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Bitwig Studio 1.0 DAW für Mac, Windows & Linux

Bitwig Studio 1.0 ist jetzt erhältlich. Wir haben uns die aktuelle Version 1.0.5 angeschaut und klären für wen das Programm eine Alternative zu den bereits etablierten Musikprogammen sein kann.

Mic "Moogulator"s persönliche Wertung auf dem MusoMeter: 4 von 5 Punkten.

Meine persönliche Wertung auf dem MusoMeter: 3 von 5 Punkten.

Bitwig Studio ist eine DAW, die neben dem linearen Arbeiten auch Clip & Loop basiertes Arbeiten ermöglicht.

Die Software lief bei mir schon stabil, allerdings gab es gelegentliche kurzfristige Probleme mit dem Audiotreiber.

Die Software läuft auch auf Linux, allerdings unterstützt Bitwig Studio nur VST Plugins.

Den integrierten Wrapper habe ich mit einer aktuellen 32 Bit version vom Imposcar 2 getestet. Das Plug-In stürzt zwar ab zieht aber nicht das ganze Programm in den Tod.

Das Sandboxing der Plug-ins funktioniert also.

Was Audioformate angeht kann das Programm fast alles fressen was man ihm anbietet. Flac, Org Vorbis oder AiFF alles kein Problem.

Mir hat besonders gefallen, dass man in den Send Wege auch die Pegel der einzelnen Input-Signale sehen kann. Auch in einer Effektkette sind immer alle Pegel ablesbar.

Natürlich fehlen in einer 1.0 Version, besonders im MIDI Editor, noch einige Funktionen. Schade das Bitwig die Zeit nicht genutzt hat um ordentlich Content beizulegen. Da sind alle Mitbewerber besser ausgestattet.

Bitwig Studio hat einen hohen Nerd-Faktor. Unter Haube ist viel los und man kann tatsächlich tief ins Programm einsteigen und in Zukunft sogar eigene Effekte und Plugins bauen. Max for Live läßt grüßen.

Allerdings sind diese spannenden Möglichkeiten, wie auch Online Collaboration, erst für die Version 2.0 angekündigt.

> Bitwig Studio 

Mic “Moogulator” > Synthmag.de ist Gründer und Chefredakteur des Synthesizermagazins und der Macher hinter >sequencer.de.

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07.04.2014 - Recording

Dein Kommentar

  1. #23 Andremv schrieb am 10.04.2014
    Grundsätzlich fehlt bei Bitwig noch eine Zoomfunktion für die horizontale Ansicht des Sequenzers, also bei der Spurenansicht. Die zahlenmässige Darstellung der Zeitleiste könnte erweitert werden, quasi wie bei Pro Tools oder Reaper. Es fehlt ein Rewindbutton auf der Transportleiste, das der Cursor zum Anfangspunkt des Sequenzers springt. Auch gibt es keine Audioquantisierung der Warpmaker, wie bei Live. Es fehlt die Möglichkeit der Bildung von Gruppenspuren. Da ist die Ordnerverwaltung von Studio One vorbildlich. Es gibt keine Routingmatrix zur Übersicht von Verschachtlungen. Leider auch keine wählbaren Skins. Die automatische Tempoermittlung von Audiomaterial funktioniert nur fehlerhaft. Vorbildlich wäre auch eine Art Mediabey, wie bei Cubase. Die Integration von VST-Plugins ist noch nicht zufriedenstellend gelöst, da auch manche 32 bit Plugins nicht immer ordnungsgemäss geladen werden. Meiner Wertung derzeit 2 von 5 Punkten auf der Musotalkskala.
  2. #22 Frank Arnold schrieb am 10.04.2014
    Bitwig ist weder "nur" Java noch ist es "kein" Java ;) Wie so oft liegt es irgendwo in der Mitte :P

    Das Framework ist in Java (32Bit) geschrieben. Die ausführbare Datei ist mehr oder weniger nur ein Loader von Java.
    Die Controllereinbindung/Anpassung erfolgt über Javascript (was mit Java überhaupt nix zu tun hat auch wenn es was mit "Java" im Namen hat).

    Die 2D GUI benutzt die Cairo Bibliothek (Open Source und Cross-Plattform) welche in C geschrieben ist.
    Für Audio wird "Portaudio" benutzt ebenfalls eine freie und quelloffene Bibliothek (geschrieben soweit ich weiß in C) die auch auf Win/Mac/Linux läuft. Viel anders ist diese Unterstützung mehrerer Betriebssysteme auch gar nicht hinzubekommen.
    Die Plug-ins werden von einem 64Bit Plug-in Host geladen wenn man auf einem 64Bit System unterwegs ist.

    Bitwig ist da also sogar ziemlich modern und kombiniert mehrere Welten.
    64Bit Plug-ins werden natürlich nativ geladen und je nachdem wie man das in den Optionen eingestellt hat, teilen sich dann die Plug-ins einen Prozess oder jedes Plug-in läuft in seinem eigenen - übrigens funktioniert das auch so mit 32Bit Plug-ins bei Bitwig, weswegen das auch recht interessant für 32Bit Plug-ins/Systeme ist weil jedes Plug-in den vollen maximalen RAM adressieren kann ohne das mit anderen Plug-ins zu teilen.

    Es gibt sicherlich einige Punkte wo man meckern kann aber wegen Java oder angeblich nur alles 32Bit eher nicht.

    Frank

    Web: http://4damind.com | Soundcloud: http://soundcloud.com/52degree
  3. #21 MikeMarsh schrieb am 10.04.2014
    Hi,

    @Sigmund - Wer um 8:15 schon wach ist um anderer Leute (FastInput and LateNight) "Tippabrutschfehler" anzuprangern, aus dem ist schon mal nix geworden :) Sorry, war schon spät und ich will keinen Roman-Erfolg landen - gebe mir jetzt aber mehr Mühe....

    @Maggie - Bist Du von Bitwig?
    32bit GUI hin und her. Wie ist das mit der Speichergrenze? Ich bin vor 2 bzw. während der Zeit schon notgedrungen auf komplett 64bit umgestiegen weil mir Projekte gerne crashten durch die engen Speichergrenzen... Hat mich so viele Nächte und Tage und Mails mit Herstellern gekostet. Ich arbeite mit NICHTS mehr als Host-Programm was sich in Programme(x86)installiert. Period. Da kriege ich bei dem Gedanken allein schon Sodbrennen. Sorry, nein ich will das nicht mehr!

    @Bitwig - Hatte versucht Euch eine Mail über "Contact us" zu schreiben. Diese lässt sich jedoch mit der Meldung "This field is required" nicht abschicken - Habe jedoch alle Felder ausgefüllt. Welches Feld jetzt noch fehlt wird aber nicht angezeigt :) Aber es fehlt ja auch keines! :)Grrrr...!

    @Marketing bei Bitwig
    Also - bei der Demo-Install fehlen ja die meisten Files. Schon mal ganz doof. Gibt´s jetzt irgendwo ein Demo Projekt mit oder ohne begleitendem Tutorial, so dass ich mir jetzt mal einen schnellen Überblick verschaffen kann - oder muss ich das Rad erst mal neu erfinden, ohne das ich das zugehörige Auto überhaupt kennenlernen darf?

    @sigmund
    ... hoffe, das war jetzt etwas besser! :)Leg´ dich dann wieder hin.

    Ciao,

    Mike


  4. #20 Maggie schrieb am 10.04.2014
    @Sigmund,

    Bitiwg ist nicht in Java geschrieben, wie kommt ihr immer darauf. Einzig die Controllereinbindung geht über Javascript und das ist ein himmelsweiter Unterschied.

    @MikeMarsh,

    Das GUI ist allein in 32bit geschrieben, 64bit PlugIns werden aber in nativem 64bit verarbeitet, während 32bit PlugIns gebridged werden. Du hast also keinen Nachteil gegenüber 64bit DAWs.
  5. #19 Ernst schrieb am 10.04.2014
    Wer Rechtsschreibfehler zhlt hat immer nur Luft im Sack.
  6. #18 Justin schrieb am 10.04.2014
    @Sigmund: Anscheinend hat Dein Java sich schon einen Virus eingefangen, wenn ich mir Deine Rechtschreibfehler so ansehe.
  7. #17 MikeMarsh schrieb am 09.04.2014
    Hi,

    nach dem ganzen Ge-Hype war ich doch sehr gespannt ... also mal Demo ziemlich fester Kasufabsicht installiert.

    Siehe da - hat keiner erwähnt - das Teil ist in 32bit only!!!!

    Mir wurscht, ob das auch meine - nach 2 Jahren teilweise schmerzhaften Umstiegs auf (fast) komplette 64bit Umgebung mit Cubase inclucsive - 64bit PlugIns fressen kann ... aber danke erstmal. Nur 32bit - was soll mir das sagen????

    Trotzdem installiert und wollte dann bei Bitwig irgendeinen Demo-Song runterladen und mit den Tutorials ausprobieren.... Kein einziges Projekt zum Ausprobieren weit und Breit. Nach 2 Jahren Entwicklung nicht ein Song Projekt. Jedenfalls habe ich keines gefunden.

    Danke - ich bin dann mal raus!

    Bye,

    Mike

  8. #16 Elias57 schrieb am 09.04.2014
    Schöner Test, obwohl ich den Anfang ein wenig holprig fand ;)

    Nachdem die erste Version (1.0.1 oder .2) nicht lief, da das DMG korrupt war, hatte ich mit der 1.0.5 Glück und konnte BW ausprobieren. Einige AU-Plugins vermisste ich schon, aber im Vermissen sind Mac-User ja ohnehin hart im Nehmen ;)

    Da ich eher der "Lineare" bin, hat mich das Proggi nicht so sehr überzeugt. Überladene GUI, nerviges Lego-Design, als Mac-User ohne die normale Menüleiste, best of all worlds ist hier nix für mich. In eurem Test wurden die Modulationsmöglichkeiten hochgelobt, mag ja sein, dass es jemand braucht, ich nicht. Insgesamt finde ich die DAW wenig intuitiv, es wurde wohl mehr auf Ableton-Nutzer geschielt, als auf Normalos.

    Ok, bin wohl nicht das Ziel von Bitwig.

    Gähn ... wann kommt der nächste mit einer neuen DAW. Binweg sozusagen ...
  9. #15 Sigmung schrieb am 09.04.2014
    Mit BitWig holt man sich Java ins Haus. Und Java ist heute das Einfallstor für Schadsoftware. - Also Fingerweg!
  10. #14 TBB schrieb am 09.04.2014
    Bitwig ist für mich momentan subjetiv das schönere Ableton.
    Das Manko für mich an Albleton war stets seine Optik, die mir einfach nicht so recht gefallen mag.
    Aber das soll jetzt echt kein Ableton Bashing sein. Das Konzept von Ableton finde ich natürlich sehr geil.
  11. #13 mentalblue schrieb am 08.04.2014
    Also nein. Habe viel mehr erwartet von Bitwig. Zuerst dachte ich das Ableton einiges fürchten muss aber dann habe ich Bitwig ausprobiert und nein,...seriös ist mir die Sache nicht so. Too much "geekerei" Wenn ich das möchte dann habe ich max for live. Also besser als ableton ist es nicht. Kommt mir mehr vor wie eine einsteiger DAW für geeks die viel zeit haben und mehr Spass an experimentieren haben als Musik zu machen.
    Nichts neues - nur anders.
  12. #12 nextGen schrieb am 08.04.2014
    Danke mal wieder für den interessanten Beitrag.

    Bitwig habe ich mir jetzt auch angeguckt und ausprobiert.
    Nicht nur der alte Ableton Hase sieht hier frappierende Ähnlichkeiten zum Klassenprimus.

    Meine Pros:
    - Duplizieren von Audioloops im Sample Edit (also in einer Scene)
    - Alternative Grid subdivisions (z.B. 16/3 16/5 16/7) bei MIDI Spuren
    - Schnellwahltasten für Pitch (+/- 1, +/- 12)
    - Menüleiste noch anwählbar im Fullscreenmodus

    Meine Cons:
    - keine BPM Sprünge per Scene
    - keine automatisches Loopen nach der Aufnahmen per scene (Start - record - stop und gleich im richtigem Loop)
    - Parameter schnell zurücksetzen durch Alt+Click oder Doppelklick
    - keine FX-Audio Splitter (der fängt der Modulare-Spaß doch erst an)
    - keine MPC oder SP1200 Grooves auf Samples anwendbar
    - keine Skins

    Die Warp ähh Stretch-Funktion ist leicht versteckt am unteren Rand vom Audiofile.

    Ich denke hier kann man noch einiges erwarten.
    Naja, aber Ableton Live war auch erst ab Version 4 ernsthaft brauchbar.


  13. #11 Frank Arnold schrieb am 08.04.2014
    Ich habe Bitwig natürlich auch getestet und bin relativ schnell auch auf viele Probleme gestoßen. Bugs, fehlende (wichtige) Features wie Multi-Out Unterstützung, Gruppen etc.
    Gleichfalls ist das Modulationskonzept sehr interessant, wie es auch Mic sagte wahrscheinlich mit das interessanteste an Bitwig.
    Aber insgesamt vom mitgelieferten Content und den Features ist Bitwig in der 1.0 schon eher enttäuschend und wenn man sich die Foren durchliest ist die generelle Meinung auch eher gedämpft.

    Bitwig hat ja knapp 700.000€ Fördergelder bekommen und zwischendurch wurden schon Stimmen laut es würde sich um Fördergeldbetrug handeln weil einfach nix fertiges über so lange Zeit zu sehen war.
    Ich vermute, man hat einfach nun wirklich Druck gemacht um was zu releasen auch wenn es nicht wirklich fertig ist und in vielen Punkten eher an eine Beta erinnert. Momentan wurden ja auch einige Fixes rausgebracht, Dinge wo man sich schon fragt was man in den 2 Jahren Beta-Test so getestet hat...

    Also für mich in der aktuellen Version (1.0.5) nicht wirklich eine Alternative. Da muss noch einiges nachgelegt werden, ich werde es mir auch dann in Version 2 nochmal anschauen.

    Frank

    Web: http://4damind.com | Soundcloud: http://soundcloud.com/52degree
  14. #10 DerSchoene schrieb am 08.04.2014
    Ich war neugierig und habe gestern mal Bitwig auf meinem Linux-Rechner installiert. Der Rechner war ein aktuelles Thinkpad mit Onboard-Karte und das OS war ein ganz normales Ubuntu mit Gnome-Desktop (also kein Ubuntu-Studio oder so etwas).

    Die Installation lief völlig problemlos. Doppelklick auf die heruntergeladene Datei und schon wurde die deb-Datei ohne zu murren installiert. Beim ersten Programmstart wird man durch die Konfiguration geführt. Dabei war die Auswahl der Soundkarte (über Alsa in meinem Fall) sinnvoll vorbelegt, Speicherorte auch. Danach noch schnell mit dem eingebauten Package-Manager den Content heruntergeladen und schon ging es los.

    Ich komme eher aus der Cubase-Ecke und kenne Live eigentlich nur aus Internet-Videos (zum Beispiel von hier). Von daher kann ich nicht wirklich beurteilen, ob Bitwig besser oder schlechter ist. Vielleicht ist das auch gut so, um ohne Vorurteile an die Sache heran zu gehen.

    Die ganze Bedienung fand ich sehr intuitiv. Innerhalb von einigen Minuten hatte ich meine ersten Beats und Bässe am Start und die klangen gar nicht so übel. Als ich Schluss machen musste, habe ich mich sogar geärgert weil ich meinen Erguss nicht speichern konnte. Das macht schon wirklich Spaß und wirkliche Showstopper habe ich nicht gefunden.

    Es sind schon eine Menge Panels und Bereiche, wo man sich erst einmal zurecht finden muss und die Bedeutung mancher Knöpfe erschließt sich einem auch nicht immer gleich auf Anhieb, weil die Icons nicht immer eindeutig sind. Aber das ist sicher nur Gewohnheitssache. Auch fehlt noch die ein oder andere Convenience-Funktion (zum Beispiel im MIDI-Editor) aber das ist wohl nur eine Frage der Zeit. Im großen und ganzen ist das Programm aber wirklich sehr gut geeignet um damit Musik zu machen.

    Was wirklich auffiel: Obwohl das eine 1.0 Version ist lief das ganze wirklich rund (gestern bestimmt 4 Stunden am Stück). Keine Hakler, keine Aussetzer oder gar Abstürze. Die Bedienung war immer flüssig, selbst wenn die Last mal etwas höher war. Es gab keine "das gibt es aber nur unter Win/Mac"-Ausreden, wenn ein Feature nicht geht. Alles, was es unter den anderen Plattformen gibt, gibt es wohl auch unter Linux. Die Grundausstattung an Effekten und Instrumenten ist auch ganz gut, so dass man nicht unbedingt auf Fremdplugins angewiesen ist.

    Das habe ich von anderen Firmen schon viel viel übler gesehen. Das Problem ist oft, dass manche Hersteller am Anfang vollmundig Unterstützung für Linux ankündigen um neugierige und experimentierfreudige User anzulocken und dann entsetzt feststellen, dass sie am Ende aber auch etwas liefern müssen. Diese Versionen werden dann aber nur schnell zusammen gestrickt und haben oft nicht mal Alpha-Status. Support gibt es auch keinen. Für diesen Mist gibt natürlich kein Mensch Geld aus (auf keiner Plattform). Das ist aber genau das, was der Hersteller beabsichtigt weil er so seine Pflicht erfüllt hat und gleichzeitig eine gute Ausrede hat, diesen Weg nicht weiter verfolgen zu müssen.

    Bitwig scheint hier anders zu sein und wenn sich weiter so positiv entwickelt, werde ich das sicher unterstützen.

    Negtivpunkte:

    Es gibt keine Bildschirmtastatur (oder ich habe sie nicht gefunden). Im stationären Bereich ist das meistens egal, weil man eine echte in der Nähe hat. Am Laptop unterwegs (oder in meinem Fall auf dem Sofa) ist das schon nervig, wenn man die mitgelieferten Sounds ausprobieren will und dazu jedes mal erst einmal einen MIDI-Clip erzeugen und "bemalen" muss.

    Der Content in der Demo könnte ein wenig größer sein. Mit nur einem Sound für den Sampler kann er zum Beispiel kaum zeigen, was er kann. In der Kaufversion gibt es ja anscheinend noch eine Menge guter Soundlibraries, wo man vielleicht auch das ein oder andere Beispiel hätte herausziehen können. Auf anderen Plattformen mag das nicht so ins Gewicht fallen aber gerade unter Linux hat man ja nicht so viele VST-Plugins zur Auswahl, um das auszugleichen.

    Ebenso fehlten mir Beispielprojekte in der Demo (oder ich habe sie nicht gefunden). Wenn man ein völlig neues Programm vor sich hat, wäre es schon mal interessant zu sehen, wie so ein typisches Projekt aussieht oder was das Programm kann. Gerade mit den unheimlichen Modulationsmöglichkeiten wäre es toll zu sehen, was ein Kenner damit so an Unsinn anstellen kann.

    Der Preis. Da bin ich gespalten: Wenn die Funktionen, die für die V2 angekündigt sind, noch dazu kommen, dann ist der wirklich mehr als fair. Beim Stand der V1 finde ich ihn zu hoch, wenn ich ehrlich bin. Auch vermisse ich die üblichen Einführungsangebote. Nicht weil ich es mir nicht leisten könnte, sondern weil eine neue Software erst einmal eine gewisse Verbreitung erlangen muss, damit das Gebilde auch langfristig funktioniert. Das aufbauen einer treuen Anhängerschaft und Community funktioniert zu Anfang nun einmal am besten über den Preis. Presonus hat hier vorgemacht, wie es gehen kann (auch wenn sie bisweilen übertreiben).
  15. #9 carsten schrieb am 08.04.2014
    @ümüt_b

    Mein Kommentar bezog sich natürlich nur auf die fehlende Preisstaffelung bei Bitwig. Es gibt keine Einsteiger-Version.
    Gute Software kann ruhig etwas kosten. Aber "lachhaft" sind 300 Euro in Zeiten des Appstores auch wieder nicht, auch nicht im Vergleich zu anderen DAW's. Da sollte schon eine gehörige Portion eigener, neuer Ideen in der Software sein.
  16. #8 ümüt_b. schrieb am 08.04.2014
    @carsten:
    > 300 Euro sind für manchen zuviel

    seh ich anders. in meinen augen ein total lachhaft günstiger preis. habe mit 200,- mehr gerechnet.
  17. #7 Phil schrieb am 08.04.2014
    Also als Live 9 User konnte ich in dem Video nun nichts wirklich finden was es so in Live nicht gibt.. Bis auf den etwas übersichtlichen Mixer und 1/2 Ansichten ist doch auch alles so in ableton möglich (natürlich sofern man max hat)
    Die für mich interessanten "Killer" Funktionen von Bitwig wurden leider nicht erwähnt. Die midi Noten Bearbeitung / die Bearbeitung der anschlagsdynamik und die Chord Bearbeitung <--- diese Funktionen sind zumindest für mich sehr interessant und auch der Grund warum ich mir das Programm angeguckt habe.
    Aber als "alter" live Nutzer sehe ich nun definitiv keinen Grund auf Bitwig umzusteigen...
    Interessant fand ich aber den Ansatz von Mic das man osX in Punkto audio "einstellen" kann.. Darüber würde ich gern mehr erfahren :-)
    Ansonsten, schöne Sendung aber hätte man mit nur einem Ohr hingehört hätte man auch denken können das live 9 vorgestellt wird :-)
  18. #6 carsten schrieb am 08.04.2014

    Wenn ich das richtig sehe, ist keine Preistaffelung vohanden. 300 Euro sind für manchen (und auch als zweit/dritt DAW) zuviel, Ableton Intro gibts da schon für 79 Euro. Das sollte man tatsächlich auch nachahmen.

    Interessant zu wissen wäre, ob die für die für die Zukunft geplanten Killer-features als kostenlose Updates nachgereicht werden oder extra bezahlt werden müssen, womöglich als neue Vollversion.

    Ich war selten so zwiegespalten bei einer DAW. Bitwig macht Spaß, ist unter der Motorhaube dann doch mit vielen Details eigenständig, und Sachen wie der VST-Pluginkäfig, der Programmabstürze verhindert, ist super. Aber die generelle Aufstellung als offensichtlicher Klon sammelt bei mir keine Sympathiepunkte, und auch die ewig lange "gleich kommt's raus" Ankündigungszeit genauso wie die jetzige Ankündigung einer neuen, viel besseren Version ("the best is yet to come") bringt keine "credibility" für die Firma und das Produkt.

  19. #5 Piet schrieb am 07.04.2014
    Back to Arrangement pro Spur gibts seit Version 9 auch in Ableton Live. Funktioniert dort tadelos und übersichtlich. Morphing ist genauso auch in Live möglich (z.b. Lfo und Step Sequencer plugins von Max for Live).
    Wer sich in Live gut auskennt und es mag wird wahrscheinlich nicht umsteigen. Da müssen schon wirklich praxistaugliche "Killer"features her. Von den ganzen Kinderkrankheiten in Bitwig mal abgesehen. Nett finde ich die Warp Spur zum einfachen stauchen oder verzerren des clips.
  20. #4 Sven schrieb am 07.04.2014
    @Maggie - AU hat überhaupt keine Vorteile und ist VST3 weitaus unterlegenlegen. Das Format ist ein reines Ego-Ding von Apple!
    Bis Logic 2002 von Apple übernommen wurde,gab es quasi nur VST (DX, war gerade am aussterben). VST entwickelte sich ständig weiter und alle Hersteller mussten nur für ein Plugin-Format produzieren.
    Dann wurde Logic von Apple geschluckt. Apple schlachtete die Audio-Engine für sein MacOS aus, ersetzte VST durch AU und lies Logic anschließend fast sterben.
    Inzwischen folgen immer mehr Hersteller Apples Bespiel, und man hat fast den Eindruck, dass die Plugin Programmierer nur och damit beschäftigt sind Anpassungen für neue Formate zu Programmieren, anstatt Plugins weiterzuentwickeln.
  21. #3 Pfau Thomas schrieb am 07.04.2014
    Ich habe jetzt mal ein Demo on Bitwig . Es währe ja interesant wenn man diese DAW als VST oder über Rewire ala FL Studio oder Live und Reasons in andere DAW's usw. einbinden könnte.
    Mir würde da weiterhin aber noch eine Notenansicht fehlen.
  22. #2 Maggie schrieb am 07.04.2014
    Hallo,

    als erstes eine sehr gute Sendung mit einem sehr gut vorbereitetem Mic.

    Mic hat alles sehr gut und verständlich erklärt. Mic bekommt auf meinem Musometer sechs von maximal fünf Punkten ;)

    Nun zu Bitwig, ich finde das Konzept sehr gelungen. Natürlich darf man von Version 1.0 noch nicht zuviel erwarten.

    Es fehlt auch noch einiges wichtiges wie z. B. Multiouts (die allerdings in kürze kommen sollen), Midikanäle kann man nur für Hardwareinstrumente einstellen, Mididout für PlugIns geht auch noch nicht, kein VST3 und noch so einiges.

    Dann funktioniert Halion nicht in Bitwig, HalionSonic dagegen ja. Wenn man so in den Foren schaut, haben wohl einige PlugIns noch probleme.

    Ich bin kein MacUser, deshalb frage ich mich was ist an AU anders, als an VST. VST ist doch standard und macht AU doch eigentlich überflüssig.

    Oder gibt es Plugins die nur als AU ausgeliefert werden?

    Was den Preis angeht, der ist völlig OK. Logic ist nur Günstig, wenn man schon einen MAC hat, wenn nicht, darf man nicht vergessen, daß man dann noch Apples überteuerte Hardware mitkaufen muß.

    Ausserdem muß für Logic bei jedem Major-Update der volle Preis bezahlt werden, während bei den anderen Anbietern eben nur ein geringerer Update-Preis bezahlt werden muß, das wird bei Bitwig dann bestimmt auch nicht anders sein.

    Bei Reaper habe ich auch nur den günstigen Preis, wenn ich es Hobbymäßig nutze, sobald es professionel genutzt wird kostet es auch über 200€. Und Reaper liefert weder Content noch brauchbare PlugIns mit, das darf man sich dann auch noch zusätzlich kaufen, damit hat sich das günstig auch wieder erledigt.

    Ich sehe in Bitwig sehr viel Potential. In der jetzigen Version ist kompletten einem kompletten Umstieg von einer anderen DAW noch abzuraten, spätestens ab Version 2 wird es aber Interessant.
  23. #1 Andi_187 schrieb am 07.04.2014
    Auch wenn es "mindestens sehr stark" an Live angelehnt ist, hat Bitwig mir im Vergleich zum Ableton-Pendant beim Ausprobieren viel mehr Spass gemacht. Man könnte aber auch sagen, es hat mich weniger abgeschreckt. Weiss nicht, woran das liegt.

    Mal schauen, was da noch kommt.

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