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Special

Mobile Recording mit Andrew Levine - Folge 1 - Chor und Orchester

Ich nehme im Auftrag der Berliner Cappella unter Leitung von Kerstin Behnke Werke unter anderem von Carl Philipp Emanuel Bach auf.

Die Konzeption der Mikrofonierung wird wie geplant umgesetzt, mit einem M/S-Hauptmikrofon (dem KSM 44a in 8er-Charakteristik und dem KSM 44 als Niere) sowie zwei XY-Paaren mit den vier KSM 141 (in Nierencharakteristik) für die beiden Flügel des Chores.

Die Solisten benötigen keine separaten Stützen, weil sie vor dem Orchester und damit sehr nah am Hauptmikrofon plaziert sind.

Das KSM 141 ist im Vergleich zu anderen Kleinmebranern außergewöhnlich, weil sich die Kapsel mechanisch zwischen Niere und Kugel umschalten läßt. Dabei werden sichtbar die rückwärtigen Schalleintrittsöffnungen abgedeckt.

Die Verwendung eines M/S-Paares ermöglicht es, bei der Postproduction die Breite des Stereopanoramas nach Bedarf zu variieren. Da das Stereopaar sehr nah an der ersten Reihe des Publikums aufgestellt ist ist es besonders empfehlenswert den Anteil von Störgeräusche zu minimieren.

Ich habe mich deshalb dafür entschieden das Mitten-Mikrofon als Niere zu betreiben. Die seitlich gerichtete Kapsel zeichnet dahingegen bevorzugt den Raumklang auf. Der Nachteil der Verwendung eines Nieren Mittenmikrofons ist, daß das Panorama nicht ebenso weit aufgezogen werden kann wie bei Verwendung der Kugel-Charakteristik. Da ich vorhabe, den Chor weit abzubilden ist das aber hier kein Problem.

Beim Mobile Recording ist Effizienz und Portabilität sehr wesentlich. Eine kompakte und symmetrisch konzipierte Mikrofonierung erleichtert die Aufstellung sehr -- und klingt besonders gut --, und das von mir eingesetzte InstaSnake Multicore-System von ETS ermöglicht den hochwertigen Transport von acht Mikrofonsignalen über zwei leichte Ethernet-Kabel.

Download: Leitet Herunterladen der Datei einTeil 1(Quicktime, m4v)

weitere MusoTalk Sendungen zum Thema:
Öffnet externen Link in neuem FensterOratorium in Surround mit Andrew Levine,
Öffnet externen Link in neuem FensterMusikmesse 2011: Shure SRH550DJ & SRH940, Öffnet externen Link in neuem FensterShure Beta Instrumentenmikrofone 181 auf der Musik Produktiv Messe 2011


Links:
Öffnet externen Link in neuem FensterShure KSM 141, Öffnet externen Link in neuem FensterShure KSM 44a, Öffnet externen Link in neuem FensterETS

29.08.2011 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #19 Stephan Merkt schrieb am 26.09.2011
    und wann kommt der 2. Teil???
  2. #18 Jay schrieb am 20.09.2011
    hey,

    wann kommt der 2te Teil?

    :(
  3. #17 stephan p schrieb am 03.09.2011
    Hi Andrew, wusste gar nicht, dass du ein Tonmeister bist. Interessantes Video, weiter so!
  4. #16 thanassis schrieb am 02.09.2011
    Noch sympatischer wäre es wenn er einfach "Tonmeister" zu seiner Proffession schreiben würde. Dieses ganze "Balance engineer" oder "Location recordist" Zeugs macht es albern und aufgesetzt. Hat er das nötig?
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 03.09.2011
      Hallo thanassis,

      dem deutschen Tonmeister entspricht der englische Balance Engineer, der Location Recordist ist mobil unterwegs, und der Recording Producer realisiert die komplette Produktion. Je nach Projekt trifft das eine oder andere zu. Aber bei all dem bin ich natürlich trotzdem nur eine einzige (mehr oder weniger bescheidene ;-) Person.

      Viele Grüße,

      Andrew
  5. #15 pippo schrieb am 02.09.2011
    super super. ich finde die idee des freien wissens wird über muso talk genial vorangetrieben. gleichzeitig hat der gute mann seine promo als gegenleistung. und jeder ist glücklich
  6. #14 Gregor schrieb am 01.09.2011
    Hi Andrew! Kannst Du mir verraten wo man das ETS InstaSnake in EU bekommen kann? Grandioses Teil!
    vielen Dank im Voraus!
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 02.09.2011
      Hallo Gregor,

      die InstaSnake bekommst Du direkt bei ETS in den USA. Die Version mit 2 x RJ45 auf db25 habe ich mit anfertigen lassen. Man kann mit denen über alles reden :-)

      Viele Grüße,

      Andrew
  7. #13 m4d3raIn schrieb am 31.08.2011
    Wow,
    wirklich interessant!
    Gerne mehr davon!

    Ich habe zwei Fragen:
    1. wie machst du es mit den Pannings bei den beiden XY-Stereofonien am Chor?
    2. Sind die Stereofonien nicht ungeeignet um die Räumlichkeit des Konzertsaales wiederzugeben?
    Zu den verwendeten Stereofonien würde doch noch super ein Groß AB o.ä. passen?
    Oder ist das ein Kompromis um das Konzertpublikum möglichst aus der Aufnahme auszuschließen?
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 03.09.2011
      Hallo m4d3raIn,

      > 1. wie machst du es mit den Pannings
      > bei den beiden XY-Stereofonien am Chor?

      Ich muss noch mal nachgucken, aber ich glaube ich habe sie 90% links - mitte bzw. mitte - 90% rechts gepannt.

      > 2. Sind die Stereofonien nicht ungeeignet
      > um die Räumlichkeit des Konzertsaales
      > wiederzugeben?

      Nein :-) Das M/S-Paar hat gut funktioniert.

      > Zu den verwendeten Stereofonien würde doch
      > noch super ein Groß AB o.ä. passen?
      > Oder ist das ein Kompromis um das Konzertpublikum
      > möglichst aus der Aufnahme auszuschließen?

      Genau, Du sagst es.

      Viele Grüße,

      Andrew
  8. #12 virtual voodoo schrieb am 30.08.2011
    Sehr interessant... Danke für den Bericht... wäre schön wenn ihr mehr in der Richtung machen würdet... also mehr aus dem praktischen Alltag eines Toningenieurs...

    gruß

  9. #11 dimmun schrieb am 30.08.2011
    Hallo.

    Jetzt hab ich noch ne Frage. Bei ca 3:20, was ist das für ein Mikrofonaufsatz? Find ich super. Hab da bei Thomann nachgekuckt, finde da aber nichts.

    Info wäre Toll

    Danke

    lg
    dimmun
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 30.08.2011
      Hallo dimmun,

      das ist der A27M Stereo Microphone Adapter von Shure (http://bit.ly/mWGzHI). Der ist mit den KSM 141-er Paaren zusammen in der Box.

      Viele Grüße,

      Andrew
  10. #10 Marc schrieb am 30.08.2011
    Danke Andrew!

    Endlich mal ein Bericht und keine Werbesendung für Thomann..

    Das war der wie ich finde, seit langen beste Bericht auf Musotalk, denn es wurde endlichmal auch was erklärt.

    Hat richtig Spass gemacht anzuschauen.
  11. #9 Hendrik schrieb am 29.08.2011
    Hallo Andrew - schoenes Video .... und schon wieder etwas dazu gelernt : InstaSnake Multicore-System - kannte ich so noch nicht - ist schon lange her, dass ich live etwas gemacht habe ;-)
    Vielen Dank und Gruesse, Hendrik
  12. #8 svenni schrieb am 29.08.2011
    Super Beitrag danke dafür.
    Nehmen exakt dieses Thema momentan durch und es tut gut maljemanden praktisch livebei der arbeit zu sehen...gibt einem eine gewisse sicherheit :)

    Weiter so Andrew
  13. #7 Jay schrieb am 29.08.2011

    Hi Andrew,

    sehe ich das richtig dass du für die M/S - Aufname für Mid eine Niere und für Side eine Acht verwendest?
    Ich habe M/S - Aufnahmen bisher nur mit zwei Achtern kennengelernt. Du wolltest wahrscheinlich die Publikumsgeräusche ausblenden, oder? Wirkt sich die Kombination von Niere und Acht, vergleichen mit zwei Mal Acht, auf die Aufschlüsselung im Stereopanorama aus? ...und als letzte Frage: Warum hast du das M/S Paar hinter die Dirigentin gestellt?

    Vielen Vielen Dank!! Ich erfreue mich immer wieder gern an deiner enormen Fachkompetenz!

    J
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 29.08.2011
      Hallo Jay,

      Ich freue mich, daß das Video Dir und anderen gefällt!

      Grundsätzlich kannst Du jede Charakteristik für den Mitten-Kanal verwenden. Mit einer Acht entspricht das Setup einer um 45° gedrehten Blumlein-Konfiguration.

      Hier einige Unterlagen von Eberhard Sengpiel:

      M-Niere: http://bit.ly/mQ4IS2
      M-Kugel: http://bit.ly/rpGudV

      Wie Du richtig sagst schwäche ich mit der Niere zum einen den rückwärtigen Schall ab, zum anderen kann ich das Hauptmikrofon besser fokussieren. Siehe auch "Der Aufnahmebereich - Wichtige Werte":

      http://bit.ly/9nkz9k

      Viele Grüße,

      Andrew
  14. #6 kenny schrieb am 29.08.2011
    Aufgestanden.
    Kaffe gemacht.Video angeschaut.
    Was gelernt.Gute Laune!
  15. #5 arte schrieb am 29.08.2011
    Wow was für ein super gemachtes Video. DAs ist ja wie im Fernsehn, toll wie das hier bei Musotalk nach vorne geht. Immer weitermachen
    flo
  16. #4 reaper schrieb am 29.08.2011
    Toll gemachtes informatives Vid. Was zu kurz kommt ist wie die Aufnahmen gemixt wurden und vielleicht wäre ein Link auf das Endergebnis toll..
    Greetz
    reaper
    p.s. warum nimmst du nicht gleich in Reaper auf?
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 29.08.2011
      Hallo reaper,

      > warum nimmst du nicht gleich in Reaper auf?

      Das mache ich schon mal bei Sessions, aber bei den Live-Einsätzen liegt mir (seit nunmehr neun Jahren) die Zuverlässigkeit des Recording Panels der Metric Halo Console sehr am Herzen.

      Viele Grüße,

      Andrew
  17. #3 davidg schrieb am 29.08.2011
    Hallo,
    warum hast Du da nicht mehr Mikros eingesetzt? das sind doch noch Kanäle frei?
    Grüsse aus Bochum
    p.s. danke für das geile Video
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 29.08.2011
      Hallo davidg,

      > warum hast Du da nicht mehr Mikros eingesetzt?
      > das sind doch noch Kanäle frei?

      Es sind immer noch Kanäle frei ;-)

      Ich hatte im Vorfeld überlegt, zwei Kugel als "Ambient Outrigger" einzusetzen, aber dann gab es für mich genug Raum im M/S-Paar. Vor Ort habe ich dann erwogen, eine Stütze für die Continuo-Gruppe und da besonders den Kontrabass einzusetzen, aber das erschien mir beim Soundcheck unnötig.

      Viele Grüße,

      Andrew
  18. #2 tatü schrieb am 29.08.2011
    Schönes und professionelles Video, da hab ich wieder ne Menge gelernt!
    Grüsse nach Berlin
  19. #1 dimmun schrieb am 29.08.2011
    Eine Frage hätte ich.
    Hat es einen Grund warum nicht 2 identische Mikrofone für die M/S Aufnahme verwendet wurden?

    lg
    dimmun
    1. #0 Andrew Levine schrieb am 29.08.2011
      Hallo dimmun,

      > Hat es einen Grund warum nicht 2 identische Mikrofone für die M/S Aufnahme verwendet wurden?

      Sicher :-) Ich hatte von Shure zu dem Zeitpunkt je ein 44 und ein 44a bekommen. Allerdings kombiniere ich oft ganz unterschiedliche Mikrofone, z.B. eine Bändchen-8 mit einer Kondensator-Kugel (RoyerLabs SF-1 & Earthworks QTC-1) oder ein bidirektionales Kondensatormikro mit einer Niere (United Minorities Browny & UM-modifiziertes Oktava mk102).

      Viele Grüße,

      Andrew

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