PraxisTalk

PraxisTalk - Drum Programming

Ein programmierter Drum Track klingt immer etwas steril und künstlisch, besonders wenn es um Rock Drums geht. Wie man trotzdem zu einem authentisch klingenden Drum Groove kommt klären wir in unserem PraxisTalk.

Wir diskutieren welche Klippen es beim Programmieren von Schlagzeug Spuren zum umschiffen gilt. 

Worauf muß man besonders achten, wenn man zu einem bereits bestehenden Track eine Drum Spur kreieren will.

Noch bis zum 30. November läuft noch das > Drum & Remix Challenge des Mikrofonherstellers Sennheiser.

Für diese Sendung habe ich auch einen Track programmiert, den ich mit meinen Gästen diskutieren werde.

Ihr könnt euch den kostenlosen Drum Player > DrumMica und alle Files auf der Sennheiser Seite runterladen, inkl. Song Datenen des Titels " Don´t wanna be your fool" für die wichtigsten Audio-Programme.

Meinen Beitrag und die der anderen Teilnehmer am Wettbewerb gibt es auf > Soundcloud.  Bitte meinen Track nicht voten, er läuft ausser Konkurrenz.

Thomas Wendt > ictw.de macht Kommunikation für die Musikbranche und ist Singer/Songwriter.

Martin Werner > Gold Sound Music ist Drummer, Produzent und Sound Designer

Download >medium >small >audio only

21.11.2014 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #9 marc schrieb am 27.11.2014
    So wie Ollie es beschreibt habe ich es auch empfunden.
    Es sollte doch um digitale Drumprogrammierung gehen und alles was am Ende heraus kam war die Erkenntnis, dass man die Drums besser von einem Drummer einspielen lässt.
    Leider habe ich aber keinen Drummer oder Drumset bzw. Raum und Mikrofone zur Verfügung und möchte auch, dass das Editieren der Drumspuren ein Teil meines Homerecordings bleibt.
    Im Netz findet man auch nicht gerade viel Informationen zu diesem Thema obwohl man öfter liest, dass man im Studio auch auf einen Drummer verzichten kann und das editieren natürlicher Drumtracks gängige Praxis wäre.
    Auch ich finde es nervig dafür viel Zeit investieren zu müssen, doch wenn dabei aber am Ende eine gute Drumspur herausspringt, kann ich mich auch drei Tage damit beschäftigen.
    Die ersten brauchbaren Informationen wie man so etwas angeht habe ich übrigens bei Mixing-Tutorials gefunden.
    Hier wird übrigens auch ein Drumsampler angeboten, der für meine Anwendungen wesentlich schneller zum Ziel führt als ähnliche Anwendungen die wesentlich teurer angeboten werden.
    Vor allem wird in dem Tutorial ganz gut erklärt, wie man zum Instrumentaltrack einfache Drums editiert die auch wirklich den Groove des Tracks unterstützen.
    Mittlerweile ist dieses MT Powerdrumkit 2 wohl auch kostenlos erhältlich.

    Interessant fand ich die Aussage, dass man bei modernen Produktionen eine offene HH bzw. den Refrain auch gerne mal 8tel auf den Crashbecken durchspielen lässt.
    So etwas kann man schnell mal ausprobieren bzw. umsetzen. Danke für den Tipp!
    Insgesamt hätte ich mir aber noch mehr Tipps und Tricks gewünscht um eigene Produktionen mit editierten Drumspuren natürlicher, druckvoller, tighter und moderner klingen zu lassen.
    Gruß
    Marc
  2. #8 OlliP schrieb am 27.11.2014
    Hi,

    nach all der Lobhudelei erlaube ich mir mal ein wenig Kritik, damit das hier nicht zu einseitig wird.

    Fangen wir einmal mit der Anfangsthese an: "...Ein programmierter Drum Track klingt immer etwas steril und künstlisch,..."

    Erstens, dass hat überhaupt nichts mit Programmieren zu tun, sondern es get um das EDITIEREN einer Mididatei.

    Zweiten, die Herausforderung bei per Midi editierten Drums besteht ja gerade darin, dass so gut zu machen, dass es eben nicht steril und künstlich klingt. Wenigstens wurde im Laufe der Sendung irgendwann einmal gesagt, dass das eine Scheissfleißarbeit sei. Macht man sich diese Arbeit, dann klingt (vielleicht) irgendwann authentisch.

    Leider kamen aber genau zur Lösung dieser Probleme (nämlich dass es echt klingen soll und wie man das hinkriegt) überhaupt keine konkreten Vorschläge. Z.B. welche Controlerdaten muss ich denn wie editieren, damit die HiHat schön auf- und zugeht etc. Ganz im Gegenteil, der Drummer Martin Werner äußert, dass er deutlich schneller einen Track einspielt anstatt ihn per Midi zu editieren.

    Also, welche Kompetenz lag in diesem Vortrag vor:

    1. Non Eric, der vom Instrument Schlagzeug einfach Ahnung hat. Wie soll man ohne jegliches Verständnis für ein Instrument eine realistische Midieditierung machen? So wie er sich das denkt (einfach Presets aneinander kleben) funktioniert das eben nicht. Wenn das so einfach wäre, würde (mir persönlich) das Musikmachen keinen Spass mehr machen. Das ist vergleichbar mit jemandem, der gerne einen Kuchen backen möchte. Da er das aber nicht kann kauft er eine Backmischung von Dr. O...
    2. Martin Werner, ein Drummer und Tontechniker. Der quält sich offensichtlich nicht mit der Sche... Midieditierung rum, sondern spielt das mal eben ein. Logisch, dass er keine konkreten Tips dazu gibt.
    3.Thomas Wendt, der hat sich offentsichlich schon öfter durch die Midieditierung gequält. Konkrete Tips aber auch von ihm nicht. Zu seiner Idee mithilfe von E-Drums die Mididatei zu erzeugen, kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, dass hört sich leichter an als es ist. Das daraus enstehende Midifile muss nach meiner Erfahrung immer nachbearbeitet werden. (Midi ist für Schlagzeug eben einfach Mist)

    Bleibt für mich das ernüchternde Fazit:
    Ich bin wohl nicht der einzige, der sich teure Drumlibraries kauft, um dann festzustellen, dass die das Leben eben nicht unbedingt einfacher machen. Ich überlege gerade auch nach diesem Vortrag, doch auf ein akkustischen Set umzusteigen.

    Gruß OlliP
  3. #7 slashgad schrieb am 23.11.2014
    Hi!
    Interessant mal wieder!
    Kleiner Kritikpunkt: mit dem SENNHEISER-DRUMMICA-Song hast du die Kollegen auf dem falschen Fuß erwischt. Also kann man das nicht erwarten, bei so einem Thema der Sendung, dass sich die Fachmänner den Beispiel-Song der Challenge anhören und sich mit der Idee der Aktion vertraut machen???
    Ich glaube übrigens kaum, dass der Beispiel-Song mit dem EZ DRUMMER (oder SD, BFD oder SLATE) eingespielt wurde, wenn SENNHEISER sein DRUMMICA TOOL promoten will ... (!?)

    Die neue MADE OF METAL-Library für den EZDRUMMER (um nur ein Beispiel zu nennen) bietet übrigens zahlreiche BD- (3), Snare- (4) und Raum-Mikros, die man nach Wunsch zusammenmischen kann. Und das sogar im EZDRUMMER selbst ohne Einzelausgänge (die natürlich noch viele weitere Möglichkeiten zur Signalbearbeitung eröffnen).
    Die Aufnahmen sind auch weniger bearbeitet, als in älteren Librarys. Wenn man sich da auskennt, hat man da tolle Optionen. Aber darin liegt ja auch die Krux: Viele weniger Kundige User wollen lieber fertig EQ-te und komprimierte Sounds, die am besten fertig gepannt als Stereo-Signal ausgegeben werden.

    Interessant auch die Aussagen zur Quantisierung. Da gibt es sicher auch andere Meinungen...
    Die mitgelieferten GROOVE PATTERN der Software Drummer sind ja soweit ich weiss alle live eingespielt und deshalb eben nicht quantisiert. Deshalb klingen die schon besser, als ins Raster eingemalte Noten. Außerdem gibt es schon verschiedene Samples für die beide Anschlaghände (oft benachbarte Tasten). Wenn man sich auskennt und entsprechend Zeit investiert, kann man da schon brauchbare Ergebnisse erzielen.

    Die Live-Drum-Recording-Session würde mich natürlich auch interessieren!

    Bin gespannt auf weiteres von Euch. Habe auch schon einiges gelernt hier!
  4. #6 mutterkraut schrieb am 23.11.2014
    Hi Non Eric,

    ein wirklich sehr interessante Sendung zu dem Thema Drum-Plugins. Wir von Mutterkraut haben es auch benutzt, diese DrumMica von Sennheiser. Eine wirklich gutes Tool um die Drums einzuspielen over Midi-Kit.Benutzt wurde Roland td-3, preset ist vorhanden, aber mapping falsch teilweise. Wir haben sennheiser informiert darüber, vielleicht wird es fixed.

    Sie können gerne bei Interesse reinhören unter,

    https://soundcloud.com/mutterkraut


  5. #5 and-y schrieb am 23.11.2014
    Sehr interessante Sendung! Ich habe mich in letzter Zeit schon des Öfteren mit dem Thema Drums on Demand auseinandergesetzt, da ich als Gitarrist, ebenso wie du NonEric, nicht in der Lage bin eine organisch klingende Drumspur zu programmieren. Auch vorgefertigte Grooves finde ich nicht so toll, da sie wenn man nicht einen absolut langweiligen Standartgroove nimmt nie wirklich passen... Mich würde natürlich sehr interessieren wie Martin das macht, wie es sich anhört und vor allem wieviel kostet denn ein Standart-RockPop-Track bei ihm?!

    Finde es generell gut wenn mehr über "richtiges Recording, Mixing" berichtet wird, als über irgendwelche halbgaren Apps...

    Beste Grüße nach Berlin!
  6. #4 Jürg Maag schrieb am 22.11.2014
    Natürlich würde uns interessieren wie Martin das machen würde!
    Dürfen auch 20 Spuren sein.

    Natürlich bin ich auch der Meinung, dass 127 Lautstärkestufen für ein "Authentisches" Drum (Auch für ein Piano) nicht reicht, aber eine KOMPRIMIERTE Drum / Pianospur, wie sie im Mix gebraucht wird, sollte das reichen.
  7. #3 Pfau Thomas schrieb am 22.11.2014
    Weiter so
  8. #2 bernd Häußler schrieb am 22.11.2014
    Hi, ich wollte in diesem Zusammenhang mal auf Jamstix von Rayzoon hinweisen. Das scheint Ihr garnicht auf dem Schirm zu haben. Das ist meiner Meinung nach das beste Tool für Rockdrum programming, weil es "denkt" wie ein richtiger Drummer, dynamisch auf Audiosignale reagieren kann und immer nur Sachen macht die auch menschenmöglich sind. Man kann ruckzuck eine Songstruktur definieren, einen Stil wählen, einen der vielen Drummer auswählen, z.B. John oder Dave, ein Drumkit wählen, stufenlos regeln wie laid back oder treibend er spielen soll und hat nach fünf Minuten einen realistisch klingenden Drumtrack. Ich nutze das seit Jahren. Die internen Sounds sind nicht so der Hammer aber es gibt Midi-Mappings für die gängigen Drum-Programme ( Superior-,Easy-Drummer, Bfd, Slate, etc.
    Mein erstes Post und gleich ein Roman. MfG Bernd
  9. #1 KlarkNova schrieb am 22.11.2014
    Hi liebes Musotalkteam,
    der Sennheiser Contest is ne super Sache. Hat spass gemacht rumzuprogramieren. Euren Beitrag zu dem Thema
    finde ich ebenfalls wie immer klasse. Vieles über die ganze Musikmisch- und produziererei hab ich durch diese Seite gelernt, vielen Dank dafür!!! Könnt euch ja mal meine Version von dem Song anhören. Ach und ja ein Video zum Thema Drums on demmand wär natürlich der Hit! Macht weiter so Grüße aus dem Taunus

    KlarkNova

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