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Sendung vom 31.12.2012

The Paradox of Choice

Non Eric

Non Eric arbeitete bei Steinberg mit an Cubase 1.0 ST, war mit SNAP im Studio und ist Gründer des Trance Labels Lunatec.

In seinem Buch aus dem Jahr 2004 beschreibt Psychologe Barry Schwartz das Problem. Wir glauben, dass mehr Möglichkeiten auch bessere Ergebnisse erlaubt. 

Leider ist das Gegenteil wahr. Menschen sind von zu vielen Optionen schnell überfordert. Ist das wirklich die richtige Entscheidung?

Mit mehr Möglichkeiten steigt aber die Chance, nicht die optimale Variante gewählt zu haben. Das stresst.

Wer als Künstler ernst genommen werden will, muß wieder erkennbar sein. AC/DC braucht dazu maximal 3 Akkorde. 

Mit der Zeit müssen die Soundvarianten weniger werden, den nur so ensteht ein wiedererkennbarer und individueller Sound.

> the Paradox of Choice

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Kommentare

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#16 Ben schrieb am 03.01.2013 13:13 answer
NonEricFan

Für dich heisst also Kreativität, wenn man in jedem Song komplett neue Sounds verwendet, damit man immer anders klingt? Ansonsten ist das für dich nicht kreativ?
Also sollten Bands am besten auch für jedes Lied neue Instrumente verwenden?

Das ist wirklich Quatsch. Wer meint, sich in jedem Song neu erfinden zu müssen, der wird mehr mit Soundauswahl beschäftigt sein, als mit dem eigentlichen Musik machen.

Natürlich schadet es nicht, sich ein bisschen breitgefächert aufzustellen.
Aber guck dir alle großen Künstler an. Nicht nur in der Musik. Einen Van Gogh erkennst du sofort, einen Klimt, einen Dali, einen Picasso, einen Monet auch usw.
Künstler bedienen sich bestimmter Stilmittel, die sie gemeistert haben. Die Ausdruck ihrer Persönlichkeit sind. Und ihre Persönlichkeit ändern sie auch nicht von Bild zu Bild. Sie haben ihre präferierten Maltechniken, Farben usw., so wie Musiker ihre präferierten Spielweisen, Sounds usw. haben. Ihren Signature Stil halt.
Zu sagen, Wiedererkennung ginge zu Lasten der Kreativität würde heissen, ein Van Gogh sollte bitte in jedem Bild einen anderen Stil verwenden, so dass bloß nicht ein Bild aussieht wie das andere. Wenn die damit beschäftigt gewesen wären, permanent einen neuen Stil zu erlernen, dann hätten wir wohl einmal im Jahr ein neues Bild von ihnen gehabt. Stilwechsel in der Kunst sind sich entwickelnde Prozesse und nicht Schnitte von einem Werk zum nächsten.

Wiedererkennbarkeit gehört zur Kunst dazu.
#15 Anjunabeats schrieb am 03.01.2013 12:09 answer
Das ganze Leben ist Marketing ;) Du wirst keine Freundin/Freund bekommen wenn du nicht weisst wie du dich verkaufen kannst - und das ist in der Musik nicht viel anders, nur das es da um Fans/Zuhörer geht :P
Bei der Musik ist es vielleicht nur schwieriger weil in einem speziellen Genre die Unterscheidung zwischen den Künstlern gar nicht mal so einfach ist. Wenn man sich aber nicht unterscheidet und erkennbar ist, wird man in der Masse untergehen (und das tun ja die meisten leider auch).

Anders (als die anderen) sein und auch Wiedererkennbar ist in der Musik der Schlüssel zum Erfolg, ob es einem gefällt oder nicht.
Um anders zu sein und sich zu unterscheiden muss man zudem gerade besonders kreativ sein. Einen eigenen Stil zu entwickeln oder einen eigenen "Signature Sound" ist meiner Meinung nach mit das schwerste überhaupt! Oft braucht es Jahre bis Musiker dahin kommen, dann schlagen sie aber richtig ein und sind oft über Jahrzehnte erfolgreich.

Wiedererkennbarkeit und musikalische Identität ist sehr wichtig. Dazu benötigt es aber nicht 100 installierte Plug-ins (um wieder den Bogen zum Thema zu spannen) sondern Kreativität.


Das mit dem "erkennbar bleiben"(AC/DC)bedient doch auch wieder nur den ganzen Marketing-Bullshit.
Okay, für den Wiedererkennungs-Effekt mag das ja gut sein. Geht aber zu Lasten der Kreativität.
#14 NonEricFan schrieb am 02.01.2013 21:02 answer
Das mit dem "erkennbar bleiben"(AC/DC)bedient doch auch wieder nur den ganzen Marketing-Bullshit.
Okay, für den Wiedererkennungs-Effekt mag das ja gut sein. Geht aber zu Lasten der Kreativität.

lg
#13 R.K. schrieb am 02.01.2013 15:20 answer
Schöne Sendung, wenn auch ein wenig kurz^^.
Anjunabeats kann ich mich nur voll und ganz anschließen.

@Anjunabeats
Apropos: Was ich schon längst mal gefragt haben wollte: In welcher Beziehung stehst du eigentlich zum gleichnamigen Platten-Label? (Ich gehe mal davon aus, der Name ist nicht zufällig gewählt?!)
#12 Anjunabeats schrieb am 02.01.2013 13:13 answer
Tja, die Sache mit der Beschränkung auf das Wesentliche...
Bei vielen denkt man eher sie sind Plug-in Tester, da sie mehr Zeit mit dem vergleichen und sammeln von Plug-ins und sonstigem Schnickschnack beschäftigt sind als Musik zu machen. 20 Compressoren installiert aber nur alle halbe Jahre mal einen Song fertig gemacht, hört man sehr oft.

Auch ein Irrglaube das jeder Song komplett andere Sounds haben muss "man kann doch nicht 2x die gleiche Kick nehmen" :D Natürlich kann man das, weil gerade das einen Teil der Wiedererkennung ausmachen kann. Alle erfolgreichen Musiker und Produzenten haben eine Art "Signature Sound". Manchmal reichen schon paar Sekunden und man weiß genau welchem Künstler man den Song zuordnen kann.

Man muss halt oft versuchen sich der Beeinflussung anderer zu entziehen, die einem die neuesten Tools als das was man unbedingt haben muss verkaufen wollen ;) Brauche ich dieses Tool wirklich, hilft es mir Kreativ zu sein und interessantere Songs zu machen? Wenn man das nicht nach 1 Minute für sich positiv entscheiden kann und man sich unsicher ist, dann kann man sich diesen Kauf ersparen.
#11 Dominic schrieb am 02.01.2013 07:32 answer homepage
Euch auch ein gutes neues Jahr :)

Aber RESPEKT !!! WIeder mal ein Potcast Ohne IPAD oder Smartphons ! Klasse :-) da giebt es auch eine menge Auswahl und man bleibt zum schluss eh wieder bei dem einen :)

Aber Und es gibt eben im Internet nur einen Musiker Stammtisch :) Und auf der Messe 2 .-) also bis bald ! auf dieser Seite :)

LG Dominic ( Paukist )
#10 Ben schrieb am 01.01.2013 13:59 answer
"Too much choice" ist die neue Volkskrankheit. Sei es bei TV Sendern, bei mp3 Downloads, bei Plugins und bei vielem mehr.
Der technologische Fortschritt hat diese Reizüberflutung mit sich gebracht und es war uns gar nicht bewusst, was mit uns passierte. Viele kommen vor lauter Choice gar nicht mehr zur Ruhe und Besinnung.
Jetzt erkennen zum Glück immer mehr diesen Wahnsinn, so wie Non Eric hier, und es ist zu hoffen, dass eine allgemeine Bewusstwerdung stattfindet. So dass man nur noch den Segen aus dem technologischen Fortschritt rausnimmt und nicht mehr den Fluch.