PraxisTalk

Das Studiobudget richtig aufteilen

Mehr in Equipment investiert, muß sich über die für ihn richtige Aufteilung des Budgets Gedanken machen.

Vielleicht gibt es eine Möglichkeit Teile der Ausrüstung zu mieten oder für die Aufnahmen ein günstiges Studio aufzusuchen.

Besonders der Anfang und das Ende der Recordingkette sind wichtig. Erst ein gutes Mikro und Monitore kaufen und dann die Plugin Sammlung vervollständigen.

Auch das Thema Werterhalt sollte man berücksichtigen. Für mein gebrauchtes und gebraucht gekauftes Neumann U87ai bekomme ich heute mehr Geld als ich damals vor 20 Jahren dafür bezahlt habe.

Software ist schnell veraltet und nur schwer auf gebraucht zu verkaufen. Windows Software ist länger kompatibel als bei den Jungs mit dem Apfel.

Andreas Balaskas > masterlab.de mastert in Berlin von Aggro bis Rosenberg.

Jochen Weyer >HOFA-Studios Senior Audio-Engineer.

Andrew Levine > Blumlein-Records macht mobile Recordings in Stereo und Surround.

Download >medium >small >audio only

12.02.2015 - Home-Teaser

Dein Kommentar

  1. #11 block schrieb am 28.02.2015
    Hallo,
    Danke für den informativen Talk. Besonders Andreas hat mit der Anregung des Mietens, etc. doch ganz vernünftige Immpulse geben können. Generell hat der Talk sich aber ein wenig verzettelt. Ich habe auch voll Bock auf einen zweiten Teil. Darin sollte es konkrete, realistische Budgets und Projekte geben, die ernsthaft diskutiert werden. Ich habe mal klassisch drei Situationen skizziert, die denke ich, öfters vorkommen. Aus diesen kann man dann auch sehr gut ableiten, was jeden in seinen individuellen Überlegungen betreffen dürfte.

    Szenario ! "SEMI-PROFI": Ich habe 10.000 Euro und rüste ggf. in zwei Jahren etwas nach. Grundsätzlich will ich flexibel sein, sowohl schlicht am Computer zu mixen, Sänger, Percusssion, Bläser, Klaviere, etc auch im Feld aufnehmen zu können. Raum von 35 qm mit Niederflor-Teppich und neubautypischer Befensterung, etc. (Als Rechner habe ich ein solides Notebook von 2012 mit i5-Prozessor 4 GB Ram (aufrüstbar auf 8) und einer 500 GB HDD, PCI-Slot sowie USB 3.o und 2.0 sowieso. Als DAW habe ich irgendeine LE-Version, das klicken nur mit der Maus ist mir aber eigentlich zu fummelig. Haptische Geräte sehe ich schon als Hilfe.
    (Stichwort: Grundsätzlich was sollte man tun wenn man kann? Wohin eher das Geld investieren? Mikro oder Monitore? Wie ist da das Verhältnis? Braucht es immer einen Sub, bzw. Wann? Brauche ich bei einem 5000 Euro-Mic auch Boxen zu je 1500 Euro? Was muss das Audio-Interface können? Was muss es mindestens kosten um hochwertige oder mittelpreisige Instrumente aufzunehmen und latenzfrei zu werkeln? Wonach richtet sich meine Entscheidung für die richtige DAW?, Wann bringt mir ein digitales Mischpult oder ein entsprechender Controller etwas? Kann ich auch mit den dort eingebauten Interfaces arbeiten? Nicht zuletzt: Was muss der Rechner wirklich haben um mitzukommen. Wann sollte ich einen seperaten Rechner kaufen? Wie kann ich mit wenig Ressourcen hier nachhelfen? Schließlich will ich mehr Neumann als Lenovo vom letztlich doch limitierten Rahmen.)

    Szenario zwei "DJ": Budget: 5000-6000 Euronen: Ich habe einen Abstellraum oder externen Raum (20 qm) zur freien Nutzung. Verwinkelt, lichtarm, aber ich darf schon laut machen ohne Stress zu kriegen. Ich habe ein Macbook von 2009 ohne DAW aber mit Traktor und einem Audio 6-Interface von NI, sowie einem 2-Kanal-Digital-DJ-Mixer mit Mikrofon-Eingang und eingebauten Effekten (Hall,Delay, Reverb, Flanger, Echo), zwei 1210er und viel Vinyl. Zudem ein gut genutztes SM 58 und ein Kaoss-Pad! In erster Linie möchte ich elektronische Musik machen (House, Minimal) und ggf. Vocals aufnehmen, bzw. Samples aus der freien Wildbahn einfangen. Zudem schiele ich auf eine MPC oder Maschine um einen krativen Workflow zu bekommen.
    (Stichwort: Wie plane ich sinnig nach vorne und bleibe flexibel und mobil? Was kann ein DJ mit ins Produzieren nehmen, was kann er veräußern um die gleichen Funktionen im Recording-Equipment vielleicht wiederzufinden? Wo verzettelt man sich schnell? Wo darf man Absriche machen?)

    Szenario 3 "AZUBI": Ich habe nicht die größten Ressourcen und spare mir 1000 Euro Stück für Stück hart zusammen und kaufe die Geräte nacheinander. Damit muss ich dann auch länger hinkommen. Rechner-Seitig habe ich einen Medion mit 8 GB, i3 und relativ lautem Lüfter. Räumlichkeit ist mein 1-Raum-Appartement, bzw.Schlafzimmer (20 qm, Laminat, Kleiderschrank, Regale, Bett, und Schräge, da Dachgeschoss). Das, was ich kaufe muss lange halten und Spaß machen. Ist zwar nur ein Hobby aber die Ergebnisse sollen auch geübten Ohren vorspielbar sein. (Stichwort: Was kann man gut und Geld sparend gebraucht kaufen, was kann ich improvisieren, was ist entbehrlich/Was brauche ich unbedingt/ALternativen? 4-Spur-Kassetten-Deck von Tascam aus 1992?)

    Für alle die mehr als 10.000 investieren wollen sei ja sicherlich eine individuelle Fachberatung empfohlen. Da geht es ja schon um Premium-Hobby mit zu vermutenden Profi-Ambitionen.
  2. #10 Cryzor schrieb am 27.02.2015
    Moin moin Leute !

    Das Thema mit der richtigen Aufteilung würde mich auch brennend interessieren. Vielleicht könnt ihr beim nächsten Mal genauer drauf eingehen wie man am besten vorgeht, wenn man gezielt Songs/instrumentals abmischen möchte. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich viel zu spät die Überlegung getätigt habe mir "bessere" Abhöre zuzulegen und mehr in Sachen Akustik zu investieren. Ein Haufen an Plugins zum Mischen, bringt nicht den gewünschten Erfolg, wenn man nicht richtig "hören" kann durch die zu schlechte Abhörsituation. Ich hoffe ich konnte in der Hinsicht ein wenig Anregung für "Teil2" in den Raum schmeißen.

    Lieben Gruß
    Christian
  3. #9 Alex 28 schrieb am 18.02.2015
    Egal was man für Musik machen will,

    ein guter Aufnahmeraum kostet mit den nötigen Mikros, Verkabelung, Preamps usw. unmengen an Geld.
    Schneller und einfacher komme ich ans Ziel mit meinen Bands, in Studios zu gehen die über die gewisse, gewünschte Ausstattung verfügen.
    Je nach dem, gibt es welche in denen sich besser Gesang aufnehmen lässt, andere wiederum für das Schlagzeug und wieder andere für akustische Instrumente.

    Ergo, ist mir ein gut klingender Raum zum Mischen wichtiger als zum Aufnehmen und verschlingt nicht ganz so viel an Budget in Einrichtung und zusätzlicher Miete. Denn weiß ich, ob ich tagtäglich Musiker in meinem Studio aufnehmen werde, die das auch immer bezahlen?

    Daher meine top 5.

    1. Akustik
    2. Abhöre
    3. Superleiser Rechner
    4. DAW
    5. gute Effekte
  4. #8 Stephan schrieb am 16.02.2015
    Hey MusoTalk-Folks!

    Interessante Sendung, jedoch wurde die allerwichtigste Investition mit keinem einzigen Wort erwähnt:

    Jedes Studio braucht die drei "K":

    -Kaffeemaschine
    -Kekse
    -Couch

    Alles vom Allerfeinsten natürlich.

    Meine Kunden interessiert es nicht, ob ich ein U87 mit TubeTech MP2A oder ein SM58 mit Yamaha 01v betreibe. Der fühlt sich mit Kaffee auf der Couch und dem Finger auf dem billigen Conrad-Electronic Talkback-Taster wichtig und am wohlsten.

    Dennoch: Schöne Sendung, wie auch alle anderen Sendungen, die ich mit großer Freude verfolge!

    Greetz
    Stephan
  5. #7 Andrew Levine schrieb am 16.02.2015
    Hi Stan,

    Die Audiointerfaces von Metric Halo werden über die Metric Halo Console Software gesteuert, die über eine Aufnahme-Funktion, das "Record Panel" verfügt. Robust und zuverlässig. Daneben gibt es noch eine frei konfigurierbare Mixer-Oberfläche und einen sehr flexiblen Monitor-Controller. So läuft mein Studio :-)

    Viele Grüße,

    Andrew
  6. #6 stan schrieb am 16.02.2015
    Hi Andrew, kannst du bitte etwas genauer dein System beschreiben (record panel.
  7. #5 Andrew Levine schrieb am 14.02.2015
    Hi Sascha,

    Ein Budget von 2000,- € (vorausgesetzt man hat einen vernünftigen Computer würde ich eher so aufteilen:

    Mikrofon: 500,- €
    Audio-Interface: 500,-
    DAW: 50,- € (Reaper)
    Kopfhörer: 150,- € (Ultrasone; strahlungsarm :-)
    Kabel: 100,- €

    Den Rest (700,- €) dann für minimale akustische Elemente, Plug-Ins, virtuelle Instrumente usw.

    Viele Grüße,

    Andrew
  8. #4 Slashgad schrieb am 14.02.2015
    Wichtiges Thema! Ein paar gute Tipps für mich waren da dabei!

    Das war eine gute Anregung von ANDREW am Ende, fand ich! Es wäre hilfreich, ein Ausgangs-Szenario festzulegen, dann wäre die Sache etwas zielführender.

    Von einer Hörbuchproduktion auszugehen, war defnintiv KEINE gute Idee! Ich denke die meisten, die Musotalk verfolgen, sind doch Homerekorder, "Beatschrauber" oder kleinere Projektstudios. Daran sollte man sich dann auch orientieren.

    Und dann noch was zum Budget:

    Also ich investiere halt nach und nach in mein Equipment. Ich komme nicht an mit der Summe XXXX Euro und kaufe dann alles auf einmal. Das sollte man berücksichten.
    Ich fange mit einem Rechner an - mit Soundkarte oder Audio-Interface und einer DAW. Damit kann ich schon mal an Songs basteln. Und dann ergänze oder erweitere ich Schritt für Schritt mein Equipment, auch je nachdem wieviel Geld ich gerade abzwacken kann.

    Nette Runde auf jeden Fall - und sehr gute Kommunikation diesmal - da durfte jeder ausreden und so. Das finde ich sehr gut!!! Das Thema könnte ruhig noch ausgebaut werden!

    Da gibt's noch eine Sache, die gar nicht erwähnt wurde...

    Ich merke bei mir manchmal, wie viel neues Gear (Software-Instrumente oder Effekte) ich kaufe und wie sehr das Musikmachen in den Hintergrund rückt, vor lauter Neues Lernen und Up-to-date-Bleiben.
    Und da bin ich nicht der einzige mit diesem Problem, wenn ich z.B. die Posts bei neuen Releases von NI verfolge.
  9. #3 Andrew Levine schrieb am 13.02.2015
    …und Sweatshirts :-)
  10. #2 Sascha schrieb am 13.02.2015
    Also von einem Startkapital in Höhe von 10.000€ auszugehen finde ich utopisch, zu mal die meisten Musik als Hobby betreiben.
    Ich halte ein Startkapital von 2.000€ eher für realistisch.

    Gehen wir mal davon aus, das der oder diejenige bereits einen aktuellen Rechner hat und schon länger mit dem Gedanken spielt, sich ein kleines Homestudio aufzubauen.

    Ich denke rein für den Anfang genügt ein gutes Audio-Interface, manchmal gibt es auch Bundles mit Mikrofon, Popkiller und Kopfhörer z.B. von Focusrite ab 249€. Eine DAW mit einer Grundaustattung an Samples und virtuellen Instrumenten gibt es ab 389€, Midi-Tasten ab 89€ und ne gute Abhöre fängt bei 400€ an, z.B. KRK RP6. Eine Optimierung der Raumakustik ist zwar schön, aber auch nicht zwingend notwendig. Es sei denn, man hat tatsächlich einen extrem hallenden Raum. Für Gesangsaufnahmen reicht eigentlich schon meist eine mit Pyramidenschaumstoff ausgekleidete Ecke und ein Absorber für Mikrofone zwischen 200€ und 300€. den Rest des von mir genannten Budgets würde ich vielleicht in einen guten Softwarerompler und in die eine oder andere Samplelibrary investieren.
  11. #1 confused schrieb am 13.02.2015
    ...es gibt so viele schöne Hemden...

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