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PraxisTalk: Ist der iPad Hype schon vorbei?

Erst wenige Jahre auf dem Markt und schon sind die Verkäufe wieder stark rückläufig. Auch die anderen Tablets müßen Einbußen hinnehmen. Was bedeutet das für das Musik machen mit dem iPad?

Mit vielen Erwartungen bin ich an das iPad als Musikinstrument, Synthesizer oder Sequenzer herangegangen. Aber jetzt fehlen immer noch wichtige Apps und Funktionen.

Das größte Problem mit dem iPad als Music Production System ist die fehlende Integration bei der Arbeit mit mehreren Apps. Obwohl es mit AudioBus und Interapp Audio eigentlich Lösungen dafür gibt.

Sind vielleicht die zu erwartenden Umsätze mit den preiswerten Apps für die Industrie anbetracht der kleinen Zielgruppe zu geringfügig?

Alles Fragen die wir in unserer Runde beantworten werden.

Kai Schwirzke ist Fachautor u.a. für das CT Magazin.

Thomas Wendt > ictw.de macht Kommunikation für die Musikbranche und ist Singer/Songwriter.

Holger Schnabel > Compusound ist Musiker und EDV Spezialist für schwierige Fälle.

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19.02.2015 - Produzenten

Dein Kommentar

  1. #11 Christoph schrieb am 22.02.2015
    Also ich sehe das sehr Ähnlich wie der NonEric, mein größtes Problem ist der Datenaustausch zwischen iPad und Computer(Studio-DAW). Da ich sensible Kundenproduktionen für Werbejingles übertragen möchte, kommt für mich keine iCloud in Frage. Auch sonstige Cloud Dienste sind da absolut Tabu.
    Mittlerweile habe ich es ganz aufgegeben musikalische Ideen auf dem iPad zu erstellen.
    Natürlich geht alles irgendwie mit Umwegen, doch letztendlich sind es nur irgendwelche Krücken die einem die Zeit rauben und die Zeit ist für mich im Alltag echt kostbar.
  2. #10 Stefan schrieb am 22.02.2015
    Wieso wird von euch eigentlich Cubasis so gelobt. Das Programm ist für mich einfach nur ein Witz. Als ich mir mein iPad mini 2 geholt, war das erste Musik App GarageBand. Hatte wirklich viel mehr erwartet, vor allem da ich die Mac Version kenne. Apple beschränkt das Programm vermutlich bewusst, damit Leute sich andere iOS DAWs kaufen, denn an jedem Cubasis verdient Apple eine Menge. Ich hatte es mir auch gekauft, bei einem Preis von 50 Euro und dem Namen Steinberg, hatte ich wirklich eine anständige iPad DAW erwartet. Aber ich hab nichtmal eine richtig funktionieren Spielzeug-DAW erhalten. Hab ebbend mal die neuste Version installiert, trotzdem noch immer fehlerhaft. Mdi Noten werden teils falsch abgespielt, gefreezt dann wieder Richtig. Oder auch Umgekehrt. Mixdown teils nicht mehr im Timing. Ich frage mich ob NonEric oder Kai, Cubasis mal ernsthaft benutzt haben. Demnächst kommt Auria Pro raus, dann hat Cubasis bei mir ausgedient.

    Ich finde obwohl ios7/8 ein schlechtes Betriebssystem ist, liegt die schlechte Benutzung hauptsächlich an den Programmierern. Zum Beispiel "Open In" sollte jedes Programm besitzen. Ich finde es einfach lächerlich wenn ich mir selbst E-Mails zuschicken muss, um Dateien von einem App zum nächsten zu kopieren. Oder im schlimmsten Fall, Datei in den iTunes Ordner packe, an den Computer gehen muss, um sie dann ins nächste App zu schieben.

    Entwickler könnten es wie Sugar Bytes machen. Kauft man Turnado oder WOW2 stehen sie automatisch als Plugin in Auria zu Verfügung, und könnten mehrfach gleichzeitig verwendet werden. Apps wie iSEM, NLog, iMini von denen es eine VST Version gibt, könnten es auch so machen. So das Besitzer von einen dieser Apps, es anschliessend auch in Auria Pro zu Verfügung haben, wenn Auria Pro erscheinen ist. So hat man nicht die Probleme von IAA oder Audiobus.

    @Housierer Mit Audiobus und Apollo RR kann man sein iPad Instrument als AU in die DAW einbringen, leider starke Latenz und Aussetzer, weswegen es aktuell nicht zu gebrauchen ist. Oder man sendet das Audio Signal per Air Play an den Mac und benutzt Soundflower um es in die DAW zu bekommen.
  3. #9 Unisono schrieb am 21.02.2015
    Hype vorbei? Gabs einen? Mein iPad Air möchte ich nicht mehr weggeben, aber ich habe es auch nie als vollwertige Alternative wahrgenommen. Jammern und kritisieren, die Welt in Schwarz/Weiß einteilen kann jeder, aber ich kann nur die Bereicherung darin sehen und brauche erstmal nichts neues.
    Nur das mit der iMPC und einigen anderen Apps zeigt deutlich, wie sehr der Unterschied zwischen Beschi.. und Innovation sein kann. Eine echte "Übertragung" der MPC gibt es meiner Meinung nach zb leider noch immer nicht. So ein simples OS mit seinen paar Funktionen konnte nicht 1 zu 1 übertragen werden, warum nur?
    Oft wird auf dem iOS Sektor scheinbar für den großen Markt getestet, ich soll den Hamster im Laufrad machen, der immer schön alles kauft und ausprobiert. Gut, dass hier ab und an was getestet wird!
    Ansonsten fand ich Non Eric mit Schaum vor dem Mund wieder in Hochform-gooody!
  4. #8 Frank Arnold schrieb am 21.02.2015
    Anscheinend ist dieser angebliche Hype an mir vorbeigelaufen ;) Ich kenne auch keinen der ernsthaft mit einem iPad Musik macht. Selten sieht man Leute die es als Controller benutzen, das war es aber auch schon gewesen.
    Ich denke auch das zunehmend ein etwas grösseres Smartphone einem Tablet vorgezogen wird wenn es um die typischen Anwendungen geht (mal was suchen, Nachrichten lesen, E-Mails etc).

    Tablets sind auch nie wirklich für solche Einsatzzwecke wie Musikproduktion konzipiert worden und nur weil es irgendwie mit Hängen und Würgen geht, bedeutet das ja noch lange nicht das es die beste Lösung ist.
    Wer wirklich eine vollwertige Lösung in diesem Bereich sucht, wird am Microsoft Surface nicht vorbeikommen. Das Konzept war hier von Anfang an (abgesehen vom RT) auf einen vollwertigen Laptop-Ersatz ausgelegt. Wenn man so will kann man auch sagen das es eigentlich ein Laptop ist der sich aber auch wie ein Tablet bedienen lässt.
    Man ist natürlich dann auch wieder recht nahe am Laptop und da kann man dann auch gleich ein Macbook nehmen was eigentlich sowieso fürs mobile Musik machen die beste Lösung ist (wenn man beim Mac bleiben will).

    Ansonsten ist es mit den technischen Gadgets ja immer so eine Sache. Irgendwann ist der Markt einfach gesättigt. Fast jeder hat so ein Teil, entweder er nutzt es oder es hat sich als Fehlkauf erwiesen und bleibt dann in der Ecke liegen.
    Momentan sind die etwas grösseren Smartphones angesagt und wer weiss.. vielleicht sind in 2 Jahren Weareables das grosse Ding.
    Und natürlich sind Desktop Rechner seit Tablets am aussterben, zumindest laut Markforscher ;) Oder liegt es vielleicht auch nur daran das sowieso jeder schon einen hat und die Dinger einfach heute leicht mal 4 Jahre halten weil es solche großen Sprünge in Sachen Rechenleistung oder sonstiger Innovationen nicht mehr gibt.

    Frank

    Web: http://4damind.com | Soundcloud: http://soundcloud.com/52degree
  5. #7 Michael schrieb am 20.02.2015
    Hallo,

    Ich muss Kai da zustimmen (so ab Spielzeit 19:53)

    meiner Meinung nach werden beim aktuellen Thema Äpfel mit Birnen verglichen. Wenn ich mir, eine kleines, schickes Auto kaufe, in das theoretisch 5 Leute passen, am Anfang damit etwas in der Gegend rumkurve oder mal übers Wochenende mit meinen Freunden weg fahre ist alles schön. Wenn ich später aber dann einen Taxibetrieb oder gar Busbetrieb damit machen will - geht das doch auch schief?!?

  6. #6 JeZe schrieb am 20.02.2015
    @bemtec: natürlich gibt es Docks für ‘s iPad, aber ich denke das war nicht gemeint. Ein Dock ist schön um das iPad in die Studioumgebung zu integrieren, führt aber sein Vorzüge ad absurdum, da es aus einem mobilen Device ein stationäres macht. Richtig iPad-Like könnte man mit einem iPad dann Msuik machen, wenn man Bluetooth-Kopfhörer und Bluetooth-Keyboard kabellos mit erträglicher Latenz spielen könnte. Dahin kommen wir ja vielleicht noch, aber im Moment ist es bei mir einfach so, dass ich mein Studio mit DAW und Outboard-Gear in 20 30 Sekunden in betrieb genommen habe, das iPad aber 5 Minuten verkabeln muss.

    Richtig ist, dass alles geht, aber eben nicht alles gut. Allerdings denke ich, dass Apple schon zeigt, wie das iPad im Musikbereich richttig benutzt wird, nämlich anhand der neuen Logic X Remote. Man hat die DAW auf seinem Rechner laufen und kann Instrumente, Effekte oder andere Objekte mit dem iPad steuern und da durchaus auch Dinge machen, die mit der Maus nicht gehen. Sowas würde ich mir für Cubase auch wünschen. Zwar gibt es da die icPro, aber das ist im prinzip nur eine ausgelagerte Transport-Sektion.



  7. #5 bemtec schrieb am 20.02.2015
    Also ich bin ja auch der Meinung, dass die DAW auf dem PC oder MAC immer praktischer zu bedienen sein wird als auf einem Tablet, aber was da in der Sendung teilweise behauptet wurde ist leider ein wenig Haarsträubend.

    - Noten einzeichnen statt spielen geht schon lange Herr Wendt, bei einem ganzen Haufen von Apps.
    - Die Latenz von Synth Apps auf dem iPad ist sehr spielbar!
    - Man müsse das iPad an den Computer anstecken zum backupen? Ich habe doch ein wunderbares Backup in der iCloud. Daten transfer ist teilweise auch schon ganz ok gelöst mit anderen Cloud Diensten
    - Und NonEric, guck Dir mal Evernote an, da kannst Du doch wunderbar Shownotes editieren und so weiter. Bilder einbinden, Dateien austauschen, links kopieren und einfügen...
    - Nein Herr Wendt, es gibt schon ein paar Interfaces, die auch laden! Focusrite iTrack Dock zum Beispiel, oder die ganzen iConnectivity dinger...

    Danke an Kai! Zum Glück hast Du die Vergleiche gebracht und deutlich Dein Fachwissen gezeigt!

    Ich bitte die Teilnehmer einer solchen Diskussion, sich mit zwei oder drei guten Apps ernsthaft zu beschäftigen. Ich hatte beim Anschauen der Sendung das Gefühl, dass da ernsthafte Lücken bestehen!?
  8. #4 JeZe schrieb am 19.02.2015
    Lieber NonEric - BeatHawk ist Deiner Kritik schon lange nachgekommen: beim aktuellen BeatHawak-Update sind die Latenzen zwischen 64 und 2048 Samples einstellbar und auf einem iPad Air läuft es bei 256 Samples ohne Probleme. :)
  9. #3 André (aus Basel) schrieb am 19.02.2015
    Das Argument von Kai stimmt zwar, dass die Programmierer die Down-Kompatibilität zu den vorherigen Generationen berücksichtigen wollen, doch dabei vergisst man, dass Apple ja auch Musiksoftware entwickelt. Weshalb tut es Apple nicht und zeigt was mit den Geräten möglich ist und pusht so den Hardware-Verkauf. Bietet zwar Meckerpotential doch auf eine Visionäre Art.

    Apple(bzw. Steve Jobs)hat sich mit dieser Engstirnigkeit, dass das Tablet eine eigene Geräteklasse sein soll selbst in die Ecke gedrückt. Mich erstaunt es, dass viele Menschen diese Engstirnigkeit einfach aufgesogen und für sinnvoll halten, verstehe ich nicht.

    Wenn mir eine Mouse am iPad was bringt soll es doch möglich werden. Weshalb den User bevormunden.

    Man ruht sich auf der Tatsache aus, dass die Windows-Welt im Dauerschlaf nicht voran kommt.

    Mal ehrlich, wenn die Hardware eine Leistung des Apple Mac Book Air erreicht verstehe ich nicht weshalb das eine Geräteklasse für sich sein soll.

    Ein Laptop ist dann doch nur eine Hardware-Dock mit Tastatur und Anschlüssen dran !!!!!!

    Es gibt nur einen Grund für diese Philosophie-Engstirnigkeit. Man möchte auch noch Laptops verkaufen neben den iPads. Sprich man kauft sich 2x leistungsfähige Hardware obwohl es einmal reichen würde.

    Würde somit heissen : Das iPad ist bewusst "kastriert" damit es noch eine Legitimation gibt einen Laptop zu kaufen.

    Ist doch ein Klacks das iPad in eine Dock zu stecken wenn man ins Büro kommt um dann mit dem Monitor und Tastatur und Mouse genauso arbeiten zu können wie mit dem Laptop. Auch für unterwegs gibts doch Bluetooth-Tastaturen und wer halt im Bus mit dem Gerät auf den Beinen tippen will gäbe es gewiss einfach eine physikalische vorrichtung zu entwickeln die das ermöglichen.

    Der Gewinn für Apple ist der einzige, dass si die einzigen OS-Hersteller sind die sich zumindestens im Ansatz mühe geben um für den Bereich Musikmachen gewisse Grundvoraussetzungen zu schaffen.

    Aber vielleicht ist im Moment einfach nur Flaute und der Schub kommt erst noch.
  10. #2 Marko schrieb am 19.02.2015

    1. Der Rückgang der Verkäufe liegt meines Erachtens an der Sättigung des Marktes. Volldeppen die sich um Datenschatz keine Gedanken machen haben eins und die intelligenten werden sich keines kaufen. Den Anteil an Musiker die ein iPad fürs Musizieren benutzen stufe ich als extrem gering ein.

    2. Dieses ständige „die 5€ für Schrott Software tun nicht weh“ nervt mich gewaltig. Solche Äußerungen kommen meistens von Leuten die einem armen Bettler auf der Straße keinen Euro gönnen. Mein würgreiz steigt aber ins unermesslich, wenn ich mir vorstelle das ein Arbeitsfauler Programmierer 10.000 x Müll verkauft und dann 50.000 € - „30% für Apple“ verdient.

    3. Bzgl. Qualität/Pflege der Software im Vergleich zu Windows Software, besteht ein riesiger Unterschied. Ein Windows Programm muss nicht mit einer 30 %igen Abgabe des Verkaufserlöses an Microsoft abgehandelt werden. Für eine im Appstore gekaufte App zahlt der Hersteller aber diese 30% vom Verkaufserlös an Apple. Somit sehe ich da eindeutig eine Pflicht bei Apple zur Qualitätssicherung und eines Käuferschutzes. Mitgehangen, mitgefangen!

    4. Ging es nur mir so, dass dieses rein quatschen diesmal extrem genervt hat??? Und dann ständig beim Kai, dessen gesagtes für mich einen hohen Wert hat!
  11. #1 Housierer schrieb am 19.02.2015
    Ich finde es viel besser, wenn man mit dem iPad nicht das Laptop ersetzen möchte, sondern es als sinnvolle und vor allem produktive Ergänzung nutzt. Aber selbst hierbei stößt man ja schnell an Hürden, die einem den Spass dann wieder vermiesen. Warum muss ich mir teure zusatzhardware kaufen, um einen iPad Synth VST like in meine DAW einzubauen (iConnect z.B.). Air Play kann man für, alles mögliche nutzen, midi over Bluetooth, alles super, nur nicht in Kombination mit dem Macbook. Hier verspielt Apple ein lange geltendes alleinstellungsmerkmal, das man nur auf dem iPad Musik machen kann. So wie Android gas gibt, werden die es eines Tages besser machen wenn Apple weiter so pennt. Warum kann ich mir meine Logic Projekte (ich nutze zwar Cubase, aber Apple könnte es ja vormachen) nicht in einer Art SkizzenVersion auf mein iPad ziehen um diese mobil zu bearbeiten, und hinterher per wlan auf die DAW zu synchonisieren? Warum muss ich hier wieder Geld ausgeben, und trotzdem mit halbgaren Insellösungen leben?
    Benutzt bei Apple keiner mehr ein iPad? War Steve der einzige der seine Geräte benutzt hat, und Anweisungen gab die Schwachstellen zu beseitigen? Schade, ich bin wie Tom auch über meinen iPod Touch von Apple angefixt, und hatte lange Jahre Spass an den technischen Innovationen und neuen Möglichkeiten. Aber im Moment stehen wir auf der Stelle, es entwickelt sich nicht wirklich weiter, man bekommt nur den x-ten Hardware Controller für 10 weitere Apps die man auch wieder nicht richtig nutzen kann.
    Fazit: für mich wäre es schon eine Revolution wenn man die iPad Instrumente via AU und gerne auch VST OHNE zusatzhardware am Mackbook/Pc nutzen könnte.

    Viele Grüße,

    Housierer

    I make music ;-)

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