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Stammtisch

TapeBlabber

Heute ausnahmsweise überwiegend in Englisch, der Stammtisch rund ums Musik machen. Diese Woche mit Andrew Levine (Öffnet externen Link in neuem Fenstermobile.blumlein.net) und seinen Gästen: Shai Drori (Öffnet externen Link in neuem Fenstertimelessrecordings.com), Tom Ammermann (Öffnet externen Link in neuem Fenstermo-vision.de), Stefan Bahr (Öffnet externen Link in neuem Fenstermhlabs.de, André Dupke (Öffnet externen Link in neuem Fensterhamburg-audio.de), Kai Schwirzke und Tom Wendt.


00:21:00 A/D zu Anfang
00:42:00 Non-Eric ganz knapp
00:45:00 Audiophile Stromkabel?
01:03:00 ProTools 9 Native

Download: Leitet Herunterladen der Datei einMusoTalk 482 - Stammtisch - TapeBlabber.mp3

19.11.2010 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #16 Marius schrieb am 22.11.2010
    Hallo zusammen,
    ich fand es interessant zu sehen wie wichtig offensichtlich doch noch die Analogtechnik zu sein scheint, wenn es um Musik geht. Und das es auf englisch war, fand ich nicht schlimm. Wen es stört lässt halt mal einen Podcast aus und fertig. Es gibt nunmal nicht so viele deutschsprachige Pros zu dem Thema.

    Das Thema Stromkabel... nunja, da wurde wohl schon genug zu gesagt. Ich finde es hier fehl am Platz, da die Zielgruppe dieses Podcasts sich damit wohl nicht beschäftigen wird/will, alleine schon des Geldes wegen. Und es wurde wohl auch recht deutlich, dass die Mehrheit der Sprecher sich ebenfalls nicht für dieses Thema erwärmen konnte.

    Kleine Anmerkung noch zum Podcast auf iTunes: Es wäre sehr nett, wenn ihr die Stammtische nicht auf das Jahr 2011 datieren würdet! das sorgt doch für einiges Chaos in der Playliste! (und ist ja auch nicht ganz wahr ;) )

    mfG Marius
    1. #0 Nils schrieb am 22.11.2010
      Hallo Marius, wenn du einen versehentlich falsch datierten MusoTalk-Stammtisch in iTunes hast, dann hilft meist das Löschen und Neu Laden der Datei einige Tage später (über die Rechtsklick-Funktion "alle verfügbaren Folgen des Podcasts anzeigen").
  2. #15 MichaelP schrieb am 22.11.2010
    Das Kabelthema finde ich doch sehr Sinnfrei. Gut, jeder kann und soll sich in sein Studio stellen, was er gerne möchte. Von mir aus auch einen Guru befragen oder sein Equipment vor dem Einbau segnen lassen.

    Die Frage die sich aber am Ende immer stellt: WAS BRINGT ES DEM KONSUMENTEN?

    In diesem Fall, meiner Ansicht nach, absolut gar nichts.

    Du hast einen Netz- und Entstörfilter in deinem Studio, super High End Kabel usw. Aber der Konsument hat all das nicht. Er betreibt seine Hifi Anlage womöglich über den gleichen Stromkreis, an dem auch der Kühlschrank angeschlossen ist, hat schreckliche Raumakustik und eine billige Stereoanlage bzw eine super günstige 5:1 Anlage vom Discounter.

    Ich glaube auch kaum, dass jemand eine Produktion von Studio XY der von Studio YZ vorzieht, weil dort die professionelleren Kabel verlegt sind. Dem Konsumenten ist sowas in der Regel schnurz egal.

    Übertriebene Esoterik,mehr sehe ich nicht dahinter. Und Logik ist da auch keine dahinter. Denn jeder der hier einen Unterschied zu hören glaubt, sollte sich mal überlegen, was wohl mit den elektromagnetischen Wellen um uns passiert, die permanent von den diversen Geräten im Studio förmlich angezogen wird.
    Und sei es nur das W-Lan des Nachbarn, welches ach so herrlich auf die Platine des DAW Rechners einwirkt.
    Oder gibt es gar schon den perfekt isolierten Rechner mit Ionenfilter um 2 Fantastillionen Euro zu kaufen? :-)



    1. #0 Andrew Levine schrieb am 22.11.2010
      Hallo MichaelP,

      > Du hast einen Netz- und Entstörfilter in deinem Studio,
      > super High End Kabel usw.
      > Aber der Konsument hat all das nicht.

      Für mich ist es wichtig, optimal abhören und arbeiten zu können. Nur so kann ich das bestmögliche Ergebnis erzielen. Das der Hörer sich nachher ein mp3 oder eine DD-encodierte Datei reinzieht ist sein Ding.

      Ich auch auch immer einen dezidierten Stereomix aller Surround-Projekte. So muss der User nicht den Standard-Downmix anhören, aber wenn er das will geht das natürlich auch.

      Viele Grüße,

      Andrew
  3. #14 dizmac schrieb am 22.11.2010
    Beim Thema Kabel scheiden sich die Geister, wie man merkt. Es macht Sinn, das zu diskutieren. Thema Blindtest zum Beispiel. Wir alle wissen, dass wir unsere Hörwahrnehmung extrem beeinflussbar ist. Was man hören will, das hört man. Ich habe von einem Blindtest gehört, wo Experten gebeten wurden, die Unterschiede zwischen mehreren CD-Playern im Blindtest herauszuhören und zu beschreiben. Es kamen die unterschiedlichsten Ergebnisse heraus, bis der erstaunten Expertenschar erklärt wurde, das die Testanordnung nie verändert wurde. Der Musiktitel wurde also jeweils über die gleiche Anlage wiedergegeben und jeweils angekündigt, das nun umgeschaltet wird.

    Interessant dazu vielleicht auch die Werke von Paul Watzlawick "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" oder Werke aus der Hirnforschung. Mittlerweile dürfte klar sein, dass unsere Sinneswahrnehmung nicht neutral funktioniert, sondern durch Filterungen und Kategorisierung und weitere Prozesse im Gehirn extrem subjektiv wird. Das alles wissen die meisten ja sicher.

    Thema (Strom)Kabel. Bei der derartigen Diskussion fehlt mir immer eine einfache Sache. Eine Website mit Hörbeispielen. Wenn das 400-Euro Stromkabel am Aufnahmegerät eine signifikante Verbesserung bringt, müsste das doch eindeutig hörbar und somit als Online-Kostprobe sofort verfügbar gemacht werden. Eine bessere Werbung gibt es nicht für den Hersteller. Seltsamerweise findet man solche Tests immer nicht. Wenn der saubere Strom bessere Aufnahmen ermöglicht *muß* sich das bessere Ergebnis doch in der Summe niederschlagen und diese lässt sich doch leicht online stellen. Dann das alte 5-Euro Stromkabel anschließen, die Aufnahme wiederholen und jetzt müsste der Sound deutlich schlechter werden.

    Was läuft hier also falsch, was verstehe ich nicht? So drängt sich leider immer wieder der Verdacht auf, dass hinter Worten der Technik und Wissenschaft wohl auch ein Geschäft verbirgt, das den einen Beweis schuldig bleibt, dass es sich nicht um eine Seifenblase handelt.

    Etwas anders gestaltet sich das Thema wohl bei den Audiokabeln. Ein Freund von mir ist ein echtes Sparschwein. Bevor der sich etwas Neues an Equipment kauft, muß schon viel passieren. Der Mann lebt auch vom Produzieren und dozieren, also höre ich durchaus hin, wenn er was erzählt. Erzählt hat er dann eines Tages von den VoVox-Kabeln. So auch einige andere in unserem - ich nenne es mal: Kreativzirkel. Bei diesen Kabeln höre man doch deutlich einen Unterschied. Irgendwie glaube ich den Leuten.

    Noch keiner kam allerdings auf die Idee, sich um den Strom zu kümmern, auch nicht die größten Audionerds.

    Vielleicht sind sie aber auch einfach damit beschäftigt, Musik zu machen.
  4. #13 Michael G. schrieb am 21.11.2010
    Wie ich merke, gibt es außer mir noch jemanden, der sich einfach "Michael" nennt. Dann werde ich mich ab sofort "Michael G." nenne.
    Also auf jeden Fall fand ich es ÜBERHAUPT nicht schlimm, dass Teile des Podcasts auf Englisch waren. Englisch ist inzwischen nunmal so stark hier verbreitet, dass es ja fast jeder spricht bzw. versteht.
    Zum Inhalt: Von den Stromkabeln halte ich überhaupt nichts. Ich lasse mich ja gerne noch überzeugen, dass Audiokabel hörbaren Einfluss haben....genauso wie der Unterschied zwischen 192 und 44.1 kHz....aber die Stromkabel?
    Sagen wir's so: Wenn es einen Unterschied durch Stromkabel gibt, ist er so klein, dass man auch mit gewöhnlichen Kabeln sog. "amtliche" Ergebnisse erreichen kann.
  5. #12 Seb schrieb am 21.11.2010
    Der Stammtisch in den letzten Wochen war wie ein
    Wundertüte, man wusste nie was man bekommt.
    Weiter so!
    Finde es auch ok wenn Andrew moderiert, obwohl
    er manchmal doch sehr ins Detail geht.
  6. #11 Hendrik schrieb am 21.11.2010
    Die Teile der Videos haben mehrere Bloecke auf Youtube, ist mir selbst gerad' aufgefallen - also bitte selbst auf Youtube die dazwischenliegenden Bloecke anklicken - es sind viel mehr Videos als nur die angegeben drei.
    Hier aber der Block, mit der netten Andekdote (ganz am Ende des Videos): Gross und Kleinmembraner - was klingt bersser oder welches hat die besseren Uebertragungseigenschaften ..... :

    http://www.youtube.com/watch?v=aXhYwEH0hLA&feature=related
  7. #10 sven schrieb am 21.11.2010
    Englisch ist voll ok, suhaeli wäre ein Problem @Michael gehts noch???
    War sehr unterhaltsam und kontrovers diskutiert. Das mit den Kablen scheint mir Schmus zu sein. Ich glaube es gab vor kurzen einen Stiftung Warentest dazu, die zu dem Ergebniss gekommen sind, nach einem Blindtest.
    Über Avid's M-Boxen und Protools möchte ich hier bitte mehr sehen, denn ich würde sagen, dass ich nach einem Kauf einer M-box oder M-Box Pro (was ich plane) das Pro-tools LE ausprobieren würde. Ich frage mich zur Zeit, ob die M-Boxen mit den RME Hammerfall (klanglich) mithalten können. Das wäre schon wichtig ! Bei mir funktioniert diese Marketing Strategie aufjedenfall, ich bin angefixt und neugierig....also darüber mehr reden bitte und, testen NonEric!!!
  8. #9 Hendrik schrieb am 21.11.2010
    So hier der versprochene Post von mir ueber kleine und grosse Mikrofone und auch Kabel ....
    Es ist ein Vortrag von Joerg Wuttke, der seit 37 Jahren als technischer Direktor bei SCHOEPS arbeitet.
    Es passt wunderbar zu dem Beispiel mit den Neumann (Grossmembran) Mikrofonen und dessen uebermaessige Preferierungen in den 'grossen' Studios und von Musikern/Kuenstlern, das Shai Drori hier gebracht hat.
    Ein fast aehnliches Beispiel wird hier von Joerg Wuttke gebracht.
    Diese Videos sind sehr ergiebig aber ich moechte jeden bitten/empfehlen sich diese Videos aufmerksam bis zum Ende anzuschauen - es lohnt sich wirkklich !!

    So und nun viel Spass und wieder einmal Gruesse und Tulpen aus .... ja, Amsterdam ! ....

    Hendrik


    Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=Mx6FKcKfh_8&feature=related

    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=c7gPYLM3Mpk&feature=related

    Teil3: http://www.youtube.com/watch?v=PTQl_1gPwLc&feature=related

  9. #8 Hendrik schrieb am 21.11.2010
    >>>>>>>>> Zu Michael:
    Lieber Michael,
    vielleicht darf ich Dich bitten Deine Kritik doch hier ein wenig zu entschaerfen ....
    Da dieser Podkast in nur 30% englischer Sprache war, denke ich, dass es von den Musos nur auch erst einmal Experiment war, um zu sehen wie die Hoerer englischssprachige Stammtischteilnehmer annhemen.

    Mal abgesehen davon, dass der Gast eh auf Grund der Sprache ein wenig zu kurz kam, gibt es von Musotalk fast an die 200 weitere Stammtische, die kmpl. in deutsch sind ....
    Vielleicht sollten wir den Musos dann ans Herz legen solche sehr,sehr interessanten Gespraechspartner vorher zu interviewen und ggf. zu uebersetzen ....
    So etwas macht aber wirklich eine 'ganze Menge!!' Arbeit und wir duerfen auf keinen Fall !! vergessen, dass der Musotalk Stammtisch immer noch kostenlos ist und aus reiner Passion an Musik und Technik passiert !! - und das regelmaessig und puenktlich wie die Eisenbahn/Feuerweher ... vielleicht nicht der beste Vergleich ;-))

    Aber ebenso moechte ich hier jeden bitten der in aehnlichen Thesen denkt wie Michael, doch bitte auch an die Integration und das Zusammenwachen in Europa/Weltweit zu denken .... Englisch ist eine sehr verbreitete und auch eine fuer alle die im angelsaechsischen/westlichen Raum Leben eine sehr einfach zu erlernende Sprache.
    Ich Lebe nun schon mehrere Jahre als Auslaender in verschiedenen Laendern - Ost und Westeuropa - und ich kann nur immer wieder betonen, dass Sprache die Menschen wie nichts anderes auf der Welt verbindet.
    Es ist natuerlich richtig, dass man als z.B. deutschsprachiger im eignen Land a.G. von verzerrter Sprache (wie sie z.B. in der Werbung und auch im oeffnetlichen Leben heute stattfindet) nicht ausgegrenzt werden darf - aber vielleicht darf ich dann auch einmal anregen darueber nachzudenken, was es jetzt und fuer die Zukunft heisst : 'das eigene Land' .
    Ein Begriff, denn wir deutsche gerne missbrauchen, da die Arraber ja auch auf 'unserem Oel' sitzen ;-) .....
    Europa ist gerade dabei sich selbst zu seinen eignen Laendern zu oeffen .... das ist ein wichtiger Bewusstseinsprung und erst der Anfang davon, das Voelker die endlich zusammenkommen, feststellen, dass sie gar nicht so verschieden sind wie sie in der Vergangenheit immer angenommen haben.....

    So , bald ist das kleine Message-Fenster hier wieder voll und ich moechte zur Versoehnung fuer alle die, die Musik und Musiktechnologie lieben, hier auch noch etwas beisteuern ....
    Eine Videoserie aus drei Teilen, in dem es um kleine und grosse Mikrofone und deren Kable geht...... naeheres im naechetn Post von mir , da diese Videos fuer alle bestimmt sehr interessant sind und bis hier unten warscheinlich kaum noch jemand mitgelesen hat ;-) .....

    Gruesse und Tulpen aus Amsterdam, Hendrik
  10. #7 Michael schrieb am 21.11.2010
    Fremdsprachiger Podcast? NIX verstehen.
    Hat sich bis Jetzt keiner Hier beklagt wegen fremdsprachigen Podcast auf MusoTalk, oder habe Ich Hier eine neue Mode Einzug verpasst?
    Oder werden Hier Anregungen bzw. Kritiken einfach ignoriert und gar nicht veröffentlicht?
    Müssen jetzt die Zuhörer seit neusten englischsprachig sein um auf MusoTalk Podcasts anzuhören?
    Man hat sogar bei Tom Wendt eine gewisse Verwunderung über die kurioser Idee von Andrew Levine zu Begin der Podcast gemerkt.
    Ich bin regulärer MusoTalk Stammtisch Podcast Zuhörer,
    doch bei diesen Podcast habe Ich nach wenigen Minuten aufgehört, weil Ich nicht englischsprachig bin.
    Muss Ich das etwa auch langsam in Deutschland sein?
    Was hat sich Andrew Levine dabei eigentlich gedacht?
    Oder kommt es doch bald die auf deutsch übersetzter Version von dieser Podcast Ausgabe und Ich muss meine Anregung zurückziehen?
    Wir werden fast alltäglich mit Anglizismus unterdrückt, aber dies Hier hat jeglichen Grenzen gesprengt.
    Denke nicht, dass dies passiert wäre wenn Hans Jörg das Podcast moderiert hätte.
    Einfach Schade, wie mansche ihre eigener Sprache verachten und andere deutschsprachiger Zuhörer verachten.
    Michael (leider nur deutschsprachig)
  11. #6 beckstom schrieb am 20.11.2010
    "make more Esotherik".... oh Mann, mit diesen Themen hätte ich nach den letzten Sendungen nicht gerechnet... Für mich war das die langweiligste Folge ever - sorry!

    LG
    beckstom

    P.S.: Die Email-Benachrichtigung funktioniert scheinbar immer noch nicht
  12. #5 stefan schrieb am 20.11.2010
    Hallo Marius,
    als Tipp - und neben C, R, L, Impedanz und Flux gibt es jetzt auch noch eine Transversalfunktion -
    Google mal - das ist echt spannend und vermittelt einige
    neue Einblicke auch zum Thema Kabel.
    Und dann noch zum vertiefen - die Vorlesungen von Freymann: Wellentheorie

    das sollten wir dann aber nicht mehr hier diskutieren ;)
    Grüsse
    Stefan
  13. #4 Hendrik schrieb am 19.11.2010
    Meine sehr verehrten Damen und Herren, mir straeuben sich die Haare ....

    Also beim naechsten Mal solltet Ihr doch bitte jemanden einladen der sich mit Eelektronik, Kabeln sowie Signaluebertragung auskennt.
    Es hatte ein wenig von einem Gespraech von zwei Marktfrauen die Sich ueber die Fortschritte der Molekularbiologie unterhalten ... nichts gegen den Intellekt von Marktfrauen.....

    Also grundsaetzlich: jeder Leiter/Kabel, ect hat einen sogenannten Wellenwiderstand/Wellenimpedanz der/die sich auf das zu uebertragene Signal auswirkt, sollte eine Leitung am Anfang/Ende 'offen' sein - d.h. nicht mit dem Wellenwiderstand des Leiters/Kabel abgeschlossen sein.
    Aus diesem Grund sind verschiedene Kabel fuer z.B. Audio/Video/ect. erhaeltlich.
    Diese Kabel haben z.B. im Videobereich 75Ohm, Funkuebtragung 50Ohm, Mikrofonkabel und Linekabel sind z.B. unterschiedlich.
    Werden Leitungen nicht abgeschlossen und Signale uebertragen so kommt es zu Reflektionen am Leitungsende - das Signal wird Reflektiert und ueberlagert sich mit anderen Signalen auf der Leitung.
    Dieses Phaenomen ist aber im NF (Niederfrequenz) - Bereich vernachlaessigbar und fuehrt nur im Hochfrequenzbereich zu Stoerungen - z.B. bei der Fernseh/Video/Funktechnik, aber auch im digitalen (Home)studio bei z.B. SPDIF Verbindungen.
    Nur bei wirklich sehr langen Leitungen, wie z.B. bei Telefonleitungen, kennen wir den Effekt der Reflektion aus der Vergangenheit der komplett analogen Telefontechnik als Echo und starken Lautstaerkeschwankungen (man errinnere sich an ein Telefonat von vor 20 Jahren in Entwicklungslaender mit schlechten Telefonnetzen - also viele offene Leitungen hier und da - nicht genormte Netztechnik und Telefone ... ein Grauss .. ).
    Bei Hoeheren Frequenzen tritt der Effekt schon bei sehr kurzen Leitungen auf.
    Das alte Kabelfernsehproblem - nur einen Verteiler in der Wohnung fuer das Zweitgeraet der Tochter in die Leitung gesteckt und zwei Etagen tiefer im Haus wird das Bild nur auf den Frequenzen von RTL und ZDF (oder anderen Sendern/Frequenzen) schlecht ....
    Auch im Studio ist der Wellenwiderstand fuer SPDIF-Leitungen 75 Ohm ....
    Natuerlich betreiben sicherlich 95% aller Studiobesitzer Ihre SPDIF-Verbindungen mit irgenwelchen (meist Audio/Chinch-Kabeln) ... und es funktioniert .... zu 95% meistens.
    Aber warum funktioniert es ?
    Digitale Protokolle sind von Natur aus 'pfiffig' entwickelt worden ..... schon bei der Datasette vom Commodore C64 oder bei der guten alten Seriellen Datenuebertragung gab es soganannte verify Bits und Funktionen, die dafuer sorgten, dass die Daten sicher Verpackt wurden und am Ende eine sogenannte Checksumme gebildet wurde.
    Stimmte hier etwas nicht gab es Funktionen die das warscheinlichste aus den vorhergehenden und nachfolgenden Daten errechneten.
    Ganz wunderbar funktionierte das dann beim CD-Playern - Kratzer auf der CD - kein Problem.
    Und in 99% aller Faelle funktioniert das 100%tig.
    Zurueck zum Kabel....
    Refelktionen sind auch sehr oft Erzeuger soganannter Jitter-Effekte, das Zittern von Digitalen Impulsen, die dann vom Empfaenger sehr schwer ausgewertet werden koennen und fehlinterpretiert werden.

    Also um eine lange Geschichte Kurz zu machen ... die wunderbar These , dass bei der Uebertragung von Computerdaten auf einem billigen Stromkabel/Leiter Daten verlohren gehen, ist ein ganz boeser Trick des Glaskugelwahrsagers im Stromkabelverkaeuferpelz....

    Waren beide Kabel 110 %tig gleich lang und hatten den gleichen Wellenwiderstand ?? ;-)
    (Computerdaten fliessen mit hoher Geschwindigkeit/Frequenz).

    Schlechter Strom laesst sich nicht besonders gut nur mit einem einfachen Kabel 'besserfiltern'.

    Schlechter/unsauberer Strom 'kann' zu Klangverfaerbungen fuehren, die sich dann aber in 99% alller Faelle als Stoersignal oder Verzerrungen zu erkennen geben - ein gutes Netzteil kann zu gutem Klang fuehren - dem stimme ich zu !!

    Weiter zur netten These mit der Gabelstaplerbatterie - die Batterie wird nur in einem Falle der extremen Leistungsanforderung, welche ueber Ihrem angegebenen Wert in Ah liegt zusammenbrechen - Also : Fuer eine reine NF oder HF-Stufe, die nicht sehr viel Leistung beansprucht und/oder dessen Leistungsanforderung staendig unter der Leistungsabgabe der Batterie liegt ist die Spannung aus einer Batterie die Sauberste ueberhaupt - ich kenne keine reinere Energiequelle fuer technische Geraete.
    Man muss schon sehr viel Filteraufwand betreiben, dass man HF-Geraete wie z.B. einen Ultrakurzwellensender mit einem Netzteil betreiben kann ohne die Stoerungen im Signalweg zu haben.
    Mit einer Batterie brauchen sie 'gar keine' Filter !!
    Diese Spannung ist so sauber und unbefelckt, dass die heilige Jungfrau Maria ihre Profession in frage stellen wuerde !

    - Solarenergie koennte da, wenn direkt konsumiert aus der Solarzelle ebenso oder noch sauberer sein - aber da haben die Glaskugelverkaeufer vom Jahrmarkt ja wieder die Idee, dass die Sonnenfleckenunregelmaessigkeiten, die sich natuerlich auch in der gespeicherten Energie wiederfinden koennen, und sich sehr negativ auf den Klang auswirken - Jaja - sie werden einen Schurkentrick finden um uns das glaubwuerdig zu machen - glauben sie es mir !!

    Die feinen Herren aus dem Marketing und deren 'Believer'.

    Ethan Winer laesst bestimmt gruessen und moechte vielleicht beim naechsten englischsprachen Stammtisch dabei sein, koennte ich mir vorstellen....

    Bis dahin, im Sinne aller Audioesotheriker 'use Forklifterbatteries - Forklifterbatteries would be it !'

    Gruesse und Tulpen aus Amsterdam, Hendrik

    1. #0 Kahlbert schrieb am 21.11.2010
      Sehr unterhaltsam geschrieben - vielen Dank! :-)

      Übrigens: +1 für Ethan Winer im nächsten englischen Podcast!

      Ach, und Mail-Benachrichtigungen kriege ich immer noch nicht - wird wohl an meinem schmutzigen Internet-Strom liegen ... ;-)
  14. #3 Marius schrieb am 19.11.2010
    Genau das meinte ich. AES/EBU-Kabel haben eine genormte Kabel-Kapazität. Sie sind dazu ausgelegt hochfrequente Signale möglichst verlustfrei zu transportieren, das heißt, dass sie eine deutlich kleinere Kapazität aufweisen müssen als "normale" Kabel. Sie wirken deutlich weniger wie ein Tiefpass.
    Was ich noch zur Stromversorgung vergessen habe:
    Es treten heutztage in unserem Stromnetz nicht nur unerwünschte Gleichspannungen auf, sondern auch hochfrequente Störspannungen, die von Schaltnetzteilen verursacht werden. Diese können auch Auswirkungen auf andere Geräte haben. Wenn ein Preamp oder ein EQ älterer Bauart ist, dann kann es sein, dass das Netzteil diese Störspannungen einfach passieren lässt und sich diese auf das Audio-Signal auswirken.

    Viele Grüße

    Marius
  15. #2 Steffen schrieb am 19.11.2010
    wow, in diesem Stammtisch wurden ja so einige Behauptungen hingestellt, da reicht der Platz hier nicht, um das alles wirklich mal vernünftig durchzugehen.
    Man fragt sich, wo diese herkommen.

    Es ist faszinierend, welche starke Überzeugungen man entwickeln kann, wenn diese Überzeugungen auf Hörtests basieren.
    Denn intuitiv macht es ja Sinn, daß was man mit den eigenen Ohren hört - müßte ohne Frage das sein was da vor sich geht.
    Im vorigen Stammtisch hatte Tom Wendt eine schöne Anekdote (Propellerheads-Meeting) über die Verlässlichkeit der Sinne und die Erwartungshaltung dahinter.
    Natürlich ist das schon sehr lange bekannt und viele Jahrzehnte Praxis in Bereichen wo geforscht wird.
    Es ist einfach ein Fakt, daß die menschlichen Sinne miteinander verwoben/korelliert sind und so die Realität erzeugen.
    Um wirklich jeden Faktor (z.b. hören) separat testen zu können, muß man alle anderen Sinne dabei "verblinden". Die Dicke des Kabels oder die Frontplatte des Audiogeräts suggerieren dem Hirn immer etwas, so sehr man sich auch anstrengt das nicht tun zu wollen.
    Blindtests sind ein faszinierendes Thema, es ist sogar möglich damit Nachzuweisen, ob die anderen Sinne einen Einfluss haben auf das Ergebnis.
    Fragt mal jemanden der kontroverse Behauptungen macht, ob er einen *echten* Blindtest gemacht hat in dem Test.
    echt deswegen, weil da viele Fallen lauern und der Teufel im Detail steckt (z.b. gleiche Lautstärke, statistische Signifikanz....)

    Es scheint wirklich so, daß der Großteil der Audioindustrie auf Hörensagen und selbstgemachten Hörtests basiert.
    Was aber, wenn die Hörtests nicht richtig gemacht werden, oder die Leute die testen noch gar nicht wissen was sie da falsch machen können?
    Die nicht wirkliche Verlässlichkeit der Sinne ist ne Sache die man für sich selbst erst mal entdecken muß.
  16. #1 Marius schrieb am 19.11.2010
    Ich habe mir gerade den Stammtisch angehört und muss sagen, dass ich, was die Kabel-Diskussion angeht, ein wenig dazu beitraben kann.
    Das Abklingen, das man bei Kabeln misst, wenn man ihre, ich nenne es mal "Impulsantwort" misst, kommt von Ihrer Kapazität, die Kabel nun mal haben. Für elektrotechnisch nicht so bewanderte: Kapazitäten findet man bei Kondensatoren. Diese Kabelkapazität hat einen Einfluss auf den Frequenzverlauf und die Impulstreue des Kabels. Deshalb werden bei analoger Videoübertragung und bei der Übertragung von digitalen Signalen meistens Kabel mit genormter Kapazität verwendet, die am Ende der Übertragungsstrecke wieder kompensiert wird. Bei der Übertragung von analogen Audiosignalen hat sich das allerdings nicht durchgesetzt. Von daher machen teure Kabel durchaus Sinn bei der Übertragung von Signalen.
    Was die Stromversorgung an geht, da macht das eher weniger Sinn. Was hier mehr bringt als teure Kabel ist die Filterung der Netzspannung. Hier können Gleichspannungen auftreten, die bei Geräten eher unerwünscht sind. Kabel können da eher weniger ausrichten.
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 19.11.2010
      Hallo Marius,

      ich verwende seit einiger Zeit AES/EBU-Kabel für den Anschluss meiner Mikrofone. Das geht gut und klingt gut.

      Viele Grüße,

      Andrew

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