PraxisTalk

Berufsmusiker mit und ohne Plan B

Wie wird aus dem Hobby Musik ein Beruf?

Was sind die größten Herausforderungen wenn man Berufsmusiker werden möchte? Braucht man heute einen PlanB ?

Wie gelingt der Einstieg?

Das Thema diskutiere ich ausgiebig mit meinen Gästen:

Matzumi > matzumi ist Produzentin, Sängerin und Komponistin.

Mark Ziebarth > Adventunes ist Fachautor, Musikproduzent und macht Musik für Werbespots.

George Kochbeck > GeorgeKochbeck ist Filmmusikkomponist (u.a. Tatort) , Keyboarder und Songwriter.

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03.09.2015 - PraxisTalk

Dein Kommentar

  1. #14 Hans schrieb am 24.09.2015
    Hi,

    ich bin begeisterter Fan von Musotalk, gerade weil in der Regel alle in der Sendung ein extrem gutes Fachwissen haben und ich mich dadurch selbst auch weiterbilden kann - Ist ja auch Sinn der Sendung.
    Ich finde nur das Matzumi hier in der Sendung fehlt am Platz ist, bisher hatte ich nicht das Gefühl, dass sie über extrem gutes Fachwissen verfügt - Egal ob Technisch für die Produktion, oder überhaupt etwas zu diesem Thema beitragen kann. Vielleicht nochmal darüber nachdenken ob es wirklich Sinn macht, sie für die Sendung einzuladen.
  2. #13 Frank Arnold schrieb am 21.09.2015
    Wenn man wirklich Geld verdienen will, muss man einfach diesen schmalen Weg gehen zwischen Mainstream/Kommerz und ohne dabei seine eigene musikalische Identität aufzugeben. Wer das nicht will, muss entweder akzeptieren das er wohl nie von seiner Musik leben können wird oder er muss auf Glück hoffen einen eigenen Stil zu etablieren der es dann irgendwann vielleicht in den Mainstream schafft.
    Aufgrund der kleinen Margen bei elektronischen Verkäufen muss man auch akzeptieren das man nur durch die Masse wirklich Geld verdienen kann. Als Alternative gibt es halt nur den Live Bereich, wo man aber letztlich dann auch eine gewissen Masse erreichen muss, sonst wird man einfach nicht gebucht.

    Ohne Plan B läuft da selten was. Zumal man auch sieht das sehr viele die es musikalisch nicht geschafft haben kommerziell erfolgreich zu sein, dann in anderen Bereichen der Musik ihr Geld verdienen können. Wenn es mit der eigenen Musik nicht klappt, kann es also auch noch einen Plan C geben... angefangen von Sounddesign, Videoblogs, Online Mastering, geben von Seminaren...
  3. #12 Carsten Felsmann schrieb am 11.09.2015
    Hallo Ihr Lieben,

    super Sendung zu einem leidvollen Thema, da man_frau sich in diesen Tagen sehr genau überlegen muss, wie man mit seiner Leidenschaft die notwendigen Brötchen verdienen kann. Interessante Anregungen, interessantes Thema, kompetente Gäste, gelungene Sendung. Bitte mehr davon!
  4. #11 Vera M. van Bergh schrieb am 11.09.2015
    Ich verstehe nicht so ganz, warum man sich als Hobbymusiker "beklagt", dass "alles so lange dauert", etc. Ich meine, es ist doch selbstgewählt, wenn man die Musik als sein Hobby hat, und es zwingt Einen ja Niemand, wann man mit irgendetwas fertig sein muss, oder? Von irgendetwas leben müssen wir Alle, deswegen sehe ich persönlich die Musik eher als meinen Ausgleich an, auch wenn kreative Arbeit immer auch aufwendig und anstrengend ist, das stimmt schon. Aber zugleich gibt es ja eben genau dadurch, dass man alles selber machen kann, kaum eine bessere Möglichkeit, wie man die eigene innere Welt nach außen bringen und sich selbst ausdrücken kann. George hat ganz recht, dass das vor einigen Jahren noch ganz anders aussah - heutzutage hat man alle Mittel, um die Ideen im Kopf umzusetzen - sozusagen ohne "Schnittstellen" und ohne Unterbrechung des Ideenflusses, etwa weil man auf Andere angewiesen ist... Das ermöglicht so viel mehr Kreativität und Inspiration, und ich muss sagen, ich bin wirklich dankbar, dass ich in einer Zeit lebe, in der ich diese Möglichkeiten habe. Natürlich sind wir Künstler alle immer auch irgendwie Perfektionisten... ja, das ist manchmal schon ein wenig quälend, aber es hat ja ebenfalls seinen Sinn. Und mir geht es so: besser ich tüftele noch eine Nacht länger an irgendwelchen Details in meinem neuen Song, Video, Text oder Design, als dass ich es zu früh "release" und mich dann JEDES Mal über dieses eine, winzige Detail ärgere, das ich doch lieber nochmal anders gemacht hätte... hehehe. Kennt Ihr bestimmt auch alle. :-D Aber nochmal zum Thema: Ich glaube auch, dass man heutzutage nur noch durch Live Auftritte über den Status des Hobbymusikers hinauskommen kann, und da muss man dann etwas bieten, was "anders" oder "einzigartig" ist: Irgendein Kontrastprogramm zu der Reizüberflutung, der wir heutzutage alle ausgesetzt sind. Dafür ist es meiner Meinung nach sogar eine besonders gute Basis, wenn man Musik macht, die "persönlich" und emotionsbetont ist. Ich will jetzt zwar nicht sagen, dass die ganze Commerzmusik ausschließlich "seelenlos" ist, das wäre ebenfalls wieder zu stark verallgemeinert, aber ich glaube schon, dass Menschen, die in der heutigen Zeit leben, vielleicht ja wieder mehr diese "innere Stille" suchen, oder das "Ankommen", das innere Verweilen... Wobei das nichts mit der Dezibelzahl zu tun hat :-). Es ist die Sehnsucht nach der Rückkehr zu sich selbst und nach "dem Echten", Klaren und Ehrlichen. Gerade mit Musik lässt sich dieser Weg wiederfinden... sowohl als Künstler, als auch als lauschendes Publikum. Vom Technischen her muss so eine "Show" dann gar nicht mal so aufwendig sein, sie muss eben "nur" berühren. Und dafür sind wir Künstler doch da, denn das ist doch die Herausforderung, die wir uns gewählt haben, oder? :-D ;-) :-)
    Liebe Grüße und Kompliment an Erich: Tolle Talkrunden, die man hier findet! Weiter so!!!
    Vera
  5. #10 Anthony schrieb am 10.09.2015
    Eine gute Frage. Meine Gedanken dazu: Musik ist omnipräsent vertreten, ob im Radio, beim Einkaufsbummel, quasi fast überall wird man beschallt, zusätzlich kommt die ganze Schnellebigkeit, der Stress, das Gefühl keine Zeit mehr zu haben, die eigenen Hobbys, wer setzt sich denn noch hin und hört da ein ganzes Album bewusst durch? Mir geht es zum Beispiel so, dass ich selbst dazu nur Abends vor dem Einschlafen komme, wenn überhaupt. Für ein Album muss man sich Zeit nehmen, der Tag hat allerdings nur 24 Stunden. Hinzu kommt auch dass es mittlerweile viel zu viele Musiker gibt, weil es heutzutage ja so schön einfach ist Musik professionell zu produzieren - Günstig ist es auch, man muss dazu oft nicht einmal mehr ins Studio gehen und kann sich die Basics in wenigen Tagen quasi selbst beibringen. Zusätzliche Musiker bedeuten aber auch zusätzliche Konkurrenz, meist gewinnen allerdings die mit der Kohle, oder die, die jemanden kennen, der Einfluss hat (es gibt natürlch auch Ausnahmen).

    Internet ist zwar schön und gut, Reichweite aufbauen dauert mitunter sehr lange, und alles andere ist mit Geld ausgeben verbunden.

    Als Berufsmusiker muss man sich schon was einfallen lassen, da hat Mark recht - als Berufsmusiker ist es erst einmal vorrangig was der Kunde möchte, und nicht man selbst. Wenn der Kunde Schlager will, dann wird halt Schlager produziert und kein HipHop :-)

    Will man trotzdem sein eigenes Ding durchziehen dann muss man früher oder später auf die Bühne. Dort reicht es dann allerdings nicht mehr aus sich einfach nur hinzustellen und seine Lieder abzuspulen (wohlmöglich noch mit Halb/Voll Playback)... Man muss sich ein Konzept ausdenken, was stimmig ist und unterstützend zur Musik das Publikum aus seinem Alltag entführt, live gespielt und gut vorbereitet, quasi eine show, das muss nicht einmal teuer sein, nur stimmig!!! Man verkauft so ein Erlebnis, was man nicht kopieren kann. Hier kann man schon seine Nische finden. Wenn die Locations einen nicht spielen lassen wollen: Locations und Technik kann man auch anmieten, da muss man allerdings schon genau kalkulieren, klein anfangen, viel Promo machen und dann weiter darauf aufbauen, damit man nicht am Ende mit 0€ bei rausgeht oder sogar noch Geld mitbringt. Überschätzt man sich nicht, kann eigentlich kaum was schief gehen, zeigt die eigene Erfahrung :-)
  6. #9 and-y schrieb am 05.09.2015
    Super Sendung! Finde die jüngste Entwicklung der Stammtischthemen gehen in eine sehr gute Richtung! Weiter so!
  7. #8 JeZe schrieb am 04.09.2015
    Schöne Sendung, nette Gäste, gutes Thema (mal was anderes). George Kochbeck ist sowieso einer meiner Lieblings-Gäste, den fand ich schon 1990 mit Peter Maffay auf der Bühne gut. War ja Matzumis erste Sendung, vielleicht daher ein Tipp: bei diesen Skype-Konferenzen empfiehlt es sich keine "Zuhörsignale" wie "mmmh, aha, ah-ja, etc." zurückzugeben, da der Zuschauer das dann in gleicher Lautstärke wie den eigentlichen Redebeitrag hört. Ist aber nur ein Detail am Rande. Generell: Thumbs up!
  8. #7 Achim von Oberstaufen schrieb am 03.09.2015
    Finde, das Thema auch interessant und man könnte noch viel darüber reden.
    Für die nächsten Sendungen hätte ich noch einen Vorschlag: es gibt Fernsehsendungen, da können die Zuschauer während der Sendung Ihre Meinung per Email, Telefon, etc mitteilen und das wird am Ende der Sendung vorgelesen. Dadurch werden noch mehr Meinungen bekannt und die Sendung gewinnt an Farbe.
    Das könnte man hier vielleicht so umsetzen, dass man das Thema der nächsten Sendung vorab mitteilt und die Beiträge dazu sammelt. In der Sendung können die Gäste dann dazu Stellung nehmen.
  9. #6 Jens schrieb am 03.09.2015
    supi hat wie immer spaß gemacht!
    @webmaster, kontrolliere dein favicon Pfad... ist jetzt nicht super schlimm aber das Icon wird unter musotalk.de eingetragen ist aber unter .tv gespeichert... meta existiere dazu erst gar nicht oder werden durch die Frame Umleitung nicht erkannt.
    folge... Favorit wird im IE abgespeichert aber mit falschen Pfad, funktioniert aber sonst im ie aber im Chrome zeigt er es gar nicht an der ist verwirrt...
    google Icon Service findet ihn nicht ein anderer wieder schon ie kann lesen trägt aber falsch ein ^^
    Ich hab im meinem favicon suche Skript extra wegen eurer Seite eine alternative Pfad suche eingebaut um auf solche nicht Formalitäten vorbereitet zu sein ;)
  10. #5 Oli schrieb am 03.09.2015
    Na das war eine sehr schöne Runde. Und ich finde auch das Matzumi diese Runde mit ihrer sympathischen Art bereichert. Frauen sind ja im Producer-Bereich eher selten anzutreffen.
    Und das sie Cubase-User ist macht sie noch Sympathischer ;-)
    Darf gerne wieder dabei sein...

    Zu Mark und George muss man ja nichts sagen...sind halt Kompetente Musiker die wissen wovon sie reden.

    Hier Nebenan gibt es ein Studio wo die Leute mindestens 10 Songs(EDM) pro Tag raushauen
    und veröffentlichen. Es wird also nur über die Masse Geld mit Musik verdient. Mit Kunst hat das nichts mehr zu tun. Traurig, aber war!

    Ne war gut...weiter so. ;-)

    LG
    Oli
  11. #4 ORI$ON TIDE schrieb am 03.09.2015
    Gute Gäste, gute Sendung! :-)

    Ich freue mich für jeden, der im Bereich Musik so gut im Geschäft ist, dass er/sie davon leben kann! Leider war das noch nie einfach - und wird immer schwieriger.

    Ich selbst hatte gut sieben Jahre lang ein Tonstudio. Anfangs dachten wir, dass man mit Bandaufnahmen/Studiovermietung und ggf. GEMA-Tantiemen schon "irgendwie" genug Geld verdienen kann. Das geht auch - allerdings muss man dafür Kompromisse eingehen. Z.B. muss man auch Genres aufnehmen und produzieren, die man eigentlich gar nicht mag, die aber Geld in die Kasse bringen. Und für eigene Musik war immer weniger Zeit, weil man ja Aufträge fertig stellen und Aufnahmen/Mischungen durchführen musste.

    Nach einigen Jahren verlagerte sich das Ganze auf die Multimedia-Schiene und wir vertonten diverse DVDs für große Firmen; mit Sprachaufnahmen in diversen Sprachen und passenden Geräuschen und "Miniliedchen". Mit diesen Sprachaufnahmen kam wirklich ziemlich viel Geld rein, aber die Arbeit war alles andere als "künstlerisch" oder "kreativ". Immer nur stundenlang Sätze aufnehmen, schneiden, ausbessern, angleichen; ggf. einige Wochen später noch gewünschte Änderungen aufnehmen, wieder schneiden, ausbessern, anpassen etc.

    Das ging mir irgendwann so auf den S...enkel, dass ich das Tonstudio aufgab!

    Da ich "nebenher" Maschinenbau studiert hatte, konnte ich wenigestens versuchen, einen Ingenieursjob zu finden. Aber es kam dann ganz anders: Durch meine aufgebauten Kontakte bekam ich einen Job in einer Multimedia-Agentur für technische Dokumentation und Wissensvermittlung. Und mittlweile bin ich Projektleiter für technische Dokumentation (und die Infrastruktur) in einem großen deutschen Unternehmen. Der Job macht wirklich Spaß, hat meist erträgliche Arbeitszeiten und ist sehr gut bezahlt - und das Beste: So konnte ich es mir leisten, im Dachgeschoss meines Hauses ein kleines Studio einzurichten, in dem ich jetzt genau die Musik machen kann, die ich machen will.
    Ohne Kompromisse und ohne jeglichen finanziellen Druck!

    Wenn man, wie ich, keine Ambitionen hat, berühmt zu werden oder ständig live aufzutreten, sondern die Musik als Ventil, "Lebenselixir" und Entspannungsmöglichkeit sieht, ist es m.E. also durchaus machbar und sinnvoll, die Musik neben einem "richtigen Beruf" als Hobby laufen zu lassen!

    Wenn es jemanden aber eher auf die Bühne und ins Ramenlicht zieht, wird das deutlich schwerer. Dann muss man wohl früher oder später eine Entscheidung treffen - und sich bewusst machen, dass das Künslerleben nicht immer reines Zuckerschlecken ist, sondern auch harte Arbeit und viel Kompromissbereitschaft...

    Gruß,
    Klaus

    (http://soundcloud.com/orisontide)
  12. #3 Roberto Bellavita schrieb am 03.09.2015
    Hallo Ihr Lieben,

    zuerst einmal ein großes Kompliment für das heutige Thema der Sendung.
    Ein sehr ernster Hintergrund, der viele Musiker und Künstler, möglicherweise den Großteil der Musiker und Künstler betrifft, die nicht gerade in den Charts vertreten sind.
    (99,9%)

    Das versöhnliche Fazit von Non Eric hat der Sendung dann letztlich einen halbwegs positiven Abgang verschafft :)

    Ich persönlich bin allerdings nicht der Meinung, dass eine eigene Fan-Base in der genannten Größenordnung (5000 Fans) mal so eben zu organisieren wäre. Selbst wenn das klappen sollte, müssen Fans dann ständig bei Laune gehalten werden.
    Erstens sind Fans nicht gleich potenzielle Käufer. Das hat mehrerlei Gründe.
    Zweitens ist der heutige Fan nicht mehr auf einen Künstler fixiert, dafür ist das Geschehen viel zu schnelllebig.
    Selbst wenn der Künstler im SM (Social Media) Bereich viele sogenannte Fans oder Freunde hat, so ist das lange kein Garant dafür, dass Du soviel Downloads oder CD´s verkaufst, dass Du finanziell davon leben kannst. Die "Geiz ist geil" Mentalität überschattet erst einmal alles.

    Das eigentliche Drama erkennt man auch an folgenden Tatsachen:

    1. Der Künstler, der so bekannt ist, dass er normalerweise von den offiziellen Verkäufen seiner Werke leben könnte, wird auf illegalen Download Portalen zu finden sein. Durch diese illegalen Quellen wird dann ein Großteil seiner Werke gratis erworben, so dass auch die Einnahmen der Großen empfindlich geschmälert sind. Die können das aber in einigen Fällen finanziell noch verkraften, da sie bei Live Gigs teilweise relativ gute Gagen erhalten.

    2. Die Künstler, die auf Facebook einige Freunde und Fans haben, aber nicht auf diesen illegalen Portalen zu finden sind, die sind nicht im Fokus der Öffentlichkeit und somit in der Regel leider sowieso nicht in der Lage sich durch das selbst Erschaffene zu ernähren. Diese Künstler können mehr, oder weniger nur mit Live-Auftritten gewisse Einnahmen erzielen, wobei die Gagen, wie auch bereits in der Sendung von Non Eric angesprochen, für sie wiederum auch ziemlich down sind.
    Die Fans und Freunde dieser unbekannteren Künstlergruppe im SM Bereich sind in der Regel keine potenziellen Käufer. Ich bin insgesamt der Meinung, dass FB & Co. für den kleinen Künstler, der finanziell immer ums Überleben kämpft, keinerlei nennenswerten Vorteil bringt, außer dass er dort Unterhaltung findet ☺

    Insgesamt ist das Thema sehr schwierig zu betrachten.
    George Kochbeck hat es meiner Meinung nach in einem der letzten Sätze auf den Punkt gebracht.
    Er merkte an: Es gibt auch andere schöne Berufe!!! ☺

    Ich persönlich meine damit durchgehört zu haben, dass er auch sagen wollte, nicht jeder soll heutzutage glauben Musiker werden zu wollen, bzw. Musik produzieren zu wollen, nur weil ihm oder ihr die Voraussetzungen zuerst einmal relativ simple erscheinen mögen....
    Das Grundbesteck ist ja bereits heute in fast jedem Haushalt vorhanden......
    Auch das trägst dazu bei, dass der Beruf Musiker und Künstler, Produzent und Komponist mittlerweile einen Touch von "inflationärem Beruf" mit sich trägt.....
    Bei FB z. Bsp. gibt es bereits heute so viele Künstler (gefühlt fast mehr Künstler als potenzielle Zuhörer und Konsumenten) - Das gibt auch zu denken...

    Ich werfe 2 Fragen hinterher:
    1.) Wird der Berufsmusiker zu einer "inflationären Berufung....?"
    2.) Ist der künstlerische Beruf mittlerweile zu einem künstlichen Beruf geworden?

    Liebe Grüße und viel Lust am künstlerischen Schaffen

    Insgesamt, Danke für die Sendung......
    LG Roberto Bellavita
  13. #2 Unisono schrieb am 03.09.2015
    Ohne den podcast gesehen zu haben (später), möchte ich mal kurz meine Erfahrungen schildern. Zuerst Anfang der Neunziger war ich Session und Tourbassist und habe da so meine, leider negativen Erfahrungen gesammelt, was Egokram von Musikern, Fehlplanungen und Destaster vor, während und nach der Auftritte angeht. Da war das Übernachten im Bus, billigen Absteigen oder übernachtfahrten nur ein kleineres Problem. Es gab auch oft kein Geld/budget vom Label oder die jeweilige Band bekam Klagen wegen angeblicher kaputter PA.
    Dann, mit dem Atari und Tapes mitte der neunziger zu verschiedenen Labels gegangen, die hörten sich das an, aber wollten erstmal lieber sich und ihre Freunde groß rausbringen.
    Heute reicht es mir, meinen Freunden Soundcloud Uploads zu schicken und ab und an mal was davon in einem Mix zu hören. Kommerzeille Absichten und Ruhm hatte ich eigentlich schon als 16 jähriger nie im Sinn. Aber nach diesen Tour-Erfahrungen habe ich mich auch lieber auf Abi und ne Ausbildung konzentriert, denn daraus wäre durch die Musik-Karriere und all seinen negativen Nebeneffekten fast auch nichts geworden.
    Daher bin ich froh, wenn vieles von dem, was ich kurz umrissen habe, heute nicht passieren muss und die Kids sich auch selbst vermarkten können und nebenher normal arbeiten gehen. Da gilt es nur, Liebe und Leidenschaft in seine Musik zu stecken und gute Ideen zu haben, denn das setzt sich auf Dauer durch. aber davon leben oder besser überleben, ist eine Illusion, denn es ist ein Haifischbecken.
  14. #1 Horselover Fat schrieb am 03.09.2015
    Für mich war das die spannendste Sendung seit Langem. Vielen Dank dafür. Ich möchte zum gestreiften Thema "Heutige Allgegenwärtigkeit und daher Entwertung von Musik" dieses Video von Bill Drummond in die Runde werfen: https://www.youtube.com/watch?v=JlSqV8nqmuk

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