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Drum Computer Dave Smith Tempest - Test

meine persönliche Wertung 0 von 5 möglichen Sternen

Ich habe 10 Jahre lang alle meine Lunatec Tracks nur auf der MPC 3000 von Akai, Rogers Linns letzter Drum Computer Entwicklung, produziert.

Auf eine neue Linn Drum warte ich schon sehr lange. Das Projekt Linn Drum 2 wurde leider abgebrochen. Dafür ist jetzt der Tempest in Kooperation mit Dave Smith auf den Markt gekommen.

Die Idee eine analoge Synth-Engine mit MPC Pads und Lauflichtsteuerung ala TR 808 zu kombinieren ist erstmal nahe liegend. Lange habe ich mich nicht so auf einen Test gefreut.

Sind die Erwartungen hoch, ist meist die Enttäuschung um so größer. Und so ist es leider gekommen.

Mir wurde ein unvollständiges Produkt verkauft. Essentielle Features fehlen. Was soll ich mit einer Rhythmusmaschine die nur 4/4 Takt kann? Auch die Möglichkeit Pattern aneinander zu reihen fehlt, genauso wie die Sound Bank B.

Auch der USB Port bleibt stumm und die Midi Clock geht nur in eine Richtung. Hätte ich die Einschränkungen gekannt, hätte ich die Finger von dem Ding gelassen.

Aber was ist mit den Sachen die schon laufen?

Die Synth-Engine von Dave Smith ist Klasse, ohne Frage. Der Poly-Evolver oder der Prophet 08 sind tolle Synthesizer. Aber für knackige Drum Sound ist sie nicht geeignet. Wirklich gute Drum Sounds habe ich auch mit “selberschrauben” nicht hingekriegt.

Es fehlt ein Sinus-Oszillator und wirklich schnelle Hüllkurven.

Leider ist die Bedienung auch nicht berauschend. Das Display ist zu klein, die Drehregler sind mal gerastert und mal nicht, und alle Funktionen doppelt belegt.

Das Gerät intuitiv zu bedienen ist mir nicht gelungen. So hat es auch keinen Spass gemacht, weiter ins Gerät hineinzukriechen und geile Grooves zu programmieren.

Der Compressor und der Distortion Effekt sind gruselig. Der Verzerrer ist auch nicht zu dosierem. Statt einem Regler hätte es auch ein An-Aus Schalter getan.
Das war nix!

Link>http://www.davesmithinstruments.com/products/tempest/

14.11.2011 - Hardware

Dein Kommentar

  1. #15 Adonis schrieb am 29.08.2014
    Keine Ahnung welches gerät Non Eric da verwendet hat, aber ich fand das Teil beim testen richtig geil (OK, preislich mal abgesehen)


    http://vimeo.com/95679700
    http://www.youtube.com/watch?v=GS0qkjSPUSY
  2. #14 Matt van k schrieb am 22.06.2012
    Mich würde ein erneuerter Test mal intressieren. Als alter MPC Fan sicher auch für Eric ein Anreiz
  3. #13 hardbeat schrieb am 10.01.2012
    Danke für diesen ehrlichen TEST!!! Gibts viel zu wenige im Netz... Echt super!!!
  4. #12 D3Fragezeichen schrieb am 18.11.2011
    Danke für diesen ehrlichen Test Non Eric.
    So schnell hast du dem Monate lang anhaltenden Gas hier ein Ende gemacht.
    Bin nun wieder ganz glücklich mit Fxpansion Geist+Akai Mpd 32 und meiner Wavedrum und kann mir nun nicht mehr vorstellen wozu ich dieses Gerät brauchen sollte.
  5. #11 butter schrieb am 17.11.2011
    Hi,
    mega geiler Video Test, schade das man so "harte" Test selten im Netz findet..Bitte weiter so..
    Grüzzi
  6. #10 bernd schrieb am 17.11.2011
    Hi Non Eric, Du hast ja mit den angesprochenen Mängeln recht. Das ist schon ziemlich frech das so auf den Markt zu bringen. Aber es gibt im Netz so einige Videos, die zeigen, dass man damit schon ziemlich abgefahrene Sachen machen kann und da klingt das nicht nur nach Simmons E-Drum. Auch zu behaupten, dass man mit dem Microwave ganz prima Drumsounds programmieren kann und sich dann über die Ergonomie des Tempest zu beschweren finde ich grenzwertig. Grüsse
  7. #9 Alan schrieb am 16.11.2011
    Ein Cello lässt sich auch nicht einfach in ein paar Stunden erlernen. Viel zu voreiliges Urteil!
  8. #8 rod schrieb am 15.11.2011
    also nach dem test war ich jetzt auch erstmal ernüchtert, aber nach diesen videos hier bin ich wieder von dem gerät überzeugt!
    http://vimeo.com/29623271
    http://vimeo.com/29991808

    vielleicht solltest du dem tempest echt nochmal eine change geben und dich ein paar tage länger reinarbeiten. über die touchfader hast du z.b. gar kein wort verloren, sieht in den videos aber sehr interessant aus was die damit anstellen
  9. #7 peta schrieb am 15.11.2011
    Hm, klar. Bugs und nicht implementierte Funktionen nerven ohne ende.
    Manch Gerät benötigt aber deutlich mehr als wenige stunden um es kennen und schätzen zu lernen. Als beispiel sei hier die machinedrum genannt, welche in den ersten stunden/tagen und sogar wochen durchaus frustrierend sein kann. Der Octatrack legte auch einen bescheidenen start hin und ist mittlerweile ein top gerät (mit noch immer nicht allen funktionen implementiert). Ich möchte sowas hiermit nicht unterstützen, trotzdem könnte der tempest durchaus noch seinen weg machen, wenn DSI einen Zahn zulegt udn das gerät softwaretechnisch fertigstellt.
  10. #6 _rdn_ schrieb am 14.11.2011
    Wow, sehr guter test, Danke! Lieber in was anderes investieren..
  11. #5 Synthfactory schrieb am 14.11.2011
    Den test kann ich eigentlich verstehen, aber wegen den sounds, die sind halt synhbased, da dass das DSI gerät ist, es soll ja noch eine samplebased LinnDrum 2 rauskommen(in 10+ jahren).
  12. #4 Dieter schrieb am 14.11.2011
    Danke Non Eric,
    das zeichnet Musotalk aus, dass Produkte kritsch getestet und auch die Wahrheit äußert werden. Wer für € 2.000 so einen Schrott auf den Markt bringt, hat keine andere Bewertung verdient. Auch wenn er Roger Linn heißt. Eine Elekrtibe für schlappe € 500 kann schon mehr und ein Spectralis 2 für € 2.000 kann ein Universum mehr.

    Tempest....für die Tonne.

  13. #3 sven schrieb am 14.11.2011
    Oh mann,

    das für schlappe 2000 Euro, was halbgares auf den Markt schmeissen. Ich hatte die gleichen Erwartungen wie Non Eric und kann es einfach nicht fassen...Dabei sieht er so schön aus und durchdacht.
    Ich kenne viele, die auch gespannt waren auf das Gerät.
    Vieleicht testest du es noch mal, wenn es geht...ob es dann deinen Erwartungen entspricht...

    Was für eine Schlappe

    grüsse

  14. #2 Jan Kalt schrieb am 14.11.2011
    ...da hatte ich noch sabbernd über dem katalog gesessen und mir gedacht: so´n ding habbich nich, kauffich mir! aber nach dem test ist klar: meine electribes und der ms 20 reichen mir vollkommen! wer hat schon bock von einem 2000$-Instrument abgetörnt zu werden... und so ruhig muss man erstmal bleiben, eric, alle achtung! ich hätte da ganz andere worte für gefunden - voll der Müll!
  15. #1 Wellenstrom schrieb am 14.11.2011
    Tja, gut nachvollziehbar, die miese Bewertung. Geschickt inszenierte Werbevideos und große Namen allein machen leider noch kein gutes Produkt.

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