PraxisTalk

PraxisTalk: Mastering Teil 3 - die schlimmsten Fehler

Mit dem Mastering bekommt ein Mix den letzten Schliff. Man kann kleinere Mischfehler beheben und die Lautheit erhöhen. Mittlerweile gibt es eine Menge Tools mit denen man seine Tracks am Ende noch aufpeppen kann.

Aber man kann auch viel kaputt machen. Oft wird vom Mastering einfach zuviel erwartet. Jeder Mix hat ein Limit, geht man mit der Lautheit noch weiter hoch, leidet die Soundqualität.

Es entstehen Verzerrungen und andere Artefakte. Insgesamt wird dann der Mix zwar laut aber auch flach und "anstrengend".

Besonders die Bässe werden schnell zu einem Problem, da sie viel Energie verbrauchen.

Wer seine eigenen Tracks mastert, kann natürlich noch ne Menge im Mix herausholen. 

Fehler sollten immer erst in der Produktion, bei der Mischung, behoben werden und nicht erst mit, eventuell drastischen Maßnahmen, beim Mastering.

Andreas Balaskas > masterlab.de mastert in Berlin von Aggro bis Rosenberg.

Jan Ohlhorst > finemastering ist Mastering-Engineer und Moderator im Recording.de Forum.

Jochen Weyer >HOFA-Studios Senior Audio-Engineer.

Andrew Levine > Blumlein-Records macht mobile Recordings in Stereo und Surround.

Download >medium >small >audio only

09.10.2014 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #13 Robert Jentzsch schrieb am 14.03.2015
    Hi wollt auch mal was los werden weil es leider
    ein Standard Gespräch ist wo mir ein paar Fakten fehlen


    Zum Thema Lautheit...

    Lautheit ist nicht nur eine Sache der Kompression. Auch
    Das Frequenzspektrum spielt ein große Rolle. Wir Haben im
    unseren Ohren ein Organ Namens Cochlea (Hörschnecke)und darin ist die Basilarmembran. Auf dieser Membran liegen Härchen. Je nach Frequenz
    werden unterschiedliche Bereiche angeregt. Am Eingang der Schnecke
    werden Hohe Frequenzen angeregt und Am ende die Tiefsten...

    Wenn ein Breites Frequenzspektrum spielt und alle Bereiche auf der Basilarmembran anregt wirkt der Sound Lauter ohne auch nur ein Millimeter
    Pegel zu verändern .. Kann man auch ganz leicht selber testen : Sinus über den Syntesizer spielen und dann auf Saw (Sägezahn) umschalten... wärend sich der Pegel nicht ändert ... ändert sich die lautheit

    Ein Exciter ist/kann also kein Fehler in der Masteringkette...ob man ihn Objektiv hört oder nur subjektiv zumischt ..der Lautheit wird es gut
    tun

    Zum Thema Limiter

    Ich denke da Ist der Kontext etwas verschwommen und wurde nicht geklärt.
    Ein Kompressor Ist ein Limiter und ein Limiter ist ein Kompressor.

    Man Spricht nur von einem Limiter, letzten Endes macht er in erster Linie auch nur das Signal leiser, genau wie ein Kompressor...ist das selbe Gerät

    man Spricht von einem Limiter ab einer Ratio(*) von
    12:1. ab diesem wert spricht man von einem Limiter

    Was Andrew hier Angesprochen hat ist ein Limiter in seiner
    Schutzfunktion. Diesen Speziellen Fall nennt man Brickwall-Limiter
    Hier könnt ihr einen Ganz normalen Kompressor nehmen mit einer Ratio von
    Unendlich:1 = der Größtmögliche Ratio-Wert, 0ms Attack ,Release auf 200ms, und den Arbeitspunkt (Thereshold) auf -0,3dB ... Gut ist auch eine "Lookahead"-Funktion hat (**) ... somit Kommt nix durch.. Halt eine Steinwand (Brickwall) gegen die das Audiomaterial fährt...
    also es ist eine reine Einstellungssache

    (*)Ratio = das Verhältnis zwischen Ein- und Ausgangspegel über dem Thersehold (Arebitspunkt)
    (**) Lookahead-Funktion = "über den Kopf schauen"= der am Eingang liegende Pegel wird Verzögert, analysiert und dann Komprimiert ... das erzeugt zwar eine Latenz (Verzögerung)lässt den Kompressor aber sicherer arbeiten und lässt "lahme Kompressoren" vorausschauend "denken"...

    Zum Mastern an Sich...

    Ich finde das einer der wichtigsten Sätze die mich geprägt haben Folgender war (ob Mix oder Master):

    "Finde Das besondere Element und betone es"

    Beim Mastering geht es meiner Meinung auch darum Charakter zu schaffen/zu betonen. Durch die Obertöne eines Rohrenkompressors zum Beispiel. Oder Beim Stem Master eine Analogsummierung Durchzuziehen ... aber das sind tatsächlich Dinge wo etwas Headroom ein Sound-plus bedeutet... Weil mancher VCA oder Kompressor erst seinen Sound bei gewisser Verstärkung entfaltet ..selbiges gilt für Röhren.


    Grüße Kiv







  2. #12 Timo schrieb am 07.11.2014
    Ich ertappe mich immer wieder, dass ich häufig alte Musik über lange Zeit hören kann. Limitermusik nervt mich schon nach kurzer Zeit.
  3. #11 Jürgen schrieb am 15.10.2014
    Hab den HOFA IQ-Limiter eben auf EINZEL(!!!)-Instrumente getestet und bin unfassbar begeistert wie super er unterschiedlich Noten-Lautstärken auf Wunsch regelbar GLEICHLAUT bekommt,sodass diese im Mix endlich nicht mehr versacken. Und die Transienten lässt er dabei tatsächlich sauber. Das schafft nicht mal der Konkurrent MV2 von Waves. Der L2 ist in dieser Disziplin sowieso NOCH schlechter.
    Einfach grandios was die HOFA-Jungs in dieser Disziplin geschafft haben. Das ist aktuell einzigartig. Ich könnt die echt knutschen :D Sowas hab ich schon immer gesucht. Denn sämtliche anderen Limiter und Compressoren haben hier definitiv versagt !!

    Wie der HOFA allerdings auf der Summe klingt hab ich noch nicht getestet. Hoffe das werden Non Eric und die Stammtisch-Mastering-Leute demnächst machen.
  4. #10 Andy Franke schrieb am 15.10.2014
    Vielleicht interessant zum Thema Loudness Normalisation und welche Plattformen es schon nutzten:

    http://www.youtube.com/watch?v=vbWSguRaibU&feature=youtu.be&t=50s
  5. #9 Perfectionist schrieb am 14.10.2014
    Bin schon Mega auf euren HOFA IQ-Limiter TEST gespannt !!!!
  6. #8 Tim schrieb am 12.10.2014
    Bei EBU R128 nicht nach Luvs, sondern LU oder LUFS gemischt. LU = Loudness Units, LUFs = Loudness Units Full Scale.
  7. #7 Alex 28 schrieb am 12.10.2014
    Was soll denn beim Mastern immer das gerede vom Lautmachen.

    Bereits bei der ersten Sendung mit Andreas, fragt Non Eric was denn Mastern eigendlich ist?

    Andreas antwortet sinngemäß:"Beim Master versucht man den Mix auf ein nächst höheres klangliches Level zu heben."

    Kein Wort von Laut machen oder so. Lediglich, da Non Eric eine Elektronische Musikproduktion mitbrachte, der Hinweis darauf, da es eventuell in einem Club gespielt werden soll, laut hörbar sein muss. Also eher im sinne von erträglich bei hohen Abspiellautstärken.
  8. #6 Rene schrieb am 11.10.2014
    Hallo,
    ich finde das H Balaskas genau den Punkt getroffen hat, Lautheit bedeutet nicht das
    eine Produktion die bis an die Grenzen gemischt wird auch gut klingt das Gegenteil ist der Fall. Es wird viel
    zu wenig in der heutigen Zeit dynamisch gemischt. Das höre ich auch immer wenn mein Sohn mir
    seine Lieblingsmusik vorspielt das klingt sowas von nur laut und 0 Dynamik da klingeln bei mir die
    Ohren so ist dann die ganze Produktion. Davon muss man wieder weg!
    Es gibt natürlich auch eine ganze Reihe von sehr gut aufgenommener Musik woran man sich orientieren
    könnte meist im Jazz-Rock Soul Funk Blues Swing Klassik die machen doch vor wies geht. Da wird nicht tot gemischt.

    Zu den öffentlich rechtlichen Radios werden die Optimods von Toning. eingestellt die nennen das
    Klangdesign damit zb. 1Live einen anderen Charakter bekommt wie WDR2 usw..
    In der Fernsehwelt wurde auch umgedacht und wir mischen nach Luvs.
    Die lautheitsnormierte Tonaussteuerung nach EBU-R128 ist Bestandteil der neuen Technischen Richtlinien zur Herstellung von Fernsehproduktionen für ARD, ZDF und ORF und hat ab 01. Januar 2012 Gültigkeit.

    Zusammenfassend :

    Stark komprimierte Musik klingt im Vergleich zu „ordentlich“ dynamisch produzierter Musik deutlich schlechter – besonders nach der Lautheitsanpassung.

    Dynamik ist ein elementares Gestaltungsmerkmal.
    Durch übermäßige Kompression wird dieses Merkmal eliminiert, man verzichtet damit auf einen wesentlichen Faktor zur Erreichung von Klangqualität.
    Lautheitsnormalisierung ermöglicht sehr dynamische Tonmischungen, die klanglich stark komprimierten Material überlegen sind .

    Make more music

    Gruß
    Rene



  9. #5 Müller schrieb am 10.10.2014
    Lasst doch mal Leute ausreden...oder überhaupt zu Wort kommen? An zig (möglicherweise interessanten) Stellen werden Leute durch Zwischenkommentaren abgewürgt und Gesprächsfaden abgebrochen...bissi konfus. Vielleicht nicht gleichzeitig mit vier Leuten quatschen, sondern weniger Leute einladen und auf mehrere Videos verteilen...?
  10. #4 JeZe schrieb am 10.10.2014
    Tolle Runde mit kompetenten Gästen. Sachlich gab's leider nicht viel neues, was aber nicht an den Gästen, sondern eher an der Themenstellung liegt. "die 10 größten Fehler beim Mastering" bekommt jeder beim zweiten Posting genannt, wenn er in einem Forum eine entsprechende Frage stellt.

    Ich denke wenn man von der anderen Seite an diese Themen herangehen würde, wäre die Ausbeute größer: jeder Teilnehmer könnte die drei besten "Tricks" vorstellen, die ihm in seinem Alltag bei bestimmten Problemstellungen weiterhelfen (es muss nicht alles immer generell sein - der Zuseher versteht das! ;)).

    Nicht falsch verstehen: die Sendung ist ja ein Stammtisch und mir gefällt es auch zuzuhören, wenn eine solche Runde einfach frei diskutiert. Das hebt euch z.B. von Pensado's Place ab, wo sich die Leute nur gegenseitig die Worte in den Mund legen und weswegen mir das auch zu langweilig geworden ist. Ist also nur als Vorschlag zu verstehen.

    Der Stammtisch heute hat aber durch NonErics Interventionen auf einer zweiten Ebene etwas wichtiges transportiert: nämlich warum es selbst mit besten Argumenten so aussichtslos ist, diese Welt vom Loudness-War zu befreien. ;)

    Insofern: ich freue mich auf nächste Woche. :)
  11. #3 Horselover Fat schrieb am 10.10.2014
    @ Andreas Balaskas: Mich würde wirklich sehr Deine Meinung zum Dynamic Spectrum Mapper von Paul Frindle interessieren. Kann man den vielleicht mal näher vorstellen? Mir scheint, das Tool hat einen besonderen Ansatz, aber ich würde es gern genauer wissen.
    Danke
  12. #2 PeterPesl schrieb am 10.10.2014
    lasst doch mal NE sein wie er ist, ich finde ihn durchaus unterhaltend, außerdem hat er sich hinsichtlich des immer wieder erwähnten "dazwischenplappern" doch geändert. weiter so, NE
  13. #1 Stefan schrieb am 09.10.2014
    Gute Folge. Aber die wirklich spannenden Infos übergeht Noneric total unkommentiert und wiederholt immer nur, was er sowieso schon von Anfang an denkt. Ich fänd es schön, wenn er ein bisschen offener wäre.

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