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Stammtisch

Latenzen - wo entstehen sie und wann stoeren sie

Mit Latenzen muss man bei allen Computer Audiosystemen leben. Verzögerungen durch die Bearbeitung entstehen an mehreren Stellen.

Wandler Latenz - Die Wandlung der analogen Signale in Bits und Bytes benötigt Rechenzeit, auch im Audio Interface. Es entsteht Input und Output Latenz. Diese kann bereits 1-3 ms oder mehr betragen.

Input Latenz - Die Wandlerlatenz plus die durch den Audiotreiber vorgegebene Verzögerung erzeugt eine Input Latenz. Diese wird an die Host Software gemeldet und dann automatisch durch vorziehen der Audio Files durch den Sequenzer kompensiert.

Output Latenz - Wie Input Latenz kann aber nicht kompensiert werden.

Plug-in Latenz - Alle Rechenprozesse von Plugins erzeugen einen Versatz, der durch die sogenannte Latenzkompensation automatisch korrigiert wird. Die Plugins melden an den Host den Sample Versatz. Alle modernen Audiosysteme verfügen über einen gut funktionierenden Latenzausgleich.

Für das Tracking mehrer Signalquellen, zum Beispiel eine Bandaufnahme, sind native System wenig geeignet. Hier sind TDM Systeme mit Latenzen im unteren Sample-Bereich im Vorteil.

Will man nur ein oder zwei Signale wie Stimme und Gitarre aufnehmen, dann sind schnelle Rechner Pflicht. Aber bei kleinen Audiobuffern bis ca. 128 Samples ist das auch mit nativen Systemen kein Problem.

Es diskutieren mit mir:

Lars Kischkel, Pro Audio Application Specialist bei AVID (Pro Tools)

Wolfgang Kundrus, Managing Director und einer der Chefentwickler von Presonus Software (Studio One)

Andre Standke, Product Manager Pro Audio bei Magic (Samplitude)

und Produzent Marek Pompetzki (Sarah Conners, Sido, Stefanie Heinzmann)

Download: Leitet Herunterladen der Datei einMusoTalk 531-Stammtisch-Latenzen.mp3

weitere MusoTalk Sendungen mit Marek Pompetzki >Öffnet externen Link in neuem FensterWorkshop mit Marek auf der Avid Creation Tour 2008, >Öffnet externen Link in neuem FensterInterview Avid Creation Tour 2010

>MusoTalk Interview mit Samplitude Öffnet externen Link in neuem FensterEntwickler Frank Proposch

13.05.2011 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #19 claus schrieb am 23.05.2011
    Also ich hab`hier bei mir im Studio null Probleme mit
    Latenzen.Wir nehmen hier auf Cubase 6 locker die ganze Band live auf (ca 14 Spuren+Midi live drums) auf einem
    hamburg-audio rechner unter Windows7/64bit über ein Mackie D8b+12 Kanal Monitoring etc....Auch bei normalen Spur zu Spur Produktionen ist das überhaupt kein Problem,weil alles über das D8b läuft...Plugins sind natürlich während der Aufnahme noch nicht inserted,erst beim editing...bin voll zufrieden (bis auf die teilweise Inkompatibilität der plugins unter 64bit Windows 7)...
    Aber mit 32bit läuft alles rund und der Rechner ist noch weit weg vom limit (ok,die 12 GB Ram sind da etwas deplaziert) Gruss an Andre , Claus
  2. #18 Arnold Schumacher schrieb am 20.05.2011
    es wäre schön, wenn man die Blogger nicht nur hören, sondern auch sehen könnte ;-)
  3. #17 oli schrieb am 18.05.2011
    Non-Eric.... ich höre diese Verlangsamung auch bei großen Projekten. Und ja, du hast völlig Recht, die Verlangsamung kommt "fließend". Jedoch hatte ich noch nicht das Problem, dass dabei der Groove verloren geht... vielleicht liegts daran, dass du gefrorene Spuren dazwischen hast? Meiner laienhaften Meinung nach, kommt das durch die Überlastung der Fesplatte(n), von welcher das Material gelesen wird. Um diese Latenz wurde ja echt schön drum rumgeredet.

    Was bringt einem denn das neuste DSP-System, wenn die Festplatte nicht hinterher kommt? Wahrscheinlich bin ich zu blöd, um das zu verstehen. Auf meinem alten Windows-System gabs teilweise lustige Artefakte, mit OSX verlangsamt der Song. Beides ist nicht so schön...

    Also Augen auf beim Festplattenkauf! ;)
    oli
  4. #16 leon schrieb am 17.05.2011
    also ich finde mein logic klingt besser als mein pro tools
  5. #15 Marco schrieb am 17.05.2011
    lol.. Jetzt raff ichs erst. Weniger Latenz bedeutet dann quasi das ich schneller im Mix fertig werde und früher nach hause komme. Ne klar. ;)))
  6. #14 Mike Marshall schrieb am 16.05.2011
    Hi ...
    wirklich tolle Sendung .. von Leuten die in der Materie drinstecken und ohne technische Halbwahrheiten wie sonst öfter mal ... z.b. bei USB ... oder den 5,5 Khz Mythos :)
    Das musste ich mal kurz loswerden.
    Eines wollte ich aus eigener Erfahrung anfügen... das was HJ aka NonEric sagte ist irgendwie nicht von der Hand zu weisen: Ich selber bin vor einiger Zeit von einem immerhin noch schnellen 3,6 GHz Quad der etwas älteren Baureihe 775 auf einen i7 mit (jetzt) ca. 4 Ghz der 1056er Reihe aufgestiegen, da ich gern viele grosse Projekte mit vielen Gesangsspuren (von SSD) und entsprechenden PlugIns fahre, die auf dem alten System selbst bei ca. 46 ms (RME MADI Karte) oft am Limit waren - aber noch halbwegs "gut spielten".
    Dachte ich jedenfalls - bis ich dann dieselben Projekte auf der neuen Maschine, die etwa doppelt so viel wegschafft, ludt ... es spielten alle runder und tighter ab - das war ganz eindeutig von allen Beteiligten zu hören! Da ich ne Menge Sachen mit Arpeggios etc. und timingkritischen Sachen laufen habe ist das dann ganz deutlich mehr auf den Punkt gewesen.
    Auch wenn vielleicht die Theorie dagegen sprechen sollte ... dann sage ich es mal ganz philoshisch so: "Ich weiss, dass es da ist - aber ich weiss nicht was es genau ist! :) Denn ich hab´s gesehen - ähem: gehört!"
    Also auch mein Tipp - kauft nix mehr unter i7 875K oder i7 2600K der neuen Prozzis und möglichst schnelles RAM wenn ihr gern grosse Projekte und gern auch viele Nexusse und Sylenth1s knattern lasst, viele PlugIns fahrt und immer möglichst wenig zwischenmixen wolllt.
    Bezalhbare 6-oder besser neue 8- cores mit 12 bzw. 16 Threads kommen hoffentlich bald auch für PCs weil die INTEL (Deppen) halt den Pro-Consumer Kunden partout nur einen Prozessor spendieren wollen ... ach ja dann wäre das doch mal ein Thema - wer denn XEON Dual Prozessor Boards im Musik Bereich verwendet. Das scheint INTEL wohl nur den Apple Kunden schnell und einfach zugänglich machen zu wollen, was ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Vielleicht will Apple das ja auch nicht ganz so gerne?
    Beste Grüsse aus HH an die alten Steini-Kollegen.
  7. #13 pete rohr schrieb am 15.05.2011
    ein ganzer podcast nur zum thema latenzen-wie einseitig. gehen non eric etwa die ideen aus?
    außerdem: warum muss bei selbigen immer alles bei einem thema bleiben?
    ich hätte gerne mehr vom wolfgang kundrus gehört, denn immerhin hat er ja mit studio one ein neues baby mit-erschaffen, dass wo anders in dieser form kaum aufmerksamkeit bekommt. schade, aber vielleicht klappt es ein anderes mal?
  8. #12 gentler schrieb am 15.05.2011
    Es gibt definitiv klangliche Unterschiede zwischen den DAWs. Meine Traumkonstellation wäre Pro Tools mit Cubase-Sound.
    1. #0 Kuno schrieb am 20.05.2011
      Erzähl nicht so einen Unfug.

      Eine DAW hat keinen Sound. Das wurde schon zehntausend mal nachgewiesen und technisch erklärt.
  9. #11 Rodec schrieb am 15.05.2011
    was denn, dann gibts ja nicht mehr zu diskutieren, wenn man alle subjektiven Eindrücke und Glaubensfragen per Messergebnisse aus der Welt schafft.

    Bin auch der Meinung dass eine MPC3000 jede Software an die Wand grooved, ob die jetzt Eiert oder nicht, egal...oder gerade deswegen!

    fands auf jeden Fall interessant zuzuhören, obwohl ich in diversen Hörtests keine Unterschiede hören konnte. Might keine "goldenen" Ohren, die wohl tatsächlich der "return on investment" bei imho überteuerten Audio-Gear sind.

  10. #10 Fabian schrieb am 14.05.2011
    Wäre es nicht viel einfacher nachvollziehbare Messungen bezüglich Latentz/Summierung von DAWs zu machen, anstatt Marketing Gewäsch und subjektive Gefühls Empfindungen als Entscheidunhshilfe zu nutzen.
    Sorry, aber eine Aussage wie "In Pro Tools klingt mein Mix viel voller und doppelt so musikalisch als in anderen DAWs" hat mindestens genauso viel Wert wie eine Diskussion über Klangqualitäten von Anjou Kabeln.
    Wenn hier wirklich ernsthaft über Audioverarbeitung diskutiert werden soll, und wir wirklich vergleichen wollen, dann bleibt nur die Messung folgender Szenarien.

    1) Roundtrip Latenzmessung eines nativen Sytems und eines ProTools HD Systems, mit und ohne Plugins. (es gibt übrigens haufenweise Plugins die keine ZUSÄTZLICHE Latenz einführen)

    2) Summierung von 100+ Spuren auf verschidenen DAWs. Dann Phasenumkehr-Test.
    WICHTIG!!! Pan-Law beachten.

    Möglicherweise haben dann diese ganzen Diskussionen ein Ende und wir können uns wieder aufs Musikmachen konzentrieren.
    Dran glauben tu ich aber nicht wirklich. Denn wenn man einen Unterschied zwischen -infinity und -infinty hören WILL, dann hört man den auch. Besonders dann wenn man haufenweise Kohle in sein Equipment gesteckt hat.
  11. #9 Popkilla schrieb am 14.05.2011
    Feine sendung ,würd mich freuen wenn ihr mal ein mixing special macht gr
  12. #8 Hans schrieb am 14.05.2011
    Hi Noneric,


    eine ganze Sendung nur für mich: DANKE!
  13. #7 michael schrieb am 13.05.2011
    latenzen und aussetzer obwohl alle plgugins ausgeschaltet sind und die in der DAW angegebene cpu last auf minimum steht:


    hatte ca 100 audiospuren wo sehr viele samples pitchgeshiftet waren.
    beim PC gibts den taskmanager, da kann man nachschauen wiehoch der virtuelle arbeitsspeicher ist.
    bei mir ist bei 1400 das system am limit.

    die lösung: alle veränderten samples als neues file festsetzen. (auswahl als datei)

    satte fünf wochen brauchte ich um das herauszufinden.
    gleichlang wie die porduktion selbst dauerte.
  14. #6 Oliver schrieb am 13.05.2011
    Tolle Sendung, sehr interessant macht weiter so !!! :-)
  15. #5 supermuckl schrieb am 13.05.2011
    "Alle Rechenprozesse von Plugins erzeugen einen Versatz, der durch die sogenannte Latenzkompensation automatisch korrigiert wird"

    stimmt so nicht - es gibt viele plugins die garkeine pluginlatenz haben
    1. #0 Hans schrieb am 13.05.2011
      Ja, an der Stelle ist was durcheinander gegangen.

      Am Anfang vom Podcast stellt einer der Gäste klar, dass (die meisten) Nativen Plugins heute keine zusätzliche Latenz mehr mitbringen, sondern in einem Rutsch mitberechnet werden.

    2. #0 Andre schrieb am 14.05.2011
      Ja, genau!
      Werden nur noch latenzfreie Plugins verwendet beschränkt sich die Gesamtlatenz auf die eingestellte Buffersize.
      Diese ist jedoch für amtliches Monitoring oft noch zu hoch, keine Probleme gibt es meiner Erfahrung nach bei weniger als 128 Samples @ 44.1 kHz.
  16. #4 Der Herr Spheres schrieb am 13.05.2011
    Wirklich gute Sendung. Wie auch viele andere.
    Nervig finde ich jedoch den Hinweis der immer wieder kommt... "Ich bin hier Non-Eric". Muß doch nicht sein.
    Ansonsten... macht weiter so.
  17. #3 Audioeumel schrieb am 13.05.2011
    Spannend! Der gefühlt hunderttausendste MT-Podcast zum Thema Latenzen. Gibt's echt keine anderen Themen?
  18. #2 Hans schrieb am 13.05.2011
    Gute Sendenung!



    Du siehst Native sieht es doch viel besser aus als Du dachtest. Manche Probleme sind halt nur ein diffuses und lange eingeübtes Gefühl.
















  19. #1 Marc schrieb am 13.05.2011
    Ich find es klasse das ihr gerade jetzt das Thema bringt. Hab mir auf HR.de beinahe ne blutige Nase geholt weil ich sagte das die UAD wegen ihrer Latenz & der der DAWs & Wandler dazwischen zu nix taugt. Ging um das neue Lexicon Hall. Es wurde viel Lob ausgesprochen wie geil es doch klingt etz. etz.

    Scheinbar wollen es einige nicht begreifen das gute Hallgeräte nur dann gut sind wenn man sie auch ohne effektiv auftretende Latenz Phasenschweinereien nutzen kann. Da is selbst mein KP3 besser als die UAD.

    Bin schon echt gespannt auf den Podcast - kann ihn mir aber erst heut nach der Arbeit anhören. Bin gespannt was da kommt :-)

    Danke für die schriftliche Erklärung. Sowas solltet ihr öfter machen wirkt gleich professioneller ;-)

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