PraxisTalk

Backup- & Cloud Strategien für Musiker

Mein wöchentlicher Podcast für Musiker, jede Woche am Donnerstag gibt es eine neue Folge.

Den Podcast könnt ihr auch als reine Audio Version hier runterladen oder im > iTunes Store abonnieren. 

Ein Backup machen heißt noch lange nicht auch ein Backup zu haben.

Was beim Backup auch in die Cloud zu beachten ist besprechen wir diese Woche im Podcast.

Meine Gäste:

Mika the Elephant > Mikatheelephant.com Schlagzeuger und Electroproduzent

Mark Ziebarth > Adventunes ist Fachautor, Musikproduzent und macht Musik für Werbespots.

> Benjamin Schwenen ist Gitarrist, Produzent und Songwriter u.a. für Eisbrecher.

> HOFA Akustik

> Apple Time Machine

> Carbon Copy Cloner 

> Shop Draemel

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22.03.2018 - PraxisTalk

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  1. #5 Arni schrieb am 27.03.2018
    (Uups, mein Text war wohl zu lang, deswegen hier der vielleicht noch für einige interessante Rest )

    ** Lizenzen **
    Für Serialcodes, Logins usw. kann man gut einen Passwortmanager nutzen. Einige erlauben auch die freie Wahl wo die verschlüsselte Datenbank gespeichert werden soll. Das kann man dann z.B. unter Dropbox machen. Die Passwortmanager gibt es auch für das Smartphone und so hat man auch von unterwegs Zugriff auf die Daten (gesichert mit Masterpasswort und einiges Apps unterstützen auch Fingerabdruck). Dort kann man auch gleich die Links zu den Webseiten wo man die Plug-ins runterladen kann mit reinpacken. So hat man mit einem Klick die Webseite und auch gleich die Login-Daten dort parat.
    Ich nutze dafür Enpass.. es gibt aber noch viele andere Passwortmanager wie 1Password, Lastpass usw.

    iLok und e-Licenser nutze ich natürlich auch. Wie das in der Praxis funktioniert sollte der Dongle kaputt gehen oder abhanden kommen, weiß ich nicht.

    ** Meine Backup-Strategie **
    Nun noch zusammengefasst wie ich das mache ;)

    * Backup der Systempartition einmal im Monat inkrementell auf die externe Platte (ich nutze Acronis TrueImage dafür)
    * DAW-Projekte, Fotos, Videos usw. werden mit einer Dateisynchronisierung auf die externen Platte nach Bedarf (also manchmal jeden Abend) synchronisiert (ich nutze dafür FreeFileSync). Ich synchronisiere auch gleich damit Web-Projekte und Servereinstellungen per SFTP auf die externe Platte.
    * Projekte an denen ich gerade arbeite sind in der Dropbox, also der ganze Ordner (bei mir heißt er einfach "Unreleased" ist in der Dropbox). Die ganze Dropbox wird auch mit auf die externe Platte synchronisiert ebenfalls mit FreeFileSync
    * Private Dokumente wo ich auch mal Zugriff von Unterwegs brauche, sind mit Cryptomator in der Dropbox verschlüsselt

    Die Arbeit mit den Backups ist wenn alles eingerichtet ist recht unkompliziert. 1x zum Ende des Monats schließe ich die externe Platte an und lasse TrueImage durchlaufen für das Systembackup.
    Arbeite ich an einem Projekt und schließe damit erst mal ab, synchronisiert das Dropbox automatisch. Wenn das Projekt für mich einen wichtigen Status erreicht hat, schließe ich die externe Platte an und starte FreeFileSync...
    Private Dokumente benötige ich nicht so oft... da öffne ich dann Cryptomator und der hängt mir den "Tresor" als Laufwerk ein und ich kann dann ganz normal die Dokumente zugreifen. Bin ich fertig, schließe ich den Cryptomator-Tresor und Dropbox synchronisiert dann im Hintergrund die geänderten und verschlüsselten Dateien.
    Private Dokumente sind damit auch lokal verschlüsselt! Erst wenn ich bei Cryptomator den "Tresor" einhänge sind die Daten sichtbar. Wer jetzt an Laptops und Diebstahl etc denkt.. genau, dafür kann man sowas auch benutzen bzw. dann auch Veracrypt.

    Ich habe noch paar andere Daten wie z.B. Evernote Datenbanken in der Synchronisation, bei Bedarf kann man natürlich noch weiteres zupacken um das dann mit nur einem Klick und in einem Rutsch mit den Daten auf der externen Platte abzugleichen.

    Das wars ;)

    Frank Arnold Music (https://4damind.com)
  2. #4 Arni schrieb am 27.03.2018
    ** Systembackup **
    Ein Systembackup halte ich auch für sehr wichtig. Man muss in der Lage sein das Betriebssystem und die installierten Anwendungen wieder herzustellen. Das erspart einem Tage an Arbeit wenn man alles wieder von 0 installieren müsste. Da gibt es, wie auch angesprochen, ziemlich viele unterschiedliche Möglichkeiten, noch recht bekannt ist Acronis TrueImage.
    Für diese Anwendung gibt es entsprechende Boot-Images die man sich z.B. brennen kann. Dort ist ein miminales Betriebssystem drauf und eine angepasste Version der Backupsoftware, deswegen kann man direkt von diesem Image das System starten und von dort alles wieder herstellen.
    Ein Seiteneffekt davon: man kann mit diesen Backuplösungen auch sehr schnell auf eine neue/größere Festplatte/SSD umziehen. Die Anpassung der Partitionen erfolgt dort in der Regel automatisch.

    Die Backups arbeiten mit Vollbackups oder inkrementellen Backups. Bei der inkrementellen Variante wird nur jeweils das zur Kette der Backups hinzugefügt was sich verändert hat. Vorteil: geht schneller und benötigt weniger Speicherplatz. Oft haben diese Backups auch Versionen, man kann zu einem bestimmten Datum zurückgehen. Interessant ist auch das man aus diesen Backups auch einzelne Dateien wiederherstellen kann. Bei Systemen wie "TrueImage" lässt sich das komplette Backup wie eine virtuelle Festplatte einhängen.
    So ein Systembackup sollte man schon so mindestens 1x im Monat machen und idealweise auf eine externe USB3 Festplatte oder ein NAS.

    ** Datenbackup **
    Neben dem Systembackup sollte man ein reines Datenbackup haben. Das beiinhaltet die Fotosammlung, Musik, Videos, Projekte usw. Diese Daten ändern sich in der Regel ja öfter.
    Für diese Datenbackups kann man auch die typischen Backuplösungen benutzen wenn neben dem Backup von Partitionen auch einzelne Dateien/Ordner unterstützt werden. Man fügt in diese Backups also alle Ordner mit den wichtigen Daten hinzu. Fotoordner, Videoordner, der Projektordner für DAW Projekte usw. Diese Backups kann man auch oft mit einem Password schützen bzw. kann man sie auch verschlüsselt speichern.
    Nachteil: auf die Daten hat man nur Zugriff durch das Backupprogramm was natürlich immer ein gewisses Risiko ist. Man muss sich das vorher überlegen: brauche ich direkten Zugriff auf die Daten auf der externen Festplatte z.B. will ich die Platte auch an den TV anschliessen können um davon einen Film zu gucken oder sie zu jemanden mitnehmen?

    Wenn man direkten Zugriff braucht, sind Programme die einfach nur Dateien synchronisieren besser. Teilweise können das einige Dateimanager, ansonsten gibt es dafür Tools wie "FreeFileSync" oder "rsync". Dort wird einfach nur von "links nach rechts" synchronisiert. Das was links im Ordner an Dateien verändert worden ist, wird auf der rechten Seite (die rechte Seite ist z.B. ein gleichnamiger Ordner auf der externen Festplatte) synchronisiert.
    Ob eine Datei verändert worden ist testen diese Programme durch die Größe und das Erstellungsdatum. Teilweise haben sie auch noch genauere Funktionen wie das erstellen von einer Prüfsumme was die Synchronisierung allerdings bedeutend verlangsamt.

    ** Cloud **
    Die Cloud, also Dropbox und Co. kann man sicherlich auch als Backuplösung nutzen aber sie haben natürlich auch die im Video gesagten Einschränkungen.
    * man benötigt ordentlich Upload Bandbreite
    * der Cloud-Speicher muss gross genug sein, für grössere Mengen an Daten wird man eventuell einen kostenpflichtigen Account benötigen
    * die Daten sind erstmal nicht verschlüsselt, also auch nicht wirklich sicher vor Dritten und Spionage
    * Dateien werden immer gespiegelt... wird eine Datei lokal gelöscht wird sie auch aus dem Cloudspeicher gelöscht

    Es gibt natürlich auch die Vorteile:
    * Dateien sind auch von unterwegs z.B. vom Smartphone erreichbar
    * Dateien lassen sich mit anderen Teilen
    * Es gibt eine Versions-History wodurch man auch ältere Dateiversionen wiederherstellen kann
    * Der Upload passiert automatisch im Hintergrund

    Dateien lassen sich auch in der Dropbox mit entsprechenden Tools verschlüsseln. Cryptomator (kostenlos) oder Boxcryptor (kommerziell) seien dort mal erwähnt. Diese Varianten sind deswegen gerade bei Cloudspeicher gut, weil sie die Dateien einzeln verschlüsseln und so auch nur das was sich verändert hat neu hochgeladen werden muss.
    Die andere Variante sind Verschlüsselungscontainer wie z.B. mit Veracrypt.

    ** NAS **
    NAS wurde auch bereits von Mika erwähnt, eine andere Variante der Datenspeicherung über das Netzwerk. NAS oder auch oft einfach als "Netzwerkspeicher" bezeichnet, ist ein kleiner Computer oft mit Linux als System und 1 oder mehreren Festplattenschächten. Das NAS ist per Netzwerkkabel an den Router oder Switch/Hub angeschlossen und man hat dann von überall im gleichen Netzwerk darauf Zugriff. Auf dem NAS laufen dann die unterschiedlichen Dienste mit dem man letztlich dann auf die Daten Zugriff hat. Das kann SAMBA sein (das SMB Protokol wie es auch unter Windows benutzt wird) oder auch FTP, SFTP, Webdav etc.
    Anstatt auf eine externe Festplatte macht man seine Backups dann über das Netzwerk auf das NAS .
    Der Flaschenhals ist hier lediglich die Performance der Netzwerkschnittstelle. Man muss also genau gucken ob der Router oder der Switch auch die hohen Übertragungsraten liefern kann.
    Ein Vorteil vom NAS ist: wie auch Mika sagte, kann man mehrere Platten zu einem Verbund zusammenschliessen ("RAID") um z.B. grössere Ausfallsicherheit zu haben. Gleichzeitig kann man ein NAS auch so einrichten das man von aussen über das Internet Zugriff hat.. Im Grunde kann also ein NAS etwas wie eine private Cloud sein sein
  3. #3 Horselover Fat schrieb am 25.03.2018
    Für 40 Euro pro Jahr gibt's nicht nur MS Office, sondern auch 1 TB Cloud-Speicher bei OneDrive dazu.
  4. #2 Kaydee schrieb am 24.03.2018
    Zum Thema "verlorengegangener/defekter Dongle" und deren Wiederbeschaffung bei Steinberg...

    Voraussetzung hierfür (ESSENTIELL) Der e-Licenser mitsamt Lizenzen, muss vor dem Verlust/Defekt unbedingt auf deren Seite registriert worden sein, andernfalls hat man keinen Anspruch auf Ersatz!

    Szenario:

    Hatte erst kürzlich beim Umzug das Vergnügen, meinen e-Licenser nicht mehr zu finden.
    Erstmal Ratlos nach "Verlust von e-Licenser" gegoogelt und schwupps auf deren Seite für "Steinberg-Zero-Downtime" gelandet.

    Dort mal alles in Ruhe durchgelesen, Formular für Verlust ausgedruckt, ausgefüllt und mit Blut unterschrieben, retour gemailt.

    Im Gegensatz zu gewöhnlichen Support-Anfragen zu Cubase, wurde mir in kürzester Zeit eine Ersatzlizenz übermittelt, die für 25 Arbeitsstunden aktiv bleibt.

    Nach Prüfung des eingereichten Formulars, wird einem eine neue Lizenz auf das Steinbergkonto übertragen und die vorangegangene Lizenz deaktiviert.

    Hätte ich einen zweiten e-Lizenser parat gehabt, hätte ich am selben Tag ohne größere Einbußen, weiter arbeiten können!

    Kann da nur nochmal sagen: Grandios Steinberg!
  5. #1 UNi schrieb am 22.03.2018
    Hahaaa! Danke für den Draemel-Shop-Einkaufstipp. Ich hab gleich mal ein WLAN-Kabel bestellt!