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Software, Recording, DAWs, Best of MusoTalk, Kategorie-Feature
Sendung vom 17.02.2014

DAW TüV Teil 4 - Timing Test

Non Eric

Non Eric arbeitete bei Steinberg mit an Cubase 1.0 ST, war mit SNAP im Studio und ist Gründer des Trance Labels Lunatec.

Auf der Webseite von > innerclock systems kann man sich die Ergebnisse des "Litmus-Timing" anschauen. Die Firma hat viele verschiedene Drum-Machines auf Timingschwankungen getestet. Ich mache den Test mit Cubase, Logic und meiner EMU SP 1200.

Laut Spezifikation sind alle modernen Sequenzer bezüglich der internen Instrumente samplegenau. Aber ist das wirklich so?

Ich laste Cubase und Co. bis ca. 70-80% CPU Leistung aus und gebe auf einem der Stereo-Kanäle einen Spike alle 16tel Noten bei 120 BPM aus.

Aufgenommen habe ich das Ganze extern mit dem Tascam DR100. Ist das Timing perfekt müssen alle Spitzen bei 48 KhZ Sampling Frequenz einen Abstand von genau 6000 Samples haben.

Das läßt sich dann im Sampe Editor leicht kontrollieren. Ich habe auch das Timing im Loop und der Einzelausgänge der SP getestet.

Download: > medium >small 

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Kommentare

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#20 Arne schrieb am 26.02.2014 15:59 answer homepage
Der Test ist ganz nett.

Aber: die Midi-Ausgabe einer DAW arbeitet immer sample-genau. Das war zu erwarten.
Und: Alle Drum-Computer schwanken mehr als eine DAW, wenn es um die Ausgabe geht.

Der Clou am Litmus Test ist meiner Meinung nach gerade die Midi Eingabe, also das Midi-In, d.h: mit welchen Abweichungen (jitter) wird mein Groove aufgezeichnet? Und ich wette die SP1200 ist da besser, als z.B. Intuas Beatmaker, alleine schon wegen der Bildaktualisierungsfrequenz des iPad Bildschirms, da gibt es mindestens 50ms Jitter oben drauf. Mit Midi-Keyboard am iPad erreiche ich in Nanostudio 3ms Jitter. In Abelton Live ist das ähnlich.

Hört man 3ms Jitter? Nein! Deshalb bringt auch ein A/B Test nichts. Aber im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten spürt man es.

Ist Jitter immer schlecht? Nein, nicht wenn es ein regelmäßiges Muster gibt, wie z.B. bei manchen modernen MPCs. Die ziehen dann z.B. nur jede zweite Note ein Stück vor. Das groovt dann immer noch irgendwie.

Genug geschwafelt, hier meine Anregung: Testet doch bitte einmal den Jitter der DAWs auf dem Midi-Eingang.


Wie das bei DAWs mit Jitter bei Midi-In aussieht ist
#19 Vossi schrieb am 23.02.2014 14:48 answer
@ Rawe
@ Svenomat

Ich würde zu Rawes vier Grooveelementen noch ein Fünftes hinzunehmen.
Und zwar die Note selbst. Was viele beim Programmieren von Schlagzeuggrooves oder wenn man es selbst einspielt vergessen ist, auch ein Schlagzeug kann man stimmen. Ganz wichtig ist hier denke ich der Ton der Bassdrum. Man kann sein Midischlagezug so groovig und menschlich basteln wie man möchte wenn die Töne der Drums nicht zur Tonart des Songs passen wird es nicht grooven. Das ist übrigens ganz oft der Fall wenn man vor einem Song sitzt und sich fragt warum groovt der nicht obwohl der Beat im Solomodus gut klingt.
#18 Svenomat schrieb am 20.02.2014 21:01 answer
@ rawe

Ich kann dir zu 99% zustimmen aber du hast was mißverstanden. Gar nicht Zufall, im gegenteil. Aber trotzdem nicht erklärbar, warum manche Grooves die Welt entzücken und andere ein Schattendasein fristen. Es gibt einfach nicht die Formel, die es genau erklären kann. Die Analyse des Grooves von Bilie Jean ist interresant, aber letztendlich wird es nicht wirklich weiterhelfen, weil all die von dir beschriebenen Elemente dann das erzeugen was es ist. Er ist mit Sicherheit reproduzierbar, aber die 1000 Variation erzeugt nicht das, was Qunincy in der Lage war zu erzeugen. Oder wenn man Michael bei den Proben sieht, da geht es um extreme Feinheiten, die beim ersten Hören mir gar nicht aufgefallen währen er aber sofort gehört hat, dass im groove was nicht stimmt. Klar, es gibt Werkzeuge und Mittel die funktionieren, man fängt nicht bei Null an, aber trotzdem ist es so ähnlich wie 1000 mal berührt, 1000 mal nichts passiert und dann hat es zoom gemcht. Es wurden da ja die Wiki Einträge gepoßtet und da wurde versucht den Groove zu "akademisieren", dass funtkioniert nicht...Besser ist unsere Diskusion auch nicht. Wenn das Geheimnis des Grooves gelößt wäre, würde man nicht immer neue finden wollen oder entwickeln. Musotalk könnte zumachen ;-) Es ist einfach Laid Back ;-) Aber was heisst das?

Grooves und Basslines sind übrigens Urheberrechtlich nicht geschützt, dass aber mal am Rande. Wurde hier auch schon drüber berrichtet.

Man muss zuhören und sich auf sein Bauchgefühl verlassen. Zu viel Laidback ist schlecht zu wenig stumpf. Oder wie Mick Jagger mal in einer Probe gesagt hat, dass stück war noch zu "Country" er will es slippery and sexy. Don't stop hat noch zu wenig gegroovt. Aber was heisst das? Keiner weiss es wirklich, bis alle in dem speziellen Timing und Audruck sind, dass es stimmt.
Oder Robert Trullio versucht beim vorspielen zu erklären, warum er so einen fetten Basssound hat, wie Lars Ulrich meinte. Robert meint das wäre dem Hiwatt sein Verdienst, aber die anderen meineten er würde die BAnd besser klingen lassen. Ja, was heisst das? Er ist wohl groovy ;-) er hat die Balance zwischen mitten auf die 1 und LaidBAck...
#17 rawe schrieb am 20.02.2014 16:02 answer
@svenomat
@Alexander

hallo ihr zwei groov-intertessierten! (und natürlich alle anderen!)

ich find das ziemlich klasse, dass hier so aufwendige und interessante beiträge gebracht werden! also... groove-wissen im netz, okay. aber: warum nicht einfach hier?? - past doch zum motto "make more..."

alexander, nimm doch mal eine hihat, 16tel, einen takt. dann: quantisiere rhythmisch hart in 16teln, variiere dann aber die lautstärke der einzelnen schläge, (z.B. laut-leise-laut-leise usw, oder laut-leise-mittel-leise usw) und schon klingt alles ganz anders, es entsteht ein groove. durch die dynamik entsteht eine zweite rhythmische ebene.
oder: nimm eine einfache synthiebass-linie, wieder hart quantisiert, und verändere die notenlängen. mal lang, mal mittellang, mal sehr kurz, oder gemischt. auch da wirst du feststellen, dass, obwohl zeitlich alles im exakten raster ist, eine neue spannung entsteht.

der zeitliche versatz von noten ist also nur ein element von groove. groove hat für mich mindestens vier elemente: 1) noten-anfang, 2) noten-dauer, 3) noten-lautstärke, und 4): diese elemte in einer struktuer (ein-, zwei- oder mehrtaktig), die sich wiederholt! (die wiederholung, die wiederkehr! ganz wichtig!)

vielleicht gibst du mir recht, alexander, wenn du musik danach durchhörst, dass es diese elemente gibt. aus der kombination dieser elemente leiten sich übrigens viele stile ab und unterscheiden sich voneinander. in diesem sinne möchte ich dir, svenomat, auch gerne widersprechen. du beschreibst rhythmische varianten mehrfach wie zufallsphänomene. das trifft nach meiner erfahrung nicht zu. als "ambintionierter musiker" wirst du immer bestrebt sein, den jeweiligen groove des stückes zu analysieren, zu üben, und... zu fühlen. das ist konzentrierte, aufwendige arbeit!

sicher gibt es noch viel mehr elemente... laid back,... nach vorne,... twobeat,... 4-two-the-floor... aber auch in der klassik! alexander, hör dir mal so nen vivaldi an! 4 jahreszeiten, oder so! was die streicher da grooven! hammer! oder... stell dich mal an die bahnschranke und hör, wie geil der zug grooved, wenn der über die weiche donnert...

es gibt sicher elemente, aber es grooved erst dann, wenn diese elemente ein "geheimnisvolles übergeordnetes, sich wiederholendes neues ganzes" bilden. wäre es so offensichtlich und willkürlich, könnte alles und jeder grooven. der weg dahin ist aber oft hart, und am ende nicht eindeutig analysierbar.

so verstehe ich übrigens den satz "It Don't Mean a Thing (If It Ain't Got That Swing)"... am ende zählt, das "es" swingt, dass es grooved. egal wie du es hinbekommst. du kannst analysieren, hören, nachmachen, üben, all dies ist wichtig und gut. aber, wenn es am ende stimmt, kannst du nie eindeutig sagen, warum. du fühlst es.

make more...
#16 Plan9 schrieb am 20.02.2014 15:36 answer
@alex.

"https://de.wikipedia.org/wiki/Groove_%28Musik%29"
"https://de.wikipedia.org/wiki/Swing_%28Rhythmus%29#Erzeugung_und_Wirkung"
#15 rawe schrieb am 20.02.2014 15:24 answer
hey gerry,

danke für deinen hinweis.

hätte ich "spike" richtig geschrieben, hätte ich die datei auch schon auf meiner festplatte gefunden :)

beste grüsse!
#14 Svenomat schrieb am 20.02.2014 15:24 answer
@ Alexander

Tja kann man das alles lernen? Also es gibt einige Interviews zu dem Thema und wie ich schon erwähnte hat DJ Sneak sich zu dem Thema DAW vs. Hardware geäussert.
Ganz eindeutig hat sich Ricardo Villalobos in einem Interview in der Groove dazu geäusert und aus diesem Interview heraus habe ich es dann gedacht, ok mach ich auch mal.

Aber beachtete eben auch was Non ganz am Ende sagt, nicht die DAW sind out of Time sondern seine SP, aber das macht den Charme der ganzen SP Produktionen aus. Es swingt, es groovt, es schaukelt, es geht in die Hüften.
Hier auf Musotalk gibt es nach meinem Wissen jedenfalls dazu auch Beiträge, was passiert wenn die Transienten übereinanderliegen oder ganz leicht zueinander verschoben sind. Es geht hier echt um Millisenkunden. Aber dadruch hat z.B. die Bassdrum dann platz für ihre Attack und die Snare, die leicht verzögert kommt muss nicht gegen die Bassdrum kämpfen.

Es geht aber echt ums (zu)hören um Rhytmusgefühl und irrationale Entscheidungen die aus dem Bauch heraus getroffen wurden. Ich weiss nicht, ob da viele mit hausieren gehen. Ist ja auch Betriebsgeheimnis, die Magie von James Browns Funky Drummer. Oder warum sich der AMENbreak so gut eignet? Wer weiss das schon? Es kommt auch auf den Musiker an: Die meisten klassischen können nur das spielen was sie lesen und haben keine Ahnung von Groove und Improvisation. Hart quantisiert kann aber auch geil sein.

Und Mike hat es schön zitiert und ich mach es auch nochmal: Die SP ist n alter Schlackerer, aber vielleicht macht ja das den geilen Groove der Maschine aus.

Das was die SP automatisch macht oder Nile Rodgers, Prince, James Brown, musst du dem Computer sagen. Für alle die Logic besitzen. Die "Schlackerer" so mancher Maschine kann man sich auf Logiccafe runterladen.

Für die anderen: man nennt das wohl Groovetemplates ;-)

Die Antwort nach dem perfekten Beat lässt sich aber nicht beantworten, den haben schon viele gesucht. Wenn man das Intro von Billie Jean analysiert und nachspielt kommt pure langeweile auf, aber trotzdem kennt es jeder, genauso wie We will rock you. Der Drummer von Stealy Dan hat fuchsige Sachen mit den Hihat in Peg gemacht, die einmalig waren, groovt wie Hölle und geht sofort in die Hüfte...

Die suche nach den perfekten Groove ist echt eine harte Angelegenheit....