Hausbesuch

Hausbesuch: Tegeler Audio Manufaktur

Edle Hardware-Outboardgeräte kommen auch aus Berlin.

Bereits 2011 hat uns Michael Krusch, Geschäftsführer und Chefentwickler von Tegeler Audio Manufaktur, seinen Recording Channel vorgestellt.

> Vorgestellt: Vari Tube Recording Channel.

Jetzt hatte ich Gelegenheit der Firma in Berlin Tegel einen Besuch abzustatten. Ich konnte nicht nur ein ausführliches Gespräch mit Michael führen , sondern durfte auch mal einen Blick in die Werkstatt werfen.

Die Geräte von Tegeler werden komplett in Berlin entwickelt und in Handarbeit gebaut.

> Tegeler Audio Manufaktur

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04.02.2013 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #19 Heiner aus München schrieb am 07.02.2013
    Hallo-hallo? Wo ist denn nun der News-der-Woche-Talk? Es ist kurz vor 6 und die Aufzeichnung war um 12. Woran liegt es, bitteschön, dass die Sendung noch nicht bei YouTube zu sehen ist?
  2. #18 Gernot schrieb am 06.02.2013
    Auf deren Homepage steht Folgendes: "Die Tegeler Audio Manufaktur, das ist vor allem Entwickler Michael Krusch. In seiner Jugend entwickelte und baute er bereits Synthesizermodule als Erweiterung für damalige Homecomputer und einen analogen Drumcomputer." Ich war sofort elektrisiert. Mein Gott, was hätte ich mich gefreut, wenn im Clip ein analoger Drumcomputer à la Tempest, aber made in Tegel vorgestellt worden wäre. Leider hat TAM nichts dergleichen im Programm, schade. Sorry, aber Summierer, Kompressoren, Preamps und so Zeugs interessieren mich überhaupt nicht.

  3. #17 Michael Krusch schrieb am 05.02.2013
    Danke für die vielen netten Worte und auch an alle, die um die Sicherheit unserer Bauteile besorgt sind (ich meine das jetzt nicht ironisch).

    Zum Crème:
    Mit Compressor und EQ in der Summe mischen, ist recht verbreitet, weil es schon beim Mischen ein Gefühl dafür gibt, wie es dann beim Mastering klingen wird. Besonders die Balance der einzelnen Lautstärken kann sich durch das Mastering noch kräftig verschieben, sodass teilweise die Stimme zu laut oder leise werden kann. Mit einem Kompressor in der Summe merkt man das dann schon beim Mixen. Man kann den Mix natürlich trotzdem noch ohne Crème bouncen und dem Masteringengineer geben.
    Ich sage auch nicht, dass Basscut und Highcut beim Pultec unnötig sind, sondern dass wir es nur für den Crème auf bestimmte Funktionen reduziert haben.
    Aber es besteht ja die Möglichkeit, es 14 Tage im eigenen Studio auszuprobieren. Wenn es nicht passt, steht ja immer noch der Weg für einen komplett ausgestatten EQ offen.

    Zum ESD:
    Wir haben auf den Arbeitsplätzen natürlich geerdete ESD-Matten. Auf den Platinen im Regal sind die ganzen ICs, die die Steuerfunktionen im Gerät wie z.B. die komplexe Automatikregelung des Kompressors übernehmen, noch nicht bestückt. Man sieht nur die Sockel. Die ICs werden erst nach dem Einbau der Platine und nachdem das Netzteil geprüft wurde, eingesetzt.
    Also alles im grünen Bereich. Wenn man mit Computer-Mainboards hantiert, kann es natürlich ganz andere Anforderungen geben.
    Das Regal heißt übrigens Gorm, nicht Billy, ist aber auch von Ikea. :-)

    Wer übrigens sein Gerät selber abholen möchte und auch mal einen Kaffee dabei schlürfen möchte, ist herzlich eingeladen. Aber bitte mit Voranmeldung, damit wir uns auch die Zeit nehmen können.

  4. #16 Ingo schrieb am 05.02.2013
    Zuerst - ich find 's klasse was die Leute von TAM produzieren. Dort in einer kleinen Gruppe, verantwortungsbewußt zu arbeiten und sich einbringen zu können, ein Traumjob! Die Produkte - innovative Geräte (ein bisschen mit Vintage geimpft), die musikalisches Material später mit guten Eingriffsmöglichkeiten veredeln - das hat schon was.

    In der Elektronikindustrie, wo ich seit bald 20 Jahren tätig bin, gelten halt gewisse Handhabungsvorschriften, die viele täglich zu Recht einhalten müssen. Es ist abzusehen, das sich dies nicht ändern wird. Ausbildung und Schulungen tun ihr übriges. Sorry, nicht meine Erfindung.

    So ein hochwertiges Gerät mit handverlöten Platinen zu besitzen, ist schon etwas exklusives. Wo gibt es das heute noch? Bei Fragen, mit dem deutschen Support fachsimpeln und - sollte doch mal der Reparaturservice beansprucht werden, dann wird ihnen schnell und kompetent geholfen. Meine uneingeschränkte Empfehlung. Daumen hoch!!

  5. #15 Schottky schrieb am 05.02.2013
    @ Ingo

    Ihre Küche daheim gleicht wahrscheinlich einem Hochsicherheitslabor. Vermutlich gibt es für frisches Fleisch einen Quarantänebereich und Gemüse machen Sie mit UV-C-Bestrahlung nahezu keimfrei. Sehr wahrscheinlich kochen und braten Sie auch in Vollschutzausrüstung und sterilisieren Ihr Essbesteck im Autoklav.

    Non Eric war nicht bei Astrium zu Besuch!

    "Was ist mit den bipolaren Transistoren, die in jeder aktiven, elektronischen Schaltung zu finden sind?"

    Die bipolaren Halbleiter haben mit ESD noch die geringsten Probleme.

    Falls Sie in Ihre "Überlegungen" über ESD auch den direkten Blitzeinschlag einbeziehen, dann teile ich Ihre Bedenken natürlich restlos!
  6. #14 Tony schrieb am 05.02.2013
    @Ingo

    Wichtig ist einzig und allein, dass die Geräte einwandfrei funktionieren. Und Tegeler Audio Manufaktur sind ja nicht bescheuert. Die werden selbst am besten wissen, wie sie mit ihren Platinen umgehen können und wie nicht.
    Da kann man sich über irgendwelche Richtlinien und Normen streiten so viel man will. Würden die bei ihrer Produktion Scheisse bauen, dann würden die das von ihren Kunden schon zu spüren bekommen. Bissi weniger Theorie und bisschen mehr auf Erfahrung vertrauen von Leuten, die das seit Jahren machen, würde sehr sehr vielen Leuten in diesem Lande gut stehen.
  7. #13 Peter schrieb am 05.02.2013
    @Ingo

    Die Sache mit dem ESD-Schutz wird sicherlich oft überbewertet, lässt sich aber in den meisten fällen doch relativ einfach lösen.
    Ich glaube, alle Spekulationen über fehlenden ESD-Schutz sind unbegründet, denn soweit ich die Jungs von Tegeler kenne, haben sie auch an dieses Problemchen gedacht, versprochen!
    Doch wer so wenig vertrauen und Fachkompetenz wie du diesen Hersteller zumutest, der wird sich sowieso keines diese exquisiten Geräte kaufen wollen (kaufen können).

    Von daher verstehe ich nicht das künstliche aufregen und den aufgeheizten Schlagabtausch hier…

    Peter
  8. #12 svenniboy schrieb am 05.02.2013
    Rene-Bester Dozent der Welt!
    Tegler Audio = absoluter hammer

    MfG Svenni
  9. #11 carsten schrieb am 05.02.2013
    @ Ingo + Schottky

    Ich war zuerst auch etwas irritiert von der Produktion (Billy-Regale als 19'' Ersatz, probier' ich auch mal aus). Nachdem ich das Ganze mal etwa sacken ließ, bin ich mehr und mehr von der Firma begeistert.

    -Ich traue den Tegeler-Leuten mal einfach zu, das die ihre Produktion im Griff haben, die machen das ja nicht als Hobby am Samstag Nachmittag, auch bei denen müssen die Zahlen stimmen. Zu viel Ausschuss ist teuer.

    -Wenn ich überlege, unter welchen (oft menschenunwürdigen--> Foxconn) Umständen 95% unserer Elektronik in China gefertigt wird, finde ich das hier bei Tegeler einfach toll. Eben keine gesichtslosen Reihen uniformierter Arbeiter.

    -"Buy local" sage ich da nur. Steuern und Arbeitsplätze bleiben hier bei dir und mir, und der Transport von Berlin zu mir (Ozonloch + Klimawandel) ist gering. Das ist mal umweltbewusst und nachhaltig.

    -Falls jemand nur Angst um die Produktqualität und nicht um die Angestellten in der Löterei oder die Umwelt hat: Ich habe auf der Tegeler Webseite gesehen, dass man sich jedes Produkt zum Antesten 14 Tage zur Probe zusenden lassen kann. Wenn das kein Vertrauensbeweis in die eigene Qualität ist, dann weiß ich es auch nicht.

    Ich habe bisher keine Tegeler-Gerät angetestet, das ist also kein Kommentar aus Musiker-Sicht. Aber aus menschlicher.
  10. #10 Shockley schrieb am 05.02.2013
    Übertreib nicht..."Beruf verfehlt"...an Schottkys Post ist rein gar nichts falsch. Empfindlich reagieren nur unipolare Bauteile, was nicht heißt, dass sich bipolare oder sperrgeschichtete gar nicht entladen lassen.

    Nichts für ungut.


    Dieser Crème ist mir ein Rätsel.

    "Vielen erfolgreiche Mixing-Engineers haben eines gemeinsam: Sie mischen mit einem Kompressor und EQ im Masterkanal. Der EQ ist meist auf leichte Höhen- und Bassanhebung eingestellt, der Bus-Kompressor macht ein paar dB Kompression dazu. Dies gibt schon beim Mixen eine Idee, wie der Mix nach dem Mastering klingen wird. Und es hilft, die richtige Lautstärkenbalance für die einzelnen Sound (insbesondere der Stimmen) zu finden."

    Ich dachte immer, dass gerade Profis immer ausflippen, wenn jemand mit Effekten auf der Summe mischt. Wieso sollte man gegen einen zufälligen Masterbus mischen? Als ob Mastering-Engineere grundsätzlich immer zu viele Bässe und Höhen reindrehen und man das damit kompensieren will. Man versuche doch den Mix alleine schon so ausgewogen klingen zu lassen, so dass im Mastering möglichst wenig getan werden muss oder nicht?
  11. #9 Ingo schrieb am 05.02.2013
    @ Schottky

    Also auf den leeren IC-Sockeln auf dem großen Board im Video wird bestimmt der eine oder andere Op-Amp Verwendung finden. Die vielen 1N4148 Dioden - toll. Und die Spannungsregler oder Transistoren auf der Netzteilplatine sind ja wohl keine Röhren - oder?
    In der blauen ESD Schutzbox unter dem Bildschirm war wohl auch bloß ein passiver Schalter drin? Bitte erzählen sie mir keine Märchen!!!

    Zitat:"...empfindlich reagieren nur so genannte unipolare Bauteile..."
    Mit so einer Aussage hätte ich den Beruf verfehlt!!

    Was ist mit den bipolaren Transistoren, die in jeder aktiven, elektronischen Schaltung zu finden sind?

    GENERELL sind Halbleiter und andere ESD-kritische Bauteile vor elektrostatischen Entladungen vor, während und nach der Produktion zu schützen! Gar kein ESD-Schutz ist bestimmt keine Lösung!

    Wenn es zur Entladung auf Bauteile in diesen Büroräumen kommt, kann ja nicht durch Schönreden die gefährliche Entladespannung begrenzt werden - oder?
    Eine Beschriftung der gestapelten Platinen mit dem Produktionsstatus wäre auch zeitgemäß.
    ...nun aber weiter mit dem mehr Musik machen.
  12. #8 Schottky schrieb am 04.02.2013
    @ Ingo

    Die bei Tegeler verwendeten Bauteile dürften kaum Probleme mit elektrostatischen Entladungen (ESD) haben. Empfindlich darauf reagieren nur so genannte unipolare Halbleiter (Feldeffekttransistoren,FET).
    Tegeler verbaut Röhren und bipolare Halbleiter, die sind relativ robust gegenüber ESD.
    Und sollte Tegler doch FET`s verwenden, dann sind es wahrscheinlich Sperrschicht-FET (JFET) in Form von Transistoren oder Operationsverstärkern mit JFET-Eingangsstufen.
    Sperrschicht-FET (JFET) sind auch nicht so empfindlich gegenüber ESD.
  13. #7 Heiner aus München schrieb am 04.02.2013
    - multi-timbral use of plugin instruments
    geht, mein ich, schon jetzt. Ich meinte den Punkt
    - no more plugin instrument duplication
    , der schon weiter oben stand. Nun wird es endlich möglich sein, Sequences zu kopieren, ohne dass es zum CPU overload mitsamt anschließendem crash kommt. Bitte für Donnerstag den Benjam Weiß von DE:BUG wieder einladen. Er hat bereits vor 2 Monaten den Renaissance getestet. Er kann umfassend Auskunft geben.
  14. #6 Ingo schrieb am 04.02.2013
    Ein gutes Konzept, mit offenen Ohren zu Kundenwünschen, läßt auch auf viel Erfolg in der Zukunft schliessen.

    @NonEric: Man stelle sich vor, in Cupertino baut ein "Apfel"-Techniker auf Kundenwunsch einen SD-Speicherkartenslot in ein "I-Device" ein - undenkbar!
    aber...
    Ich komme aus der Elektronik-Industrie und denke,
    daß gerade in dieser Preisklasse, die Fertigung bzw. Reparatur von Elektronikbaugruppen auch ESD-gerecht erfolgen sollte. Z.B. gegen übereinandergestapelte Platinen gibt es schicke ableitfähige Transportrahmen. Arbeitskleidung...
    Werden gewöhnliche Büroräume zur Elektronikfertigung umgewidmet, sollte gerade der Bauteilschutz nicht vernachlässigt werden. Durch Überspannung vorgeschädigte Geräte, können auch oft erst beim Kunden im Einsatz ausfallen. Das drängt dann die Liebe zum Detail völlig in den Hintergrund.

    Klasse Moderation - weiter so.

  15. #5 karl t. schrieb am 04.02.2013
    tv tip für heute..

    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/markencheck/sendungen/apple-100.html

    lg
  16. #4 Heiner aus München schrieb am 04.02.2013
    Apropos High End und Berlin. Bitte mal einen Termin mit Dieter Burmester machen. Ein Hausbesuch bei ihm ist m.E. längst überfällig. Wie ich Luca Anzilotti einschätze, würde er - wenn er in BErlin wäre - 100pro mitgehen.
    Zu den News der Woche am Donnerstag MUSS Folgendes zählen. Etwas, das ihr (mal wieder) total vergessen habt im Rahmen der letzten News-Show. Akai Rep Dan Gill hat in Anaheim die MPC Software v1.3 vorgestellt, die ab Mitte Februar zum Download bereitsteht. Maintenance-Programmierer Pete Goodliffe hat so ziemlich im Alleingang folgende Änderungen hingekriegt:
    - redesigned GUI
    - Qlink response improved
    - track mixer showing only used tracks
    - 24bit recording enabled
    - zoom in/out from the hardware
    - add/remove slices via hardware and double clicking in sample editor
    - no more plugin instrument duplication
    - SP1200 RING mode
    - delete Unused Samples
    - better Legacy File support
    - more export options
    - submixes now have their own outputs
    - Akai plugin GUI redesign to accommodate both studio and Ren
    - XML plugin GUI in plugin edit mode instead of the generic pages of knobs
    - Pro Tools transport control
    - better pad led response
    - add new program from the hardware,
    and most importantly...
    - multi-timbral use of plugin instruments (!!)
    Hurra! Es wird echt Zeit, dass ihr das Thema zumindest mal anreißt. All jene, die bereits das Studio oder den Renaissance ihr Eigen nennen, können ob der frohen Kunde erstmal aufatmen.
  17. #3 Anjunabeats schrieb am 04.02.2013
    Tegel ist immer eine Reise Wert :P
    Du hast dir hoffentlich gleich paar Testgeräte gesichert... neben dem sympathischen Cheffe von Tegeler Audio Manufaktur, interessieren uns natürlich vor allem was in der Praxis geht und ob das eventuell mal eine Überlegung Wert ist ca. 2000€ zu investieren (ich glaube so in dem Dreh kosten die meisten Geräte?)
  18. #2 Jason schrieb am 04.02.2013
    Das Boost-Cut Prinzip des Pultec EQ hat beileibe nix skurriles! Im Gegenteil!
    Der Boost ist breit und der Cut ist eng. Man kann damit wunderbar die EQ-Kurve verändern.
    Der Pultec ist einer der "musikalischsten" EQ überhaupt, und deswegen auch so beliebt.

    Sollte man nach all den Jahren Musik eigentlich wissen.

    ps.: Übrigens: Die Firma nennt sich "TEG E LER" und nicht "TEGLER"
  19. #1 gentler schrieb am 04.02.2013
    gute Moderation; kompetenter, sympatischer Chef, gute Kameraführung/Schnitt; ein weiteres Highlight!

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