PraxisTalk

GEMA VS YouTube - warum ist das für Musiker wichtig?

Die Gema klagt gegen YouTube und läßt Videos mit der Musik seiner Mitglieder sperren.

Gema-Bashing ist zur Zeit schwer angesagt. Aber sollten Musiker, die auch Komponisten sind nicht der Verwertungsgesellschaft den Rücken stärken?

Was steckt hinter dem Streit und warum ist das für Dich als Musiker ein Thema?

YouTube verdient mit Werbung viel Geld, hat sich aber in Deutschland nicht auf eine Vergütungsregel einigen können.

Sind die Forderungen der Gema berechtigt? Sind die Gema Sperrtafeln irreführend?

Gunnar Berndorff > Berndorff.de ist Fachanwalt für Musik- und Urheberrecht in Berlin.

George Kochbeck > Kochbeck.com ist jetzt erfolgreicher Filmmusiker und hatte mit Georgie Red mit "if i say stop then stop"einen der größten Hits des Jahres 1983.

Marcus Loeber > marcusloeber.com ist Komponist, Produzent & Interpret und macht Brand Music & Sound Design in Hamburg

Download: > medium >small > audio only

14.02.2013 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #25 Markus Dages schrieb am 05.03.2013
    Das bei der Betrachtung dieses Themas immer nur die Einnahmen von Youtube betrachtet werden und nie die Ausgaben, verstehe ich nicht. Den Einnahmen von Google-YT stehen auch immense Ausgaben gegenüber.

    2009 war Youtube übrigens noch ein Unternehmen mit vielen Millionen Dollar Verlust.

    Man stellt das Verdienen von Geld eines erfolgreichen Unternehmens immer als eine Art Nachteil und Vorwurf dar. Da kommt immer sehr viel Neid heraus, weil Google-Youtube ein erfolgreiches Unternehmen darstellt.

    Eine solche Diskussion wäre wesentlich spannender, wenn man auch mal jemand mit Argumenten aus dem Youtube-Lager einladet. Das hier war dann doch etwas einseitig.

  2. #24 Klandestine schrieb am 25.02.2013
    @Kahlbert:
    > einige Kommentare hier gehören zu den beeindruckendsten Ergüssen
    > menschlicher Dummheit und Ignoranz, die ich je ertragen musste.
    Was gabs denn zu Abend in der Außenwohngruppe?
  3. #23 Kahlbert schrieb am 21.02.2013
    Ich bin ja nun wahrlich kein Fanboy von Musotalk, und die vorliegende Sendung hatte ebenso ihre Schwächen wie die meisten anderen - aber einige Kommentare hier gehören zu den beeindruckendsten Ergüssen menschlicher Dummheit und Ignoranz, die ich je ertragen musste.

    Hätte ich nur nicht interessehalber mal nachgeschaut, was die geneigten Zuschauer so zu sagen haben ...
  4. #22 Klandestine schrieb am 16.02.2013
    TBB schrieb...
    > Vielen Dank für diesen sehr guten Podcast.
    > Das Thema wurde sehr gut beleuchtet.
    Nein,
    > sehr gut beleuchtet
    wurde das Thema allein schon deshalb nicht, weil mit keiner Silbe eingegangen wurde auf den Umstand, dass bereits 2012 eine genossenschaftliche Alternative zur GEMA an den Start ging, die Cultural Commons Collecting Society, kurz C3S. Die Initiative wird sich noch im 1. Halbjahr 2013 als europäische Genossenschaft etablieren und ihre Zulassung beantragen. "Die Satzung zusammenzuschrauben hat sich als schwieriger herausgestellt als gedacht", erklärte Holger Schwetter aus dem Gründungsteam auf dem letzten Chaos Communication Congress in Hamburg, an dem ich teilnahm. Es werde noch Gründungskapital benötigt, Fördertöpfe seien zu erschließen und eine freie Software mit offenen Schnittstellen für die Kernaufgaben einer Verwertungsgesellschaft müsse gebaut werden. Der Bochumer Musikwissenschaftler rechnet so mit einer Startphase von insgesamt zwei Jahren, in der die als GEMA-Alternative gedachte Einrichtung noch nicht wirklich Rechte wahrnehmen und Vergütungen für Urheber treuhänderisch verwalten könne: "Wir sind dabei, Strukturen im laufenden Prozess zu entwickeln." Ziel sei es, möglichst viele Leute zu integrieren. Ein "kleiner Schwarm" für lose Kooperationen habe sich bereits gebildet. Es sei auch denkbar, zwischen "nutzenden und investierenden Mitgliedern" ohne direktes eigenes wirtschaftliches Interesse an Ausschüttungen zu unterscheiden. Noch feile man aber etwa daran, die unterschiedlichen Vorgaben zu Mitspracherechten aus dem Urheberwahrnehmungsgesetz und dem Genossenschaftsrecht unter einen Hut zu bringen. "Eine wachsende Zahl von Urhebern fühlt sich in der GEMA nicht vertreten", wusste der C3S-Rechtsbeirat Meinhard Starostik zu berichten. So könnten sie dort nicht bestimmen, welche Werke sie zum Inkasso an die Verwertungsgesellschaft gäben oder welche sie mit freien Lizenzen wie Creative Commons für den allgemeinen Gebrauch öffneten. Apropos CC-Lizenz. Auch so ein Topos, der von Non Eric und seinen Gästen überhaupt nicht angesprochen wurde. Das finde ich schwach. Um beim Beispiel Johnny Haeusler zu bleiben: Er stellt viele Sachen bei sich, auf Spreeblick, unter eben jene Lizenz, was bei seiner Lesergemeinde, mich eingeschlossen, regelmäßig gut ankommt. Der Rechtsanwalt der C3S erläuterte weiter, dass sich neben zahlreichen Künstlern wie etwa Luci van Org auch bereits das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) als Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften bei der C3S gemeldet haben. Im November habe ein offenes Gespräch stattgefunden, da die Kontrollinstanz unter anderem sicherstellen wolle, dass die im Raum stehende Einrichtung nicht etwa schon treuhänderisch tätig geworden sei. Wahrnehmungsverträge wären vor einer Zulassung durch das DPMA unwirksam, räumte Starostik ein. Man könne sie bis dahin aber mit aufschiebender Wirkung abschließen, um sich ein Repertoire mit wirtschaftlicher Bedeutung aufzubauen. In Deutschland gebe es bislang 12 Verwertungsgesellschaften, eine Genossenschaft sei für die Prüfbehörde aber neu. Insgesamt habe diese den Gründern noch einige Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben: "Wir müssen einen Businessplan vorlegen und zeigen, dass wir Vergütungen fair abrechnen und weiterleiten können." Der C3S-Vordenker m.eik michalke sieht die Initiative trotz der Anfangsschwierigkeiten auf einem guten Weg. Seinem Verständnis nach hat sich die bisher geleistete Vorarbeit ausgezahlt. So habe sich das Gründungsteam vorgenommen, über eine eigene Mailingliste und andere Online-Kommunikationskanäle 1000 Leute "permanent zu erreichen". Ist da Non Erics RA dabei? Wenn nicht, warum nicht? m.eik michalke bestätigte, dass das Interesse an der GEMA-Konkurrenz stetig wachse. Würde man Non Erics Sendung als Gradmesser zugrunde legen, wäre man nicht auf die Idee gekommen. Da wurde die GEMA über Gebühr gelobt und als alternativlos dargestellt. Echte GEMA-Kritik fand überhaupt nicht statt. Diese Sendung war alles, nur nicht ausgewogen. Schade.
  5. #21 Andremv schrieb am 16.02.2013
    Dieses Hin und Her zwischen der Gema und Youtube geht nun schon seit Jahren. In Deutschland wird immer alles so kompliziert gemacht. Warum machen nicht die Internetanbieter, also Provider eine kleine Umlagepauschale in den Gebühren für die Nutzung sämtlicher urheberrechtlicher geschützter Werke, Musik, Film usw.? Dann könnte man sich den ganzen Ärger und Aufwand ersparen. Bei der GEZ-Zwangsgebühr für Radio -und Fernsehen gehts doch auch. Diese Umlagegebühr geben die Provider dann weiter an die Gema ab und gut ist. Schliesslich ist Youtube auch eine enorme Werbeplattform für Künstler. Das darf man nie vergessen.
  6. #20 TBB schrieb am 16.02.2013
    Vielen Dank für diesen sehr guten Podcast.
    Das Thema wurde sehr gut beleuchtet.
    Meiner Meinung wurde die GEMA auch sachlich kritisiert, bzw. sie wurde in den Punkten kritisiert, wo sie auch wirklich zu kritisieren ist.
    Vergleiche mit der Mafia oder der GEZ sind zwar spektakulär, haben aber nichts mit der Realität zu tun.

    Traurig ist allerdings, daß diverse amerikanische Unternehmen für ihr raubrittertümliches Verhalten von den anscheinend wohl Verblendeten auf diesem Planeten auch noch gefeiert werden.
    Diese Unternehmen fallen ja v.a. dadurch auf, daß sie sich erst einmal einfach etwas, was jemand anderem gehört, z.B. Urheberrechte, ganz frech "unter den Nagel reißen". und hinterher ganz dreist, und auch nur unter massivem Druck der Geschädigten nachfragen, ob es auch ok war, daß "einfach genommen" wurde.

    Von guten Sitten zeugt das nicht. Eigentlich sollte gute Erziehung doch dadurch erkennbar sein, daß man den Betroffenen vorher fragt, bevor man sich etwas von ihm nimmt.



  7. #19 Andreas schrieb am 15.02.2013
    Also ich bin seit 1990 ein GEMA ordentliches Mitglied und ernähre mit der Musik meine Familie.
    Ja, die GEMA gehört dringenst reformiert, auch wenn sie sich um dinge kümmert für die mir in der Woche die zeit fehlt.

    Und trotzdem bin ich froh, dass wir Google und YouTube haben.

    Diese ewigen neid Debatten und das ewige jammern auf verdammt hohem Niveau sind eben typisch Deutsch.
    In den USA würde man über solche Diskussionen nur lachend den kopf schütteln.

    Andreas
  8. #18 Tja schrieb am 15.02.2013
    Offensichtlich ist Vielen nicht klar wer die Google Inc. ist und was sie macht:

    Ein Beispiel für massenweisen hergestellte Raubkopien:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Google_Books#Copyright_infringement.2C_fair_use_and_related_issues
  9. #17 hans schrieb am 15.02.2013
    Ihr stellt es so dar, als wenn Youtube nur von Musikvideos leben würde. Dabei zeigt doch gerade die Tatsache, dass Youtube auch in Deutschland immer noch unverändert populär ist, obwohl ein großer Teil der Musikvideos gesperrt ist, dass die Musik bei Youtube eine eher kleine Rolle spielt.
    Wenn die Sache so weitergeht, zahlen wir irgendwann dafür, dass Youtube unsere Videos zeigt.
    In anderen Medien ist das übrigens auch so. Die meisten Musikmagazine schreiben nur etwas über eine Band, wenn auch eine Werbeanzeige geschaltet wird. Und welchen großen finanziellen Aufwand man tätigen muss um ins Fernsehen zu kommen, möchte ich gar nicht weiter ausführen.
    Also, freuen wir uns darüber, dass uns Google ein hervorragendes Promotool gratis zur Verfügung stellt.
    Make more Music - nicht immer nur ans Geld denken!
  10. #16 Lollipopper schrieb am 15.02.2013
    Non Eric, in der Stammtisch-Sendung am 10.1. hast du deine Talkgäste gefragt, ob jemand glaube, dass Live 9 noch in diesem Jahr auf den Markt kommen werde. Niemand wollte sich festlegen. Nun meldet MusicRadar...

    Ableton has announced that Live 9 and its new Push controller will be available to buy from 5 March.

    LOL, tolle Fachleute hatteste da am Start! Da kannste ja gleich mit meiner Omma skypen, hahaha...
  11. #15 Elias57 schrieb am 15.02.2013
    Manno, jetzt habe ich mir doch den Rest des Casts angesehen/gehört ...

    WAS bitte schön ist so cool daran, NICHT mit seiner Musik auf die Bühne zu gehen?

    Leute, ihr hängt noch in der Vergangenheit. Musik gibt es nicht nur seit 50 Jahren, sondern seit tausenden von Jahren. Und hier beziehe ich mich auf eine Anmerkung eines User aus logicuser.de, die kurze Zeit der Vermarktung von Musik ist vorbei. Vorbei, vorbei, vorbei!!!

    Bitte!?!?!?! Ich darf meine eigene Musik, als Nicht-GEMA-Mitglied, auf meiner Seite NICHT abduddeln? Bitte um Aufklärung. Das fehlt völlig in eurem Beitrag.

    Und nochmals. Allein dass ein Klick auf Youtube oder wo auch immer Geld bei den Komponisten generiert, dagegen wehre ich mich. Ein Klick bedeutet NICHT, liebe Phantasten, dass es auch mit Wonne zu Ende gehört wird.

    Ja, mag sein, dass die Musikindustrie am Ende ist. Was wäre so schlecht daran? Nur weil man so blöd war und tausende in Kurse, Hard- und Software investiert hat, beinhaltet das noch lange nicht das Recht, für den Mist, den man produziert, automatisch sein Geld wert ist.

    Es geht nicht im irgendwelche Rechte, sondern, wie es in der Kunst so üblich sein sollte, der Applaus des Zuhörers ist da Brot.

    Sry, als Fan der musotalk-Seite ist diese die schlechteste Sendung seit langem.

    Shit! Es geht in der Kunst NICHT um Monetarisierung, wann begreift ihr das endlich. Knete ist der Tot der Kunst.

    Warum sucht ihr euch nicht einen Job, der Geld einbringt. Kunst IST KEIN JOB!!!!!!!
  12. #14 carsten schrieb am 15.02.2013
    Das ist doch nicht das erste Mal...

    Als die Schallplatte erfunden wurde und Verbreitung fand, waren die Karten für die Kunstschaffenden auch auf einmal neu verteilt. Ein Gema-Vorläufer wurde Eingesetzt.
    Als das Radio erfunden wurde und Verbreitung fand, war die Situation wieder völlig neu.

    Der Wert für Kunst in der Öffentlichkeit muss von der Gesellschaft jedesmal neu bewertet werden, und das dauert einfach ein paar Jahre.

    Ansonsten gilt als Fazit:
    Klar ist Youtube geil, und Lieder müssen umsonst zu hören sein.
    Nur meine natürlich nicht.
  13. #13 Dieter schrieb am 15.02.2013
    Dank YT kann man den Podcast in 720p downloaden. Alle Folgen und manch rares Material sind hier zu finden. Ich habe bei YT einige sehr rare Alben gefunden, die es nur noch auf Vinyl zu unermässlichen Sammlerpreisen gibt. Das danke ich den Usern, die aus Youtube das machen wofür ich es schätze: Eine Plattform für Musik und Videofreunde, die alles vereint.
    Das Google einen patentierten Suchalgorythmus hat rechtfertig keine Anschuldigungen, etwa die seien kriminell oder Wegbereiter für eben solche. Außerdem ist heutzutage auch derjenige der zahlt nicht immer frei von Schuld -willkommen in der Gegenwart! Noch etwas zu YT: Ich benutze die besten Downloadtools aber ich habe bei Youtube noch nie etwas in einer wirklich hohen Qualität gefunden. Mich interessiert trotz der Möglichkeit überhaupt nicht, ob es was kostet oder umsonst ist, mich reizt nur die Verfügbarkeit und da ist auch Youtube nicht immer uptodate.
  14. #12 ballermann schrieb am 15.02.2013
    an kein erich:
    ein vorschlag zur güte. ich schäm mich ein bisschen fremd, dafür, dass bei dir gäste eine geschlagene stunde stehen müssen. das ist mir schon bei balaskas aufgefallen. gestern litt man mit dem armen RA regelrecht mit, weil er sich nicht mal richtig mit den händen abstützen konnte. er touchierte dabei einen monitor. fast wäre es zum super-gau gekommen und beide monitore wären auf dem studioboden zerschellt. du konntest es gerade noch so verhindern. in case you missed it: es gibt formschöne und preiswerte barhocker. bitte mal klicken...
    https://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&hs=zlg&rls=org.mozilla:de:official&q=barhocker&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&bvm=bv.42553238,d.bGE&biw=1067&bih=475&um=1&ie=UTF-8&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi&ei=yi4eUfKKMMezhAea84DICA
  15. #11 Hermjo schrieb am 15.02.2013
    > Google klaut: Musik, Bücher, Nachrichten,... und verdient
    > mit der Arbeit fremder Menschen Milliarden ohne diese zu entlohnen!
    Sorry, lachhafte Argumentation! Noch nie was vom Prinzip der Gelben Seiten gehört? Da musste man bezahlen, um drinzustehen! Bei Google wird man dagegen umsonst gelistet; bei YouTube darf man für lau seine Vids hochladen, die dann von potentiell jedem Menschen mit Netzzugang gesehen werden können! Ist das etwa keine Leistung, die vergütet werden sollte?? Noch nie war es möglich, mit so wenig Aufwand seine Arbeiten mittels der durch Google unentgeldlich zur Verfügung gestellten Distributionswerkzeuge ans Publikum zu bringen. Was wäre Non Eric ohne YouTube? Ein Vlogger jedenfalls nicht!
  16. #10 Tedda schrieb am 15.02.2013
    Hi
    danke für die kompetente und mit einem echten Urheberechtsprofi wie Gunnar bestückten Runde..
    Bitte weiter so und natürlich "kostenlos":)
    Hardy
  17. #9 Tja schrieb am 15.02.2013
    @Hermjo:

    1. Youtube verdient sich dumm und dusselig

    2. Mit fremden Inhalten

    3. Und zahlt dafür einen Witz an den Ersteller

    4. Die GEMA will einen ordentlichen Gegenwert dafür von YT

    5. Und gibt ihn an den Künstler weiter


    Die GEMA muss sich aber reformieren, weil sie daß eingeholte Geld nach ungerecht zwischen Künstlern und Verlagen aufteilt. Nämlich zugunsten der unwichtiger werdenden Verlage.

    Trotzdem macht die GEMA gegen über Youtube und Google alles richtig.


    Google klaut: Musik, Bücher, Nachrichten,... und verdient mit der Arbeit fremder Menschen Milliarden ohne diese zu entlohnen!


  18. #8 Ploschi schrieb am 15.02.2013
    Elias57 wrote:
    > Wo kann man diskutieren, wenn man gleihcer Meinung ist?

    Das Dilemma der Sendung. Non Eric hätte das Meiunungsspektrum besser abbilden sollen. Nur den Begriff "Mafia" zu droppen ist einfach zu wenig. Er drängte Loeber ein bisschen in die Rolle des GEMA-Verteidigers, was der dankend annahm, doch -- o Wunder -- Kochbeck hatte summa summarum nicht viel an Contra zu bieten. Überhaupt schien es mir, dass der Gute von allen Teilnehmern am wenigsten in die Thematik eingearbeitet war. Er hatte dafür auch eine Begründung. Er habe keine Zeit, sich damit zu beschäftigen. Das ist auf der einen Seite schön, weil es bedeutet, dass er beruflich gut zu tun hat. Andererseits ist er dann aber in der Rolle des GEMA-Bashers in der Diskussion fehl am Platze. Mir kamen von ihm zu viele Binsen. Non Eric sprach von seinem "Günther-Jauch-Kärtchen". Wenn man schon Jauch erwähnt, dann muss man sich auch mit ihm messen lassen. Anders als Kein Erich weiß Jauch bzw. dessen Redaktionsleiter, dass zu seiner kurzweiligen Diskussion konträre Meinungen zwingend Voraussetzungen sind. Die gab es gestern bei Musotalk leider nicht. Warum z.B. habt ihr nicht Haeusler persönlich angefragt? Er wäre sicher gekommen und hätte liebend gerne den Advocatus diaboli gespielt, sei es nun pro oder contra GEMA. Chance (vorerst) verpasst. M.E. müsst ihr redaktionell, also im Vorfeld der Sendungen, besser werden. Es kann eben nicht jeder Gast zu allem sprechen. So ist es z.B. albern, Tom Wendt zu Synthesizern zu befragen. Es gibt schlicht zu wenige Generalisten in der Szene. Das mag man bedauern, ist aber nicht zu ändern.
  19. #7 Geöl schrieb am 15.02.2013
    Vielen Dank an die kompetente Runde, ich finde man kann nicht immer alles kostenlos erwarten..
    ein wenig sehe ich auf der Konsumentenseite ein Problem..
    Es werden kostenlose Inhalte wie Musik oder Redaktionsarbeit verlangt..
    aber wer von denen die dies verlangen gehen zur Zeit einer Arbeit nach für die sie eben NICHT bezahlt werden?
    Doppelmoral !
    Grüße mach Berlin
    Georg
  20. #6 Harald schrieb am 14.02.2013
    Non Eric, mal ehrlich, du zahlst doch an YouTube keinen Eurocent dafür, dass du bei ihnen deine Clips hochlädst, gell? Als Vlogger wählst du das Portal mit der potentiell größten Reichweite. Wenn jetzt jemand Lunatec-Sachen hochlädt und dafür, by the way, keinen müden Euro erhält, dann solltest du so fair sein, YouTube das bisschen Schotter zuzugestehen -- quasi als Umlagefinanzierung, vulgo als Gegenleistung fürs Hochladen deiner Videos, die ja überhaupt erst die Grundlage für das Geschäftsmodell von Musotalk sind. Nur durch die Clips generierst du Traffic und damit Sponsorengelder von Just Music und Thomann. Man könnte sagen: Dank YouTube. Eine Hand wäscht die andere, würd ich sagen. So soll es sein.
  21. #5 Oink schrieb am 14.02.2013
    Hunde-Kot Vermutung, sehr geile Idee. Ich wäre dafür! :D
    Die GEMA-Sperrschilder von Youtube sind eigtlich auch "GEMA-Vermutungen". Man geht davon aus dass das Video GEMA-Material beinhaltet, sperrt das Video damit für Deutschland um die Rechte nicht zuverletzen.
    Was Non-Eric noch meinte, das Google ja auch unteranderem an Werbung an Gmail usw verdient, ist zwar schön und gut. Hat aber mit Youtube nix am Hut. Warum sollte Google von diesem Verdienst was an die Gema abgeben?! Das wäre ziemlich sinnfrei. Das nach Plays abgerechnet wird, wäre zumindestens noch logisch. Aber selbst der Verdienst durch Werbebanner auf Youtube unabhängig von einem Video, wäre ebenfalls sinnfrei und die Gema hätte meiner Meinung nach auch kein anrecht darauf.
    Übrigens das Thema Leistungsschutz-Recht was kurz angesprochen wurde, finde ich sehr grenzwertig. Wenn die Verlage nicht wollen, das Ihre Texte bei Google angezeigt werden, könnten Sie doch einfach die Suchmaschine aussperren. Aber dafür jetzt Geld zu verlangen ist mehr wie krank. Sie hätten doch selbst eine konkurrierende Suchmaschine erstellen können. Aber so verlässt man sich auf das was schon fertig da ist und will einfach an Google mit verdienen. Das so eine Suchmaschien aber auch Kosten hat, von Entwicklung bis hin zu den laufenden Servern, wird nicht gesehen. Man MÜSSTE eigentlich salopp behaupt, das die Verlage dankbar dafür sein sollten, das Google die Texte aufbereitet und für den Nutzer perfekt suchbar macht sowie deren Traffic an die Verlagsseiten weiterreicht. Zum GEMA Image fällt mir gerade ganz spontan das Thema GEMA und Kindergärten ein. Und dann wundert sich die GEMA das sie ein schlechtes Image bekommen ...
  22. #4 Sebastian_M schrieb am 14.02.2013
    Habe mir gerade aus gegebenem Anlass den Lunatec Theme Song auf TouTube angehört:
    https://www.youtube.com/watch?v=q4fb-20babA
    Sag mal, Non Eric, hast du etwa den Synth-Part unquantisiert eingespielt? Mir scheint, dass der etwas unrund daherkommt. Kompositorisch war da m.E. noch Luft nach oben.
  23. #3 Hermjo schrieb am 14.02.2013
    Schon Non Erics Eingangsthese, nach der das Thema "GEMA vs. YouTube" die Musotalk-Zuschauer "bewegen MUSS", teile ich nicht. Im Gegenteil. Auf seinem Blog Spreeblick hat der Singer/Songwriter Johnny Haeusler ("Plan B") das Thema dankenswerterweise tiefer gehängt. Ein deutscher Musikverlag, der international tätige Urheber vertritt, hat ihm Einblick in seine YouTube-Abrechnungen aus Großbritannien gewährt. Nach diesen Abrechnungen erhält der Verlag zwischen 0,000077 Euro und 0,00016 Euro pro Video-Stream. Diese Zahlen mit einem Durchschnitt von 0,0001185 Euro kann man sicher als Google-Richtwert auch für Deutschland annehmen. Der TKP, also der Preis für tausend Werbeeinblendungen im Web-TV-Markt, liegt derzeit bei rund 20 Euro, Tendenz steigend. Selbst wenn die kolportierten GEMA-Forderungen akzeptiert würden, bräuchte ein Komponist 1 Million Abrufe des Videos des von ihm verfassten Songs, um einmalig 2.000 Euro zu verdienen. Haeusler hat auf seinem Blog eine hochinteressante Tabelle gepostet, die jedem Interessierten detailliert klar macht, warum sich der durchschnittliche Musotalk-User keinen Kopf um das Thema "YouTube vs. GEMA" machen muss. Der banale Grund: Die Chance auf relevante Einnahmemöglichkeiten tendiert gegen Null. Zu finden ist die Tabelle hier:
    http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gema-vs-youtube-geruchte-zahlen-forderungen/
    Auf Johnnys Seite muss man dann noch etwas runterscrollen.
    Mein Fazit: Nein, für "die Musiker" ist das Thema "GEMA vs. YouTube" überhaupt nicht wichtig, weil "die Musiker", die Non Eric meint, also die Leute, die sich auf dieser Seite tummeln, niemals "das Clickvieh" zusammenbringen würden, das nötig wäre, um überhaupt in die Nähe des Genusses von Einnahmen zu gelangen. Bitte keine Phantomdebatten führen und stattdessen lieber über Gear sprechen. Schönen Dank.
  24. #2 Elias57 schrieb am 14.02.2013
    Darf ich auf der Strasse auch noch ein bekanntes Lied pfeifen?

    Generalverdacht auf alles!!! Das hilft immer.

    Heute hat sich die Zuhörerschaft und die Möglichkeit des Musikhörens um ein Vielfaches dessen erhöht, wie die Leute, die Musik hören.

    Klar geht es AUSSCHLIESSLICH um Kohle! Der Zug ist abgefahren. Und wieder wird ein Schuldiger gesucht, hier YouTube. Typisch deutsch, ohne einen Schuldigen gefunden zu haben, sind wir nicht zufrieden. Ihr schiesst euch hier auf einen ein, der u.U. morgen nicht mehr existiert.

    Werbung ist IMMER lästig!!!!!

    Riesiger Pool? Klar, Angebot und Nachfrage.

    Und wo ist der Nutzer in eurer Runde, der nix bezahlt? Macht Musik, die viele hören wollen und gut ist.

    Müll und gut liegt doch wohl sehr im Auge des Betrachters.

    Sorry Jungs, wenn mir Musik gefällt, bezahle ich dafür, ist sie Schrott, will ich auch nicht, dass irgendjemand für meine fehlgeleiteten Klicks bezahlt.

    Arghh!!! Ich bekomme eine Krise. Klick = Hit? Wo lebt ihr eigentlich!

    Scheisse, was redet ihr da!! Nochmals, die Anzahl der Leute, die Musik hören UND bezahlen wollen, weil's gefällt, hat sich prozentual verringert!

    Wo kann man diskutieren, wenn man gleihcer Meinung ist?

    Ja, ja, man muss auf die Bühne gehen, Man ist das ein sch.... Einstellung!
    So, ich schalte jetzt ab, der Msit, den ihr da sehr, sehr einseitig verbreitet, geht absolut an der Realität vorbei. Wacht auf und macht "gute" Musik!!!!!!!!!!!!!!!
  25. #1 carsten schrieb am 14.02.2013
    Die Gema ist zwar nötig, aber in der Tat zu alt und verkrustet, um die heutigen Musiker zu vertreten. Ich hoffe, dass irgend ein Mutiger eine neue deutsche Musiker/Komponistenvertretung macht, als Firma, Verein, oder irgendwas. Eine Konkurenz zur Gema, transparent und demokratisch. Ich werde da Mitglied.

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