Tutorial

Special - DAW Tüv Latenzkompensation Teil 2

Nach jeder Aufnahme muß das Recording-Programm, die Latenz des Treibers und Audio-Interface kompensieren in dem das Audiofile nach vorne geschoben wird.

Im Idealfall meldet das Interface den richtigen Versatz und alles funktioniert wie es soll.

Aber was wenn die Informationen vom Interface falsch sind oder gar die Gesamtlatenz des Projektes durch Plugins schon zu groß ist?

In Logic und Cubase kann man Fehler in der automatischen Latenzkompensation samplegenau anpassen. Leider fehlt diese Möglichkeit in anderen Programmen, zum Beispiel in Studio One. 

Ich habe auch mal getestet wie sich Latenz auf das Einspielen selbst auswirkt und ab mehr als 10ms Delay wird meine Einspielung tatsächlich schlechter.

Immerhin habe ich den Fehler in der Latenzkompensation im neuen Logic X reproduzieren können. Mann muß tatsächlich immer auf der Hut sein und prüfen ob das "Projekt" wirklich noch in Time ist. 

Achtung auch einige Plugins können bewirken, das eine Spur nicht mehr in Time abgespielt wird.

> Video: Special: DAW Tüv Teil 1

Interessiert euch das Thema? Wenn ja schreibt einen Kommentar.

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25.11.2013 - Software

Dein Kommentar

  1. #19 MSchmitt schrieb am 09.10.2016
    Auch hier die Rede von Inputlatenz wenn man den Roundtrip misst.
    Die Überkompensation der Latenz kommt von einer schnelleren Ausgabe des Output bei niedrigen Puffergrößen.
  2. #18 Rouven schrieb am 27.11.2013
    @typewriter
    mit dem ASIO4ALL wird das wohl nichts, ich habe mal gelesen, dass im ASIO-Treiber genaue Infos zur Hardware eingearbeitet sind, die eine konkrete Aussage über die zu erwartende Latenz erlauben.
    Da der ASI4ALL nicht für eine spezielle Hardware geschrieben wurde, kann man nicht sagen wie lange es tatsächlich dauert, auch wenn der Buffer nur auf 64 steht, kann es 128 oder länger dauern bis die Daten verarbeitet sind.
    Das kann auch mit Treibern passieren, die speziell für eine Karte gemacht sind.
    Wenn bei einer Delta9624 1024 Samples und 33 Millisekunden steht, dann dauert es unter umständen 40 Millisekunden oder mehr bis die Delta9624 fertig ist.
  3. #17 Rouven schrieb am 26.11.2013
    ich muste es jetzt testen, ob reaper in windows es kann.
    juhuu es geht.
    auf das sample genau.
    bei höherer latenz muss man den betrag der latenz (besser ein bissel mehr) als stille am anfang freilassen ansonsten geht es ohne einstellungen machen zu müssen.
    mann bin ich froh!
    übrigens war die einstellung für das loopback kompliziert ich habe mir 3 mal eine rückkopplung gehohlt bevor ich kappiert habe wie es geht.

    non eric: probier doch mal ob reaper das auch auf dem MAC so perfekt hinbekommt.

    grüße
    rouven
  4. #16 Abletonicum schrieb am 26.11.2013
    Hi,
    Danke für den Test.

    Ich habe das ganze mal mit Ableton Live 9.1.b26 getestet.

    1. Operator (Sinus/Ping Generator) als Testsignal benutzt
    2. Per resample Funktion über den Master aufgenommen
    3. Spur kopiert auf zweite Audio-Spur und mittels Utility Plug-In in der Phase gedreht
    4. Input und Output am Audio-IF verbunden und über die Ableton direct-outs von einem Kanal zum anderen geroutet
    5. Aufnahme über das Audio-IF (Loop back) und wieder das Utility Plug-In in die aufgenommene Spur zum Phase drehen
    6. Das ganze bei verschiedenen Sampleraten (64 - 512 bei 48kHz)
    7. Das ganze mit vielen weiteren Plug-Ins (ca. 20 -30 % CPU Auslastung)
    8. In eine Audiospur alle Ableton Interne Plug-Ins geladen

    Der EQ-Eight macht auch bei Oversampling Einstellung (Rechtsklick mit Mouse auf die obere Leiste und Oversampling aktivieren) keine Probleme.

    Nur die Verzerrer Plug-Ins (Overdrive, Saturator, ...) machen auch bei Dry-Einstellung noch irgendetwas mit dem Signal. Deaktiviert ist alles wieder in Ordnung.

    9. Tempo schnell zwischen 138 und 100 Bpm verändert.

    Soweit alles ok. Mann darf nur nicht beim testen die Warp-Funktion auf Complex oder Complex Pro schalten, dann wird das Signal verändert.

    Input / Output Latenz vom System lag ca. bei 5,6 ms (@48kHz)

    LG

    (PC i7 G3 Quadcore 4.1GHz, RME FF400)
  5. #15 roboto schrieb am 26.11.2013
    Ich kann den Fehler mit dem Latenzausgleich in LX und L9 nicht produzieren. Alles kommt sample genau rein. Auch die Subgruppen arbeiten ordentlich. Egal wie ich den Audio Buffer einstelle.

    Ich hatte meinen Testsong richtig vollgestopft mit Effekten und Instrumenten. Nebenher lief noch ein 1080p Film in Quicktime dazu noch Safari, Mail etc. Es gab zwar ab und an einen Overload wodurch Logic stoppte, trotzdem war der Loopback sample genau.

    Ich benutze einen betagten MacPro der ersten Generation. Also nichts besonderes. Als Audiointerface ein MOTU828mk3.

    Vielleicht sind manche Treiber einfach schlecht? Oder eine bestimmte Konstellation von Plugins?
  6. #14 Ryan Finley schrieb am 26.11.2013
    Non Eric sollte das ganze auch mal mit nem andere Interface testen.
    z.B. RME
    Wenn der Treiber schlampig programmiert ist kann die DAW nix dazu.
  7. #13 Eric schrieb am 26.11.2013
    @michael
    Da kann ich nur zustimmen. Habe den Test auch auf dem PC mit Cubase 7 gemacht, und da hat sich alles ausgelöscht. Auch was Plugin-Kompensation angeht und das abspielen von zwei mal dem gleichen Software-Instrument.
    (Mein Interface ist das Phonic Helix Board 12U mit sehr guten Treibern)
  8. #12 Kahlbert schrieb am 26.11.2013
    Zum ProEQ in Studio One:

    Im "High Quality" Modus arbeitet er mit Oversampling. Der Null-Test schlägt fehl, weil dabei in der Tat das Signal leicht verändert wird, nicht weil die Latenzkompensation aus dem Tritt kommt!
  9. #11 Mike schrieb am 26.11.2013
    Also ich arbeite mit M-Audio & Focusrite Interfaces und dort treten solche Probleme nicht auf. Sowohl in Logic Pro X als auch unter ProTools 9 arbeitet alles samplegenau synchron, egal welche oder wieviele Plugins in einem Kanalzug sind.
  10. #10 Michael schrieb am 25.11.2013
    Schöner Test! Habe das ganze mal bei mir getestet (RME Fireface UFX, Cubase 7 64bit) und bei ALLEN Tests haben sich die Signale gegenseitig komplett "weg-gephased" und aufgenommene Signale lagen immer an der richtigen Sample-Position. Da scheint Steinberg irgendwas ziemlich richtig gemacht zu haben ;-)
  11. #9 Michael schrieb am 25.11.2013
    Endlich wird genau dieses thema aufgedeckt.

    Bei C7 ist mir das schon lange aufgefallen, die verweisen wieder auf den soundkartentreiber. was ich jedoch nicht glaube.
    Den gleichen test hatte ich mit zwei versch Audiointerfaces und fünf
    USB Midi interfaces verschiedener hersteller.
    Ergebnis war dass die alle in etwa gleichmäßig zufrüh unterwegs waren.
    Es könnte demnach auch das Clocksignal zu früh rausgeschickt werden.
    wie exakt ist ein LFO der im sync betrieb ist ? ist der auch immer zu
    früh unterwegs ?

    ideal wär halt wenn man jedem plugin seine latenz manuell korrigieren könnte.
    ich hatte hauch schon das problem dass ein plugin im ausgeschalteten zustand das timing durcheinander brachte. (multib.compC7 zb.)

    Schade daß es das Phänomen nicht auch bei Stempeluhren gibt.
    Später kommen und dafür früher gehen.
  12. #8 Pfau Thomas schrieb am 25.11.2013
    Also die Latenzkompensation müßte man mal auch mit Cubase und Samplitude am PC testen .
  13. #7 Elias57 schrieb am 25.11.2013
    Hi NonEric

    Schön, dass du ebenfalls das "Problem" mit S1 kennst, dass ab und an der Audiotreiber, der zuletzt aktiv war, in S1 nicht immer wieder hergestellt wird. Ich finde das strange und mit Logic X hatte ich das noch nie ;)

    Aber zu den Latenzen, so what, that's liv(f)e!!!!
  14. #6 logicuser schrieb am 25.11.2013
    In Logic kannst Du z.B.
    a) Software Monitoring ausschalten
    b) Low Latency Modus aktivieren
    c) ein echtes Instrument aufnehmen (so live eingespielt eben, wie im echten Leben)

    Dann sollte Dein aufgenommener Track auch korrekt wiedergegeben werden.
    Mit der CPU-Last hat das nun wirklich nichts zu tun ...

    viel spass noch.
  15. #5 Jens schrieb am 25.11.2013
    Danke für die Sendung. Hat das jemand schonmal mit Cockos Reaper gemacht ?
  16. #4 Oink schrieb am 25.11.2013
    @typewriter: Im Handbuch steht, wenn du das Monitoring während der Aufnahme an hast, kann es wohl nicht kompensieren. Vllt. ist das dein Problem. Siehe Handbuch, Suchwort: "Latency". Dort ist auch beschrieben wo du die nachträgliche Aufnahmeverschiebung umstellen kannst. Sprich, wenn die Geräte nicht die korrekte Latenz melden und du es manuell korrigieren musst.
  17. #3 typewriter schrieb am 25.11.2013
    Meinem Verständnis nach hat eine DAW nur die Buffersize zur Berechnung des Latenzausgleichs Zeit. Wenn die Buffersize zu niedrig ist (64 oder kleiner), dann kann das wohl gar nicht mehr funktionieren. Interessant wäre für mich eine Praxistalk zum Latenzausgleich bei Reason. Ich quäle mich seit Wochen damit ab, Audio von VSTis, die in einer DAW parallel zu Reason laufen und aus Reason heraus per Midi RE angesprochen werden, mittels Asio4all oder ähnlichem ohne Versatz in Reason zu routen. Das ist kaum fehlerfrei machbar - trotz entsprechender Latenzausgleichfunktion in Reason.
  18. #2 Tobi schrieb am 25.11.2013
    Manuelle Latenzkompensation in Studio One geht individuell pro Audiospur über den "Delay"/"Verzögern"-Regler im Inspektor - sowohl positive wie auch negative Werte auf Hundertstel Millisekunden sind möglich.

    Für Latenzkompensation durch externe Hardware bietet sich bei S1 das Plugin "Pipeline" an.
  19. #1 stefan schrieb am 25.11.2013
    Eine Anmerkung zu StudioOne, vermutlich entsteht die Latenz beim Umschalten durch eine linearphasige Funktion des Filter...
    Ansonsten sehr schöner Test!
    Auf die Idee mit den Instrumenten wäre ich nicht gekommen!!

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