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PraxisTalk - Gitarre aufnehmen - Was ist Reamping?

Reamping ermöglicht es auch nach der Aufnahme den Gitarrensound zu verändern.

Ein "cleanes" Signal wird dabei nachträglich in ein Plugin oder einen richtigen Amp geschickt. Damit lassen sich unter anderem auch noch der Verzerrungsgrad nachträglich ändern.

Bei der Aufnahme kann das cleane Gitarrensignal direkt über einen Hi-Z Eingang am Interface in der DAW aufgenommen werden. Will man gleichzeitg aber auch einen richtigen Amp antreiben, ist ein Splitter notwendig.

Das aufgenomme Signal kann nicht direkt in einen Röhrenamp geleitet werden. Mit einer DI Box muß die Impedanz und er Pegel angepasst werden.

Aber ist gibt auch einige Nachteile. Das Spielgefühl ist dann nur noch indirekt, den Amp kann man so dann nicht mehr "spielen". Dynamik und Spielnuancen werden egalisiert.

Klaus Scheuermann > 4ohm ist Mix-Engineer u.a. für Emil Bulls und Caliban.

Denis Ward > hofa-studios ist Audio-Engineer, Produzent und Tutor im Hofa-College.

Hagü Schmitz > Xound ist Chefredakteur und Musikproduzent.

Tom Wendt > tom.wendt ist Singer/songwriter und Propagandist für Propellerheads, Celemony und Kemper Digital.

Download: > medium (~ 480MB) > small iPhone, iPad (~ 420MB) > audio only (~ 65MB)

zum Abspielen > VLC oder > Quicktime Player kostenlos herunterladen.

14.06.2012 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #12 MichaelP schrieb am 17.06.2012
    Wenn ich einen Hammer nehme um damit einen Nagel in die Wand zu schlagen und statt des Nagels meinen Daumen treffe, ist dann der Hammer ein schlechtes Werkzeug, das nur von sich selbst überschätzenden Leuten benutzt wird, oder liegt es vielleicht an meiner eigenen Dummheit?

    Genauso verhält es sich mit Timingkorrekturen oder dem Re-Amping. :)

    Und zu den seltsamen Hirngespinsten, Re-Amping wäre so ein Homerecorder Ding das die Industrie forciert.
    Re-Amping wurde schon zu Bandmaschinen Zeiten in großen Studios praktiziert. Natürlich kaum in kleinen Studios mit 16 oder 24 Spur Bandmaschinen. Das liegt einfach an der zu geringen Spurenzahl, die dank moderner Computer Recordingsysteme praktisch keine Rolle mehr spielt.
    Auch wurde schon damals beim Recording wochenlang mit Sound herumexperimentiert. So haben Metallica, damals noch mit Flemming Rasmussen als Produzent, ihre Amps mit mehreren Mikrofonen abgenommen und diese in unterschiedlichen Abständen aufgestellt, um mit den resultierenden Phasenverschiebungen an ihrem Sound zu experimentieren. Zu hören auf dem "Master of Puppest" Album bzw wurde das später auch bei ihren Live Auftritten so praktiziert.

    Ja auch Timingkorrekturen hat man schon auf Bandmaschinen praktiziert, bis hin zum Sampling! Nur dass damals der Begriff Sampling (Schnipseln) wörtlich zu verstehen war und mit Schere und Klebstoff Bandmaterial zerschnitten wurde, auf ein anderes Band kopiert, ausgeschnitten, wieder eingeklebt und wieder kopiert wurde. Copy und Paste gab es also auch schon damals. Manch Könner seines Faches hat damit zum Beispiel quasi Pattern basierte Drumloops gebastelt (zu hören auf manch alten Funk&Soul Scheiben), oder Geräte wie Echolete und Tape Delay sind entstanden. Ja sogar Sample basierte Keyboards gabs damals schon, halt eben mit Tonbändern oder Schall-Platten mit Tonspuren drauf, die mittels Lichtsensor ausgelesen wurden.

    Fast alles von dem wir heute auf dem Rechner profitieren, sei es Re-Amping, Sampling, Copy&Paste usw, hat es bereits in gewisser Form schon früher gegeben. Noch lange vor dem Computerbasierten Recording.
    Warum der eine oder andere jetzt länger braucht, lass ich an dieser Stelle mal offen.

    Was diese Unentschlossenheit angeht, die hier einige festgestellt haben möchten, so muss ich sagen, dass mir das bisher noch nie untergekommen ist.
    Ich mache zwar erst seit 12,5 Jahren Recording, aber zu mir ist bis dato noch niemand gekommen, ohne konkrete Vorstellungen davon zu haben, wie die Aufnahmen später klingen sollen. Vom lokalen Männerchor, der mit Referenz CDs ankam, angefangen, bis hin zu Leuten die mit Fragen wie "Hey ich mag diesen Neve Compressor (33609j) von der UAD her so sehr, hast du davon zufällig das Hardware Teil hier?" "ja, die discrete Version " " oh, super". Im Gegenteil. Die Klangvorstellungen einiger Bands sind schon sehr konkret.

    Es war auch noch nie EIN Gitarrist hier, der nicht mindestens seinen Amp samt Effektkette mitgebracht hätte, oder der gar so dumm gewesen wäre und so was gesagt hätte wie "könntest du das Riff mal mit nem Blues Sound spielen lassen? und jetzt nen Scooped Deahtmetal Sound? Oder doch lieber mal Crunch?"

    Auch würde es mich sehr stark wundern, wenn sich solche Dinge beim Profi Produzenten abspielen würden. Aber da wäre ich schon wieder beim Hammer und dem Daumen...

  2. #11 Tom schrieb am 17.06.2012
    Hallo Non Eric,
    Es gibt auch Leute die mit Freude euren Stammtisch zb. Untewegs im Auto hören.
    Deswegen fragt da einer ganz freundlich wo denn das Audioooooooo only bleibt.
    Vielen Dank wenn du noch vor dem nächsten Stammtisch Audio only möglich machst.
    Musotalkgrüße von Tom
  3. #10 Eric schrieb am 16.06.2012
    @Mario
    Ich bin da ganz deiner Meinung - obwohl ja jeder selbst bestimmen sollte, welche Musik er hört, bzw. produziert. Und jeder kann ja selbst bestimmen wie er seine Musik produziert. Meine Arbeitsweise ist es eben, den Song erst aufzunehmen wenn er schon zu 100% geschrieben ist, und auch "unplugged" gut klingt. Den Computer benutze ich quasi als Bandmaschiene und Mischpult - ganz altmodisch halt ;-) Ich will eben einen vorhandenen Song aufnehmen, und nicht an einer Idee Wochenlang am Computer rumfrickeln. So habe ich auch schon eine Vorstellung wie der Song am Ende klingen wird. Am wichtigsten finde ich aber immer noch das Ergebniss: Man braucht aber nicht Tonnenweise Plugins um das hinzukriegen. Viele produktionen aus den 80ern gefallen mir persönlich viel besser als die meisten von heute - und man hatte als Effekte oft nur einen Compressor, einen EQ und einen Hall. Manchmal wurde ein Synthsound sogar noch von einem Keyboarder von Hand gespielt. Heute lagert man oft viel zu viele Sounds übereinander, und versucht dann das alles im Mix noch "geradezubügeln" - was halt nicht immer klappt. Ich bin auch deiner Meinung, das viele heutige Produktionen einfach nur tot klingen - das liegt meistens daran das alles (auch Audioaufnahmen) 100% quantisiert wird. Das ist aber alles Geschmachssache. Es gibt genug Leute, denen das gefällt - und die sollte man auch lassen. Das hat auch nichts mit dem Alter zu tun. Ich bin übrigens noch nicht mal 18, und stehe aber hauptsächlich auf "ältere" Musik.

    Gruß - Eric
  4. #9 aLf schrieb am 16.06.2012
    Bitte, Audio only!
  5. #8 stefan schrieb am 16.06.2012
    Mario -
    das ist wohl so ziemlich der beste Kommentar den ich hier gelesen habe!

    Gut auf den Punkt gebracht!

  6. #7 Elias57 schrieb am 15.06.2012
    Aaaalso.

    Alles was im nachhinnnein verändert wird, ist Schrott. Es sollte aus meiner Sicht (bin erst 39 Jahre und 10 Monate dabei). Die Jungs und Mädels an den Instrumenten sind bei der Aufnahme gefordert, was will, was kann ich. Eiinmal in meinem Producerleben habe ich per Pro Tools das Timining korrigiert und mir war hinterher schlecht!

    Nicht umsonst haben Foo Fighters in einer Garage ihren Kram unmodified aufgenommen. Der ganze Entscheidungsmist, was soll das?! Live muss ich ohnehin die Hosen runterlassen!

    Leider sind auch die Zeiten vorbei, in den der angesprochene Jon Lord (Let's turn on the beast) oder Roger Glover mit einem Glanz in den Augen die einzelnen Spuren von Machine Head gesoloet hat, vorbei. Entweder ich habe den Sound oder ich habe ihn nicht. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Der Gitsoud von Purple war immer "schlecht" (ausser der Live-Scheibe Made In Japan), aber deswegen ReAmping?!?!??

    Gibt euch das nicht zu denken? Ach so, während eines Mixings, wurde ich gefragt, ob ich nicht auch ein wenig Musik aus den 70ern während der Pausen einspielen könnte. Klar, Child In Time 1970 (eben Made In Japan) war mit dabei und was soll ich sagen? Kids im Alter von 15-18 Jahren sind auf mich zugekommen, was das "geiles" war...

    Nochmals. WOZU reamping??!?!?!? Jungs, ihr überschätzt euch!!!!!!
  7. #6 Arthur schrieb am 15.06.2012
    @Mario

    Finde ich einen guten Beitrag, der zu Denken gibt!

    Meines Erachtens ist ja auch diese Schlacht an Samples und Sample Libraries ein echter Beitrag zur seelenlosen Musik. Viel zu schnell greift man da zur gekauften Super-Kick, statt sich z.B. mal selbst eine zu bauen. Rein technisch mag das Endergebnis sehr gut sein (u.a. kein Clipping, perfekte Frequenz-Abtrennungen, fetter Sound, harmonischer Klang und was nicht noch alles), da natürlich die Herausgeber dieser Hilfsmittel i.d.R. auch professionelle Ergebnisse bereitstellen, nur kreative und einzigartige Elemente sucht man im finalen Song dann vergeblich.

    Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass Sample Libraries und Preset-Schleudern verwerflich sind! Als Inspirationsquelle, zu Lernzwecken und bei einem Einsatz in Maßen spricht bestimmt nichts dagegen, aber je professioneller man Musik macht, desto mehr Eigenleistung sollte meines Erachtens auch in der Musikproduktion stecken und da bin ich doch teilweise etwas enttäuscht, wie großzügig sich viele Künstler bei Sample Libraries und Synthesizer Presets etc. bedienen (genrebedingte Massenverwerter von Samples etc. sind hierbei nicht angesprochen!).
    Natürlich klingen dann so viele Songs gleich (ist ja oft sogar gewollt, wenn man die ganzen Forenbeiträge à la "Ich möchte so klingen wie David Guetta..." liest) und insbesondere als Kenner stellt sich die Frage, welche Leistung denn da dem Künstler gegenüber eigentlich noch zu honorieren ist? Dass zu dem vorgefertigten Drum-Beat, den vorgefertigten Upliftern dann noch ein Synthesizer mit Preset-Sound eigenhändig eingespielt wurde?

    Fazit: Von einem professionellen Musiker, unabhängig welchen Genres, sollte schon die Entwicklung eines eigenen Signature-Sounds zu erwarten sein.

    Gut und wenn wir zum zweiten unleidigen Thema des "Sich-möglichst-viele-Optionen-offen-haltens" kommen, würde mich mal interessieren, ob diese Arbeitsweise denn unter Profis überhaupt so eine Rolle spielt. Mein Eindruck war ja eher immer, dass dies ein Phänomen der Hobby-Musiker und Amateure ist, die sich unsicher sind und daher alle Entscheidungen aufschieben möchten.
    Da stellt sich bei mir auch die Frage, ob eine (bestimmt nicht die einzige) Ursache dafür auch sein könnte, dass von den Musikproduktions-Equipment vertreibenden Firmen natürlich auch zunehmend versucht wird, die Käufergruppe zu erweitern und dadurch Personen ins Musikproduktions-Boot geholt werden, denen doch im Kern das Interesse am Entwickeln eigener Kreationen fehlt (Thema "Ich möchte so klingen wie David Guetta" oder siehe auch die vielen Loop-Libraries). Speziell denke ich da z.B. auch an die DJing-Ecke, die zunehmend für eigene Musikproduktion begeistert werden soll...

    So, und jetzt reicht es auch mit dem Text. Vielleicht liest ja mal jemand drüber^^
  8. #5 Sven schrieb am 15.06.2012
    Hallöle,

    wenn es wirklich so ist wie beschrieben, dann ist Musik belanglos, oder eher die Musiker? Was sind denn das für Musiker und Produzenten, die bis zum Schluss nicht wissen, wohin die Reise Soundmäßig gehen soll? Haben die keine Insperation, Fantasie? Hören die keine Musik mehr? Kann man nicht mehr Sagen, so eine Mischung von Sound we Led Zepp und Cannabal Corps wär geil? Und dann sagt man, he Klausemann, mach du mal....? Da fast letzte Gleid in der Kette? Der Engineer, der Diesnleitser schlecht hin, soll plötzlich kreativ werden. Warum macht er dann nicth auch gleich Interviews und singt den Gesang nochmal ein? Was ist denn das für eine Philosophie? Warum soll man dann überhaupt noch spielen?

    Ich mach mir jedenfalls wahnsinnig viel Gedanken um Sounds, Arrangements, Groove, Beat etc....wenn es da jemand wagen solte etwas zu reampen, oder auzutauschen, dem würde ich....Klausemann soll mir den Sound dann VEREDELN, aber nicht verändern ! Ich gebe die Richtung vor und Klausemann muss es TO THE MAX bringen, Die Bässe müssen brummen und die Höhen wie kristal klingen, dass ist sein Job. Verändern ist Sache der Band oder des Produzenten, wenn die was auf sich halten, ansonsten sind dass Seelenlose Musiker, die Noten vom Papier spielen und sich zu viel Gedanken um Moden etc. machen....Die wollen Geld drucken, aber haben keine Seele, denen ist alles Egal......................
  9. #4 Michael P schrieb am 15.06.2012
    Lieber Herr Mario.

    Prinzipiell gebe ich ihnen in einigen Punkten mit ihren Ausführungen recht. Allerdings haben sie meiner Meinung nach ein paar kleine Details übersehen.

    Zum einen, wenn sie schreiben sie würden nunmehr seit 40 Jahren Musik machen, beträgt ihr Alter grob geschätzt um die 48 Jahre.
    Somit sind sie, genauso wenig wie ich im übrigen, keines falls die Zielgruppe der Musikindustrie.
    Darüber hinaus wird sich auch ihr persönlicher Musikgeschmack im Laufe der Jahre etwas gewandelt haben.
    Deshalb nun Musik von Heute als schlechter, seelenloser zu bezeichnen, oder ihr den künstlerischen Gehalt abzusprechen, ist sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Und was der Betrachter darin sieht, bestimmt der Zeitgeist.

    In diesem Zusammenhang empfehle ich dringend nochmals eine musikalische Reise quer durch die 70er und 80er Jahre. :)
    Sie werden dabei auf mindestens ebensoviel "Schrott" stoßen, wie in der heutigen Zeit.

    Natürlich wird zum einen heute wesentlich mehr Produziert als früher. Diesen Eindruck hat man zumindest dank moderner Medien wie Internet. Ich überlege gerade, wie ich früher auf neue Musiktitel aufmerksam geworden bin. Da war EIN Radio-Sender und ein Platten-Katalog, den wir im Gymnasium alle zwei oder drei Monate per Post zugesannt bekommen haben. Ob ich also Anfang der 80er voll informiert war, über was gerade Produziert wurde? Nie und nimmer! :)
    Heute kann man dem ja kaum Ausweichen.

    Weiters ist es doch völlig logisch, dass früher weit schneller gearbeitet wurde als heute. Das hat nicht nur den Grund der weitaus größeren (technischen,klanglichen) Möglichkeiten die man heute zur Verfügung hat,sondern auch das liebe Geld spielt hier eine wichtige Rolle. Waren früher Tonstudios noch sehr gefragt und teuer, so unterbieten sich gerade die Mittelklasse Studios teilweise mit Dumpingpreisen, nur um ausgebucht zu sein.
    Auch hat sich das Musikgeschäft hier in einiger Hinsicht geändert. Hier werden teilweise Summen investiert, die es so früher vermutlich nicht gegeben hätte.

    Auch vergeht die Zeit mit dem Alter viel schneller, als noch in der Jugend. Vielleicht ist das auch eine Erklärung. Zumindest in meinem Fall könnte dem so sein. :)

    Zum Thema Download wurde hier schon viel diskutiert. Auch ich habe hier schon oft meinen Senf zu diesem Thema abgegeben. Ob das nun mit der Qualität zu tun hat? Vielleicht. Aber wie ich weiter Oben schon geschrieben habe, hat sich unser Informations-Angebot um ein X-faches gesteigert in den letzten paar Jahren.
    Ob wir nun mit iPad3 auf dem Topf sitzen oder im Büro, wir haben überall heute Zugriff auf Film, Musik und was es sonst noch an Daten gibt. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass so viel Musik heruntergeladen wird. Musik wohl gemerkt, die sonst auch nicht gekauft werden würde. Denn das Geld sitzt knapp bei Vielen, gerade aber auch bei der Zielgruppe der MI. Und da das Angebot jetzt geschätzt 1 Million mal höher ist, als noch in ihrer oder meiner Jugendzeit (in der ja auch bereits fleissig kopiert wurde. Stichwort High-Speed Dubbing), das Geld aber nicht 1 Million mal mehr in den Taschen der Leute vorhanden ist, entsteht zumindest für's Auge ein gewisser Verlust. Den man aber dank erpresserischer, verbrecherischer Abmahnwelle ja scheinbar locker wieder hereinholt. Immerhin beeinflußt ja die Industrie die Politiker die wir wählen (oder auch nicht wählen). :)

    Zum Thema Re-Amping:

    Für mich ist dies eigentlich kein diskussionswürdiges Thema, sondern eine Option die es gibt, die man nutzen kann/sollte. Punkt. Die im Video angesprochenen Nachteile sehe ich nicht.
    Das von Tom Wendt angesprochene dynamische Spiel ist natürlich auch über Re-Amping möglich. Nur wird man hier nicht einfach die DI Spur dazu benutzen, um 25 mal die Amps zu tauschen. Gerade bei solchen Geschichten bleibst du ja bei DEM Sound. Die DI Spur nutzt man dann entweder für kleine Nachbearbeitungen oder um die Spur mit DEM Sound nachträglich noch mehr anzudicken.
    Auch was die Splitter-zerstört-das-Signal Geschichte angeht, bin ich da geteilter Meinung. Schließlich sind die klanglichen Änderungen, die durch Temperatur auf die Bauteile eines Amps und dessen Trafo, Röhren und Widerstände wirken, ein hundertfaches höher. Vorausgesetzt, man benutzt nicht unbedingt die 5€ DI-Splitter Combo vom Händler seines Vertrauens. :)
  10. #3 Thomas schrieb am 15.06.2012
    Hallo,
    erstmal Danke, dass Ihr meine Frage hier im Video berücksichtigt habt, nur ist es so, dass Ihr das falsch aufgefasst habt. Ich habe am Ausgang sehrwohl eine Reampingbox (die Radial) um hier mit vernünftigen Pegel in den Amp zu gehen! Ich splitte das Git-Signal quasi im Fireface und hole den Pegel am Ausgang mit der Reampbox wieder auf und spare mir so eben die DI-Box (und muss mir so auch keine Gedanken machen, ob die DI-Box auch gut genug ist ;-)). Hagü ist hier eben davon ausgegangen, dass ich direkt vom Ausgang in den Amp gehe.
    Vielleicht kannst du dem so nochmal nachgehen, wenn´s leicht geht? Wäre dir sehr dankbar! Bis dahin, lg Thomas
  11. #2 moss schrieb am 15.06.2012
    Keine MP3 Datei?
  12. #1 Mario schrieb am 14.06.2012
    Hi!
    Nachdem ja sicher alle das wieder soo geil und positiv finden werden, laßt mich doch bitte ein etwas kritischeres Statement dazu abgeben!

    Vorausgeschickt möchte ich anmerken : Ich bin Gitarrist und Sound Engineer.

    Eines der größten Probleme unserer Zeit ist, daß sich kein Mensch mehr traut, Entscheidungen zu treffen! Alles wird offen gelassen und nachher gemacht…übrigens nicht nur beim Gitarren-Tracking !
    Umso paradoxer als daß ja immer weniger Zeit zur Verfügung steht und gleichzeitig gerade durch diese "Super-Technik" die ganze Arbeit beträchtlich verlängert wird!
    Ich mache seit 40 Jahren Musik, und kann euch versichern, daß man unterm Strich, vor der Computer-Ära, mit einer Produktion viel früher fertig wurde! Und sie hatte künstlerisch eindeutig mehr Inhalte!
    Jeder wußte genau was er wollte, welchen Sound z.B. die Gitarre haben sollte: Nämlich "seinen" ganz persönlichen! - Heute: Wiedererkennungswert? Fehlanzeige!
    Auch das ist ein Grund dafür warum, zusätzlich zur "Copy & Paste Philosophie", der größte Teil der Musik heutzutage seelenlos geworden ist!
    Und dann wundert man sich, daß sich der Verkauf dieser sogenannten Kunst, so schwierig geworden ist?
    Seien wir doch ehrlich: Nicht das Downloaden ist das Problem! Die Musik selbst ist es!
    Sie ist einfach zu nichtssagend geworden!

    Nichtsdestotrotz kann Reamping eine kreative Ergänzung sein!
    Aber eben nur eine Ergänzung, und nicht das Gerüst auf welchem alles steht.
    Das bricht dann ohne Plug-In auch ganz schnell wieder zusammen!

    Musikmachen ohne Musiker zu sein. Das ist in der Tat ein Problem!

    Für viele Menschen sicher nicht … aber für die Musik!

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