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Stammtisch

Der Flow

Ein Monolog zum Thema " Flow". Wikipedia: "Mit Flow (engl.: fließen, rinnen, strömen) wird das lustbetonte Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit bezeichnet, auf Deutsch in etwa Schaffensrausch oder Tätigkeitsrausch, Funktionslust." Was ist wichtig um beim Musik machen diesen Zustand zu erreichen? Was hält uns davon ab?

 

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25.04.2008 - vdPn - Visionen des Produzenten N

Dein Kommentar

  1. #16 Ben S. aus D. in R. Kreis O. bei F. in H. schrieb am 03.09.2010
    Ich exportiere während dem Produzieren öfter meinen Track und hör mir den dann in Ruhe im Mediaplayer an statt in der DAW. Ich höre ihn dann wirklich gleich ganz anders, wenn ich nicht von den ganzen Fenstern, Plugins, Reglern, Meters usw in der DAW abgelenkt bin. Plötzlich bin da nur noch ich und der Track und ich hör jede Kleinigkeit, die ich vorher nicht gehört hab. Es stimmt wirklich, dass diese Flut von optischen Informationen in der DAW UNGEMEIN vom hören ablenkt.

    Was den Workflow angeht, geht heute "Studio One" von Presonus in die richtige Richtung. Die meisten Arbeitsschritte sind ruckzuck per Drag´n Drop erledigt, was den Flow ungemein fördert. Ebenso das Midi Mapping (Automap) ist genial. Plugin auf und der midi controller ist schon automatisch so belegt, wie man das haben wollte.
  2. #15 DePec schrieb am 27.05.2009
    Meine Rede. Ein klasse Beitrag. Ich muss aber noch sagen, dass ich, wenn ich mit Reason arbeite, nicht selten in Trance falle. Das hat aber wahrscheinlich den Grund, dass ich immer weiß wo was ist wie du bereits sagtest. Intuition und ich kann mich auf die Musik konzentrieren.
    Außerdem, wie Falko schon sagte: Man sollte sein Setup wirklich nur schrittweise erweitern. Ich kenne viele Leute, die sich haufenweise VSTs anschleppen und diese dann nicht bedienen können, weil man sie doch schon kaum noch wahr nimmt.
    Aus wenig, viel rausholen.

    Weiter so bitte...
    Peco
  3. #14 dieter198 schrieb am 29.12.2008
    Da ist viel wahres dran! Einen interessanten Beitrag zum Thema Flow vom Hirnforscher Manfred Spitzer gibts hier:

    http://www.br-online.de/br-alpha/geist-und-gehirn-manfred-spitzer-gehirnforschung-ID1214991438479.xml
  4. #13 Marc schrieb am 04.12.2008
    Da is was dran, ich bin im Netz über den Artura Midi controller gestolptert & ehrlich.. das fand ich geil. Bin Reason fetischist & etwas das mit IMMER fehlte war die gute alte Fusion zwischen Hard & Software. Keine 3fach Belegung.. Hab den Korg EMX & was mir an der Optik am meisten gab war nicht der Sound (welcher scheiße is)sondern das zusammenspiel zwischen Belegung OPTIK & Klang.
    Erst als ich den EMX als Sequenzer entdeckte wurde mir bewusst wie geil er das adapiert was mir so fehlte. Das EiNGREIFEN.. Und noch geiler wurde es als ich ihn mit diversen VST Synths ansteuerte. Leider taugt die Regler belegung wenig.. aber dafür hatte ich mein BCF2000 das mir vollkommen ausreicht..

    Und bei näherer Betrachtung ist es auch der "Flow" welcher das KP3 so berühmt machte. Klanglich überzeugt es leider auch nicht all zu sehr.. aber es intergriert sich einfach mega geil in die Arbeitsweise.

    Wie oft hatte ich mir schon gewünscht das es die Software Synths als Hardware Controller gibt & man "HINEIN" greifen kann ohne durch die Optik umdenken zu müssen.. Und darum wird das mit ziemlicher Sicherheit auch eine meiner nächsten anschaffungen. Man brauch keine 200 VST Synths wenn man wenige gute sauber & schnell beherrschen kann. In diesem Sinne -> MUSOTALK IS EINFACH GEIL!
  5. #12 Falko schrieb am 20.09.2008
    Was du in diesem Beitrag erzählst ist das, wovon ich immer rede und versuche meine Freunde davon zu überzeugen. Die wollen imemr wieder das Plugins, Effekt und \"what ever\". Früher musste man damit ausgekommen was man zur Verfügung hatte, manche Sachen waren eher umständlich aber die meisten doch recht gut realisierbar. Ich finde auch man sollte nur Schrittweise sein Setup erweitern oder verändern. Und sich auch imer die Frage stellen was man denn eigentlich machen udn erreichen will. und vilen von heute fehlt auch die Grundkenntnis zum Beispiel einen Synth zu bedienen. Der Markt bringt immer wieder neue Sachen raus aber die Synthese arten bleiben eigentlich die gleichen, maximal in der Qualität gibt es Unterschiede. Ich glaube zu diesem Thema könnte man bestimmt ein ganzes Buch verfassen. ich finde es echt Klasse das du dieses Thema mal angesprochen hast.

    mfg

    Falko

    (der aus dem Skype) ;)
  6. #11 Michael K schrieb am 05.05.2008
    Genau dieser Flow ist es warum mein \"alter\" gelber Waldorf Q und ein Piano für meine nächtlichen Homerecordingsessions einfach unschlagbar sind. Dabei läuft noch einfach ein R09 WAV Recorder. Meine Macs schlafen dann schon. ;-)

    Danke N für die treffende Analyse des Flows. Der Vergleich mit dem Auto ist gut gelungen.

    Das Softwareinstrument mit idealem Userinterface ist nun mal der \"moderne\" DSP-Synth.
    Wenn er:
    - Die richtigen Funktionen im Userinterface hat die \"Musikalisch\" einsetzbar sind.
    - Für jede dieser Funktionen eine physikalische Eingabemöglichkeit bietet.
    - Diese strukturiert und sinnvoll angeordnet.
    - Alle Knöpfe. Regler, etc. von ausgezeichneter Qualität sind!

    Für jede musikalische Funktion einen physikalischen Knopf. Das ist meines Erachtens das Geheimnis. Wie bei Non Erics viel zitiertem SP 1200 ;-)

    Creamware z.B. hat nur leider feststellen müssen, dass spezialisierte HW Controller den Meisten einfach zu teuer sind, wenn sie ein hübsch gemaltes Bildchen eines Arp, Moog, ... für den halben Preis bekommen können.


    @Kai: Die AU Plugins (Mac OS) kann man sich z.B. im AU Lab ohne diesen grafischen Firlefanz immer auch in einem generischen Modus anzeigen lassen. Eine lange Liste von Reglern und Buttons. Da verblasst schnell der Glanz so mancher Plugins. ABER da wir auch schnell der Vorteil individuell gestalteter Oberflächen klar. Sie bringen, wenn sie gut sind, eine Unmenge Parameter auf kleinster Fläche unter. z.B. Albino III von Rob Papen benötigt im \"Generic View\" ca. 63 Seiten a 44 Controls = 2772 Parameter. Unglaublich! Da ist der Flow dann aber endgültig zu ende.


    Gruß und weiter so N,

    Michael K.
  7. #10 Upstairs_at_Eric\'s schrieb am 29.04.2008
    Ein gelungener Beitrag, der den Status Quo ziemlich genau trifft. Steinberg\'s Cubase VST war der Sündenfall. Dieser ganze Retro-Schwachsinn im Plug-In-Format bringt die Musik nicht voran. Die Anbieter von Software sind meilenweit von dem entfernt, was die Musiker wirklich brauchen. Die füllen nur unsere Festplatten mit GB voll Soundschrott. Weg damit!
    Übrigens: Vor Jahren wurden die Ensoniq Sampler kritisiert, weil die kein Grafikdisplay für die Wellenformdarstellung hatten. Ich konnte das nie verstehen, denn Sample-Start, -Ende und Loops konnte man prima mit \"geschlossenen Augen\" setzen. Damals war das Ohr entscheidend. Und noch etwas: Weniger ist mehr. Die meisten, die heute im Überfluss Plug-Ins auf ihrer Festplatte haben, konnten sich damals die Instrumente nicht leisten. Da musste das wenige Equipment bis auf\'s Messer ausgereizt werden. Weniger Equipment bedeutet auch weniger Einarbeitungszeit. Alleine Logic ist mittlerweile so umfangreich, dass man ein Jahr benötigt, um einigermaßen damit arbeiten zu können. Allerdings: Zurück muss nicht sein. Damals gab es auch viele Kreativitätskiller. Z.B. Synchronisation, Ladezeiten, der ganze Midi-Kram. Es ist so wie hier schon geschrieben wurde: Die Hersteller müssen sich beim Design etwas Neues einfallen lassen und dezidierte Controller anbieten. Kore und Analog Factory gehen in die richtige Richtung oder auch Konzepte wie Access Virus TI und Korg M3 mit FW-Integration.
    Aber wir sind noch ganz am Anfang.
  8. #9 becks schrieb am 28.04.2008
    @\"Ficki\" (?!)
    Wie lautet denn die URL Deines unpeinlichen Stammtisches?
  9. #8 Ernst Mosch schrieb am 28.04.2008
    Der Künstler in der \"Sound on Sound\" den Du meinst, ist Jack Johnson bzw. dessen Produzent. Für alle, die\'s nicht wissen: JJ ist der Surfer-Heini, der uns mit seinen ständig positiven, gutgelaunten Songs mächtig auf die Nerven geht :-)

    Hatte auch mal die Gelegenheit mir die SOS in GB zu besorgen. Dagegen stinkt die deutsche \"Keys\" bzw. \"Keyboards\" und deren Nachfolger deutlich ab.

    Zum Thema Flow: Wenn ich da an ältere Zeiten denke: Nur ein Yamaha QS300 und eine olle Quasimodo 309. Mäßiger Sound, aber guuuter Flow.

    Gruß

    Ernst Mosch
  10. #7 Kai schrieb am 27.04.2008
    Hallo NonEric & @All,

    ein großes Thema das wohl allen irgendwie auf der Seele liegt.

    Ich bin auch der Meinung, dass die HW-Controller das Problem z.Zt. nur oberflächlich lösen.

    Das beste wäre möglicherweise wenn sich alle(!) Musiksoftware-Hersteller mal zusammenraufen würden und in Zusammenarbeit mit entspr. Experten einen gemeinsamen Ergonomie-Standard zur Beförderung des Flows schaffen würden.

    Vielleicht sind danach alle (gleichartigen) PlugIns in der Anordnung der üblichen Grundfunktionen optisch (außer Logos und Farbe / Skins) gleich und unterscheiden sich nur noch im eigentlich Wichtigen: dem Klang!
    Sieht danach vielleicht alles nicht mehr so aufregend aus - aber wenn es der Wahrheitsfindung (dem Flow) dienlich ist, warum nicht? (und zur Befriedigung der jeweiligen Marketingabteilungen könnten die Plugs sich ja weiterhin in den \"Werbe-Design-Modus\" umschalten lassen ;-)

    Ich stimme aber auch zu: die Simulation der ursprünglichen HW-Welt im Rechner ist nicht der wahre Weg.
    Außnahme: Wenn man mit Cyberbrille und -Handschuhen die Plugins als Kisten in einem virtuellen Studioraum (wie \"damals\" ;-) vor sich hat und dort \"anfassen\" kann.

    Ansonsten muß eine entsprechende neue PC/Mensch Lösung gefunden werden.

    Grüße,

    Kai
  11. #6 Ficki schrieb am 27.04.2008
    Sämtliche Produktionen von Muso-Talk sind einfach nur peinlich... schlecht vorbereitet. Ein unmögliches dumm gelaber dass HIFI Jüngern gleich kommt. Ein Fass ohne Boden.

    Selbstbeweihräucherung kennt hier keine Grenzen.
    Wäre der Produzent N erfolgreich hätte er keine Zeit solche schlechten Videos in Ton und Bild zu produzieren.

    Grüße der AU Stammtisch Berlin Neukölln....
  12. #5 OpenSounds schrieb am 26.04.2008
    Hallo NonErik und an die großen und kleinen Zuhörer :-)
    Ich blende, bei Produktionen, mein Cubase immer komplett aus. Entweder dass ich mich im Stuhl zurücklehne, die Augen zu mache, oder im nebenbei im Netz surfe. Dabei lasse ich die Musik indirekt auf mich wirken. Durch das unbewusste zuhören fallen viele Sachen direkt auf. Vielleicht etwas unkonventionell diese Methode. Aber für mich funktioniert es.
    Das angesprochene Thema, dass Vintagegear \"mehr intuitiv\" war hat vielleicht damit zu tun, dass der Overhead mit den heutigen Möglichkeiten einfach zu groß ist. Es prasselt eine Flut von Informationen und Möglichkeiten auf den einzelnen ein, wie es sie vorher eben nicht gab. Salopp gesagt, früher waren es drei Knöpfe und heute 100´te Regler und Fenster.
    Aber hat sich dadurch denn nicht auch die Art des Musikproduzierens geändert? Alles sollte möglichst in einem Fenster und in einem Rutsch gut klingen? Der Teufel der Technik. Mensch muss immer mehr parallel machen und verliert sich dann im Technikspace. Aber man selbst kann ja auch was dagegen tun, vielleicht die Dinge etwas langsamer angehen lassen.
    Damit meine ich auch, nicht immer die neuesten Updates und die meisten Funktionen installieren, sondern vielleicht zuerst mit dem sich vertraut machen, was man hat. Ich habe für mich entdeckt, dass ich mit dem \"wenigen\" was ich habe, auch sehr gut zurecht komme und es mir dann doch genügt. Freue mich aber auch immer wieder über Neues :-)
    Der Teufel der Technik.
  13. #4 Transpirat schrieb am 25.04.2008
    Hallo NonEric,
    Wir hatten mal eine ähnliche Diskussion im Cubase-Forum, da waren meine Gedanken zum \"Flow\" ein anderer Ansatz: Neue Wege gehen, nicht in Nostalgie verfallen sondern die Möglichkeiten nutzen, die die Entwicklung bietet, hier ein Ausschnitt aus der Diskussion - letztlich alles für den \"flow\":

    \"Für mich ist allerdings ein wesentlicher Punkt, dass sich die etablierten Audiosequenzer allgemein noch viel zu sehr an an analoger Arbeitsweise orientieren und versuchen, diese zu imitieren und ich meine, dass in grundlegenden Fragen vielleicht oft der Mut zum Umdenken fehlt. Das objektbezogene Arbeiten ist nur ein Beispiel, es gibt viele andere (warum muß ich mit der Maus an Minipotis drehen, nur weil die Oberfläche eines analogen Kompressors - den man anfassen konnte und bei dem die Knöpfe 5 mal so groß waren - vor dreißig Jahren so aussah...) Analoge Geräte haben eine andere Haptik als Softwareinterfaces und ich finde, dass die Energien der Entwickler besser verwendet wären, wenn sie nicht versuchen, diese zu imitieren, sondern lieber die Anwendung für softwarebasiertes Arbeiten optimieren. Es ist doch bizarr, wenn ein Softwareinterface nur noch komfortabel bedient werden kann, wenn ein HardwareController verwendet wird, der analoges Feeling vermittelt.

    Ich halte es grundsätzlich für einen falschen Ansatz, analoges Equipment in die Softwarewelt zu beamen. Als Musiker habe ich kein gesteigertes Interesse, mich mit Treshold- Ratio und Attackwerten auseinanderzusetzen. Beim analogen Arbeiten mußte an irgendeiner Stelle im Signalweg ein Poti gedreht werden, um eine bestimmtes Ergebniss zu erzielen, ich meine, dass Software die Möglichkeit bietet, neue Wege zu gehen. Das Powercore PlugIn \"Charakter\" ist ein gutes Beispiel dafür, ich hab keine Ahnung, was im Hintergrund abläuft, welche Parameter verändert werden, es geht nur um das, was hinten herauskommt, was zu hören ist (Waves L2 ist ähnlich). Natürlich fehlen mir die zündenden Ideen, aber Bob Kaatz hat mal in einem Interview gemeint, dass er ganz genau zuhört, wenn ein Kunde zu ihm kommt und meint, er möchte, dass das Ganze \"irgendwie mehr rot\" klingt... Und das mein ich.\"

    ....mach weiter so, Eric und ....keep on flowing....

    Transpirat
  14. #3 Mike schrieb am 25.04.2008
    Sehr interessantes Thema. Das Problem ist wohl, dass Maus und Tastatur nicht zum Musik machen gedacht waren. Das ist so, als hätte Leonardo DaVinci seine Skulpturen mit einer Zahnbürste machen müssen. Musik machen ist eine Kunst und dafür benötigt man die richtigen Werkzeuge. Die Ergonomie eines Controllers ist eben wesentlich besser als eine Maus.

    Zum Thema visuelle Wahrnehmung der Musik am Sequencer: Mir passiert es oft, dass mich alleine die Reglerstellung z.B. eines EQ\'s dazu verleitet, zu viel Bass zu hören. Deshalb habe ich mir angewöhnt, beim Mix nicht immer nur auf den Bildschirm zu sehen und einige Pausen zu machen.
  15. #2 efendi schrieb am 25.04.2008
    beim hören des podcast ist mir folgendes aufgefallen:

    mein abhörplatz ist so eingerichtet, das die ideale abhörposition beim zurücklehnen im bürostuhl zustande kommt...
    wenn ich diese position einnehme verliere ich automatisch den blickkontakt zum bildschirm...

    spannende erkenntnis...auch sonst ist mir klar warum ich die soundmäßigen verluste bei aufahmen von meinen grooveboxen in kauf nehme...ich kann da anfassen und schrauben!

    mfg,

    e.
  16. #1 olaf schrieb am 25.04.2008
    hallo non eric,

    vorweg ein großes lob und vielen dank für muso-talk! flow ist leider wirklich ein äußerst selten gewordenes gut kreativen schaffens. das geht vermutlich allen so, die heute starr und steif vor ihren bildschirmen hocken. das problem ist einfach, wie es auch in deinen sendungen häufig zu hören ist, die form der interaktion mit der digitalen welt. die computer-hersteller haben in den letzten jahrzehnten ausschließlich die leistungsfähigkeit ihrer systeme verbessert durch immer schnellere prozessoren und immer neue, größere und schnellere speichermedien. an der eigentlichen \"kommunikation\" ihrer geräte mit der außenwelt \"mensch\" haben sie dagegen seit bald 30 jahren überhaupt nichts verändert, sofern man davon absieht, dass tastatur und maus heute über usb und nicht mehr über ps/2-schnittstellen angeschlossen werden...

    Was wir brauchen sind \"human device interfaces\", die ihren namen auch wirklich verdienen! selbst solche tollen kisten wie die mackie-control oder core sind letztlich nur hübsche krücken, die den flow teilweise sogar behindern können, anstatt ihn zu fördern, wie es die hersteller immer wieder gerne behaupten. mit dem design der \"graphical user interfaces\" heutiger programme fängt es aber schon an. egal welchen sequencer, welchen software-synth oder welches effekt-plug-in man sich ansieht, alle ahmen sie grafisch die \"guten alten\" analogen geräte nach - mit maussteuerung! was soll das? dann nehme ich doch lieber gleich das original. da kann ich wenigstens an mindestens zwei knöpfen gleichzeitig schrauben, habe etwas \"echtes\" zwischen den fingern und kann regelrecht fühlen, wie ich den klang beeinflusse.

    oder nehmen wir nur mal die sache mit dem aktiven fenster (beispiel logic): angenommen, ich habe zwei verschiedene plug-ins geöffnet, einen klangerzeuger und einen effekt, sagen wir ein stereo-delay. in mühevoller kleinarbeit habe ich das delay so eingestellt, dass es den groove des tracks absolut nach vorne bringt. jetzt möchte ich den sound des klangerzeugers ändern und drücke unbedacht den tastaturbefehl für \"nächstes plug-in setting\" - und schwupps ist mein delay dahin, weil ich vergessen habe, vorher das andere plug-in durch einen klick zu aktivieren! dumm gelaufen, würde ich sagen, wenn ich die einstellungen des delays vorher nicht gespeichert habe. hier wäre für mich die praktikabelste lösung, wenn die software z.B. automatisch den bewegungen meiner augen folgen würde, wenn die software also \"wüsste\", wo ich gerade hinschaue, welchen parameter ich gerade verändern möchte. und dann bräuchte ich nur noch ein passendes eingabegerät...

    der mensch ist ein kommunikatives und \"manuelles\" wesen. wir \"begreifen\" mit unseren händen besser, als mit den augen. wir lernen schneller und leichter, wenn wir die dinge in die hand nehmen können. hier schlummert, denke ich, noch sehr viel potenzial an kreativem produktdesign. wird zeit, dass die hersteller aufwachen und anfangen, ihre geräte für die menschen zu bauen und nicht länger zu erwarten, dass sich der mensch den funktionen ihrer geräte unterordnet. stellt euch die frage: \"wer ist diener, wer ist herr?\"

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