PraxisTalk

Tipps & Tricks - Das Arrangement

Im heutigen PraxisTalk geht es um das Thema Arrangieren.

Wie baut man ein Song-Arrangement auf? Was gibt es bei der Instrumentierung zu beachten?

Was gehört alles zum Arrangement dazu?

George Kochbeck > GeorgeKochbeck ist Filmmusikkomponist (u.a. Tatort) , Keyboarder und Songwriter.

Kai Schwirzke ist Fachautor u.a. für das CT Magazin.

Jochen Weyer und Simon Götz sind Audio-Engineers im >Hofa-Studio.

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18.06.2015 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #8 Perfektionist schrieb am 20.06.2015
    Dass ein Bass ordentlich DRÜCKEN muss ist überbewertet. So ein Quatsch geht mir schon lange auf den Keks. Außerdem wird er generell diesbezüglich weit überschätzt. Wenn er ne coole komplexe, oder weniger komplexe Line spielt, ist das sehr geil und allemal wichtiger. Wenn jemand unbedingt den Druck in der Bauchgegend brauch und davon abhängig ist, dann stimmt irgendwas nicht!! Denn solche Dinge haben nichts mit dem Eigentlichen zu tun. Und auf Omas Küchenradio, oder auf dem Smartphone, funktioniert sowas sowieso nicht. Ein Stück sollte eben bekanntlich und möglichst auf jeder Abhöre funktionieren.

    Schöne Sendung :)
  2. #7 Andreas schrieb am 20.06.2015
    Wieder einmal eine SEHR SCHÖNE Sendung!

    Was der Georg Kochbeck da erzählte (sein 9 Monatiges Projekt), mit der Umsetzung von DAW auf real Notation des Arrangements, erinnert mich doch sehr stark an Hans Zimmer.
    Er schreibt eigentlich IMMER alles in der DAW und danach werden die Partitionen ausgedruckt und Live vom Orchester eingespielt. Hans sagte mal, es ist sagenhaft, wie gut das ganze danach eigentlich klingt!

    Übrigens, den Georg könnt ihr mal ruhig öfter einladen, natürlich nur wenn sein Sohnemann nicht darunter leidet... ;)

    Hoffe solche Sendungen hier als Neuauflage wieder zu entdecken!!!
    FROHES MUSIZIEREN... .
  3. #6 Jo Küster schrieb am 19.06.2015
    Wieder ein spannendes Thema, Danke dafür.
    Ich schreibe meine Songs vorwiegend im Country, Folk und Pop Stye und
    habe für mich festgestellt das besonders die Gitarren wesendlich besser klingen wenn sie komplett durchgespielt durch den Song laufen. Das Samplen habe ich schon vor einigen Jahren aufgegeben da es den Songs die Sele stielt und der "Laubsauger Effekt" eintrat. Das gilt auch für das Piano, nur bei den Streichern sample ich weiterhin.
    Erhofft hatte ich mir ein paar Pfiffige Tipps Brakes und Fills zu arangieren wobwei ich den Tipp mit den Takten mal bei meinen nächsten Stücken einflißen lassen werde ....

    Gruß Jo
  4. #5 Marc schrieb am 18.06.2015
    Sehr schöner Stammtisch. Es gibt vieles was man noch mit hinein nehmen könnte in das sehr große Thema. Ein paar Dinge möchte ich aber auch dazu geben. Nun zum einen wenn es um Musik geht steht an aller erster Stelle IMMER und KOMME WAS WOLLE das Gefühl. Exzellente Arrangements zeichnen sich seltener durch Perfektion aus sondern darin die Emotion (kopfkino) vermitteln zu können. Und gerade im Trance ist es so das man recht gut heraushören kann wie bei guten Liedern die Crowd ausrastet weil einfach "die selbe Sprache" gesprochen wird. Und schaut man genauer hin ist das Mittel zum Ziel wie ihr erwähnt habt der richtige Aufbau. Viele Anfänger unterschätzen die Zeitliche Dauer von Stellen, ich selbst habe es enorm gemerkt wie anders das Empfinden von Musik wahrgenommen wird wenn man den selben Mix im Club spielt oder zuhause. Was daheim geil war, war im Club entweder zu kurz oder zu lang. Nur das ich das mit den Electribes im Gegensatz zu einer CD beeinflussen konnte. Man entwickelt nur wenn man die Musik dort auch spielt wo sie HIN GEHÖRT und das ist bei jedem Style wo anders.. auch ein Gefühl dafür wo etwas "richtig" oder "falsch" platziert ist. Und sehr oft ist Reduktion auf Bass und Kick oder auch nur eine Stille wenn sie richtig eingesetzt wird viel Wirkungsvoller als der krankeste Aufbau. ....xxxxXXXXOOOOOOOO BUMM __________ ..xxXXO Ganz bewusst wurde mir der Grund für die Wichtigkeit von PAUSEN erst als ich mal erlebt habe was passierte als die DJs nun, Verantwortungslos die Party verkackten weil sie die leute innerhalb zwei Stunden voll verheizten. Keine Sau konnte mehr tanzen weil ohne Luft Pause am Stück bei gefühlten 155-165 Bpm nur ein einziger AUFBAU stattfand. Geil gemacht ohne frage - aber Pausen, also Breaks sind wichtig. Und einem DJ sie Chance zu geben auch mal Breaks zu mischen - was ich ehrlich viel lieber tue wenn ich auflege - mag zwar Anfänger Mixing sein aber es gibt den Leuten auf den Dancefloor zeit Mal Luft zu holen. Ein Schluck Bier zu trinken, ne Kippe an zu zünden und dann weiter zu tanzen wenn mal ein Paar Atemzüge verschnauft werden konnte. Hat auch den Nebeneffekt das Mixe Dynamischer werden. Leise stellen sind Goldwert. Weil ohne Leise gibt es nur Laut. Und es gibt mehr Leute da draußen die sich daran stören das ein Lied oder Mix keine Dynamik aufweist als Leute die Treibenden Sound wollen der konstant laut durch scheppert. Dynamik ist einfach essentiell und entscheidet ob ein Mix an kommt oder nur lala ist. Dabei macht es Sinn sich mit MAXIMAL 64Takten durch den Mix zu Loopen und sich stets die Frage zu stellen: WAS GENAU PASSIERT HIER & WAS WILL ICH ERREICHEN? Und besser etwas heraus nehmen und an dem was man hat feilen als ständig oben AUF zu ballern. Denn je weniger ein Mix Instrumente und co hat, aber trotzdem gut aufgebaut ist. Um so BESSER und INTAKTER und FETTER ist der Bass. Denn Bass braucht Platz. Nix pisst einen mehr an als wenn der Bass einfach ned drückt weil too much aufeinander liegt und das auch noch kacke abgemischt wurde. Und zum Schluss noch eine Anmerkung bezüglich REAL Aufnahme. EGAL was man aufnimmt. Sei es Gitarre oder Vocal, jeder noch so kleine Teil davon macht ein Lied hochwertiger wenn es denn GUT aufgenommen wurde. Denn Samples und Synthsounds hat jeder. Aber nicht jeder nimmt zb. live gespielte Congas oder Claps mit auf. Es unterstützt IMENS das Kopfkino eine ATMOSPHÄRE und nicht nur Raum Hall und Delay zu verbauen. Im Psytrance ist Atmo essentiell, das kann Wahlsang oder das lachen von Babys sein - es ist fast egal WAS solange es die Stimmung also das GEFÜHL des Liedes rüber bringt. Und darin liegt das Geheimnis des Psytrance - reduzieren aufs wesentliche, bei einer Atmosphäre und treibenden Stampfe Beats. Selbst bei Core oder Dark wird strukturiert Arrangiert. Und Blockweise: XXXX k OOOO IIII c v b g HHHHH schnelle wechsel aber mit einer Emotionalen und Akustischen Berg und Talfahrt. Also mit Dynamik durch Klang Variation. Geschwindigkeit. Auch die schiere Masse an Instrumenten oder der Wechsel von "Movie Texten" zu bestimmten Sounds sollte immer eine Line besitzen. "den Film" vor Augen haben ist hier das was zählt. Ein mix kann 120 und mehr Spuren haben, MUSS er aber nicht! Ich habe erfolgreiche Lieder gesehen deren Arrangement so popellig war das es auf BASS KICK PERC HATS LEAD und FX reduziert worden war. Gut gemacht BRACHT es nämlich keine Masse an Spuren. Sondern nur ein Konzept das der Idee des Liedes zu Grunde liegt. Und das muss man eben dann auch ausreizen um das Lied rüber zu bringen.
  5. #4 Andres St. schrieb am 18.06.2015
    Zum Thema -exakt immer das Gleiche- da habe ich ein Experiment das ihr nachvollziehen könnt.

    Man nehme eine Eieruhr und lasse sie mal so losticken.

    Theoretisch müsste die Uhr immer gleich wirken beim ticken -tut sie aber nicht wirklich. Man bemerkt mit der Zeit beim Zuhören, dass man selbst Rhytmen hinein interpretiert, man glaubt die Uhr plötzlich unregelmässig zu hören usw.

    Was ich damit sagen will ist: Selbst wenn wir akustisch exakt dasselbe angeliefert erhalten, machen wir was persönliches draus. Das ist auch der Grund (meines Wissens) dass die Computer -Techno Synth von automatisierten Arpeggiator getriebene moderne Musik trotzdem (gelegentlich) Spass machen kann. Weil wir selbst das genau Gleiche in jedem Moment je nach Stimmung anders zu empfinden in der Lage sind.
  6. #3 AiM schrieb am 18.06.2015
    Mein Arrangement möchte erst mal Non Eric's Aussage widerlegen, es sei möglich, einen Ton mit dem Rechner exakt gleich zu spielen. Das ist es relativ wahrscheinlich nicht, denn auch der Rechner steht im Universum. Er unterscheidet sich nicht grundlegend von einem Musikinstrument. Denn selbst wenn der programmierte Ton von der DAW digital genau gleich an die Soundkarte übermittelt wird, kommt spätestens dort, über Transistoren, Wandler, variable Lautsprechermembranschwingungen, abweichende Luftverhältnisse, bis hin zum Trommelfell des Empfängers und der Wirkung des Tons in seinem Kopf, eine ausgesprochen analoge Kette ins Spiel.

    Was ich damit sagen möchte ist aber eigentlich, dass man sich als Künstler vielleicht nicht so wichtig nehmen sollte. Denn auch wenn das ausgearbeitete Arrangement für einen persönlich perfekt erscheinen mag… solange man es nicht gerade selbst live auf der Bühne spielt UND auch live anpassen kann, um die Stimmung der Empfänger zu reflektieren, hat man Null Einfluss darauf

    1. wo das Stück gespielt wird

    2. wie das Stück gespielt wird (wer es spielt; gemischt mit anderen Stücken; Lautstärkeverhältnisse; verwendete Abhöre etc.)

    3. von wem das Stück gehört wird

    Einmal können die Entscheidungen, welche zu Hause am Rechner getroffen wurden, für die Zuhörer im wohlklingenden Kontext erscheinen, ein anderes Mal tun sie es nicht. Ich sehe die Sache jedenfalls relativ entspannt, denn wer kann schon das Universum vorhersagen? Ich nähere mich lediglich derart einem Optimierungsprozess an, dass ich die Faktoren, die mir bei der Produktion bereits selber tierisch auf die Nerven gehen, erst gar nicht aus der Kiste lasse. :)
  7. #2 André (aus Basel) schrieb am 18.06.2015
    Sehr tolle Sendung. Bitte mehr zu diesem Thema.

    Würde mich vorallem interessieren, was es so alles für Tipps und Tricks gibt um Überleitungen von einem Teil zum anderen Teil gibt.
    Bekannt sind sicherlich die Trommelwirbel, das Beckenschlag und die Pause davor. Im Dance-Bereich wohl noch den Plattenstop-Effekt, wenn auch nur als Modeerscheinung.

    Auffallend finde ich, das man heute vermehrt versucht die gegen Ende des Songs mit der Energie zu koppeln, so dass der Song über den ganzen Song hinweg eher steigernd wirkt und nicht nur dieses klare Down/Up/Down usw. hat.

    Zu Minimal vs. Maximal und der 1. Geige :

    Ich würde den Satz eher so umstellen - Es kann immeer nur einer die 1. Geige spielen, doch es muss ja nicht immer die gleiche "Geige" innerhalb des Songs sein.

    Ich mag sowohl minimale wie auch sehr ausstaffierte Arrangements. Bei letzteren macht natürlich das Lautstärke-Verhältsnis der einzelnen Instrumente zueinander die Würze. Die können sich doch durchaus im Verlauf des Songs ändern. Dieses Wechselspiel der Instrumente und deren Betonung bringt interessante Abwechslung in den Song.

    Interessant fand ich auch der Schluss der Diskussion mit dem Regel brechen. Wenns der Sache dient sollte man auch von der Regel absehen.

    Stellt sich halt die Frage ob man den Ball mit links treffen kann wenn man immer nur übt mit rechts zu schiessen :-)

    Gibt ja auch beim Lernen von Musikinstrumenten unterschiedliche Meinung ob da das unterrichtete Lernen besser ist als autodidaktisch.
    Weiss nicht ob via Unterricht ein Jimi Hendirx entstanden wäre ?

    Habe soeben noch diese Seite entdeckt, die ich noch recht interessant finde :

    http://www.musikanalyse.net/tutorials/popformeln
  8. #1 mtFreak schrieb am 18.06.2015
    Sehr gutes Video. Noch mehr Videos zum Thema Arrangement bitte. Danke dafür.

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