PraxisTalk - Tipps und Tricks rund ums "Mixing"
Non Eric
Non Eric arbeitete bei Steinberg mit an Cubase 1.0 ST, war mit SNAP im Studio und ist Gründer des Trance Labels Lunatec.
Was sind die größten Sünden beim Mixing? In welcher Reihenfolge soll ich die Effekte einsetzen? Rund ums Mixing gibt es viele Fragen, wir werden versuchen einige davon zu beantworten.
Einen Aspekt haben wir in unserem ersten PraxisTalk rund ums Mixing ausgeklammert. Deshalb geht es diesmal auch um Automation. Oft ist die Automation z.B. von Vocals vorteilhafter, als z.B. die Stimme mit einem Compressor zu begradigen.
Parallelkompression ist mittlerweile eine viel genutzte Technik. Parallel kann man aber eigentlich alle Effekte einsetzen. Eine zweite Spur erzeugen und dann das Original dazu mischen, bis der Effektanteil stimmt. Das geht sehr gut unter anderem mit Verzerrungseffekten.
Was ist den das Panning Gesetz? In Cubase, Logic und Co. kann man wählen wie sich die Pegel beim verschieben im Panorama ändern oder halt auch nicht. Wenn es wie bei einem analogen Mischpult funktionieren soll, ist die Einstellung -3db zu wählen.
Florian Gypser > Audio-Workshop ist Geschäftsführer & Dozent und hat mit Kristaps die > Tutorial DVD " Mixing Praxis" produziert.
Jonas Shira > Hofa-College ist Ton-Engineer, Produzent und Dozent bei HOFA.
Kristaps Grasis > producerservice.de ist Musikproduzent & Studiomusiker .
Tom Ammermann > mo-vision ist Studiobesitzer in Hamburg und hat gerade sein den Spatial Designer für Headphone Surround 3 D auch als VST Plugin veröffentlicht.
Download > medium (~ 480MB) > small iPhone, iPad (~ 420MB) > audio only (~ 65MB)
zum Abspielen > VLC oder > Quicktime Player kostenlos herunterladen.










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Ich wollte meinen ursprünglichen Kommentar wiederhaben, in dem ich der Hoffnung Ausdruck gegeben habe, dass das nie funktionierende Live-Video-Format zugunsten der Konzentration auf Inhalte wieder abgeschafft wird!
Da kam es mir in der anfänglichen Einarbeitung so vor, als funktioniere das gesamtheitliche Verschieben von Automationen nach oben oder unten (um die Lautstärke zu verringern/erhöhen) nicht. Ich fand jedenfalls an der Bedienung auf diesem Weg keinen Gefallen (auch wenn ich inzwischen glaube, dass es sehr wohl gehen würde) und habe mich von da an mit dem anderen Workflow angefreundet. Für mich funktioniert das so wie vorher geschildert einfach sehr gut, jedem anderen lasse ich die Entscheidung natürlich offen ;)
Warum die Spur automationsfrei lassen, damit man sie noch lauter bzw. leiser machen kann? Ich weiß ja nicht welchen Sequenzer du benuzt, aber z.B. in Cubase kann man einfach die Automationspunkte anwählen, und im Verhältnis lauter oder leiser machen. Geht doch aber eigentlich in jeder DAW...
Dass Tom nicht weiß, was Parallelkompression ist, hat mich auch ein bisschen geschockt. Das ist doch eigentlich eine Standardtechnik, die jeder Anfänger schon einmal ausprobiert haben sollte!
Was viele Anfänger auch falsch machen, ist, dass sie mit dem ersten Kanal (meistens Kickdrum)anfangen, und die anderen Instrumente nach der Reihe nach dazu mischen und bearbeiten. (Profis mit viel Erfahrung können das natürlich so machen) Man bearbeitet nämlich viele Instrumente bei dieser Methode viel zu stark, da sie im Solomodus nicht Fett genug klingen, dann aber im Gesamtmix andere Instrumente "verdecken". Ich persönlich mache mir immer zuerst einen Rough-Mix, und wenn ein Instrument da nicht richtig durchkommt, bearbeite ich es so, dass es im Kontext gut klingt. Hört während der Mix-Phase euren Mix am besten immer mal wieder unbearbeitet an - oft werdet ihr merken das z.B. die Stimme unbearbeitet garnicht von den anderen Instrumenten verdeckt wird - weil das "untergehen" der Stimme nur daher rührt, das andere Instrumente davor viel zu stark bearbeitet wurden.
Also hier ein ultimativer Tipp:
Wenn ein Signal untergeht (meistens ja die Stimme), erstmal probieren, andere Instrumente mit dem EQ abzusenken - bevor vor man das "untergehende" mit EQ und Kompressor "hochpusht". So klingt der Mix meistens viel natürlicher!
Ich hätte auch gerne von euch noch etwas zum Thema "Sidechain" erfahren. Mir hilft es sehr oft, wenn ich auf die E-Gitarren einen Sidechain-Compressor, getriggert von den Vocals, lege. Dann kommen nämlich die Gitarren in den Gesangspausen schön zur Geltung, und man kann sich eine Automation sparen.
Sehr kurzweilige und interessante Sendung - auch wenn die Internetprobleme von den Audio-Workshop-Jungs etwas genervt haben. Von den beiden hätte ich nämlich gerne mehr erfahren ;-)
Gruß,
Eric
Das Mischen bereits beim Arrangieren, wie Tom das beschreibt, machen sehr viele Produzenten. Alleine weil die Art- und Weise des Mischens auch den Sound beeinflusst. Genau wie Automation, das gehört irgendwie zum Arrangieren dazu. Alleine schon weil verschiedene Automationen ja auch direkt den Klang beeinflussen können (Filterfahrten, Pan, Parameter Automation von Synth etc).
Subgruppen finde ich auch sehr wichtig. Da stimme ich zu 100% mit dem Jonas überein. Anstatt 20 Kompressoren auf unterschiedlichen Tracks, lieber Gruppieren und dann einen Kompressor auf die Subgruppe. Klingt viel besser und erleichtert zudem das Mischen auch oder gerade wenn Einzelspuren Lautstärkeautomation haben.
New York Compression.. eigentlich ein alter Hut gerade für Drums. Viele Plug-ins können das ja bereits intern (z.B. the Glue). Ansonsten geht es auch recht einfach über Sends.
Auch die Sache mit EQ absenken anstatt anheben. Sehr sinnvoll! Breitbandig.. auch ein guter Tipp und gerade hier kommen dann die typischen EQs wie Pultec Clones/Neve Clones auch recht gut zum Einsatz. Weil die sind per Design ja eher für breitbandiges EQen ausgelegt.
Oder Phasenlinear wenn man z.B. 2 Bässe layert und cuttet ist ein guter Tipp. Tools wie von Fabfilter (Pro Q) oder DMGAudio (EQuality/EQuick) sind da ziemlich gut und auch noch bezahlbar.
ich fand es spannend und auch unterhaltsam. Ich hab bisher nur gute Erfahrung in Berlin mit Just Music gemacht in Wilmersdorf aber auch in der Kulturbrauerei.
Gruß Tom