Get the Flash Player to see this player.
Nichts zu sehen? Dann bitte den Ad-Blocker ausschalten.
Talks und Interviews, Sonstige
Sendung vom 10.10.2011

Mobile Recording mit Andrew Levine - Folge 2 - Chor und Orchester

Andrew Levine

Tonmeister VDT | Balance engineer | Location recordist | Recording producer

Zur Website von Andrew Levine

Download HD> 1280*720Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1 (192MB)
Download SD> 640*360Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1 (50MB)

Benötigt das kostenlose Quicktime oder den kostenlosen VLC für PC und Mac

Ich nehme im Auftrag des Chors der Kreuzkirche, unter Leitung von Christoph Ostendorf, Carl Philipp Emanuel Bachs Oratorium "Die Israeliten in der Wüste" auf.


Die Konzeption der Mikrofonierung wird wie geplant umgesetzt, mit einem M/S-Hauptmikrofon (dem KSM 44a in 8er-Charakteristik und dem KSM 44 als Niere) sowie einem AB-Paar mit zwei KSM 141 (in Kugelcharakteristik) für den Chore.

Das KSM 141 ist im Vergleich zu anderen Kleinmebranern außergewöhnlich, weil sich die Kapsel mechanisch zwischen Niere und Kugel umschalten läßt. Dabei werden sichtbar die rückwärtigen Schalleintrittsöffnungen abgedeckt.

Die Verwendung eines M/S-Paares ermöglicht es, bei der Postproduction die Breite des Stereopanoramas nach Bedarf zu variieren. Da das Stereopaar auf Höhe der fünften Reihe des Publikums aufgestellt ist ist es besonders empfehlenswert den Anteil von Störgeräusche zu minimieren.

Ich habe mich deshalb dafür entschieden das Mitten-Mikrofon als Niere zu betreiben. Die seitlich gerichtete Kapsel zeichnet dahingegen bevorzugt den Raumklang auf. Der Nachteil der Verwendung eines Nieren Mittenmikrofons ist, daß das Panorama nicht ebenso weit aufgezogen werden kann wie bei Verwendung der Kugel-Charakteristik. Da ich vorhabe, den Chor weit abzubilden ist das aber hier kein Problem.

Beim Mobile Recording ist Effizienz und Portabilität sehr wesentlich. Eine kompakte und symmetrisch konzipierte Mikrofonierung erleichtert die Aufstellung sehr -- und klingt besonders gut --, und das von mir eingesetzte InstaSnake Multicore-System von ETS ermöglicht den hochwertigen Transport von acht Mikrofonsignalen über zwei leichte Ethernet-Kabel.

weitere MusoTalk Sendungen zum Thema:
Mobile Recording mit Andrew Levine - Folge 1
Oratorium in Surround mit Andrew Levine,
Musikmesse 2011: Shure SRH550DJ & SRH940, Shure Beta Instrumentenmikrofone 181 auf der Musik Produktiv Messe 2011

Links:
Shure KSM 141, Shure KSM 44a, ETS

Einen Kommentar abgeben

Kommentare zur Sendung werden umgehend von uns geprüft und freigegeben. Wir freuen uns über zusätzliche Informationen und Diskussionen zum Thema. Auch kritische Kommentare werden in der Regel unzensiert veröffentlicht, solange diese sachlich geschrieben wurden.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

Kommentare

Seite 1 von 2     12      >>

#17 Torsten Altmann schrieb am 09.02.2012 01:52 answer
Moin Andrew Levine,
ich bin erst heute auf diese Serie gestossen, süper, sehr informativ!
Aber ich habe eine Frage zur im Video beschriebenen Mikrofoanordnung bei MS:
Ist es nicht grundsätzlich möglich, ohne(!) Qualitätsverluste die Mikros hintereinander zu platzieren: Frontal die Niere für das Monosignal, exakt dahinter die Acht für die Links-Rechts Orientierung (mechan. Verbindung mit einer "Stereoschiene")?
Dieser Aufbau ist meines Erachtens deutlich einfacher und mechanisch stabiler zu realisieren, als der, wie im Video dargestellt!
Ich plane, einen kleinen Chor (9 Stimmen) simultan mit A/B und MS, alles mit 6 Stützmikros, evtl. mit einem OKM-2 + Kunstkopf aufzunehmen.
Allerdings verfüge ich in dieser Komplexivität nicht über große praktische Erfahrungen - theoretisch ist mir vieles klar, aber die Anordnung der MS-Mikros irritiert mich ...

Liebe Grüße - Torsten Altmann
#16 Andrew Levine schrieb am 25.01.2012 21:48 answer homepage
Hallo Stephan,

> Was mich noch interessiert ist wie du nach den Aufnahmen in der DAW
> das ganze bearbeitest. Pan, Eq, compressor (wenn überhaupt), mastering ......

Mix & Mastering gehen bei mir meist Hand in Hand. Bei akustischer Musik soll es ja auch später ziemlich so klingen, wie vorher ;-) Zu der Nachbearbeitung, Plug-ins, Pan, EQ etc. werden wir sicher mal eine extra Folge machen.

Viele Grüße,

Andrew
#15 Stephan Merkt schrieb am 18.01.2012 08:45 answer
Hallo Andrew

Sehr hilfreiches Video, besten Dank auch aus der Schweiz.
Was mich noch interessiert ist wie du nach den Aufnahmen in der DAW das ganze bearbeitest.
Pan, Eq, compressor (wenn überhaupt), mastering ......
#14 Patrick schrieb am 05.01.2012 23:06 answer
Moin Andrew,
ich schätze Deine Arbeiten sehr, besonders die Konzentration auf wesentliche Hauptmikrofonierungen und Verzicht auf unnötig viele Stützen im Rock üblichen Close-Miking Stil und anschließend extremen Nachbearbeitungen und Effekteinsatz.


Ich habe einige Fragen:

1. Könntest Du bitte die nutzungsrelevanten Unterschiede zwischen einer AB, ORTF, XY und MS Hauptmikrofonierung erläutern in Bezug des Raumes, Klangkörpers und sonstige Einflüsse? Wann setzt Du welches Verfahren ein, wovon ist es abhängig?
2. Wie gehst Du mit Störgeräuschen vom Publikum um, speziell wenn die Mikrofone IM Publikum stehen wie bei diesem Video?
3. Kommt es vor, dass sich Musiker oder Publikum an den hohen Overheadstativen stören? Dies ist bei Klassikkonzerten ja schon ungewohnt und beeinträchtigt die Sicht auf Orchester und Altarraum (oder achten nur wir Techniker auf sowas?? ;-)
4. Die Idee mit den Lichtstativen als hohe Overheadstative ist genial. Hohe Spezialstative von K&M kosten ein Vermögen und wirken für das Publikum ziemlich dick. Leider konnte ich Dein eingesetztes Manfrotto Stativ nirgends finden - hast du die Modellbezeichnung parat?
5. Wo bekomme ich so eine breite variable Stereoschiene für AB her?
6. Ich sehe diese Videoserie zielt auf Shure Werbung ab, ich will Dich aber gerne generell fragen: welchen Stellenwert hat für Dich die Wertigkeit des Mikrofons im Gegensatz zum Preamp? Sollte man sich lieber ein Mikro aus der oberen Mittelklasse + einen sehr guten Preamp leisten, oder lieber Alles ins beste Mikrofon von Shoeps, DPA oder was weiß ich stecken + die mittelklassigen Preamps vom Interface benutzen?

Bin schon auf Deine Antwort gespannt, gerne auch per mail. Viele Dank für die Mühe und freundliche Grüße
- Patrick
#13 Fuchsi schrieb am 19.10.2011 23:53 answer
Hallo Andrew,

danke für das interessante Video.
Was für mich jetzt noch sehr interessant wäre, sind Testaufnahmen von den verschiedenen Soundquellen bei einer solchen Aufnahme. Damit könnte ich mir das als Laie wesentlich besser vorstellen.

Danke und Viele Grüße
Fuchsi
#11 Jochen schrieb am 10.10.2011 22:36 answer
Hi,

darf ich als Amateur mal zwei ganz dumme Fragen stellen?

1. Warum wird für den Chor ein AB-Paar verwendet. Kann man das Panorama nicht besser mit einem XY-Paar aufnehmen?

2. Wie berechnet sich der Abstand des M/S-Hauptmikrofons zu dem Orchester? Die Außmaße betragen von der Mitte bis zum Rand jeweils 6m. Somit stehen die Mikrofone mittig. Aber wie kommt man jetzt auf den Abstand von ca. 5m zum Orchester? Gibt es da eine Formel?

Danke im Voraus.
Viele Grüße
#12 Andrew Levine schrieb am 11.10.2011 08:11 answer homepage
Hi Jochen,

> 1. Warum wird für den Chor ein AB-Paar verwendet.
> Kann man das Panorama nicht besser
> mit einem XY-Paar aufnehmen?

Koinzidente Techniken (XY, Blumlein, M/S) geben einem genauere Lokalisation, AB ergibt einen flächigeren Klang. In diesem Fall wollte ich den Chor so darstellen.

> 2. Wie berechnet sich der Abstand
> des M/S-Hauptmikrofons zu dem Orchester?

Siehe Eberhard Sengpiel:

http://www.sengpielaudio.com/Koinzidenz4MSNiere-Acht.pdf
http://www.sengpielaudio.com/AufnahmebereichWichtigeWerte.pdf

Viele Grüße,

Andrew
#10 gentler schrieb am 10.10.2011 19:29 answer
Sehr schön !!! Mir sind auch schon sehr fiese Flatterechos begegnet :-)