PraxisTalk

Mixing und das Song-Arrangement

Weniger Spuren sind immer leichter zu mischen. Insgesamt müssen sich alle Signale den gleichen akustischen Raum teilen. Deshalb ist natürlich einfacher mit weniger konkurrierende Tracks zu mixen.

Dopplungen sind einfacher in den Griff zu bekommen, wenn man dafür eine andere Lage wählt. Wie man eine dicke Gitarrenwand mit nur 2 Gitarren produziert, kann man von AC/DC lernen. 

Ein Arrangement sollte man sparsam starten, damit dann noch ausreichend "Luft" für die nötigen Steigerungen bleibt.

Jonas Schira > hofa-college.de ist Musikproduzent, Mix-Engineer und Tutor bei Hofa-College.

Andre Dupke > hamburg-audio ist Musikproduzent und baut Audio-PCs. 

Tom Ammermann > mo-vision

 

 

31.01.2013 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #22 Pete Kcor schrieb am 04.02.2013
    Sehr guter Podcast.
    Danke auch an Non Eric für den Buchtipp (Samurai). Ich habe dazu noch einen Begriff der Psychologie einzuwerfen, so mal ganz auf der Meta-Ebene:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_%28Psychologie_und_verwandte_Disziplinen%29
  2. #21 TomB schrieb am 04.02.2013
    Sind wir nicht alles ein bisschen ADHS?

    Ich wollte nochmal eines der in der Sendung nicht weiter aufgegriffenen Kommentare von Andre bestärken: Man sollte sich regelmäßig bewusst werden, was man gerade tut bzw. eben auch nicht! Andre hat es in der Sendung "bei sich sein" genannt, was im Falle von Songwriting/Kreativ-Phase IMHO eine passende Umschreibung ist.

    Der Trick mit dem Wecker ist super! Den verwende ich ständig, wenn auch weniger beim Musikmachen. Es ist teilweise erschreckend, wieviel "andere" Dinge man in 10 bis 20 Minuten so macht. Durch den Wecker Trick ist mir das erstmals bewusst geworden. Daher an alle Skeptiker: Probiert es mal aus und fragt euch dann nach der abgelaufenen Zeit ganz ehrlich, was ihr in den letzten 10-20 Minuten alles gemacht habt, und ob das dem eigentlichen Ziel der aktuellen Arbeitsphase wirklich dienlich war. Wer das Glück hat, keine kontraproduktiven Dinge zu finden - Respekt und herzlichen Glückwunsch! Ich würde aber fast wetten, dass die meisten eher erstaunt sein werden, was sie da so alles tun.

  3. #20 Christoph schrieb am 04.02.2013
    Also Arrangement und Klangkosmetik sind eigentlich in der Musikproduktion untrennbar.
    Wer schon einmal das Vergnügen hatte, das Acapella von „Highway to Hell" zu hören, versteht vielleicht, wieso AC/DCs erster Frontmann Bon Scott sich problemlos gegen die Gitarren der Gebrüder Young durchset¬zen konnte. Das für seinen harten Rock- gesang sehr hilfreiche und aggressive Fre¬quenzspektrum, das sich, wenn man möchte, schon fast dem einer laufenden Kreissäge annähert, bildet eine perfekte Einheit mit den restlichen Elementen.

    Aber auch Sängern mit etwas zarter besaite¬ten Stimmbändern kann man das Musikerle¬ben etwas erleichtern, indem man auf ein sinnvolles Arrangement achtet. Während den Strophen dürfen also ruhig ein paar Instru¬menten-Spuren komplett aussetzten. Das mache ich gerne um platz fürs neue zu schaffen. So wird nicht nur Platz für den Gesang geschaffen, sondern auch Spannung aufgebaut, denn im Refrain darf wieder Vollgas geben werden.

    Nicht nur durch richtiges Arrangieren, son¬dern ebenso mit Frequenzbearbeitungen las¬sen sich Vocals in ein besseres Licht rücken. Einer der Pioniere im Bereich der forensi¬schen Sprechererkennung, Hermann Künzel, hat schon vor Jahren in einer groß angeleg¬ten Untersuchung die durchschnittliche Stimmgrundfrequenz der Deutschen gemes¬sen. Die meisten Männer weisen hiernach, ebenfalls für die Musikproduktion interes¬sant, einen Grundton von 118 Hz und die Frauen von 205 Hz auf — in etwa diesem Be¬reich und 100 Hz aufwärts sollten Sie mit dem Equalizer breitbandig vorsichtig anheben , falls etwas mehr Substanz nötig ist. Um die Sprachverständlichkeit zu fördern, kann man das Frequenzspektrum zwischen etwa 2.000 und 4.000 Hz leicht betonen.
    Sehr hochwertig, im Stil vieler RnB-Balladen, lässt sich eine Stimme durch relativ starke Anhebung zwischen ca. 10 und 16 kHz gestalten -so wird sie „hauchiger". Ein zu nasaler Charakter hingegen lässt sich mit einer Absenkung zwischen ungefähr 800 und 1.000 Hz vermindern.
    So schwer ist es also gar nicht, jedoch sollte man sich anfangs nicht für zu extreme Einstellun¬gen entscheiden, da das Ohr des Konsumen¬ten gerade auf Unstimmigkeiten der mensch¬lichen Stimme anspringt.

    Nun wünsche ich allen musotalkern viel spaß beim bei eurer persönlichen Klangkosmetik und sage nur…

    "make more music!"

    Chris
  4. #19 IchBins schrieb am 04.02.2013
    @Peter
    Ich meinte nur die arrangments sind total gut meiner meiung nach
    ob man die musik mag ist was aderes
    hör dir nochmal LVL, Phoenix oder Suddenly an wenn die drums dann einsetzen
    Fucking Problems wenn der bass kommt auch ganz gut
    in der sendung gings doch um arrangments ; )
    musik geschmak hin oder her
    die samples allein sind schon sehr krass aber ist auch nur meine meinung ;)
    Ich mein nicht nur den track Long Live Asap sondern das ganze album Long Live Asap
    Lg
    IchBins
  5. #18 Peter schrieb am 04.02.2013
    @IchBins:
    hoffe das dein post und verweis zum Long Live Asap von ASAP Rocky nur ironisch gemeint gewesen ist…
    weder musikalisch noch inhaltlich ist ein unterschied zur Currywurst erkennbar ähmmmm hörbar, sorry!
    ok, musik ist ja auch eine subjektive wahrnehmung.

    es gibt aber komponisten und producer wie z.b. narada michael walden der u.a. auch songs wie J’ust The Lonely Talking Again oder Where Do Broken Hearts Go oder I know Him So Well im jahr 1987 für whitney houston komponiert und produziert hat, hier erkennt auch ein laie das goldene händchen eines begnadeten komposers.
    ich glaub der peter hatte hier geschrieben, das ein guter song aus gefühlen und emotionen besteht/bestehen sollte, dem würde ich auch voll zustimmen.
    solche produktionnen bleiben nämlich über generationen unvergesslich.
    ganz anders sieht es z.b. mit Long Live Asap von ASAP Rocky aus, nach nicht einmal 18 monaten wird sich keine sau mehr an diesen song erinnern geschweige diesen hören.
    nun, die konsumenten machen es den musikschaffenden auch nicht grade leichter… .
    mittlerweile ist die heutige hörerschaft sooooo unkritisch geworden, dass die jeden nur erdenklichen mist konsumieren, sobald die werbung ihnen nur sagt, “kauft es“!
    eigentlich, sehr traurig

    -aber sonnst ist alles in ordnung-
  6. #17 IchBins schrieb am 03.02.2013
    Hört euch mal das neue ASAP Rocky album an
    Long Live Asap
    sehr sehr gute arrangement´s meiner meinung nach
    auch du non eric solltest es dir mal anhören
  7. #16 Anjunabeats schrieb am 03.02.2013
    Das mit den "Ghost" Elementen ist ein recht weit verbreiterter "Trick". Elemente die im Grunde kaum hörbar sind aber wenn man sie weg nimmt, man das Gefühl hat es das etwas fehlt.
    Ich finde sowieso das die meisten einfach nicht wissen wie man arrangiert und komponiert und dann versuchen über Effekte und Mastering alles um 120% zu wenden... funktioniert natürlich nicht ;)
    Ein Arrangement das roh ohne Mixing etc schon "fertig" klingt sollte immer das Ziel sein und das bekommt man halt nur über geschicktes arrangieren (aufteilen von Sounds in den Oktaven, Layering, Ghost-Sounds etc).
  8. #15 Pete schrieb am 02.02.2013
    ...nochmal ich...

    @Peter
    Ich würde mal behaupten, der Kommentar von Carsten ist im Ironie-An-Modus verfasst ;-)...zumindest hoffe ich das :-)

    Also in Zukunft: Unter Hans Zimmer als Gast in der Sendung geht nix mehr, Platinplatten müssen zur Beweissicherung öffentlich zur Schau gestellt werden!!!

    Ironie-Modus-Aus

    Gruß
    Pete
  9. #14 Tony schrieb am 02.02.2013
    @Tom

    Zitat "Womit soll man bei engem Song schreiben anfangen? Drums oder?"


    Damit, mit dem Denken aufzuhören ;) Einfach machen..
  10. #13 gentler schrieb am 02.02.2013
    Ich oute mich hiermit auch als Einzelgänger :-). Schön, dass Tom A. mal wieder dabei war.
  11. #12 Jochen schrieb am 02.02.2013
    Ich finds, offen gesagt, lachhaft, dass hier lediglich positive Kommentare zur Sendung bisher freigeschaltet wurden. Ich fand das Getalke summa summarum schwach, weil m.E. lediglich Binsen ausgetauscht wurden. Das, was ihr da versucht habt -- ein Talk über die Geheimnisse der Musikproduktion --, gelingt den Leuten von der Red Bull Music Academy schon seit Jahren. Deren Videos sind lehrreich und kurzweilig. Bitte fürs nächste Mal was abschauen. Danke.
  12. #11 Peter schrieb am 01.02.2013
    tolle sendung!
    teilweise auch sehr nachdenkliche…
    denn in der tat hat musi-komposition etwas mit gefühl und emotionen zu tun.
    außerdem fand ich die offenen worte von tom ammermann sehr anerkennend, denn nicht jeder gesteht öffentlich das er ein einzelgänger und lieber allein in seinem kämmerlein herumschraubt!

    @carsten:
    das sehe ich genau so wie du…
    sich über andreas balaskas kommentare aufzuregen oder ihm seine kompetenzen absprechen ist wirklich lächerlich.
    das besagte posting ließ ungeschönt erkennen, dass der gute mensch ein nicht-gönner gewesen ist und innerlich total verbittert sein muss.
    leider hatte er total vergessen, dass wir alle musiker sind und gemeinsam nur das eine ziel verfolgen….

    "make more music!"

    peter
  13. #10 Halfnelson schrieb am 01.02.2013
    hi Non Eric und gäste, vielen dank für die informative sendung. habe eine ganze menge gelernt. dieses o.ä. themen, die z.b. auch in richtung songwriting gehen, dürfen für meinen geschmack gerne häufiger zu sehen sein. ciao, Halfnelson
  14. #9 Pete schrieb am 01.02.2013
    Vielen Dank für die Sendung!

    Viele interessante Tipps, eben getreu dem Motto man lernt nie aus.

    Macht weiter so!


    Gruß
    Pete
  15. #8 derkeef schrieb am 01.02.2013
    http://www.golem.de/news/eu-normen-apple-darf-mac-pro-nicht-mehr-verkaufen-1302-97307.html
  16. #7 carsten schrieb am 01.02.2013
    Da muss ich mich aber wirklich anschließen! Hier und auch beim Posting der letzten Sendung über die NAMM von einem Herrn Track.
    Was bilden sich die Musotalk-Leute eigentlich ein, ohne Abgabe (bei mir) Ihrer Referenzen "einfach so" öffentlich über das Musikmachen zu sprechen.
    Ich meine, klar, Ihr lebt zwar alle von eurem jeweiligen Job in der Musikproduktion und macht das meist schon seit Jahrzehnten. Aber Ihr habt teilweise (Andreas Balaskas) lediglich bundesweit bekannte Hit-Acts wie z.B. Max Raabe. Das reicht natürlich nicht.

    Und abschließend: der ganze Talk ist auch noch kostenlos. Skandal!

    ------------------------------------------
    The big bang Theory
    http://www.youtube.com/watch?v=Cp2kb7h4Ca4

    Leonard: Yes! For God's sake, Sheldon, do I have to hold up a sarcasm sign every time I open my mouth.

    Sheldon: (seriously) You have a sarcasm sign?
  17. #6 Alex schrieb am 31.01.2013
    Hallo,

    mega klasse Sendung und sehr Interessant. Nur über eines habt ihr immer wieder gesprochen, es aber nicht hervorgehoben. Denn wichtig ist, das im Mix und Arrangement weniger mehr ist. Vielleicht als Tip, mache ich es immer so, das ich den Höhepunkt eines songs zu erst mische und dann in seine Bestandteile minimiere. Also mit dem kleinsten an Spuren beginne und dann nach Strophen und Refrain Stück für Stück aufbaue.
  18. #5 Alex schrieb am 31.01.2013
    Hallo,

    mega klasse Sendung und sehr Interessant. Nur über eines habt ihr immer wieder gesprochen, es aber nicht hervorgehoben. Denn wichtig ist, das im Mix und Arrangement weniger mehr ist. Vielleicht als Tip, mache ich es immer so, das ich den Höhepunkt eines songs zu erst mische und dann in seine Bestandteile minimiere. Also mit dem kleinsten an Spuren beginne und dann nach Strophen und Refrain Stück für Stück aufbaue.
  19. #4 gentler schrieb am 31.01.2013
    Der Eine kann trotz ausführlichem Kochrezept, High-End-Küche und besten Zutaten nicht kochen, der Andere schmeisst ein paar Reste in den Topf und es schmeckt hervorragend.Warum? Weil er Stil, Mut, Fingerspitzengefühl und Geschmack hat.
  20. #3 Tom schrieb am 31.01.2013
    Hallo

    Gutes Video

    Ich hätte 2 Fragen an dich Non_Eric:

    Womit soll man bei engem Song schreiben anfangen? Drums oder?

    Benutzt du die hauseigenen Plugins von Presonus oder von anderen Herstellung for das Mixing ?

    Danke in Voraus ;)

  21. #2 NON_ERIC schrieb am 31.01.2013
    Hi Stefan,
    die meisten meiner Mixe findest Du auf Youtube.
    zb. the book of revelation
    http://www.youtube.com/watch?v=QLXItvBa5PA
    und ne Discographie (aber nur für den Künstlernamen Non Eric) gibt es
    hier:
    http://www.discogs.com/artist/Non+Eric?noanv=1#t=Credits_Writing-Arrangement&q=&p=1
    Grüße aus Berlin
  22. #1 Stefan schrieb am 31.01.2013
    Eine Bemerkung zur Kompression : Tom Ammermann hat wohl noch nie 'nen Mix von Chris Lord Alge, Jack Joseph Puig oder Dave Pensado gehört ?
    Mich würde echt mal wundern, wie die Mischungen von euch Leuten, die ihr da so superschlau daherredet, klingen. Laßt doch mal hören!

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