLeon und NonEric sind ein absolutes Dream-Team. Wahnsinnig sympathisch der Dominik.
  12. #1 gentler schrieb am 24.12.2012
    Herrlich! Schöne Festtage! PS: Ich hatte damals grade mal ein 4-Spur-Recorder :-)

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