PraxisTalk

PraxisTalk: Mikrofone, Mikrofone 3

Unser Praxistalk "Mikrofone, Mikrofone - Teil 3" beschäftigt sich mit den wesentlichen Grundlagen sowie einigen Praxistipps.

Soweit schon mal:

Gucken welches Budget zur Verfügung steht, Hören welches Mikrofon einem gefällt, vor allem wenn es nah am Instrument / am Mund eingesetzt werden soll, und sich erst an dritter Stelle mit den technischen Daten beschäftigen!

Thomas Wendt > skating dog macht Kommunikation für die Musikbranche und ist Singer/Songwriter.

Fabian Freitag >HOFA-Studios Audio-Engineer.

Download >medium >small >audio only

19.03.2015 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #8 Andrew Levine schrieb am 24.03.2015
    Hallo Robert,

    erst mal vielen Dank für die sehr ausführlichen Anmerkungen!

    > Was ich schade finde das beim Thema "EQ und Mikrofon"
    > das Thema Druckstaueffekt bei Druckempfängern erwähnt wurde

    Stimmt! Danke :-)

    > Des weiteren wird auch oft gefragt "warum nehme ich nicht
    > ein 100% lineares mic für aufnahmen (referenzmikrofon)? "

    Ich mache das :-)

    > Viele vergessen eine hohe Regel beim Mikrofonieren...
    > "DAS MIKROFON IST DEIN ERSTER EQ"
    > Warum tiefe Frequenzen bis unter 20hz Aufnehmern, wenn die Menschliche
    > stimme ihre Grundfrequenz bei ca 150hz hat ?

    Ich persönlich nehme nicht nur Stimme auf ;-)

    Angesehen davon, aus Wikipedia:

    "Der Frequenzbereich der menschlichen Stimme mit den Obertönen beträgt etwa 80 Hz bis 12 kHz." [http://de.wikipedia.org/wiki/Menschliche_Stimme]

    > Ein Diffusfeldentzerrtes(*) Mikrofon KANN wunder
    > für eine vocal bewirken weil es den Sound nach vorne bringt ?

    Was willst Du damit sagen? "Die Diffusfeldentzerrung ist eine akustische Linearisierung des Frequenzgangs für ein Druckmikrofon, das sich im diffusen Schallfeld […] befindet." [http://de.wikipedia.org/wiki/Diffusfeldentzerrung]

    Ein Sm57 hat keinen linearen Frequenzgang aber mit einem MD421 am Amp
    ist das die absoluter klassischer Rock Sound...

    > Wenn man nur lineare Mikrofone verwenden würde
    > hat man im Nachhinein viel mehr Arbeit mit dem EQ

    …aber man kann an allen Schrauben drehen :-)

    > Übrigens mehr davon ... Kein Plugin ist so gut wie
    > die Theorie und dein Gehör

    Sicher :-)

    Viele Grüße,

    Andrew
  2. #7 Andrew Levine schrieb am 24.03.2015
    Hallo Stefan,

    > Leider wurde auch bei der dritten Folge ein sehr dünnes Brett gebohrt.

    Kann sein, hoffe ich natürlich nicht.

    > Erst einmal: Es gibt kein Mikrofon für Klavier, Gitarre etc.

    Genau das haben wir mehrmals gesagt. Erst hören, dann schreiben ;-)

    > Es gibt ja auch keinen Löffel für Erbsensuppe.

    Es gibt aber Eierlöffel, Suppenlöffel, langspielige Löffel für Cocktailgläser,… ;-)

    > So gesehen ist ein möglichst neutrales universelles Mikrofon
    > die beste Anschaffung, denn man braucht nur ein Mikrofon.

    Ach ja? Schon mal was von Stereo gehört? ;-)

    Unabhängig davon, zu einem neutralen Mikrofon haben wir oft geraten. Bitte noch mal anhören, dann erscheint das Brett vielleicht nicht mehr ganz so dünne.

    Viele Grüße,

    Andrew

    P.S.: Die Kett wurde auch mehrmals angesprochen, aber natürlich würde sich da eine ausführlichere Sendung lohnen.
  3. #6 Andrew Levine schrieb am 24.03.2015
    Hallo Manfred,

    > Ein paar Mikrofontypen haben es leider immer noch nicht
    > in das Thema geschafft. Da wäre das Grenzflächenmikrofon,
    > der Kunstkopf und vielleicht auch Kontaktmikrofone zu nennen.

    Piezos wurden nur am Rande erwähnt. Stimmt, Pickups könnten wir auch mal unter die Lupe nehmen, aber ich persönlich kenne mich da nicht gut aus.

    Die Grenzfläche ist wie eine Halbkugel, aber ja, über die sollten wir sprechen.

    Ebenso wie über den Kunstkopf. Ich bin definitiv kein Freund davon, nehme eher eine Jecklin-Scheibe, aber er wird schon öfter mal erwähnt.

    Holen wir nach :-)

    > Das Richtrohr muss nicht immer färben.

    das haben wir so nicht gesagt, aber es ist schwierig so etwas zu bauen, dass es für Musikaufnahmen funktioniert.

    Viele Grüße,

    Andrew
  4. #5 Andy Franke schrieb am 24.03.2015
    Tolle Sendung,
    sehr Informativ und nach meiner Meinung mit sehr kompetenten Moderatoren! Warum gefallen mir eigentlich die Sendungen ohne Nicht Erich immer am besten? Geht das eigentlich nur mir so?
  5. #4 Manfred Dawn schrieb am 20.03.2015
    Ein paar Mikrofontypen haben es leider immer noch nicht in das Thema geschafft. Da wäre das Grenzflächenmikrofon, der Kunstkopf und vielleicht auch Kontaktmikrofone zu nennen. Das Richtrohr muss nicht immer färben. Es kommt sehr auf die Wertigkeit des Mikrofons, der genauen Ausrichtung und Pegelung an.
    Wer nun gar nicht weiss was er kaufen soll, sollte vielleicht mit dem »Rundum-Sorglos-Paket«, dem ZOOM H6 beginnen. Hier hat Er/Sie gleich zwei sehr gute Stereomikrofone mit einem darauf abgestimmten Recorder dabei. Dazu kann man noch andere Kapseln kaufen oder jedes andere Mikrofon daran anschliessen. Preislich geht das Paket sehr in Ordnung.
  6. #3 Stefan Schneider schrieb am 20.03.2015
    Leider wurde auch bei der dritten Folge ein sehr dünnes Brett gebohrt. Erst einmal: Es gibt kein Mikrofon für Klavier, Gitarre etc. . Es gibt ja auch keinen Löffel für Erbsensuppe. Das bestätigte mir auch ein AKG Techniker mit Verweis auf die Marketingabteilung, die diese Labels vergibt. Die Werbung deutet darauf hin, das ein Mikrofon was »nur für … « ist einen Herstellungsmangel hat! So gesehen ist ein möglichst neutrales universelles Mikrofon die beste Anschaffung, denn man braucht nur ein Mikrofon. Deshalb lohnt sich auch ein Schoeps. Da hört man jeden Euro. Aber es hilft nichts, wenn die Kette: Kabel, Mikrofonverstärker etc. und Einstellung der Geräte, Aufstellung/Abstand nicht stimmt. Bei einem 80 Euro Vorverstärker braucht es auch kein Schoeps. Das sollte man beim Kauf auch im Auge behalten. Es wäre schön in einer der nächsten Folgen dieser Kette mal etwas Raum zu geben. Für die »Leute da draußen« wären Empfehlungen für eine Aufnahmekette im Studio & Mobil, LowEnd, Mittel, HighEnd bestimmt hilfreich, Mehr davon!
  7. #2 arressdeeeff schrieb am 20.03.2015
    Gute Sendung, gute Gäste, weiter so!

    Gute Besserung an noneric!
  8. #1 Robert Jentzsch schrieb am 19.03.2015
    Gleich zum Anfang...
    Ich finde es sehr gut das hier auch mal in die Tiefe gegangen wird...
    Hier draußen sitzen genug Leute die auch mal über den Tellerrand
    schauen wollen und einige die mal drüber schauen sollten...
    vieles wird auch falsch gemacht, weil Background fehlt...

    Ergänzend für die Leute dies wissen wollen...
    Was ich schade finde das beim Thema "EQ und Mikrofon"
    das Thema Druckstaueffekt bei Druckempfängern erwähnt wurde

    Der Druckstaueffekt entsteht durch die reflexionen an der Kapsel
    Bei einem 2,5cm Membran Durchmesser (großmebran-mic) ergibt dieser eine Anhebung bei ca 7Khz ( Hz hab ich jetzt nicht 100% im Kopf) .... und hier kann man wirklich EQ`en mit dem Mic.
    In dem man das Mic leicht eindreht und die Fläche auf der man einspricht reduziert (beziehungsweise auch den Reflextionswinkel beinflusst)

    Auch zur Ergänzung:
    Vielleicht für die besser Verständnis für die Richtcharakteristiken
    Was man gut heraushören konnte war, das es grundsätzlich eigentlich
    nur 2 Richtcharakteristiken gibt

    1.Die Kugel =Reiner Druckempfämger = Reagiert auf Schalldruck
    Und (was Jetzt nicht so direkt durch kam)

    2.Die Acht = Reiner Druckgradientenempfänger = REAGIERT AUF DRUCKUNTERSCHIEDE

    Bespricht man eine acht von vorne ist der Druck vorne an der Kapsel= Max
    und dahinter = Min (Theoretisch) .... das bedeutet = Maximal Pegel

    Bespricht man eine reine Acht von der Seite liegt Vorne und Hinten an der Kapsel der selbe "Druck" an Kein Unterschied = Kein Pegel

    Alle anderen Richtcharakteristiken Bilden sich nun aus diesen beiden..
    also aus der Acht und der Kugel. Das heißt Niere,Hyperniere,Breite Niere sind Nur Mischformen aus reiner Acht und Kugel

    Berechent wird das (das ist jetzt für die dies wissen wollen):

    A+B*cos(gamma)

    A = Anteil der Kugel (wert zwischen 0 und 1)
    B = Anteil der Acht (wert zwischen 0 und 1)
    und für Gamma den winkel von 0° bis 360°

    Das Ganze in eine Exel tabelle und in ein Polardiagramm
    und man lernt sehr viel darüber (das mal nebenbei)



    Des weiteren wird auch oft gefragt "warum nehme ich nicht ein 100% lineares mic für aufnahmen (referenzmikrofon)? "

    Viele vergessen eine hohe Regel beim Mikrofonieren...
    "DAS MIKROFON IST DEIN ERSTER EQ"

    Warum tiefe Frequenzen bis unter 20hz Aufnehmern, wenn die Menschliche
    stimme ihre Grundfrequenz bei ca 150hz hat ?

    Ein Diffusfeldentzerrtes(*) Mikrofon KANN wunder für eine vocal
    bewirken weil es den Sound nach vorne bringt ?

    Ein Sm57 hat keinen linearen Frequenzgang aber mit einem MD421 am Amp
    ist das die absoluter klassischer Rock Sound...

    Ich würde bevorzugen mit vielen unterschiedlichen Mikrofonen zu arbeiten
    weil ich damit den Klang beeinflusse (vorausgesetzt man kennt die stärken und schwächen). Wenn man nur lineare Mikrofone verwenden würde hat man im Nachhinein viel mehr Arbeit mit dem EQ (es gab ja auch aufnahmen die 100% U87 waren.. stell ich mir einfach ungeeignet vor....


    Das Soll es erst einmal sein zum Thema...

    Übrigens mehr davon ... Kein Plugin ist so gut wie die Theorie
    und dein Gehör


    Grüße Kiv

Weitere Videos