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Angezerrt

Antares ATG 6 Autotune für Gitarristen

Wieviel Präzision verträgt die Musik? Verlernen wir das Musik machen oder erreichen wir mit neuer Technik auch neue Freiheitsgrade? Mit Product Manager Stefan Lindlahr von Celemony.

Antares hat mit den Antares ATG-6 Autotune jetzt auch für Gitarristen angekündigt. In Echzeit kann die Intonation, aber auch den Klang der Gitarre verbessert werden. Jetzt sind zum Beispiel perfekte Bendings kein Problem mehr.

Autotune von Antaris und Melodyne von Celemony sind mittlerweile Tools die in kaum einer Pop-Produktion fehlen. Um Fehler zu korrigieren oder aber als eigenes Stilmittel und Sound.

Macht es überhaupt noch Sinn Jahre zu üben wenn man doch mit dem Antares Gerät viel schneller ans Ziel kommt? Ich frage bei Gitarren-Dozent Gunnar Seitz in der Sendung nach. Was sagen seine Schüler zu den neuen Möglichkeiten?

Mit Quantize, Pitch Correction, Groove Templates und diversen Plugins kann jeder "richtige" Musik machen. Die Smart Instruments von Garage Band auf iPad lassen gar keine "falschen" Töne mehr zu. Macht das die Musik kaputt?

Das alles diskutiere ich, wie immer kontrovers, mit meinen Gästen:

Stefan Lindlahr, Product Manager bei Celemony
Gunnar Seitz, Gitarren Dozent und Moderator von Angezerrt.tv
Andrew Levine, Recording Engineer mit Schwerpunkt "mobile recording". Macht den "Recording Podcast" auf MusoTalk.TV
Mark Ziebarth, Fachredakteur und Produzent im Loop Studio Hamburg
Kai Schwizke, Fachredakteur unter anderem für das CT Magazin
Thomas Wendt, PR Manager und Musiker

Download: Leitet Herunterladen der Datei einMusoTalk 533 - Stammtisch - Antares ATG 6 Autotune für Gitarristen.mp3

Links: Öffnet externen Link in neuem FensterMelodyne Demo Download
Links: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.angezerrt.tv, die Webseite nur für Gitarristen
Links: Öffnet externen Link in neuem FensterAndrew Levine Podcast auf MusoTalk. Jeden ersten Freitag im Monat
Links: Best of YouTube - Öffnet externen Link in neuem FensterMust See: Antares ATG-6 live in Aktion!
Links: Öffnet externen Link in neuem FensterLoop Studio Hamburg

20.05.2011 - Talks und Interviews

Dein Kommentar

  1. #6 DerSchoene schrieb am 26.05.2011
    Die tote Musik, wie sie jetzt anscheinend so gerne Produziert wird, ist sicher stilprägend für diese Epoche, wie es ja auch schon erwähnt wurde. Ob man das jetzt gut findet oder nicht bleibt dann natürlich selber überlassen. Ich persönlich habe mich schon längst abgewandt.

    Leider kann man bei der industriellen Musikproduktion als Kunde nicht mit den Füßen oder dem Portemonnaie abstimmen, denn im dortigen Management kann es ja per Erlass keine Fehler geben. Es ist verboten, bei sinkenden Umsätzen die Schuld bei sich selber zu suchen; es ist sogar zwingend vorgeschrieben, dass dann die Raubkopierer Schuld sind oder die Bankenkrise, überhöhte Kosten, die letzte Mehrwertsteuererhöhung, die aktuelle Planetenkonstellation oder oder oder. An der Musik und der Produktion kann und darf es nicht liegen...

    Abseits des Business-Teils wundert mich eigentlich nur die komische Sichtweise mancher Tonmenschen, die es eigentlich besser wissen müssten. Da wird zuerst die rhythmische Dynamik mit Audioquantisierung und Triggering getötet, danach die tonale Dynamik mit Autotune und Co eliminiert, dann wird die Frequenzdynamik per linearen und dynamischen EQs gekillt und zum Schluss per Brickwall-Limiter jedwede noch vorhandene Rest-Dynamik in der Lautstärke vollständig liquidiert.

    Danach geht das riesige Geschrei nach Analogsummierern, Röhren-beheizten Lavalampen und ähnlichem los, nur um irgend wie wieder Wärme und 'Menschlichkeit' in den Mix zu kriegen.
  2. #5 Andy schrieb am 23.05.2011
    Tja! Die Musik kann Scheiße sein. Hauptsache die Töne stimmen!
    Ich warte jetzt nur noch auf das "AutoDetune", um programmierte Melodien "menschlicher" zu machen.
    Dann wäre der Wahnsinn komplett!
  3. #4 Tony Banana schrieb am 20.05.2011
    Oh nein, bitte nicht auch noch Autotune für Gitarristen!
  4. #3 Wellenstrom schrieb am 20.05.2011
    Jaja, "handgemachte Musik", "echte Musiker".

    Da fallen wieder einmal die althergebrachten schon 1000mal gehörten Sprüche.
    Natürlich ist es ein Segen, dass jeder Hobbyist sein Zeugs im Internet z.B. veröffentlichen kann. Es wird ja niemand dazu gezwungen, sich die "gelben Töne" und die "Allerweltslala" anzuhören. Für viele ist Musik nun einmal ein Hobby, ein kreatives dazu. Das sollte man auch einfach mal so stehen lassen.
    Diese Möglichkeiten, seine (Hobby)Musik öffentlich zu machen, hätte man auch schon vor 100 Jahren genutzt, wenn es die Möglichkeiten in dem Maße gegeben hätte.

    Was die Kanäle, die Medien, die Labels zu verantworten haben; das Zeug, dass massenhaft unter die Leute gestreut wird, hat ja nix mit dem allgemeinen Musiker zu tun.
    Den größten Stuss höre ich in den Massenmedien wie Fernsehen oder dem Radio. Der findet sich in den Charts.

    Und nein - man muss kein Instrument lernen, um Songs zu schreiben. Viel wichtiger ist das (klang)ästhetische Empfinden des Musikers und die Fähigkeit, Bilder zu entwickeln und sie umzusetzen, in Töne zu kleiden. Ein guter Musik"handwerker" ist noch lange kein guter Komponist, Performer oder Soundfrickler.
    Reines Handwerk verführt zu einer verkopften Betrachtungsweise. Das lähmt kompositorische Prozesse m.E.

    Autotune & Co. haben durchaus ihre Berechtigung. Wie schon gesagt, gibt es da immer wieder mal Trends in einigen Genres, die sogar den übertriebenen Einsatz di Effekte fordern. Auch diese Musik MUSS man dann ja nicht hören.

    Allerdings: Gerade die Makel machen Genres, Bands und Musik oft reizvoll. Man stelle sich mal vor, Bob Dylan würde perfekt intonieren oder ein Bryan Ferry, ein Lou Reed oder viele andere.... irgendwie undenkbar. Bei den Gitarreros ähnlich. Wäre ja irgendwie langweilig, wenn alle nach Progrockgitarristen oder Malmsteen & Co. klängen, oder? Nee, nee... die Schrammel- und 08/15 Powerchords haben schon noch ihre Berechtigung.
    Und das ist gut so.




  5. #2 sven schrieb am 20.05.2011
    Jo,
    ich weiss auch nicht, vieleicht werde ich langsam alt oder weiss auch nicht warum man da jetzt so ein Tara veranstalten soll? Der Tod der Musik? Wegen Autotune wird keiner mehr ein Instrument lernen wollen? Historisch gesehen wurde das Ende der abendländischen Kultur schon oft eingeläutet, sei es im Bereich der Kultur, Bildung oder was auch immer. Der Kanon ist immer der gleiche: Wir verblöden. Mit jeder neuen Entwicklung stimmt der Chor neu an: Jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht, der Abrund wird sich auftun und wir werden alle im Höllenfeuer schmoren. Wir verblöden. Eine andere Variation des gleichen Themas ist: Früher war alles besser.
    Soweit ich weiss gab es mit der Einführung des Saxephones erhebliche Probleme und jahrelang hielt sich die Einstellung, man solle erstmal Klarinette lernen statt Sax, um es zu schaffen dieses Instrument irgendwie madig zu machen. Hat es was genützt?
    Ein weiterer Tiefpunkt (hat mich gewundert, dass es nicht einmal erwähnt wurde) war das Melotron, dass die Befürchtung erzeugte von tausenden arbeitlosen Musikern. Oder fing es schon viel früher an? Mit der Spieluhr oder dem mechanischen Klavier? Für alle Kulturpesimisten empfehle ich jedenfalls das Buch von William Gaddis "Das mechanische Klavier", herrlich zu lesen.
    Autotune wird das Erkennungsmerkmal dieser musikalischen Periode sein, genauso wie es leicht fällt 80er Sound rauszuhören wegen dem unüberhörbaren DX7. Aber es wird eben immer Leute geben, die das kreativ einsetzten, wie z.b. Skinny Puppy auf den letzten Alben, wo der Mensch zur Maschine wird oder umgekehrt, oder eben auch einfach als Tool der Arbeitserleichterung, wie es schon oft hier angesprochen wurden ist.
    Was mich überrascht hat ist, dass es hauptsächlich Rockmusiker benutzen um "unspektakuläre" Eingriffe vorzunehmen. Ich hätte gedacht, dass das der Umgang mit fremden Samplematerial neuen Schub bekommt. Scheint aber nicht der 'Fall zu sein.
  6. #1 lala schrieb am 20.05.2011
    gutes thema :)

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