Ausgefragt

Songwriting für Eisbrecher Benjamin Schwenen

Benjamin Schwenen ist Musikproduzent, Songwriter und Gitarrist in Berlin. Aktuell ist er mit dem Album von Eisbrecher in den deutschen CD Charts die Nummer 1.

Benjamin verrät mir in diesem Interview wie er den Job bei Eisbrecher landen konnte und gibt noch ein paar Infos zu der Arbeit von Musikverlagen preis.

Laßt mich bitte in den Kommentaren wissen, ob euch noch mehr zu Thema Songwriting interessiert und was ihr von Benjamin noch erfahren möchtet.

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05.09.2017 - Ausgefragt

Dein Kommentar

  1. #15 Hajo Jochimsen schrieb vor 1 Woche
    @ Peter
    Der Dieter B. ist alles, aber kein Künstler.
    Einer, der aktuelle Charthits von anderen Produzenten leicht verändert nachbauen lässt und dann als seine eigenen Produkte vermarktet - vor so Jemandem braucht man echt nicht seinen Hut ziehen, jawosammadenn???

    Das Einzige, was man ihm zugutehalten muss: Alles in Deutschland versteuert (soweit man weiss).
  2. #14 Peter schrieb vor 2 Wochen
    Sehr schönes aber auch leider kurzweiliges Video. Vielleicht kann man noch etwas nachlegen bei Gelegenheit?
    (der Benjamin ist ein sehr netter Gesprächspartner)
    Im Video wird aber auch sehr deutlich dass eigentlich nur Teamarbeit die Musiker und Künstler nach vorne bringt. Natürlich gibt es immer mal kleine Solo-Ausnahmen aber wenn man genauer hinschaut dann kann man die an einer Hand abzählen. Im und durch ein Team entstehen Netzwerke und diese sind einfach unverzichtbar wenn man etwas bewegen und vorwärts kommen möchte. Diesbezüglich gibt es eben absolut keinen Raum für irgendwelche Missverständnisse.

    @Wellenstrom
    wenn ich deine Argumentation lese dann kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln, sorry…
    Also „Missgunst und Eifersucht“ ist vielleicht jetzt nicht grad die deutsche Leitkultur und auch keiner wird hier kritische Stimmen zum abwürgen bringen. Und ja, Kritik ist wichtig solang sie ehrlich oder zumindest fair bleibt.
    Und auch ja, den Bohlen braucht man auch nicht zu mögen ;-)
    Was man aber auf keinen Fall leugnen kann sind seine Erfolge!
    Was er geleistet hat, wurde bereits von @Andreas #11 hier gepostet. Natürlich braucht man diesen Musikstil nicht gut zu finden, ihm aber Unfähigkeit vorzuwerfen oder auch von wischi-waschi Musik zu sprechen ist im höchst unseriös und verklärt dazu die Tatsachen.
    Wer so etwas behauptet der glaubt auch tatsächlich, dass die Gold- und Platinscheiben einfach so vom Himmel fallen.
    Schon mal darüber nachgedacht das die Konsumenten für den Goldregen gesorgt haben???
    Ja tatsächlich… es gibt Menschen die finden seine Musik gelegentlich richtig geil!
    Jeder der hier sich abfällig über „erfolgreiche“ Künstler (die tatsächlich eine ganze Armada vorzuweisen haben) würde sich doch nur zu gerne diesen Erfolg für sich selbst wünschen, von daher was soll diese ständige Missgunst?
    Ich sag nur: wem es nicht gefällt… MACHS BESSER und SEI ERFOLGREICHER!!!
  3. #13 Wellenstrom schrieb vor 2 Wochen
    @ andreas

    wenn ich sowas schon lese....
    "Aber Missgunst und Eifersucht gehören ja mittlerweile leider zur der deutschen Leitkultur!"
    so'ne Standardphrase, mit der man eigentlich nur kritische Stimmen abwürgen will.
    Bohlen mag erfolgreich sein, soll er meinetwegen auch.... aber der Kram, den er da produziert (von Songwriting schreiben wir mal lieber nix, dazu schrieb Karsten Bier ja schon was) ist weder originell, war es auch nie, war nicht innovativ und im englischsprachigen Ausland spielten Modern Talking und seine diversen Ableger niemals eine Rolle. Dort amüsiert man sich eher über den Kram. Soviel zum Thema angelsächsische Toleranz, teutonische Missgunst.
    In der aktuellen Sendung wird z.B. auch mal kurz das Thema CAN und Holger Czukay angeschnitten (wegen seines Todes).... da haben wir Musiker von einem ganz anderen Format, denen ich mindestens diesen (finanziellen) Erfolg gewünscht hätte wie einem Dieter Bohlen. Denn Musiker und Bands wie diese stehen für etwas, für Kultur, für Innovation für "Heart and Soul". Und im Gegensatz zu Bohlen und Co. erfahren diese Musiker auch international große Anerkennung.
    Komm mal runter von dieser Neid- und Missgunstphrasendrescherei. Als DEUTSCHER Kultur- und Kunstinteressierter schäme ich für solche Pseudotitanen a la Bohlen und Zimmer. Einfach mal stehen lassen, dass man solche Kommerzonkels und deren Produkte nicht mögen muss.
  4. #12 Karsten Bier schrieb vor 2 Wochen
    @ Andreas
    Beispiel:
    Modern Talking "We take the chance" - also schon die ersten paar Töne erinnern mich doch glatt an ein Lied von Europe :)

    Vor einigen jahren wurde der Dieter übrigens von einigen seiner ehemaligen Mitproduzenten verklagt, weil er selbst musikalisch nicht wirklich viel zum Erfolg von Modern Talking und Co. beigetragen, aber eben am meisten kassiert hatte.

    Bei Youtube einfach mal "Dieter Bohlen - Der Titan des Plagiats" eingeben (Seine Demo-Songs waren wirklich interessant).

    Bohlen ist ein guter Geschäftsmann. Arbeiten lässt er andere.
  5. #11 Andreas schrieb vor 2 Wochen
    @Karsten Bier
    Also ich glaub alle sind sich wohl einig (incl. Bohlen) dass der Dieter kein guter Sänger ist und JA... man braucht ihn auch nicht zu mögen.
    Aber natürlich hatte er mit Modern Talking etwas erreicht was bis heute noch niemand aus der BRD gelungen ist… "Modern Talking" gelang es als einzigem deutschen Act, mit fünf Titeln in Folge auf Platz 1 der Single-Charts zu landen. Der Song "You’re my heart, you’re my soul" verkaufte sich sechs Millionen Mal. Insgesamt wurden mehr als 42 Millionen Tonträger allein von "Modern Talking" verkauft. Für mehr als 100 Millionen verkaufte Tonträger weltweit bekam Bohlen 1994 eine Auszeichnung. Über 1000 Edelmetallauszeichnungen schmücken seine Wände, davon mehr als 200 für "Modern Talking"
    Insgesamt schrieb Bohlen für über 150 verschiedene Interpreten Lieder und darunter viele viele die mit Gold ausgezeichnet wurden. Tja davon können die meisten deutschen Künstler nur träumen.
    Hier die Liste:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Produktionen_von_Dieter_Bohlen
    In Amerika wäre man einfach nur Stolz auf seinen Künstler der soooo vieles bereits mit erfolgen belegt hatte, hier wird Erfolg aber verteufelt…
    Aber Missgunst und Eifersucht gehören ja mittlerweile leider zur der deutschen Leitkultur!
    Übrigens, er arbeitet immer im Team, kannst aber beruhigt sein… er ist durchaus in der Lage auch selbst Noten aufs Papier zu schreiben!
    Hans Zimmer steht auch immer in den Film Credits am ende eines Films doch hinter ihm stehen bis zu 20 komposer die ihm zuarbeiten und genau hier wären wir wieder beim Thema Teamarbeit.

    Bezüglich US Produktionen:
    @ORI$ON TIDE
    Für dich platt gebügelt und stinklangweilig….
    Dafür aber um ein mehrfaches richtig ausproduziert und trotzdem noch transparent.
    Bei den Deutschen Produktionen versucht man immer ganz wenige Instrumente einzusetzen damit es später beim Mix ja nicht zu umfangreich ist und der/die jenige/n bei der Mischung nicht ins schleudern kommen und genau so klingen diese Sachen dann auch wenn sie fertig sind.
    Aber auch was das Künstlerisch-musikalische Arrangement betrifft, da klingen die meisten einheimischen Produktionen (von einigen wenigen abgesehen) gegenüber den US Charts wie unfertige Demos.
  6. #10 mike schrieb vor 2 Wochen
    toll! schön, dass Ihr Benjamin mal ausgefragt habt! Ich hoffe, dass viele davon profitieren können. Interessant mal von einem Kollegen zu hören wie er das so handhabt. Prima!
  7. #9 Karsten Bier schrieb vor 2 Wochen
    Wo wir gerade bei Bohlen waren: "Brother Loui" war einem seiner Produzenten gewidmet (Luis Rodriguez). Dieser produzierte bis in die 90er auch für sein Soloprojekte "Blue System" und beide produzierten für "C. C. Catch". Das ist auch der Grund dafür, warum sich damals schon alles gleich anhörte.
    Fraglich ist nur, ob Bohlen überhaupt mal irgendwas selbst produziert hat.
  8. #8 ORI$ON TIDE schrieb vor 2 Wochen
    @Andreas:
    Bei deiner Aufzähung an Künstlern kommt mir auch das Ko... - aber aus musikalischen Gründen; die Songs und das Genre gefallen mir einfach alle überhaupt nicht!
    Aber produktionstechnisch finde ich die dennoch sogar interessanter als die üblichen amerikanischen Sachen, weil sie oft nicht so komplett platt gebügelt sind...
    Bei Bohlens Mitstreitern von "sehr guten Komposern" zu sprechen ist ja genial ;-) Obwohl sie tatsächlich was sehr gut können: stinklangweiliges, immer gleiches Gedudel immer wieder neu raus bringen!

    Zum Thema Teamarbeit: Das können ja alle machen, wie sie wollen. Ich persönlich würde mir sowohl als Künstler, der sich was schreiben lässt, als auch als "Zulieferer", der sich dafür musikalisch komplett verbiegen muss, blöd vorkommen. Das muss man einfach wollen bzw. aushalten können. Für mich wär's nix. Aber ich will und muss ja auch nicht (mehr) von der Musik leben.
  9. #7 Andreas schrieb vor 2 Wochen
    Danke fürs Video!

    Eisbrecher ist ja jetzt nicht grad eine Vorzeigeband… .
    Das Video hat aber vielen (die es immer noch nicht glauben wollen) gezeigt, dass es nur fast ausschließlich mit Teamarbeit vorwärts gehen kann!
    Wer meint dass er alleine an Songs herumdoktert, der wird niemals erfolg haben. Selbst der im Video genannte Onkel Bohlen arbeitet mit vier sehr guten komposern und Musikern zusammen.
    Ist übrigens in den USA absolut üblich das hinter fast jedem Künstler tatsächlich ein Team an komposern und sehr fähigen engineers steckt. Deshalb aber klingen die Produktionen auch so unglaublich bombastisch.
    Wenn man sich zum vergleich Songs von Silbermond, Tim Bendzko, Cro, Namika, Christina Stürmer(ok Österreicherin) oder gar die Sportfreunde Stiller anhört….. da überkommt einen je das blanke Ko....
    Sorry aber auch das musste jetzt mal gesagt werden.
  10. #6 Marcel schrieb vor 2 Wochen
    Eisbrecher: Gut - es gibt Verbrauchsschlager mit höherem, textlichen Anspruch/Niveau und aufwendigerem Arrangement.
    Doch darum geht es bei erfolgreichen Projekten ja nicht.

    Es muss jeder selbst entscheiden, welchen Wert Musik (zum Beispiel reine Unterhaltungs-/Verbrauchsmusik die natürlich auch ihre Berechtigung beherbergt) für einen hat und ob externes Songwriting für die Authentizität des Musikers/Produktes förderlich ist, wenn das überhaupt noch irgendeiner Relevanz frönen darf.

    Relevante und gehaltvolle Sendung aufgrund des Einblickes in die Industrie. Der Fokus auf wurde verstanden.
  11. #5 Sebastian schrieb vor 2 Wochen
    Hey sehr cool - vielen Dank für die Einblicke. Hat mir sehr weitergeholfen. Fühle mich voll erdrückt alle Aufgaben zu machen als Produzent.
  12. #4 apollo schrieb vor 2 Wochen
    Sehr gerne mehr zum Thema Songwriting. Danke für das Interview, hat sehr gut gefallen !
  13. #3 Peter Herynek schrieb vor 2 Wochen
    Ich finde das Thema sehr cool aber sehr vernachlässigt.
    Bitte mehr davon
  14. #2 carsten plate schrieb vor 2 Wochen
    Top!!!
  15. #1 Wellenstrom schrieb vor 2 Wochen
    Jut, das Thema ist generell in DE stiefmütterlich behandelt, aber sehr interessant. Denn hier erkennt man sehr gut die Maschinerie der Unterhaltungs- und Tonträgerindustrie.

    In den USA stecken in der Regel hinter vielen Weltstars massenhaft Songwriter und Songwriterteams, dort wird massenhaft Songwriting gekauft und unter dem Namen des Interpreten bzw. der Band verbucht und vermarktet.
    Viel Erfolg & alles Gute für den jungen Mann... aber solch eine Verbiegerei wäre es mir nicht wert. Da muss man ja zum Kontorsionisten werden mit der Folge der Rückgratauflösung bis zur Unkenntlichkeit quasi.