Tutorial

DIY Raumakustik im Eigenbau

Andre Dupke hat für 800,-€ aus einer gekachelten Küche einen amtlichen Regieraum gemacht.

Hauptsächlich ist mit viel Steinwolle gearbeitet und dann an den Wänden angebracht worden.

Eine Rahmenkonstruktion mit Steinwolle wurde gebaut um diese etwas unter die Decke hängen zu können.

Andre erklärt mir ausführlich was beim Eigenbau zubeachten ist.

Andre Dupke > dmc-studios produziert und lebt in Malaga.

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02.07.2012 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #14 Felix schrieb am 27.11.2015
    Hi André,
    Welches Homatherm Produkt verwendest Du? Geht auch das ,,holzflex Standard "mit dann eben 16 mm dicke? Also das günstigste?
    Liebe Grüße
  2. #13 Andre schrieb am 04.07.2012
    Hi Ivory,
    im Prinzip eignet sich jeder grobmschige Stoff wie z.B. Leinen.

    Liebe Grüße,
    ANdre
  3. #12 Andre schrieb am 03.07.2012
    Hi Hansi,
    gleich zu Deine Fragen:

    1.
    Die besten Erfahrungen haben wir mit Thermohanf und Homatherm gemacht, die Bezugsquelle ist nicht immer einfach zu finden,
    im nächsten Baumarkt gibt es oft nichts.
    Ich würde in deinem Umkreis nach Handwerksbetrieben wie Dachdeckern und Maurern suchen und fragen, ob bei deren nächsten Bestellung was für dich mitbestellt werden kann,
    möglicherweise sparst du dir so die Lieferkosten, oft können auch keine “kleinen” Mengen beim Hersteller dirket bezogen werden.
    Bei Homatherm kannst Du aber auch anrufen und nachfragen wo in deiner Gegend die nächste Bezugsquelle ist.

    2.
    Diese Frage ist leicht zu beantworten ;-)
    Die beste Dämmung hast Du im Schnellemaximum, nicht direkt an der Wand (Druckmaximum).
    Das Schnellemaximum einer Frequenz lässt sich sehr leicht berechnen:
    Schnellemaximum = Schallgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde / (Frequenz * 4)
    Die Dämmung ist am Schnellemaximum am höchsten, außerhalb von Lambda 1/8 nimmt sie aber stark ab.

    Beispiel:
    Für eine Dämmung bis runter 200 Hz müsste ein Abstand zur Wand von ca. 22 cm gehalten werden, bei einer Dämmung von 22 cm.
    d = 344 / (200 * 4) = 0,43
    Über den Daumen gepeilt kann man zusammenfassen, dass der Abstand zur Wand genau so groß sein sollte wie die Stärke der Dämmung um höchste Effektivität zu erzielen.
    Da haben wir aus Budgetgründen bei den Geraden sicher noch was verschenkt, durch die Massive Eckendämmung gibt es allerdings auch unterhalb von 400 Hz bei uns keine Probleme.
    Hier muss man selber entscheiden, ob es günstiger ist mehr Dämmung zu verwenden und dafür den ersten Teil in unmittelbarer Wandnähe quasi ungenutzt zu lassen oder ob man eine Konstruktion realisiert, die die Dämmung ins Schnellemaximum bringt. (Was im Endeffekt natürlich auch die Dämmung selber sein kann)


    Liebe Grüße,
    Andre
  4. #11 Hansi Pop schrieb am 03.07.2012
    Hi Andre,
    möchte meinen Raum zum Abmischen optimieren.

    1. Welches Produkt genau würdest du empfehlen bzw. mit welchen hast du die besten Erfahrungen gemacht und wo kann man es kaufen? Denn es gibt ja zB: von Homatherm mehrere Matten.

    2. Du sagst in dem Video das ein Abstamd zur Wand die Dämmpfung nach unten hin erhöht. Was bringt jetzt mehr: a)statt 14cm dicke 20cm dicke Matten direkt auf die Wände oder b)einfach besser einen Abstand zur Wand und wie groß sollte der Abstand sein.

    LG ins sonnige Malage
    HP
  5. #10 Ivory schrieb am 02.07.2012
    Hey ! :-)

    Mich würde mal das Tuch interessieren.... Brauch man da ein bestimmtes Material??? Wie genau hast du die Platten an die Decke gemacht? Hab vor, das in meinem Studio auch zu machen, da es echt kostengünstig ist...

    Gruß Ivory
  6. #9 Eric schrieb am 02.07.2012
    Hi Andre!
    Danke, für deine Antwort! Hat mir sehr geholfen. Ich werde dann mal durchsweepen ;-)
  7. #8 Andre schrieb am 02.07.2012
    @anselm

    Hast Du da auch mehr infos?
    Bei Google gibt es satte 9 Einträge ;)
    http://www.google.de/#hl=de&sclient=psy-ab&q=%22Gipswolle%22&oq=%22Gipswolle%22&gs_l=hp.3..0i13l4.15210.16482.1.17200.2.2.0.0.0.0.149.279.0j2.2.0...0.0.8BpY2C3_OMQ&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&fp=d3b159ebe7e149de&biw=1213&bih=977

    Wir verwenden sonst auch gerne Thermohanf oder Homatherm:
    http://www.homatherm.com/produkte-neu/flexible-daemmmatten/holzflexR-standard.html

    Liebe Grüße,
    Andre
  8. #7 Andre schrieb am 02.07.2012
    Hi Eric,
    sollte Dein Raum nicht wie z.B. unser Aufnahme Raum extrem gut klingen (Wir haben für die erste Drumaufnahme die M/S Mirkofonierung von Dirk Ulrich verwendet http://www.brainworx-music.de/en/videos/bx_digital_v2_ms_rec und es klingt gigantisch), dann würde ich den Raum dämmen, als Regie aber auch als Aufnahmeraum.
    Ob du nun den Raum und die Ecken komplett mit Dämmung versiehst musst Du im Endeffekt selber wissen, ich würde es tun ABER:
    Wenn dann richtig, eine halbherzige Dämmung verschlechtert das Ergebnis fast immer, da die kritischen Bereiche in den Bässen und den unteren Mitten nicht berücksichtigt werden.
    Daher empfehle ich eine Dämmung von mindestens 14 cm oder mehr, am besten nicht direkt an die Wand. Die Ecken sollten auch großzügig ausgestopft werden,
    die Hypotenuse des endstehenden Dreiecks sollte mindestens 65 cm betragen.
    Ob dein Raum dann gut ist solltest du in erster Linie hören können.
    Auch extrem kurze Kicks mit hohem Bassanteil hallen nicht nach und bleiben trocken.
    Wenn hingegen keine kurze knackige Kick auch mit kürzesten Hüllkurvenverläufen und Gates möglich sind, dann hast Du Probleme im Bassbereich.
    Auch ein einfaches “Durchsweepen” eines Pink Noise mittel EQ und extrem hohem Q-Wert kann Problemfrequenzen aufzeigen.
    Natürlich kannst Du auch messen, mir aber reicht in den meisten Fällen mein Ohr, dass muss ja später auch den Job machen ;-)

    Liebe Grüße,
    Andre
  9. #6 anselm schrieb am 02.07.2012
    Es gibt auch Gipswolle. Die ist gesundheitlich komplett unbedenklich.
  10. #5 Andre schrieb am 02.07.2012
    @Andy
    Der Verwendete Stoff wurde auch aus Budgetgründen verwendet,
    daher standen nur grün und anthrazit zur Auswahl, ich habe mich für anthrazit endschieden ;-)
    Der Beitrag wurde aufgenommen, 2 Tage nachdem wir das erste Equipment in der Regie hatten,
    zur Beleuchtung mussten ein alter Baustrahler und eine Schreibtischlampe herhalten.
    Das Lichtkonzept ist jetzt aber dank IKEA Málaga stimmig, hell aber gemütlich.
    Der Raum hat ca 4*6 Meter, es wurden 14 cm Steinwolle aufgetragen und die Hypotenuse der Eckendämmer beträgt ca. 75 cm.

    Die Steinwolle ist übriges nicht nur aus Schönheitsgründen verkleidet,
    das ist ein echt übles Zeug und das möchte ich nicht in den Klamotten haben ;-)
    Homatherm oder Thermohanf sind da noch besser geeignet, was die Verarbeitung / Entsorgung angeht.

    Liebe Grüße,
    Andre
  11. #4 Andre schrieb am 02.07.2012
    Hi dimmun,
    die Steinwolle schluckt das was sie soll: alles!
    Mit unserer Lösung kommen wir runter bis weit unter hundert Herz.

    Das Problem mit dem "Höhenschlucken" besteht nur unter Verwendung ungeeigneten oder falsch verwendeter Materialien wie Noppenschaum oder bei zu dünnen Matten von Thermohanf, Homatherm oder Steinwolle.
    Eine breitbandige Dämmung ist mit jedem Material erst ab 14 cm Stärke zu erreichen, ansonsten bekommt man das Problem nicht in den Griff und verschlimmbessert die ganze Sache in dem man nur die oberen Frequenzen dämmt, die wesentlich kritischeren Bereiche aber gar nicht berücksichtigt.
    Da sind dann die Höhen weg aus dem raum und der Bass und die Formanten bleiben extrem überbetont und durch den Raum verzerrt.
    Insbesondere Gesangsformaten sind da kritisch und die gehen runter bis auf wenige hundert Herz.

    Eine Messung haben wir nicht gemacht, das einfache Pinknoise “Durchsweepen” mit einem EQ bei extrem hohen Q-Wert zeigt sofort, dass da gar nichts mehr zurückkommt vom Raum..
    Genauso gut könnte man eine Messung in der Wüste machen ;-)
    Nur die nicht vollständig gedämmte Decke (Dämmung nur über dem Arbeitsplatz und über den Monitoren) verhindert ein unangenehmes "Lost in Space" Gefühl.
    Mit einem höheren Budget kann man dafür ganz tolle Holzkonstuktionen auch an den Seitenwänden realisieren, das ist aber Luxus und war hier einfach nicht drin ;-)

    Liebe Grüße,
    Andre
  12. #3 Eric schrieb am 02.07.2012
    Danke Non Eric, dass du dir extra die Arbeit gemacht hast in Malaga ein paar Sendungen zu drehen. Großes Lob!!! Ich mache natürlich Aufnahmen und Mischungen in einem Raum. Wäre es dann richtig, einfach an die ganzen Wände Steinwolle zu kleben? - oder sollte ich das "dead end live end"-konzept anwenden? Und wie kann ich herausfinden, ob der Raum dann akustisch optimal ist?
    Eine Antwort wäre nett!
    Gruß - Eric
  13. #2 Andy schrieb am 02.07.2012
    Tja, schöner aber auch sehr, sehr kurzweiliger bericht… .

    Infos wie:
    Größe des Raums?
    Dicke/Stärke der angebrachten platten (auf wand)?
    Mit welchem Stoff wurden die Steinwollplatten überzogen(verkleidet)?
    All diese fragen wären elementar zu diesem Filmchen gewesen!

    Vielleicht kann Andre hier noch etwas mehr Infos nachliefern ;-)

    Mir ist übrigens aufgefallen, dass bei Andre im studio sehr dunkel ist, wenn man hier noch die Lichtquellen, die zu dem Beitrag erforderlich waren, auch noch abschaltet so bekommt der Raum doch ein sehr düsteres ambiente… .

    Wie ich gesehen habe hatte der Andre auf die Steinwolle noch einen optischen Stoff aufgetragen, sicherlich nur aus Schönheitsgründen. Weshalb aber hatte sich Andre für so einen grauen (dunklen) Stoff entschieden?
    Ein hellerer Oberstoff hätte hier sicherlich mehr licht in die Regie gebracht.
    Vielleicht kann hier der Andre noch kurz etwas dazu sagen…
    LG Andy
  14. #1 dimmun schrieb am 02.07.2012
    Eine Frage hätte ich.

    Schluckt dir die viele Steinwolle nicht zuviel Höhen, oder reflektiert die davorliegende Plane die Höhen ausreichend.

    Habt ihr da auch eine Messung gemacht?

    lg dimmun

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